820 vom 03.04.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 820 vom 03.04.2020
Sonderausgabe 2 in Corona-Zeiten

Liebe Leserinnen und Leser,

in Zeiten, in denen es keine Veranstaltungen gibt, die man einpflegen könnte und auch kaum Pressemitteilung, die für die Neustadt relevant sind, hat man Zeit zum Überlegen und Tüfteln.
Die meisten Menschen haben heute ein Smartphone, viele ein Tablet. Laptop bzw. Notebook oder gar ein PC werden für die schnelle Information zwischendurch seltener genutzt.
Deshalb ist der Gaadefelder InfoBrief, so wie Sie ihn bisher als PDF kannten, für kleine Bildschirme zu statisch und schlecht zu lesen.

Aus diesem Grund habe ich in den vergangenen Tagen diese Seite entwickelt. Zunächst erneut als Corona-Spezialausgabe, später wieder wöchentlich mit umfangreichem Veranstaltungskalender, Presseartikeln, Blaulicht, Tipps und Informationen (mit Überschriften vorneweg zum schnellen Auffinden der einzelnen Beiträge).

Doch es sollen nicht nur die wöchentlichen Ausgaben zu lesen sein, sondern - wie Sie im Menü dieser Seite sehen können - es werden dort auch die ausführlichen Termintipps der nächsten Wochen abzurufen sein und ebenso die anderen Meldungen der anderen Rubriken in absteigender Reihenfolge. Es lohnt sich also auch ein Blick zwischendurch auf unsere Seiten.

Ich hoffe, dass Ihnen das neue Outfit des Gaadefelder InfoBriefs gefällt und Ihnen das Lesen künftig noch mehr Spaß macht.

Alle bisher erschienenen PDF-Ausgaben seit 2018 finden Sie weiterhin auf dieser Seite:

Alles Gute. Bleiben oder werden Sie gesund.

Viele Grüße
Thomas Renth
Neustadt im Netz e.V.

Verkehrsmeldungen Neustadt
(rap) Von Sonntag, 5. April 2020 (7.00 Uhr) bis voraussichtlich zum  Mittwoch, 22. April 2020 wird die Hattenbergstraße im Bereich der  DB-Brücken zwischen der Zufahrt Fa. Schott sowie der  Zwerchallee/Mombacher Straße gesperrt.
Der Verkehr inklusive des Fußgänger- und Radfahrverkehrs wird über  Rheingauwall - Mombacher Straße in beiden Fahrtrichtungen umgeleitet.  Die Zufahrt bis zur Fa. Schott bleibt frei.
Grund der Vollsperrung sind Brückenbauarbeiten durch die Deutsche Bahn AG.

Notgrabung wegen eines Rohrschadens in Parcusstraße
(rap) In der Mainzer Neustadt kommt es ab sofort in der Parcusstraße in  Höhe Haus-Nr. 12/Ecke Gärtnergasse bis voraussichtlich zum 17.04.2020  zur Sperrung der linken Fahrspur in Fahrtrichtung Rhein.
Grund dieser kurzfristigen Maßnahme ist eine Notgrabung aufgrund eines Rohrschadens durch die Mainzer Fernwärme GmbH.

    
Ab sofort günstige Sondertickets für Anwohner in PMG-Parkhäusern
Die PMG Parken in Mainz GmbH bietet allen Anwohnern rund um die Parkhäuser der PMG während der Corona-Krise eine vergünstigte Saisonkarte an. Für den Sonderpreis von 50 Euro kann jeder Anwohner sein Fahrzeug für vier Wochen rund um die Uhr im PMG-Parkhaus unterstellen. „Wir haben die letzten Tage verschiedene Modelle durchgespielt und wollten eine schnelle und möglichst unbürokratische Lösung anbieten“, so Nils Teske, Geschäftsführer der PMG.  

Das „PMG-Sonderticket-Anwohner“, das vier Wochen gültig ist, kann direkt am Kassenautomaten gezogen und bezahlt werden. Jeder, der in der Mainzer Innenstadt im Umfeld der PMG-Parkhäuser wohnt, kann das Sonderticket erhalten. Zur Überprüfung der Berechtigung genügt es am Kassenautomaten, seinen Personalausweis in die Kamera zu halten, da auf jedem Personalausweis auch die Adresse aufgedruckt ist. Für die PMG-Parkhäuser sind Bewohnerinnen und Bewohner aus Stadtteilen mit den Postleitzahlen 55116, 55118, 55122 und 55131 dazu berechtigt. Nach derzeitigem Stand gilt das Angebot bis zum 31. Mai 2020.  

„Wir wollen damit vor allem den vielen Anwohnerinnen und Anwohnern, die jetzt im Home-Office arbeiten eine kostengünstige Alternative anbieten, um ihr Fahrzeug während der Corona-Krise unterstellen zu können“, erklärt Teske und ergänzt: „Da vor allem in sozialen Medien von einigen der Eindruck erweckt wurde, dass die PMG alle Parkhäuser schließen würde, will ich noch einmal deutlich machen, dass wir aktuell lediglich das Parkhaus Theater komplett geschlossen haben, da nur wenige Meter nebendran das Parkhaus Kronberger Hof über ausreichend freie Parkkapazitäten verfügt. Ansonsten wurden bislang nur einzelne Parkdecks geschlossen, die seit Beginn der Corona-Krise leer standen, um dadurch Kosten zu sparen.“ So kann die PMG beispielsweise in Untergeschossen der Parkhäuser die Lüftungsanlagen ausschalten, spart zudem Strom/Licht, Reinigung und benötigt auch weniger Sicherheitsdienste und Servicepersonal.

