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Sektempfang bei der Mainzer Husaren-Garde |
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Husaren-Garde überzeugt mit viel Musik und Tamtam |
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Mainzer Husarengarde: Redner warten mit skurrilen Ideen auf |
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Husaren Garde feiert Deiwelsweiber-Sitzung |
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Närrischer Auftakt bei der Mainzer Husaren Garde |
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Schlachtfest der Mainzer Husaren Garde |
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Herbstmanöver der Husaren-Garde in Neustadt |
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Husarengarde feierte im Forster-Saal des Kurfürstlichen Schlosses |
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Husarengarde liebt subtiles Spiel mit der Erotik |
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Mainzer Garde bot Themenabend mit Buffet |
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Mainzer Husarengarde feierte 5 x 11. Geburtstag – Zahlreiche Ehrungen |
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Bei der Mainzer Husarengarde standen auch urige Redner in der Bütt |
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Mainzer Husarengarde feiert närrisches Jubiläum - Trommler, Ballett, "Deiwelsweiber", Nesthäkchen und Dance-Kids sind aktiv |
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Mainzer Husarengarde startet mit deftigem Worschtabend in die neue Kampagne - Närrischer 55. Geburtstag im nächsten Jahr |
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Beim
Marathon auf Abwegen Kurz vor Mitternacht geht das Licht aus. Eine Glocke schlägt, jemand trägt eine phosphorisierte Uhr auf die Bühne. Musik setzt ein, "The Time Warp" aus der Rocky Horror Picture Show. Was dann folgt, ist der originellste Beitrag, den die Mainzer Husarengarde zur Fastnacht beisteuert: die Glühwürmchen. Die Gruppe um Sabrina und Patric Siebenhaar zeigt eine unterhaltsame Show aus Tanz und Lichteffekten. Das Musikprogramm der Husaren ist stark besetzt. Allen voran reißen die Tugendbolde aus Nackenheim das Publikum mit. Die Musiker spielen mit Verve, die Sänger singen mit starken Stimmen Fastnachtsongs zu Hitmelodien. Am Ende der Sitzung räumt die Mainzer Rittergilde mit schwungvoller, südländisch angehauchter Blasmusik ab. Die fidelen Husaren spulen einen Gag nach dem anderen ab. Sänger Bernd-Peter Köhler belebt die Kunst des Melodramas. Während das Publikum schunkelt, berichtet er von seiner Wein-Kur. Nach der Pause heizt erst das Komitee als Mainzelmänner und dann "Straßenmusikant" Peter Rösch die Stimmung wieder an. Im Bereich Ballett haben die Husaren viel zu bieten. Die Damen weisen eine Show- und eine Gardegruppe auf. Als Gäste hat die Garde etwas Feines eingeladen: die Mummerumer Dorf-Gazellen. Das Männerballett erfreut vor allem die Damenwelt im Saal. Thomas Kaiser alias Jean aus der Altstadt erzählt von einem entscheidenden Moment in seinem Leben - als er merkte, dass er "fast die Badewanne sprengte". Die Reaktion auf sein Übergewicht war, sich für den Marathon anzumelden. Lustig zu hören, auf welche Abwege er bei seinem Weg