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Wer war Madeleine Delbrêl?
Geboren
1904 in Mussidan/Südfrankreich wächst sie in einer antiklerikalen Umgebung
auf und ist, obwohl getauft, bis zu ihrem 20. Lebensjahr überzeugte
Atheistin.
Mit 19.Jahren verlobt sie sich, doch ihr
Verlobter verlässt sie und tritt dem Dominikanerorden bei. Sie erkrankt
schwer und droht zu verbittern. Erste Begegnungen mit gläubigen Christen,
die ihr einen neuen Lebenssinn geben, führen 1924 zu ihrer Bekehrung.
1926 integriert sie
sich in das Leben einer kath. Gemeinde und trägt sich mit dem Gedanken
Karmeliterin zu werden. Doch sie erkennt, dass Gott einen anderen Weg für
sie vorgesehen hat.
Sie macht eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin und nimmt sich der Not der
Arbeiter an.
1933 gründet sie mit zwei
Freundinnen eine Gemeinschaft in Ivry, der ersten von Kommunisten
regierten Stadt in Frankreich.
Sie nimmt Kontakt mit den kommunistischen Vertretern auf und unterstützt
deren Bewegung “Ausgestreckter Arm“. Dadurch gerät sie in die Kritik der
Kirchenleitung.
Die damals aufkommende
Bewegung der Arbeiterpriester findet ebenfalls ihre Unterstützung.
Sie wird zur Vorbereitung des Zweiten Vatikanischen Konzils hinzugezogen
und Bischöfe suchen ihren Rat.
Madeleine Delbrêl lebt die Nächstenliebe ohne wenn und aber, keiner wird
an ihrer Tür abgewiesen.
Sie schreibt mehrere Bücher. Das
bekannteste ist der “Kleine Mönch”, die Lebensweisheiten eines kleinen
Mönches.
Man nennt sie
„Missionarin der Straße“
1964 stirbt sie an den Folgen eines Schlaganfalls.
1998 spricht Papst Johannes Paul II. sie selig.
Ulrike Ludy |