„Sollte nun durch die Buchungen der Sondertickets mehr Parkraum benötigt werden, können wir tagesaktuell einzelne Parkdecks wieder öffnen. Wir werden dies genau beobachten und können entsprechend kurzfristig reagieren“, so Teske, „in jedem Fall haben wir auch während der Corona-Krise zu jederzeit ausreichend Parkraum zur Verfügung“.

News aus dem Frauenzentrum:  Wir bleiben aktiv für Euch

Liebe Interessierte,
Wir sind weiter für Euch da!
 Wir unterstützen Euch auch weiterhin mit unseren Beratungsangeboten.  Ihr erreicht uns telefonisch unter 06131-221263 – wir hören regelmäßig  unseren Anrufbeantworter ab.
Wir sind auch per Mail unter fz@frauenzentrum-mainz.de erreichbar. Nehmt gerne auch auf diesem Weg Kontakt auf und vereinbart Beratungstermine.
Sobald wir wissen, wann unsere Veranstaltungen und Gruppen wieder stattfinden, informieren wir euch.

 Da wir momentan keine Veranstaltungen machen können und wir Euch aber  trotzdem ein wenig mit Inhalten versorgen wollen, stellen wir in der  kommenden Zeit Artikel zu interessanten Themen, Leseempfehlungen,  Podcasts oder Blogs sowie Online- Veranstaltungsempfehlungen auf unsere  Homepage. Die Artikel sind auch auf bei Facebook und auf Instagram (ihr  findet uns unter @frauenzentrummainz) zu finden.
Vielleicht ist ja das ein oder andere Thema oder Buch dabei, das euch neugierig macht.
Wir freuen uns auf Euer Feedback zu unseren Empfehlungen für Euch!

Bleibt gesund und bis bald wieder,
Viele Grüße
Regine Hungershausen & Sarah Bast

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Dringend: Altenpflegeheim Martinsstift braucht Mund-Nase-Schutzmasken! Nähen Sie mit!
Anrufen, Stoff abholen, Anleitung ansehen, nähen!

Seit dem 23. März müssen Mitarbeitende in Deutschlands Altenpflegeheimen eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen. Die 16 Altenpflegeheime von Mission Leben, zu denen auch das  Martinsstift gehört, brauchen insgesamt 3.000 dieser Schutzmasken. Leider sind diese in der großen Anzahl derzeit nicht zu bekommen. Deshalb bitten wir Sie: Nähen Sie für die Mitarbeitenden Mund-Nase-Schutzmasken, damit wir unsere Bewohnerinnen und Bewohner weiter gut betreuen können!
15 bis 20 Minuten pro Maske
Laut Robert-Koch-Institut haben auch Mund-Nase-Schutzmasken aus Baumwollstoff einen Virus-abwehrenden Effekt. Eine erfahrene Person kann mit der Nähmaschine eine Maske in ca. 15 Minuten nähen, Personen mit weniger Vorerfahrung können es in ca. 20 Minuten schaffen. Jede Maske zählt!
Und so funktioniert’s:
  • Informieren Sie bitte Sozialdienstleiterin Melanie Bornas, E-Mail: m.bornas@mission-leben.de, wie viele Masken Sie nähen wollen. Wir stellen für Sie das benötigte Material zusammen und informieren Sie, wann und wo Sie es abholen können.
  • Holen Sie sich den Baumwollstoff und das Gummiband in unserer Einrichtung ab: Altenpflegeheim Martinsstift, Raupelsweg 1 in Mainz. Sie können auch eigene Stoffe nehmen: Es muss aber 100 Prozent Baumwolle sein und möglichst weiß.
  • Schauen Sie sich auf unserer Website unsere Anleitung an: www.mission-leben.de/seniorinnen-und-senioren/mund-nasen-schutzmasken
  • Nähen Sie die Mund-Nasen-Schutz-Masken zu Hause. Das geht am besten mit einer Nähmaschine!
  • Bringen Sie die Masken schnellstmöglich zurück in die Einrichtung und geben Sie sie dort ab.
 

Vielen Dank für ihre Unterstützung! Unsere Bewohnerinnen und Bewohner werden sehr davon profitieren.
Schutzmasken nähen – eine Initiative der Aumühle
Die Materialien für die Schutzmasken stellt die Aumühle in Darmstadt zur Verfügung, eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung der Mission Leben. In der Wäscherei der Aumühle wird u.a. die Wäsche aus allen Altenpflegeeinrichtungen gewaschen. Der Wäschereiwagen bringt auf seinen Fahrten Stoff und Gummibänder in alle Einrichtungen.

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KULTUR-AKUT-MAINZ - Spendeninitiative für Künstlerinnen und Künstler aus Mainz und Umgebung
Viele  Künstlerinnen und Künstler fürchten um ihre Existenz. Durch die  Corona-Epidemie sind ihre Auftritte, Ausstellungen, Lesungen oder Projekte für voraussichtlich noch viele Wochen oder gar Monate abgesagt. Der Staat hat Hilfe zugesagt, der Großteil als Darlehen, aber auch als  echte Zuschüsse in nicht unerheblicher Höhe. Das ist gut. Es bleibt aber  unklar, ob, wie und vor allem wie schnell diese Hilfe für selbstständige Kulturschaffende zur Verfügung stehen wird und ob  tatsächlich die vielfältigen Formen künstlerischer Betätigung und Projekte davon erfasst werden können.