durch Mainz kam. Diesen Weg schlägt auch die "Chronistin" Bianca Rupprecht bevorzugt ein. Dort schnappt sie auf, was in der Stadt vor sich geht: Die Gaadefelder Kerb, die nicht mehr auf dem Goetheplatz sein darf oder die Verkehrsprobleme auf und um die Lu herum. Auch wenn Rupprecht nach eigenem Bekunden darüber nicht mehr lachen kann, geht es dem Publikum anders. Von ihrer Männer-Schönheitsfarm berichtet Rosi Woytiniak. Übrig bleibt die Erkenntnis: "Der Mann ist und bleibt verhunzt." Zu ähnlichen Ansichten kommt auch Renate Runkel als Krankenschwester. Das starke Geschlecht sei "furchtbar wehleidig". Als Gott Jokus geht Sitzungspräsident Horst Kau in die Bütt. Von ihm stammte auch die Idee für das Eröffnungsspiel, in dem ein Fastnachtskellner die Härten seines Jobs, die Gäste nämlich, vorführt. Das Protokoll hält Rolf Gottschall. Darin erklärt er, warum es gesund ist, einen Hund zu haben, und mokiert sich über die zu dicke Jugend: "Man ist heute schon froh, wenn ein Mädel dick ist, weil es schwanger ist." Außerdem kennt er die Mailadresse das Papstes: Urbi@orbi. Gisela Abels-Lahr tritt als Reporterin auf. Stefan Adler |
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Wenn die Schlachtplatt' schmeckt
Närrischer Auftakt bei der Mainzer Husaren Garde Mainzer Wochenblatt vom 13.12.2007 (ubo) – Wenn die „Schlachtplatt” schmeckt, dann ist närrischer Auftakt bei der „Mainzer Husaren Garde” (MHG). Im rauchfreien Saal begrüßte der Erste Vorsitzende, Josef Bitz, die Narrenschar, die sich bereits zur Musik von Alexander Herrgesell einschunkelte. Die Moderation übernahmen Carmen Runkel-Frey und Udo Bitz, vor allem die Jugend sei im Vormarsch, betonten die beiden. Der Narrhallamarsch erklang vom Trommlercorps unter der Leitung von Jasmin Wolfert. Mit seinem Protokoll nahm Rolf Gottschall Geschehenes unter die Lupe. Die Gesundheitsreform, Telekom-Streik und dicke Teeniesvergaß er nicht zu erwähnen. „Wolle mer se ereu losse?” „Ereu mitene”, riefen die Gäste und die „Nesthäkchen” kamen im Gallopp mit ihren Kostümen als Pferdchen. Die Stimmung war gut, zumal jeder die Kids „goldig” fand. Das Lied von der „Lebberworscht” sangen alle und bekamen Appetit auf die „Fassenacht.” Als „Stadtchronistin” präsentierte Bianca Rupprecht ihren Spaziergang durch „Meenz” mit der Behauptung: „Meenz muss ebe so was habbe, ich kann da drüber nit mehr lache.” „Die Fidelen Husaren” (Elmar Theisen, Horst Kau, Manuel Runkel) ließen neue Lieder hören, das Publikum wählte zwei für die kommende Kampagne aus. Das MHG Showballett kam in rosa getupften Kleidern mit Pettycoat und bot einen erfrischenden Tanz. Im Programm wirkten ebenfalls mit: „Die zwei Jasmine” (Jasmin Wolfert und Jasmin Nabholz), Bernd-Peter Köhler als „Hausmann”, Horst Kau als „En Dicke”, das MHG Gardeballett, Manfred Schmitt und Melanie Scheele beleuchteten „En scheene Mann”, Angela Blumer als „Putzfraa” und „Die Glühwürmchen” mit ihrer Leuchtshow. Geehrt und befördert wurden drei Mitglieder zum Corporal, Benjamin Fey zum Wachtmeister, Sandra Steinke zum Sergeant und sieben MHGler zum Oberleutnant h.c. |
