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PC-Sprechstunde


Spaß statt Frust mit Smartphone, Tablet, Laptop & Co
NiN-Helfer als Retter bei digitalen Problemen

Von Dorothea Rimbach

Als Mitglieder des Vereins Neustadt im Netz e.V. (NiN) bieten wir regelmäßig eine PC-Sprechstunde an und werden dabei mit den unterschiedlichsten Anforderungen unserer Besucher konfrontiert. So z. B. mit der etwas hilflos wirkenden eleganten älteren Dame, die mit ihrem Tablet ins caritas-zentrum Delbrêl in der Mainzer Neustadt gekommen ist. Ihr Sohn hatte ihr sein abgelegtes Gerät überlassen, damit die Mutter endlich in der digitalen Welt ankommt. Nach ein paar kurzen Erklärungen saß sie dann da und wusste nicht recht, was sie mit dem Geschenk anfangen sollte. In unserer PC-Sprechstunde sucht sie Rat. Dann ist da die erfahrene Nutzerin, die viel im Internet bestellt und sich einen Virus eingefangen hat. Andere kommen mit älteren Geräten, die dringend Updates benötigen oder einfach von überflüssigen Programmen gereinigt werden müssen.

Für solche und viele andere Situationen gibt es jetzt seit 2014 die PC-Sprechstunde. Einfache Tipps zur optimalen Nutzung der Software sind gefragt, das Installieren oder Deinstallieren von Programmen, Virencheck oder die Suche nach Gründen, warum der Computer auf einmal so langsam geworden ist. Manchmal ist es eine echte Herausforderung, die Lösung für ein aktuelles Problem zu finden. Da ist viel Sachverstand nötig, oft unterstützt durch eine Recherche im Internet.

Die Voraussetzungen der Helferinnen und Helfer von NiN sind ganz unterschiedlich. Echte Profis sind dabei, genauso wie Nutzer, die relativ schnell an ihre Grenzen kommen. Aber diese werden genauso gebraucht. Denn wenn viele Hilfesuchende gleichzeitig kommen, sind natürlich Wartezeiten nicht zu vermeiden. Da ist es gut, wenn Ansprechpartner vom Verein da sind, die schon mal die Themen, um die es geht, abfragen und auch die Wartenden untereinander ins Gespräch bringen. Schließlich hat der Besuch in der PC-Sprechstunde auch einen kommunikativen Aspekt.

Angefangen hat NiN e.V. 2003 mit einem PC-Café, das auch heute noch in den Räumen des caritas-zentrums Delbrêl wochentags geöffnet hat und neben der reinen Internetnutzung auch die Möglichkeit bietet, z.B. Bewerbungen zu schreiben oder andere Dinge zu erledigen, unterstützt von fachkundigen ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern. Ziel war es am Anfang, den Bewohnern der Mainzer Neustadt - einem Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf wie es im Amtsdeutsch heißt - den Zugang zu der damals noch recht neuen digitalen Technik zu erleichtern. Werbebeiträge unserer Sponsoren, Zuschüsse und Spenden ermöglichen die regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software im PC-Café. Daneben gab es Basis-Schulungen, um mit dem Computer und seinen Anwendungsmöglichkeiten vertraut zu werden.

Mit der Zeit änderte sich aber unsere Klientel. Viele hatten schon Erfahrung, aber jeder andere, durch unterschiedliche Systeme und Geräte. Deshalb machte eine Schulung im Kurssystem irgendwann keinen Sinn mehr. So haben wir uns für die PC-Sprechstunden entschieden, die zunehmend erfolgreicher laufen, da sie sich immer mehr herumsprechen. Zur Zeit fragen wir bei unseren Besuchern ab, was sie außerdem interessieren würde. Darauf aufbauend wollen wir zusätzlich Themenabende anbieten, in denen bestimmte Fragen praxisnah beantwortet werden.

Mit den anderen Initiativen, die ähnlich wie wir in der Nachbarschaft arbeiten, wollen wir einen Austausch starten und Möglichkeiten ausloten, wie wir uns gegenseitig unterstützen können, z.B. durch einen Wissenstransfer. Mal sehen, was bei dem ersten Treffen an Ideen zusammen kommt. Wir sind gespannt

Wer sich dafür interessiert, selbst digitale Hilfestellung zu bieten, braucht natürlich Fachkunde. Die Menschen ernst nehmen, ihnen zuhören, sich auf ihre Fragen einlassen ist ebenfalls selbstverständlich. Aus unserer Sicht ist die Einbindung in eine größere Organisationseinheit - wie bei uns die Caritas - hilfreich. Wir sind zwar ein eigenständiger Verein, aber unter dem Dach der Caritas, d.h. wir haben dort unsere festen Räume und Ansprechpartner, die uns organisatorisch unterstützen. Weiter ist natürlich Kontinuität unabdingbar. Von Anlaufschwierigkeiten darf man sich nicht entmutigen lassen. Da wir häufig mit alten Geräten zu tun haben, die auch ohne unser Zutun irreparable Defekte entwickeln können, haben wir einen Haftungsausschluss formuliert, der uns vor eventuellen unberechtigten Regressforderungen bewahrt.

Ansonsten einfach loslegen und den Frust in Spaß verwandeln, so dass auch diejenigen, die sich schwer tun, die Möglichkeiten der digitalen Welt für sich nutzen können.