Wir Mainzer wollen die Künstlerinnen und Künstler in unserer  Region nicht im Stich lassen, so wie wir auch die vom Virus bedrohten  Menschen nicht im Stich lassen.

Deswegen wurde die Spendeninitiative "Kultur-Akut-Mainz" gegründet, die schnell und unbürokratisch helfen möchte.
Kulturschaffende aus Mainz und Umgebung können einen Antrag auf  finanzielle Unterstützung einreichen, über die dann von einem 5-köpfigen  Beirat entschieden wird. Die auf einem Treuhandkonto eingehenden  Spendengelder werden zu 100% weiter.geleitet, zwei renommierte  Steuerberater fungieren als Kassenprüfer. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von Prof. Christian Vahl,  Tabea Rösner und Marianne Grosse.  Wir alle möchten nach der Corona-Krise wieder an einem regen Mainzer  Kulturleben teilnehmen. Dafür müssen wir jetzt aktiv werden. Bitte unterstützen Sie uns !



Der Newsletter im Newsletter

Der neue Pfarrbrief von St. Bonifaz - Bitte Bild anklicken
Seelsorge, Beratung und Hilfe der Evangelischen Kirche in Mainz in der Corona-Krise
Von Juliane Diel

Sorgen, Nöte und Einsamkeit können in Zeiten der Corona-Krise sehr belastend werden. Es kann helfen, seine inneren Nöte mit einem anderen Menschen zu teilen. Ob ältere Menschen oder Singles, die nun alleine sind, oder Paare und Familien, bei denen Konflikte entstehen und die überfordert sind, da sie nun viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen: alle sind vor große Herausforderungen gestellt. Deshalb stehen Seelsorger und Berater der Evangelischen Kirche in Mainz als Ansprechpartner bereit - in direktem Kontakt oder anonym.

Alle Pfarrerinnen und Pfarrer in den Gemeinden kümmern sich als Seelsorgerinnen und Seelsorger um Menschen, die Beistand suchen. Der Erstkontakt erfolgt per Mail oder telefonisch. Die Kontaktdaten zu den Gemeinden sind unter www.mainz-evangelisch.de oder in den Telefonbüchern zu finden.
Bei Konflikten und Belastungen in der Familie hilft die kostenlose telefonische Beratung der Evangelischen Psychologischen Beratungsstelle unter der Tel: 06131 965540.

Die Ökumenische Telefonseelsorge ist täglich 24 Stunden erreichbar unter 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222, kostenfrei und anonym.
Patienten der Mainzer Kliniken oder deren Angehörige können in der Unimedizin die Klinikseelsorge erreichen unter der Tel: 06131 177219 (mit Anrufbeantworter und Hinweis auf Erreichbarkeit im Notfall) oder per Mail: evang.klinikpfarramt.mainz@unimedizin-mainz.de und im oder Katholisches Klinikum Mainz unter der Tel: 06131 5750 und Mail: helga.nose@ekhn.de.

Die Evangelische Familienbildung startet ab sofort ihr Angebot „LerchenWiege" telefonisch. Unter der Telefonnummer 0157 343 817 00 können Eltern montags von 10 bis 12 Uhr anrufen und sich kompetent zu Fragen rund um die Entwicklung ihres Kindes bis zum zweiten Lebensjahr beraten lassen.

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Kunsthalle Mainz @home
Eine Aktion zum Mitmachen für Klein und Groß
Jetzt, wo alle mehr oder weniger zu Hause sind und uns nicht mehr in der Kunsthalle Mainz besuchen können, kommen wir zu euch nach Hause. Deshalb haben wir uns diese kleine Aktion ausgedacht. Heute ist unser Post an eure Kinder gerichtet:

In diesen Tagen sitzt du viel in deinem Zimmer und schaust aus dem Fenster? Nix los - Drinnen und Draußen?  Hier kommt die Lösung: Bau dir ein Vogelhaus und locke deine neuen Freunde direkt vor´s Fenster.
Schau dir einfach unsere Anleitung zum Nachbauen auf Instagram und Facebook an! Es geht ganz leicht.
Sende uns ein Foto von deinem Vogelhäuschen an mail@kunsthalle-mainz.de ! Wir prämieren die originellste Einsendung mit einer Freikarte, die du einlösen kannst, sobald wir wieder in der Kunsthalle sein dürfen! Wir freuen uns schon auf dich!
Der Kommunale Corona-Katalog
Die Partei DIE LINKE. Mainz hat einen Kommunalen Corona-Katalog  veröffentlicht, der fortlaufend erweitert, aktualisiert und  korrigiert wird. Die Forderungen richten sich an die Stadt, stadtnahe  Betriebe, soziale Einrichtungen und andere Träger.

"Wir ermutigen  Vereine, Gruppen, Gewerkschaften, Betriebsräte oder Einzelpersonen dazu,  uns Ideen, Vorschläge und Anregungen für den Katalog zu geben, die wir  dann entsprechend bei der zuständigen Stelle einbringen können."

