822 vom 17.04.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 822 vom 17.04.2020
Sonderausgabe 4 in Corona-Zeiten

Eulchen Brauerei Mainz braut das Mainzer Rettungsbier

Die Gastronomie trifft diese Krise extrem hart – mit als Erstes von den Einschränkungen betroffen und mit Sicherheit einer der letzten Bereiche, die nach der Lockerung und Aufhebung zur Normalität übergehen werden können.

"Als inhabergeführte Privatbrauerei sitzen wir mit im Boot. Wir können den Kopf nicht einfach in den Sand stecken und auf versprochene Hilfskredite warten, welche im Zweifelsfall die meisten Gastronomien zu spät erreichen werden", sagen Philip Vogel und Leonidas Lazaridis, die Geschäftsführer der Eulchen Brauerei.

"Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um selbst durchzuhalten und dabei so viele Gastronomen zu unterstützen, wie es uns möglich ist und wie Ihr es uns mit Eurer Unterstützung ermöglicht, um nach diesem Alptraum noch Orte der Begegnung zu haben. Die Idee: Das Mainzer Rettungsbier für Deine Lieblingslocation

Jede Gastronomie bekommt ihre eigene Flasche mit ihrem Logo, so könnt Ihr zuhause ein Stück Eurer Lieblingslocation genießen und an die Besuche vor und nach dieser Krise denken. Abgefüllt wird unser neues, leckeres Eulchen Kellerbier – welches wir exklusiv für diese Aktion eingebraut haben.

Der Preis ist angelehnt an ein frisch gezapftes Eulchen und ermöglicht uns die Hälfte der Einnahmen direkt in den Rettungstopf zu packen und unter allen teilnehmenden Gastronomen aufzuteilen."

Das Rettungsbier kann ab sofort vorbestellt werden:

- FAQ -

Wann wird das Bier fertig sein?
Derzeit reift das Bier noch bei 0°C in unserem Keller. Es wird voraussichtlich Ende April / Anfang Mai abgefüllt.

Wie schmeckt das Bier?
Sehr, sehr gut und solidarisch! Ein süffi ges, spritziges, fein-herbes, naturtrübes Kellerbier.

Wie komme ich an mein Bier?
Das Bier kann direkt bei uns in der Brauerei abgeholt werden. Es wird mehrere Abholtage geben.


Die caritas-Stadtteilzentren Mainz zeigen in dieser herausfordernden Zeit Solidarität!
Wir organisieren die Herstellung von Mund-Nasen-Masken und bitten um Ihre Unterstützung!

  • Gesucht werden fleißige freiwillige Näherinnen und Näher, die Masken für uns herstellen können (gute Anleitungen z.B. unter „Nähfrosch.de“, Stoff vor dem Nähen bitte bei mind. 60°C waschen)
  • Gesucht werden Materialspenden (Baumwollstoff in größeren Stücken, z.B. auch Damast-Tischdecken und Damast-Bettwäsche, Gummibänder, Nähgarn)
  • Wenn Sie eine funktionsfähige Nähmaschine spenden möchten, nehmen wir diese gerne entgegen
 
Die Masken werden kostenlos an unsere Ehrenamtlichen und soziale Einrichtungen und Dienste weitergegeben, damit unsere gemeinnützige Arbeit weitergeführt werden kann.  

Nehmen Sie gerne mit Annette Fried für weitere Absprachen Kontakt auf:
Tel.: 0151 16933553 -  a.fried@caritas-mz.de

Die Abgabe von fertigen Masken ist nach Absprache in folgenden Häusern möglich:
Caritas-zentrum Delbrêl, Aspeltstr. 10, 55118 Mainz (Neustadt)
Caritas Haus St. Rochus – Begegnungszentrum, Emrichruhstr. 33, 55120 Mainz (Mombach)

Wir freuen uns sehr und sind dankbar für Ihre Mithilfe!



Kunsthalle Mainz @home
A reconstruction of a diary - Rabih Mroué

Der Titel des Werkes „Diary of a Leap Year“ von Rabih Mroué, der 2016  in einer umfangreichen Einzelausstellung bei uns zu sehen war, bildet  den Ausgangspunkt für ein neues Format, in dem sich Künstler*innen der  Idee und den Chancen eines zusätzlichen Tages widmen. Denn auch 2020 ist  ein leap year, also ein Schaltjahr – ein sehr besonderes. Auch in  diesem Jahr hilft uns die Kunst zu verstehen, gibt Raum, um Gefühle und  Wissen zu teilen und verbindet uns miteinander.

