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Lennigstraße

Lage: Zwischen Kaiser-Wilhelm-Ring und Nackstraße

Benannt nach Friedrich Lennig (3. November 1796 - 6. April 1838), Mainzer Dialektdichter, der sich im 19. Jh. in Mainz und Rheinhessen einiger Beliebtheit erfreute.

Lennig besuchte in Mainz das Gymnasium und den philosophischen Kursus des Bischöflichen Seminars, wonach er den Kaufmannsberuf erlernte, den er anschließend in St. Gallen ausübte. Weil er aber im Dasein eines Kaufmanns nicht seinen Lebenszweck erkannte, kehrte er um das Jahr 1818 wieder nach Mainz zurück.

Er war hochgebildet und verfügte über profundes historisches und theologisches Wissen; Lennig beherrschte auch die klassischen Sprachen sowie Französisch, Italienisch und Englisch. Er übersetzte Das Lied des letzten Minnesaengers von Sir Walter Scott aus dem Englischen ins Deutsche.

Friedrich Lennig verfasste seine Gedichte sowohl in deutscher Hochsprache als auch in rheinhessischer Mundart. Diesen Dialekt studierte er eingehend, indem er einerseits viele Ausflüge in die ländlichen Gegenden hinter Mainz unternahm; andererseits bot sich ihm auch vor seiner Haustür in Mainz Gelegenheit, die Bauersleute bei ihren Geschäften in der Stadt zu beobachten, denn er wohnte im Haus seiner Eltern am Markt. Eine Besonderheit in seinem Schaffen lag darin, dass er nicht nur die Sprache der Landbevölkerung zu imitieren verstand, sondern darüber hinaus auch ihren Charakter.

Die meisten seiner Gedichte stammen aus seinen letzten 20 Lebensjahren. Sein Werk umfasst neben den Gedichten auch eine Mainzer Lokalposse. Friedrich Lennigs Gedichte schildern die einfachen Menschen, denen er satirisch den Spiegel vorhält. Er beschreibt dabei meist den Typus des Pfälzer Bauern. Sein dichterisches Werk ist erstmals 1830 in dem Buch Etwas zum Lachen erschienen.

Im Januar 1838 war Lennig einer der Mitbegründer des Mainzer Carneval-Vereins. Friedrich Lennig verstarb am 6. April 1838 im Alter von 41 Jahren an dem damals in Mainz grassierenden Typhusfieber.

Diese Seiten entstanden mit freundlicher Unterstützung von Rita Heuser (Materialsammlung zu den Namen der Stadt Mainz) und unter Verwendung des Buches "Das Mainz-Lexikon" - 3600 Stichworte zu Stadt, Geschichte, Kultur, Persönlichkeiten" von Wilhelm Huber. Mit freundlicher Genehmigung der Verlages Hermann Schmidt, Mainz. Dort ist das Buch im Jahr 2002 erschienen - ISBN 3-87439-600-2