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Termine der Woche

Die Veranstaltungen an diesem Wochenende

Die Veranstaltungen in der kommenden Woche

Künftig werden Sie an dieser Stelle diese beiden (z.Zt. inaktiven) Links finden, die Sie direkt zu den Veranstaltungen führen werden. Sollte kurzfristig ein Termin ausfallen oder hinzukommen, dann werden entsprechende Korrekturen vorgenommen.


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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.


Mainzer sorgt mit Beatles-Lied für Gänsehautmoment in der Neustadt
Mit seinem rollenden Klavier zog Musiker Simon Höneß am Donnerstag (26.03.2020) durch die Neustadt. Bei „Hey Jude“ von den Beatles gab es dann einen Gänsehautmoment - zum Artikel

Stadt richtet Bürgertelefon ein
Die Stadt Mainz hat ein zentrales Bürgertelefon zum Thema Coronavirus  eingerichtet. Ab sofort können sich Bürger von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr unter der Nummer 06131-12 44 99 mit allen Fragen rund um die aktuell gültige Rechtsverordnung des Landes an die Verwaltung wenden - zum Artikel


Trotz Corona geht es auf Mainzer Baustellen voran
Während die Mainzer Fußgängerzone leer ist, geht die Arbeit auf den Baustellen ihren gewohnten Gang. Obwohl an manchen Stellen schon coronabedingte Veränderungen spürbar sind - zum Artikel


Psychisch Erkrankte sehr stark von Coronakrise betroffen
Auch Mainzer Sozialunternehmen leiden unter der Coronakrise. Sie mussten ihre Einrichtungen größtenteils schließen. Das wirkt sich auf Menschen aus, die dort sonst tätig sind - zum Artikel

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Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Wohnungseinbruch
Dienstag, 24.03.2020, 08:30 Uhr - 11:20 Uhr
Auf die Wertgegenstände einer 45-Jährigen hatten es Einbrecher am  Dienstagvormittag in der Mainzer Neustadt abgesehen. Während die Wohnungsinhaberin im kurzen Zeitraum von 08:30 Uhr bis 11:30 Uhr nicht  zu Hause ist, verschaffen sich der oder die unbekannten Täter Zutritt  zum Mehrfamilienanwesen im Kaiser-Wilhelm-Ring. Die im Obergeschoss  befindliche Wohnungstür der 45-Jährigen wird dann gewaltsam aufgebrochen  und die Wertgegenstände aus der Wohnung entwendet. Von der Mainzer  Kriminalpolizei wurde der Tatort aufgenommen und Spuren gesichert.  Konkrete Täterhinweise liegen derzeit noch nicht vor.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten  sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131/ 65-3633 in Verbindung zu setzen.

Spielzeugwaffe löst Großeinsatz aus
Mittwoch, 25.03.2020, 08:30 Uhr - 12:35 Uhr
Ein 28-Jähriger  Mann aus der Mainzer Neustadt löst am Mittwochmittag einen größeren  Polizeieinsatz aus. Als aufmerksame Mitarbeiter der Mainzer Entsorgungsbetriebe gegen 12:35 Uhr an einer roten Ampel in der  Kaiserstraße warten müssen, fällt ihnen eine männliche Person am Fenster  eines Mehrfamilienhauses auf, die mit einer Pistole aus dem geöffneten  Fenster herumgefuchtelt. Die Mitarbeiter der Stadt melden dies aus sicherer Entfernung sofort über den Polizeinotruf 110. Von der Führungszentrale der Mainzer Polizei wird hierauf ein größerer Polizeieinsatz koordiniert, in dessen Verlauf die betreffende Wohnung  durch Polizeibeamte des Spezialeinsatzkommandos betreten und durchsucht wird. Neben dem Antreffen des 28-Jährigen Wohnungsinhabers, kann tatsächlich eine Schusswaffe sichergestellt werden. Bei der Waffe dürfte es sich nach erster Einschätzung allerdings um eine Spielzeugwaffe handeln. Eine abschließende waffenrechtliche Beurteilung steht derzeit  noch aus. Der 28-Jährige hatte zudem noch Drogen in der Wohnung, die ebenfalls sichergestellt werden.

Kennzeichendiebstahl und Sachbeschädigung an PKW
Ein Fahrzeughalter parkt am Mittwoch um 17:00 Uhr seinen weißen BMW ordnungsgemäß am rechten Fahrbahnrand der Sömmerringstraße in Fahrtrichtung Goethestraße. Als er am Donnerstag um 13:30 Uhr zu seinem Pkw zurückkehrt, stellt er fest, dass sein hinteres Kennzeichen fehlt und sein rechter Reifen platt ist. An diesem kann durch die Beamten eine Einstichstelle gefunden werden. Wer sachdienliche Hinweise zu dem  genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.

Einbruch in Bürocontainer
In der Zeit von Samstagmittag bis Montagmorgen (28.-30.03.2020) schlagen bislang unbekannte Täter auf einem Baustellengelände in der Straße 'Am Getreidespeicher' in der Mainzer Neustadt die Scheibe eines Bürocontainers ein. Durch dies Öffnung steigen sie ein und hebeln im Innenbereich eine Bürotür auf. Derzeit ist nicht bekannt, ob etwas gestohlen wurde. Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.