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Keiner will "uff die ebsch Seit" Husarengarde feierte im Forster-Saal des Kurfürstlichen Schlosses Mainzer Rhein-Zeitung vom 06.02.2007 Lautes Helau empfing die Mainzer Husarengarde (MHG) im Kurfürstlichen Schloss. MHG-Mitglied Bianca Rupprecht und Sitzungspräsident Horst Kau begrüßten die 300 Gäste, denen im Anschluss die Trommler der MHG mit schwungvollen Rhythmen einheizten. Stimmung im Forstersaal kam besonders bei den Auftritten des MHG-Balletts auf. Im Nonnenkostüm imitierte die Gruppe einen Tanzpart aus dem Film "Sister Act". Auch den Gardetanz belohnte das Publikum mit begeistertem Applaus. Zwei charmante Tanzmariechen gaben Sara Hachenberger und Katja Köster. Zu Klassikern wie "Que sera, sera" schunkelten die Besucher beim Auftritt der Mainzer Rittergilde. Vorübergehend das Narrenzepter in die Hand nahm die Präsidentin der Deiwelsweiber, Carmen Runkel-Fey, beim Einsatz des Herren-Komitees. Als Kannibalen verkleidet umtanzte es die Dschungel-Bar. Komiteemitglieder Horst Kau, Elmar Theisen und Manuel Runkel gaben als "Die fidelen Husaren" ihre Erlebnisse in einer Striptease-Bar zum Besten. Als Straßenmusikant Pit trat Peter Rösch auf die Bühne. Wie das Gulasch den Weg nach Mainz fand, besangen "Die Elsheimer Schnorressänger" in der Darbietung "Rheinfahrt". Wie einem Wiesbadener der Eintritt in den Himmel verwehrt blieb, berichtete "Obermessdiener vom Dom" Andreas Schmitt. "Helauluja" grüßte er und riet, feste zu beten, denn "dann macht der liebe Gott bestimmt, dass Mainz 05 gegen Cottbus gewinnt". Begleitet von Tochter Jasmin meisterte Meike Kessel-Früh ihr Debüt in der Bütt. Lauten Applaus erntete das Duo, das die ersten Tanzstunden der Tochter beschrieb. In Schürze und mit Kochlöffel bewaffnet, philosophierte Rosi Woytiniak von der Kasteler Ratschenbande über die undankbare Hausfrauenrolle. Ganz anders, nämlich "herrlich gelungen, aerodynamisch und locker geschwungen" betrat Renate Runkel als "selbstbewusste Frau" die Bühne. Auf Frauensuche begab sich Bernd-Peter Köhler, der bei Erfolg versprach "nur auf ihre Worte un' sonst gar nix zu hör'n". Horst Kau trat dem Publikum als Gott Jokus gegenüber. Deutschland als "Land ohne Spielplätze", die Gesundheitsreform als "Bummelzug", das Oktoberfest als "bayrische Gammelfleischparty" - Protokoller Rolf Gottschall zog kritisch Bilanz. Humorvollere Kritik übte der "Mainzer Schoppenstecher" Jürgen Gros. Die neue Sozialdezernentin Birgitt Collisi müsse sich mit den Meenzer Fassenachtsregeln vertraut machen, sonst drohe der Rücktransport nach Köln. Und zustimmender Applaus begleitete seine Meinung zum Stadionumzug nach Kastel: "Nein, da machen wir net mit, uff die ebsch Seit geh mer ums Verecke nit." Einer der Höhepunkte war der Auftritt der Gruppe "Glühwürmchen". Unter der Leitung von Sabrina und Patric Siebenhaar ließ sie im verdunkelten Saal bunte Lichtkegel durch die Luft wirbeln und formierte sich zu leuchtenden Bildern. Unter der Leitung von Joachim Gross übernahm die Joe-Peter-Band die musikalische Gestaltung der Sitzung und brachte das Publikum auch beim großen Finale nochmals in Schwung. Barbara Grüssinger |
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Weiber
