So können Sie
Neustadt im Netz e.V.
ohne (Mehr-)Kosten durch Ihre Online-Einkäufe unterstützen:

 
Weitere Informationen


Folgen Sie uns bei
  
Facebook und Twitter

Hinweise, Bilder und Beiträge für den Gaadefelder InfoBrief oder diese Webseiten können Sie uns gerne per WhatsApp übermitteln an 015151922121

117er Ehrenhof

Lage: Zwischen Kaiserstraße und Adam-Karrillon-Straße

Der Platz hieß 1894-1933 Forsterplatz, 1933 Horst-Wessel-Platz, 1933-heute 117er Ehrenhof.

Unter Ehrenhof ist allgemein ein an drei Seiten geschlossener Platz vor einem Schloss oder einem anderen repräsentativen Gebäude zu verstehen.Auf dem Platz steht das am 1. Juli 1933 eingeweihte Ehrenmal des Infanterie Regiments 117, Leibregiment der Großherzogin. Dieses Regiment war von 1872-1918 in Mainz stationiert. Das Denkmal besteht aus einer Treppenanlage mit der Statue eines Löwen.Die Benennung des Platzes hat eine interessante Geschichte: Die Veteranen des Regiments legten sich zur Einweihung des Ehrenmals auf den Namen Ehrenhof Leibregiment fest. Das entsprechende Schild wurde über Nacht durch ein provisorisches Schild Horst-Wessel-Platz ersetzt. Am 31. März 1933 wurde diese Umbenennung im Amtsblatt der Bürgermeisterei bekannt gegeben. Eine Intervention der 117er bei Stadtverwaltung und NSDAP-Kreisleitung war zunächst erfolglos. Zum einen wollte man den Namen Horst-Wessel-Platz nicht aufgeben, zum anderen wurde die Bezeichnung Leibregiment als monarchistisch beanstandet. Als Kompromiss ließ sich schließlich die Benennung 117er Ehrenhof durchsetzen, die am 23. Oktober 1933 auf Weisung des kommissarischen Oberbürgermeisters Dr. Barth erfolgte. Hier befand sich die zweite Mainzer Peterskirche. In ihren Fundamenten wurde der Grabstein des Dructhacarius gefunden, auf dem erwähnt wird, dass der Tote nahe seiner Burg/Herrensitz begraben wurde.

Außer dieser Mauer wurde zur Einweihung zum einen auch dieser Bronze-Löwe aufgestellt, der von dem Künstler Carl Moritz Hoffmann erschaffen wurde. Zum anderen gab es daneben eine Brunnenanlage, die vom Mainzer Verschönerungsverein gestiftet und von Philipp Preis gestaltet wurde. Die ursprünglich zwei Quellsprudel wurden 1964 durch 16 Bogenstrahler ersetzt. Nachdem der Brunnen nicht mehr funktionierte wurde vor einigen Jahren das Becken mit Erde zugeschüttet und eine Rasenfläche angelegt.

Der Ehrenhof wurde später um ein Erinnerungsmal für die 263. Infanterie-Division ergänzt. Die Einweihung fand am 2. Juli 1961 statt.

  

Gegenüber des Ehrenmals liegt das Rabanus-Maurus-Gymnasium(117er Ehrenhof 2). Es wurde von 1886-89 erbaut und am 4. November 1889 als altsprachliches Ostergymnasium eingeweiht.  (Damals begannen die Schuljahre zu unterschiedlichen Terminen, hier an Ostern).
In den Jahren 1933 bis zu seiner Zerstörung durch die Bombenangriffe am 27. Februar 1945 trug es den Namen Adam-Karrillon-Gymnasium. Am 14. Juni 1953 wurde es als Rabanus-Maurus-Gymnasium wiedereröffnet. 1967 wurde das Gebäude aufgestockt und erhielt eine überdachte Eingangstreppe. Diese Überdachung wurde im Jahr 2003 wieder entfernt. Seit 1. Januar 1975 ist die Stadt Mainz Träger der Schule.

Diese Seiten entstanden mit freundlicher Unterstützung von Rita Heuser (Materialsammlung zu den Namen der Stadt Mainz)und unter Verwendung des Buches "Das Mainz-Lexikon" - 3600 Stichworte zu Stadt, Geschichte, Kultur, Persönlichkeiten" von Wilhelm Huber. Mit freundlicher Genehmigung der Verlages Hermann Schmidt, Mainz. Dort ist das Buch im Jahr 2002 erschienen - ISBN 3-87439-600-2