    
Zündeln und Stehlen
Am 31.03.2020  werden der Polizei in den frühen Morgenstunden  zwei Jugendliche gemeldet, die in der Osteinstraße ein kleines Feuer machten und dann zu Fuß in Richtung Hauptbahnhof gingen. Im Rahmen der Fahndung können zwei männliche Personen mit Fahrrad in der Josefsstraße/Ecke Kaiser-Wilhelm-Ring kontrolliert werden, die der Beschreibung entsprechen. Die Überprüfung ergibt, dass das Fahrrad vermutlich kurz zuvor im K-W-Ring aus einem Hauseingang entwendet wurde, die Jugendlichen weiterhin als Vermisste durch den Kriminaldauerdienst Mainz zur Fahndung ausgeschrieben sind. Bei der Durchsuchung werden drei Feuerzeuge aber keine Zigaretten gefunden. In der Osteinstraße ist ein niedergebrannter gelber Sack. Die beiden Jugendlichen werden in ihre Jugendhilfeeinrichtung zurückgebracht. Sie erwartet nun, unter anderem, ein Strafverfahren wegen Diebstahles.


Tipps und Informationen

Arthrose – Gelenkverschleiß vorbeugen und behandeln
Arthrose ist eine schmerzhafte Abnutzungserscheinung in den Gelenken, bei der der Gelenkknorpel fortschreitend zerstört wird. Sie betrifft vor allem stark belastete Gelenke wie Hüft-, Knie-, Hand- und Fingergelenke, und sie ist die häufigste orthopädische Erkrankung nach dem 55. Lebensjahr. Eine Arthrose kann genetisch bedingt sein oder ohne erkennbare äußere Anlässe im Alter auftreten. Meist jedoch spielen Fehlbelastungen, Übergewicht oder Verletzungen eine Rolle. Auch ist Arthrose als Begleiterkrankung von Rheuma, Gicht oder Typ-2-Diabetes bekannt. Arthrose ist nicht heilbar, jedoch kann ihr Fortschreiten verlangsamt werden, und Vorbeugung ist möglich. In beiden Fällen ist Bewegung der entscheidende Faktor.

Was passiert im Gelenk?
Die Gelenke umgibt eine dünne Knorpelschicht, die sich zwischen den Knochenenden befindet und als Schutzschicht verhindert, dass die Knochen aufeinander reiben. Sie puffert zudem Bewegungsdruck ab, indem sie diesen gleichmäßig verteilt. Bei der Arthrose verschleißt dieser Knorpel. Die geschieht durch Abnutzung, falsche Belastung und anderen Gründen. Der Knorpel kann sich zurückbilden oder gar ganz verschwinden.
Ist die Knorpeloberfläche beschädigt, bauen sich die Knorpelzellen mehr und mehr ab, es kommt zu Veränderungen an den Knochen und zu Entzündungen an der Gelenkinnenhaut. Im Spätstadium hat sich der Knorpel stark zurückgebildet, die Knochen reiben direkt aufeinander. Es bilden sich knöcherne Auswüchse. Das Gelenk versteift.
Während die Erkrankung meist ohne Symptome beginnt, nehmen die Schmerzen in dem Maß zu, in dem der Knorpel abgebaut wird.

Konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten
Der Abbau des Gelenkknorpels ist nicht rückgängig zu machen. Deshalb zielen Behandlungen auf Verlangsamung und die Linderung von Schmerzen. Dazu werden Schmerzmittel eingesetzt, auch Physiotherapie, Massagen und physikalische Therapien, etwa Kälte- oder Wärmebehandlungen, haben sich bewährt. Elektrostimulation oder Akupunktur kommen ebenfalls zum Einsatz. Erst am Ende des Behandlungswegs stehen Operationen. Verbreitet sind Arthroskopien, bei denen minimalinvasiv entzündetes Gewebe oder abgelöste Knorpelstückchen aus dem Gelenk entfernt werden. Beruht die Arthrose auf einer Fehlstellung des Skeletts, kann diese operativ behoben werden. Die bekannteste Operation im Zusammenhang mit Arthrose dürfte jedoch das Einsetzen künstlicher Gelenke sein.

Es geht nicht ohne aktive Mithilfe
Die wichtigste und effektivste Behandlungsmethode ist jedoch Bewegung. Das liegt an einer Besonderheit des Gelenkknorpels: Bewegung regt sein Wachstum an und hält ihn geschmeidig. Weil Knorpel nicht durchblutet werden, ist ein Mindestmaß an Bewegung erforderlich, um den
Knorpel am Leben zu erhalten.
Auch ein guter Zustand der umgebenden Muskulatur entlastet das Gelenk, denn je besser die Muskeln die Gelenke zusammenhalten, umso besser wird die Gelenksfunktion unterstützt und die Knorpel entlastet.
Mit der Bewegung stehen andere Maßnahmen in engem Zusammenhang: Gewichtsreduktion und gesunde Ernährung. Eine Gewichtsreduktion ist schon allein wichtig, um die Gelenke zu entlasten. Dabei kommt es insbesondere darauf an, den Bauchumfang zu vermindern. Denn Bauchfett, so die Vermutung der Medizin, verhält sich wie ein hormonproduzierendes Organ und schüttet Entzündungsbotenstoffe aus. Weniger Bauchfett bedeutet weniger Botenstoffe, was weniger Entzündungen und damit weniger Schmerz bedeutet.
Zum Abnehmen gehört eine gesunde Ernährung, denn nicht der kurzfristige Diäterfolg zählt, sondern die dauerhafte Gewichtsreduktion. Jedes Kilo weniger hat einen positiven Effekt. Mit weniger Gewicht fällt dann auch die so wichtige Bewegung leichter. Besonders geeignet sind Sportarten mit gleichmäßigen Bewegungsabläufen, etwa Nordic Walking, Radfahren und Schwimmen. Tennis, Joggen oder auch Fußball sind dagegen mit ihren stoßartigen Bewegungen wenig geeignet bis schädlich. Auch Krafttraining ist effektiv, denn starke Beinmuskeln stabilisieren beispielsweise das Kniegelenk, welches dann exakter bewegt wird und weniger zum Verschleiß neigt. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, Schmerzmittel einzusetzen, denn sie ermöglichen oft erst das richtige Bewegen des Gelenks.
Zeigen sich bei Ihnen erste Arthrose-Symptome, sollten Sie auf jeden Fall eine spezialisierte Fachpraxis konsultieren.