waren los Die Erotik kam - mehr oder weniger subtil - nicht zu kurz . Gisela Abels nahm als "Kongo-Biene Selma" kein Blatt vor den Mund. Ihr Motto: "Besser eine gesunde Verdorbenheit als eine verdorbene Gesundheit". Horst Kau erzählte als "Gott Jokus" Stammtisch-Witze, "Reporter" Rolf Gottschall tröstete die Raucher: "Die Lebensverkürzung durch die Zigarette danach wird durch guten Sex ausgeglichen." Manuel Runkel, Horst Kau und Elmar Theisen besangen als "Die fidelen Husaren" ein Missgeschick im Striplokal. Einen Knaller bescherte die Harxheimer Männertanzgruppe "Cotton Eye Joe". Ihr Tanz in Netzstrümpfen und Strapsen riss die Frauen im Saal von den Stühlen. Bernd-Peter Köhler gefiel mit seinem Couplet über sein Rentnerdasein. "Ich mach" alles falsch", klagte er und fand Trost im Mitgefühl der Damen. Die wussten sehr gut, worauf es auf der Bühne und im Leben ankommt. Selbstbewusst und mit "eros-dynamisch flammendem Blick" vertrat Renate Runkel ihr Prinzip: "Ich bin e schee Fraa" und plädierte für vollschlanke Mode: "Es kostet schließlich Jahre harter Arbeit, bis man soweit ist." Viel Beifall erhielt die Jugend der Husarengarde mit dem Garde- und dem Schwarzlicht-Tanz sowie dem Showtanz "Sister Act". Wozu ist eine Tanzstunde gut? Das stellten Mama (Meike Kessel-Früh) und Tochter (Jasmin Früh) im viel belachten Streitgespräch klar. Tanzen macht in jedem Alter Spaß: Das Damen-Komitee wirbelte gekonnt und umjubelt als "Spice-Girls des Nordens" zu Liedern von Wencke, Siv und Gitte über die Bühne. Diese Nachwuchs-Tänzer hatten jedoch im Nu restlos alle Herzen erobert: "Es jung Gemies" zwischen vier und acht Jahren. Mit dabei war auch der 16 Monate alte Heiko, der souverän und routiniert die Bühne als seine Plattform eroberte. Trudy Magin |
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Husaren und
Balkan Mainzer Garde bot Themenabend mit Buffet Mainzer Rhein-Zeitung vom 18.10.2006 Der Balkan war Thema bei der Mainzer Husarengarde. Vorsitzender Josef Bitz und sein Vize und Moderator Udo Bitz boten den Gästen erst kulinarische Genüssen des Balkans, dann folgte der Auftritt der Koblenzer Folkloregruppe Kolo mit Tänzen aus Kroatien und Bosnien-Herzegowina. So konnte das Publikum fünf Tänze mit der dazugehörenden Tracht bestaunen. Zum Abschluss des Programms bot das Ballett der Husarengarde eine Lichtschau. Später gab's dann noch eine Tombola. Die nächste Veranstaltung der Husarengarde ist die närrische Eröffnung am 17.November, 19.11 Uhr, im Neustadtzentrum, Goethestraße. Infos: www.mainzerhusarengarde.de. |
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Mit vielen Paten und
Standarte |
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Gott Bacchus
mit gelbem Engel Ausgelassene Stimmung gab es bei der Jubiläumssitzung zum 55-jährigen Bestehen der MHG im Mainzer Schloss auch ohne exzessiven Alkoholgenuss. Dafür sorgte unter anderem Pierrot Wolfgang Ross. Der schwarz-weiße Narr mit dem lachenden und dem weinenden Auge hatte viel von der großen Politik und den europäischen Königshäusern zu berichten: "Camilla und Charles, das reicht grad so zur Monster-Horror-Picture-Show." Als knallgelber Engel vom Alternativen Gonsenheimer Automobilclub erschien dagegen Rudi Hube. Unfallopfer, die ihn zu Gesicht bekommen, kriegen oft Panik: "Lieber Gott, ich beicht" jetzt noch ganz schnell, aber wenn die Engel all so aussehe, dann schick mich in die Höll"." Nicht nur Redner begeisterten die Narrenschar: "Für diesen Augenschmaus gibt