Deshalb sollten Sie vorbeugen
Da das Risiko, an Arthrose zu erkranken, ab dem fünfzigsten Lebensjahr steigt, sollten Sie spätestens im mittleren Lebensalter mit der Vorsorge beginnen. Mit gelenkschonender Bewegung und Gewichtsreduktion können Sie den „Arthrose-Teufelskreis“ aus Schmerzen – weniger Bewegung – schlechterer Versorgung des Gelenkknorpels – Verstärkung der Arthrose durchbrechen.
Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund.

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Dr. Beatrice Wagner, www.beatrice-wagner.de

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BUND-Tipp zur Naturbeobachtung:   
Mauerbienen, Holzbienen, Hummeln und Co. - Die ersten Wildbienen sind unterwegs
Die Corona-Krise stellt die Menschen zurzeit vor große Herausforderungen. Die gewohnten Freizeitaktivitäten sind stark eingeschränkt und soziale Kontakte sollen auf ein Minimum beschränkt bleiben. Der BUND empfiehlt, die gewonnene Freizeit für Naturbeobachtungen auf dem eigenen Balkon, im Garten oder bei kleinen Spaziergängen in die Umgebung alleine, zu zweit oder im Kreis der Familie zu nutzen. Der Frühling ist da, die ersten Pflanzen blühen und vielerorts ist bereits ein lautes Summen und Brummen zu vernehmen. Gerade im Frühling passiert fast jeden Tag etwas. Früh blühende Pflanzen und Gehölze, wie zum Beispiel Weiden, sind zu dieser Jahreszeit wichtige Pollenquellen für bereits im Frühjahr aktive Wildbienen-Arten. Wer im Garten oder auf dem Balkon eine Wildbienen-Nisthilfe aufgestellt hat, dem ist eventuell schon die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) aufgefallen. Sie ist eine häufige Art, benötigt für den Nestbau vorhandene Hohlräume und ist an ihrem rostrot behaarten Hinterleib gut erkennbar. In künstlichen Nisthilfen bevorzugt sie Lochdurchmesser von acht bis neun Millimeter. Eine Wildbiene, die man aufgrund ihrer Größe von bis zu drei Zentimeter derzeit kaum übersehen kann, ist die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea). Sie benötigt Totholz, in das das Weibchen selbst Hohlräume nagt und dort ihr Nest anlegt. Auch die Hummeln sind schon unterwegs. An warmen Frühjahrstagen verlassen die Königinnen ihre Verstecke und suchen an den ersten Blüten zuallererst Nahrung, bevor sie in Erdlöchern, aber auch in kleinen Felsen- und Baumhöhlen eine Kolonie gründen.
Im Projekt „Blühendes Rheinhessen“ setzt sich der BUND Rheinland-Pfalz seit mehreren Jahren für die Artenvielfalt und die Lebensbedingungen der Wildbienen ein. Unter dem Motto „Wein, Weizen, Wildbienen“ werden unter anderem gemeinsam mit Winzer*innen, Landwirt*innen und Obstbauer*innen Modellflächen entwickelt, auf denen wildbienenfreundliche Maßnahmen umgesetzt werden. Beispielsweise werden mittels Heumulchübertragung oder mit Regio-Saatgut dauerhafte Blühflächen angelegt, Nisthügel für Wildbienen entstehen oder künstliche Nisthilfen werden aufgestellt. Das Projekt wird aus Mitteln der Aktion Grün des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz gefördert.
Weitere Informationen: BUND Rheinland-Pfalz, www.bund-rlp.de/wildbienen, wildbienen@bund-rlp.de, 06131-62706-0.

Fotoautorin: Ursula Gönner  Foto: Männchen der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta)
Fotoautorin: Melanie Adamik  Foto: Weibchen der Blauschwarzen Holzbiene (Xylocopa violacea)
    
Die Handpflege in Zeiten von Corona
Apotheker Sven Seißelberg rät zu rückfettenden Seifen und hochwertiger Creme