es frenetischen Applaus", befand Protokoller Rolf Gottschall nach den Auftritten des MHG-Balletts (Leitung: Bianca Ruprecht und Sabrina Siebenhaar). Gleiches galt für die Dance Kids der Husaren (Leitung: Monika Denecke) und die Glühwürmchen mit ihrer Leuchtshow (Leitung: Patric und Sabrina Siebenhaar). Klamauk und Musik boten die fidelen Husaren (Horst Kau, Manuel Runkel und Elmar Theisen): Sie hatten es unter anderem mit der silikonhaltigen Traumfrau Ramona Drews zu tun: "Bei der Auferstehung des Fleisches bleibt die als Tupper-Dose zurück." Bianca Rupprecht und Jennifer Kau revanchierten sich sogleich: "Frauen haben viele Problemzonen. Männer sind eine einzige." Frohsinn aus der Bütt lieferten zudem Rosi Woytiniak als Ehrenjungfrau, Frohnatur Renate Runkel sowie Annika Denecke und Jasmin Früh in einem närrischen Zwiegespräch. Stimmung und Schunkellaune verbreiteten die Elsheimer Schnorressänger unter der Leitung von Roman Reiser, die Play Back Boys mit ihrem Chef Kurt Brandl und die Rittergilde (Leitung: Hans-Georg Hubrath). Zu einer närrischen Reise durch die Bundesrepublik lud schließlich das MHG-Komitee und für den passenden Rahmen sorgten die Mainzelmännchen, die Joe-Peter-Band unter der Leitung von Joachim Groß sowie zahlreiche Abgesandte der verschiedenen Mainzer Garden, die den Komiteetern einen würdevollen Einmarsch ermöglichten. Heiko Beckert |
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Am 11.11. vor
5 mal 11 Jahren 1951: Die Stadt ist zwar noch immer von den Folgen des Zweiten Weltkriegs gezeichnet, doch allmählich stabilisiert sich das tägliche Leben wieder. Auch können die Mainzer endlich wieder Fastnacht feiern. Die Kampagne 1950/1951 ist gerade "beerdigt", da denken einige Komiteeter der Kolpingfamilie um Werner Orth und Karl-Heinz Lang bereits an die nächste närrische Jahreszeit. Zu der wollen sie eine Garde aufstellen und suchen per Inserat weitere Mitstreiter. Die Gründungsversammlung der "Mainzer Husarengarde" (MHG), wie sich der neue Verein nennen will, geht schließlich an einem standesgemäßen Datum, nämlich am 11. 11. 1951 im Kurfürstlichen Schloss im Beisein der damaligen Fastnachtsgrößen Seppel Glückert und Karl Moerlé über die Bühne. Die Husaren haben in Mainz eine Jahrhunderte alte Tradition, dienten sie doch im 17., 18. und 19. Jahrhundert den Mainzer Kurfürsten als Leibgardisten. Die erste Uniform der närrischen Husaren entsprang der Fantasie und wurde nach wenigen Monaten wieder eingemottet. Schließlich orientierte man sich an dem Vorbild historischer Husarenuniformen. Und so kleideten sich die Gardisten in der Kampagne 1952 erstmals in eine rote Uniform und stülpten sich eine schwarze Fellmütze über. Säbel und Stiefel komplettierten das schneidige Aussehen. Am 17. Februar 1952 ging die erste Sitzung der Husarengarde über die Bühne. Im selben Jahr nahm der junge Verein auch am Rosenmontagszug teil. Auch außerhalb der Kampagne war die Garde aktiv und veranstaltete in den 50-er und 60-er Jahren während des Weinmarktes Tambour- und Fanfarenzug-Wettstreite. Lediglich die Tatsache, dass die Musiker nicht selten in handgreiflichen Streit gerieten, ließ den Vorstand der MHG die beliebte Veranstaltung einstellen. 