Die Deutschen haben sich vermutlich noch nie so häufig und gründlich die Hände gewaschen wie in diesen Wochen – aus Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus. „Alles richtig und sogar notwendig“, bestätigt Sven Seißelberg (Foto), Apotheker bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. „Doch leider belastet das regelmäßige Waschen der Hände die Haut sehr stark: Sie wird trocken, spröde und rissig. Außerdem neigt sie zu Entzündungen oder der Bildung von Ekzemen. Desinfektionsmittel verstärken die Symptome durch die alkoholischen Inhaltsstoffe noch zusätzlich.“  
Die derzeitige Kälte und die trockene Heizungsluft in Wohnungen und Büros setzen den Händen außerdem zu: Unter solchen Bedingungen verliert die Haut körpereigene Fettanteile und ihren natürlichen Säureschutzmantel besonders schnell. Um das zu verhindern, rät Seißelberg zu folgenden Maßnahmen:
-  Waschen Sie sich die Hände gründlich mit lauwarmen Wasser. Die Behauptung, heißes Wasser reinige besser und keimtötender, ist ein Irrglaube – es schadet der Haut eher.
-  Verwenden Sie eine Seife oder eine Waschsubstanz mit rückfettenden Inhaltsstoffen wie beispielsweise pflanzlichen Ölen. Sie sollten idealerweise pH-neutral sein oder einen pH-Wert von etwa fünf haben.
-  Putzen Sie im Haushalt möglichst mit Handschuhen, damit die in Wasch- und Putzmitteln enthaltenen Chemikalien vor allem empfindliche Haut nicht noch zusätzlich angreifen.
-  Zur Handhygiene gehört auch das gründliche Reinigen der Fingernägel, gegebenenfalls auch mit einer speziellen Nagelbürste. Nägel sollten momentan eher etwas kürzer gehalten werden, damit sich erst gar kein Schmutz und Keime festsetzen können.
-  Das Wichtigste: Cremen Sie Ihre Hände nach dem Waschen regelmäßig mit einer guten Handcreme ein. Diese sollte vor allem reich an hochwertigen Fetten sein, statt an feuchtigkeitsspendenden Inhalten wie Urea oder Glycerin. Cremes auf Mineralölbasis sollten aber besser nicht zum Einsatz kommen, weil sie die Haut versiegeln und die Poren verstopfen.
-  Wer möchte, gönnt seinen Händen am Abend ein Ölbad aus lauwarmem Wasser und einigen Tropfen Jojoba-, Oliven- oder Mandelöl. Die Hände für rund 15 Minuten eintauchen und anschließend großzügig mit einer fetthaltigen Creme einreiben. Leichte Baumwollhandschuhe über Nacht lassen diese Pflege besonders intensiv wirken.

Wie hält man die Angst vor Corona im Zaum?
Mehr Nähe trotz Mindestabstand / Helfen lenkt ab!

Die Vögel zwitschern, die Bäume treiben aus: Während vor unseren Wohnungstüren das Frühjahr zu Hochform aufläuft, betrachten wir es dieser Tage meist aus dem Fenster. In Deutschland gelten strikte Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Der Alltag steht Kopf. Die eigenen vier Wände sind längst dauerhafter Rückzugsort. Was löst diese ungewollte Enge in uns aus? Und wie können wir ihr begegnen? Antworten gibt Psychologie-Experte Michael Falkenstein von der KKH Kaufmännische Krankenkasse:  
Herr Falkenstein, wer sich und seine Lieben vor dem Corona-Virus schützen möchte, bleibt derzeit am besten in den eigenen vier Wänden. Eigentlich bietet ein Zuhause gerade jetzt Geborgenheit und Schutz. Warum bereitet vielen dieser Rückzug Unbehagen?

Die Situation ist für uns alle völlig neu. Wir sind es gewohnt, das Haus zu jeder Tages- und Nachtzeit verlassen zu können. Von einem Tag auf den anderen ist das nicht mehr möglich. Diese extreme Einschränkung verunsichert enorm. Dabei fehlen uns vor allem die sozialen Kontakte im Homeoffice, beim Homeschooling oder bei Freizeitaktivitäten. Hinzu kommt bei vielen die Sorge, dem Corona-Virus hilflos ausgeliefert zu sein. All das wirkt bedrohlich, weil es sich unserer Kontrolle entzieht. Damit umgehen zu lernen, ist eine echte Herausforderung.
Die Corona-Krise sorgt für eine starke Konzentration auf Familie und Freunde. Das Aufeinanderhocken kann besonders auf engerem Raum zur Zerreißprobe werden. Wie gelingt es, Spannungen und Frustrationen abzubauen, damit es in Familien und Partnerschaften nicht zu unnötigen Konflikten kommt?

Das enge Miteinander kann in der Tat nervenaufreibend sein. Die Corona-Krise sollte daheim nicht Thema Nummer 1 sein, das heißt auch, nicht ständig Nachrichten dazu laufen zu lassen. Es ist wichtig, sich zu informieren, aber über seriöse Medien und zeitlich begrenzt. Ansonsten überfordert man sich und andere emotional. Nutzen Sie Fernseher oder Laptop vielmehr, um sich etwas Lustiges oder Spannendes anzusehen. Ablenkung ist der wesentliche Schlüssel, um durch diese extreme Zeit zu kommen. Vielleicht liest man auch mal wieder ein gutes Buch, lauscht einem Hörspiel oder hält sich mit Hilfe von Sport und Gymnastik täglich fit. Achten Sie auch darauf, dass sich jeder regelmäßig für eine kleine Auszeit zurückziehen kann. Und ganz wichtig: gute Gespräche. Die Corona-Krise bringt eine Verlangsamung mit sich. Wir haben mehr Zeit für einander, für Partner, Kinder und Freunde. Erinnern Sie sich gemeinsam an schöne Ereignisse oder schmieden Sie Pläne für die Zeit nach Corona.
Die Corona-Pandemie löst Ängste bei den Bürgern aus: die Angst vor Vereinsamung, davor, selbst zu erkranken, sowie Existenzangst. Wie lassen sich diese Ängste im Zaum halten?

Ängste gehören zu unserem Leben. Sie dienen als Schutzschild. Entscheidend ist es, sie so gut es geht unter Kontrolle zu halten. Sonst können sie irrationale Formen bis hin zu Panik annehmen und zu irrationalem Verhalten führen, Beispiel Hamsterkäufe. Gegen die Angst vor sozialer Isolation hilft der intensive Austausch mit Familie und Freunden über Telefon oder Internet. Die Angst, sich mit dem Corona-Virus anzustecken, kann durch aktives Handeln verringert werden, sprich Hände gründlich waschen, Mindestabstand halten, Kontaktsperre befolgen. Existenzängste sind berechtigt, denn das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen kann noch niemand abschätzen. Informieren Sie sich über staatliche Unterstützungsangebote. Das kann Ihre Sorgen mindern. Jeder sollte bedenken: Angst kann wie alle Gefühle andere anstecken! Wer sie unter Kontrolle hat, schützt sich und andere.

Soziale Kontakte und Alltagsaktivitäten sind auf ein Minimum begrenzt. Vor allem Singles sowie ältere Menschen daheim oder in Pflegeheimen sind isoliert. Was macht die soziale Isolation mit uns? Und wie können wir ihr begegnen?

Die Auswirkungen sind individuell. Viele Menschen brauchen tägliche soziale Kontakte. Sie leiden unter der momentanen Distanz und können psychisch krank werden, zum Beispiel depressiv. Medien helfen dabei gegenzusteuern. Telefonate, E-Mails oder Chats ermöglichen intensive Kommunikation. Damit lässt sich ein begrenzter Zeitraum ohne Direktkontakte überbrücken. Auch ein Gespräch von Balkon zu Balkon mit nötigem Abstand ist eine schöne Abwechslung. Ich denke, wer vorher nicht einsam war, ist es jetzt auch nicht. Mir erzählen Menschen, dass sie das Alleinsein gerade genießen und als Erholung vom sonst stressigen Alltag empfinden. Soziale Isolation kann auch wohltun und entlasten.
Wir erfahren derzeit große Solidarität, in der Nachbarschaft oder auch in sozialen Netzwerken. Die Menschen rücken näher. Warum geschieht das geballt nur in Krisenzeiten?

Um es mit einem Satz zu sagen: Helfen und für andere sorgen, macht glücklich! Das liegt an den Endorphinen, den Glückshormonen, die ausgeschüttet werden. Und gerade in Krisenzeiten sorgt Helfen für Ablenkung, lässt obendrein wenig Raum für Angst und Panik. Mit Solidarität verbinden wir Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Herzlichkeit, Mitgefühl, Engagement, Großzügigkeit. Wer möchte nicht so sein? Solidarität erwächst aus positiven Emotionen, die zum Aktivwerden und Nachahmen motivieren.

Kann es gelingen, die derzeit gelebte Solidarität in die Zeit nach der Krise hinüberzuretten?

Ich wünsche es mir. Aber ich denke, wenn das Leben wieder Fahrt aufnimmt, wird ein großer Teil der Solidarität der Vergangenheit angehören. Doch wenn nur ein kleiner Teil an Solidarität bleibt, zum Beispiel junge für ältere Menschen weiter einkaufen, wäre das ein schöner Effekt dieser extremen Zeit, die uns alle stark einschränkt und uns viel abverlangt.

    
Höherer Hinzuverdienst zur Rente möglich  
Wer eine vorgezogene Altersrente erhält, kann in diesem Jahr bis zu 44 590 Euro zur Rente hinzuverdienen, ohne dass die Altersrente gekürzt wird. Bisher lag die Grenze bei 6 300 Euro. Die neue Hinzuverdienstgrenze gilt sowohl für Altersrentner, die neu in Rente gehen als auch für diejenigen, die bereits länger eine vorgezogene Altersrente erhalten. So müssen sie sich keine Sorgen machen, dass ihre Rente gekürzt wird, wenn sie weiterarbeiten oder wieder eine Beschäftigung aufnehmen möchten.

In vielen Bereichen wird wegen der Corona-Krise zurzeit besonders viel Personal benötigt. Dazu gehören Ärzte und Pflegepersonal ebenso wie Reinigungskräfte und Mitarbeiter in Supermärkten und anderen systemrelevanten Bereichen. Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen können zu zusätzlichen Personalengpässen führen. Mit dem deutlich höheren Hinzuverdienst soll diese Situation entschärft werden. Die Neuregelung ist Teil des Sozialschutz-Pakets der Bundesregierung vom 27. März 2020 und gilt rückwirkend zum 1. Januar 2020.

Bei Renten wegen Erwerbsminderung ändert sich nichts beim Hinzuverdienst, ebenso nicht bei der Einkommensanrechnung bei Hinterbliebenenrenten. Ab 2021 gilt auch bei einer vorgezogenen Altersrente dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6 300 Euro im Kalenderjahr.
Weitere Auskünfte gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz in Speyer und bei den Auskunfts- und Beratungsstellen, über das kostenfreie Servicetelefon unter 0800 1000 4800 und im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-rlp.de

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