1983 regte der damalige Vorsitzende und spätere Ehrenvorsitzende Rudolf Jung an, ein Damenkomitee auf die Beine zu stellen. Dies war der Anstoß zu einer richtigen Erfolgsstory. Der seitdem organisierte Damen-Kreppelkaffee ist heute noch eine erfolgreiche Veranstaltung. 1998 nannten sich die MHG-Närrinnen in "Deiwelsweiber" um und fahren mit "Satanspräsidentin" Carmen Runkel-Fey weiterhin ihre "Deiwelsweiber-Sitzung". Auch im Jubiläumsjahr gehört die MHG unter ihrem Generalfeldmarschall Josef Bitz zu den kleinen Vereinen der Mainzer Fastnacht, die ihre Sitzungen unter der Präsidentschaft von Horst Kau mit viel Herzblut und überwiegend mit eigenen Aktiven zu fahren. Eröffnet werden diese Sitzungen von den MHG-Trommlern, später setzen das MHG-Gardeballett und das MHG-Showballett optische Akzente. Rolf Gottschall amtiert seit vielen Jahren als Chef des Protokolls. Die MHG-Nesthäkchen und die MHG-Dance-Kids sind die wichtigsten Nachwuchsquellen der Garde. Bei den "Mainzelmännchen" haben sich über viele Jahre die Nachwuchsredner der MHG ihre ersten Sporen verdient. Der Stolz der MHG ist freilich das mehr als 30 Mann starke Offizierscorps, das bei jedem Umzug ein prächtiges Bild abgibt. Ralph Keim |
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Frohnaturen
und Eisprung-Sport Familiär ging es zu beim "Worschtabend", mit dem die Mainzer Husaren-Garde (MHG) in die Kampagne startete. Zunächst wurde ein Wurstteller mit Bratkartoffeln serviert, Mütter fütterten Kinder, die Älteren tobten durch den Saal des Neustadtzentrums. Auf der Bühne bewiesen die MHG-Aktiven, dass sie mit Recht für bodenständige Fastnacht stehen. Beim Vorspiel erzählten die "Mainzelmännchen" von der großen, weiten Welt. "Die schönste Fastnacht gibt es nur in Meenz", lautete die Botschaft. Nach dem Einzug der MHG-Trommler zeigten die MHG-Nesthäkchen, dass der Gardenachwuchs im Kindergartenalter ist. In seinem Protokoll zog Rolf Gottschalk Bilanz der vergangenen Monate: Von der Hochzeit von Prinz Charles in England über den spektakulären Besuch von US-Präsident Bush in Mainz bis hin zur Papstwahl und Edmund Stoibers Berlin-Hickhack spannte der den Bogen. Als fesche "Cowboys" wirbelten die "Dancekids" über die Bühne, bevor sich Jennifer Kau und Bianca Rupprecht als "Bienche und Trienche" die Spitzen zuwarfen: "Das einzig Sportliche, das ich von dir kenne, ist dein Eisprung." Mit einer Persiflage auf Max Raabe ("Mein kleiner grüner Kaktus") begeisterte das MHG-Damenkomitee mit Sitzungspräsidentin Carmen Runke-Fey, die durch den Abend führte. Jasmin Früh und Annika Denecke sind Nachwuchsrednerinnen der Husaren-Garde, die als "Nikki und Bobbelche" von ihren Urlaubserlebnissen in den Bergen und am Meer berichteten. Fazit: "Im nächsten Jahr bleiben wir in Mainz!" Probleme mit der Technik meisterte Coupletsänger Bernd Köhler souverän. Trotz fortgeschrittenen Alters wohnt er bei seiner Mutter, die eine Frau für ihren Bub sucht. MHG-Sitzungspräsident Horst Kau als "Worschtabend-Besucher" und "Frohnatur" Renate Runkel machten ebenso Lust auf die MHG-Sitzung wie die "Fidelen Husaren" und die "Playbackboys", die den Abend musikalisch beendeten. Im kommenden Jahr feiert die MHG ihr 55-jähriges Bestehen mit der Sitzung am 4. Februar im Kurfürstlichen Schloss und einer akademischen Feier am 20. Februar im Neustadtzentrum. (ke) |