Den Start machte eine kurze Rückschau in die damalige Ausstellung von  Rabih Mroué. Diese wird nun ergänzt durch einen aktuellen Beitrag des  libanesischen Künstlers, den er exklusiv für Kunsthalle Mainz @home  entwickelt hat. Weitere Einblicke finden Sie auf Instagram und Facebook.
Mit „A reconstruction of a diary“ lässt uns Rabih Mroué an seiner  Realität und seinen Gedanken der vergangenen Wochen teilhaben. In seiner  einzigartigen Arbeitsweise entwickelte er ein Tagebuch, das die Grenzen  zwischen Realität und Fiktion verschiebt.

Weitere Künstler*innen der kommenden Wochen sind Tim Etchells, Kateřina Šedá und Ahmet Öğüt.

Bildnachweis: Rabih Mroué, A reconstruction of a diary, 2020.



Das Frauenzentrum Mainz bietet Frauen weiterhin telefonische Beratung an!

Auch während der Corona-Pandemie ist das  Beratungsangebot für Frauen weiterhin möglich. Ob  Psychosozial- (unterstützt Frauen in aktuellen Krisensituationen),  Essstörungs- oder Rechtsberatung (zu Fragen rund um die Themen Trennung  und Scheidung) können Sie im Frauenzentrum kostenlose Beratungstermine  vereinbaren.
Um einen Termin zu vereinbaren, melden Sie sich gerne  telefonisch (06131 22 12 63) oder per Mail (fz@frauenzentrum-mainz.de)

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Termine der Woche

Die Veranstaltungen an diesem Wochenende

Die Veranstaltungen in der kommenden Woche

Künftig werden Sie an dieser Stelle diese beiden (z.Zt. inaktiven) Links finden, die Sie direkt zu den Veranstaltungen führen werden. Sollte kurzfristig ein Termin ausfallen oder hinzukommen, dann werden entsprechende Korrekturen vorgenommen.


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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.


Woher kommt der Gestank in der Mainzer Innenstadt?
Woher kommt der üble Geruch, der seit ein paar Tagen immer wieder über der Mainzer Innenstadt hängt? Merkurist hat bei der Stadt nachgefragt - zum Artikel


Produktionsumstellung bei Werner & Mertz für Medizineinrichtungen
Bereits seit einigen Wochen hat das Unternehmen Werner & Mertz Professional die Produktion umgestellt. Damit wollen sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden - zum Artikel

Foto: Mensi  / pixelio.de
Igel in Not - Mainzer Tierheim schlägt Alarm
Viele Igel kommen jetzt aus ihren Winterquartieren. Zu früh – denn es mangelt an Nahrung. Zudem werden die Tiere in einigen Gärten von einem neuen Feind bedroht - zum Artikel

Neu: Streamen mit Bücherei
Nutzer der Öffentlichen Bücherei können ab sofort neben der Online-Buchleihe ein neues Angebot nutzen - zum Artikel


Annette Emde eröffnet neue Galerie in der Richard-Wagner-Straße
Die regionale Kunstszene bereichern, die Begeisterung für Kunst mit anderen teilen – das will Annette Emde mit ihrer „Emde Gallery“ - zum Artikel


„ZigZag“ im Mainzer Zollhafen  
Das neue Bürogebäude soll noch in diesem Jahr fertig werden, die Vermarktung hat begonnen. Für die Gastronomie wird ein Pächter gesucht - zum Artikel


Corona-Krise: „Grünanlagen können durchatmen“
Die Corona-Einschränkungen nützen den Pflanzen auf öffentlichen Grünflächen und erleichtern dem Mainzer Grünamt die Arbeit – zumindest teilweise - zum Artikel

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Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Mainz-Hauptbahnhof - Die Nacht endet in der Gewahrsamszelle
Samstag, 11.04.2020, 00:53 Uhr
Für drei Männer endete die Nacht zum Samstag in den Gewahrsamszellen des Mainzer Polizeipräsidiums. Bereits am Freitagabend gegen halb elf fielen ein 56-Jähriger au Gonsenheim, ein 21-Jähriger aus Ingelheim und ein 29-Jähriger aus Mainz-Bretzenheim, im Bereich des Bahnhofsvorplatzes negativ auf. Sie belästigten Passanten und hatten wiederholt gegen das Kontaktverbot verstoßen. Weshalb von Vollzugsbeamten des Mainzer Ordnungsamts bereits Platzverweise für den Bahnhofsbereich ausgesprochen und Verstöße gegen das Kontaktverbot geahndet worden waren. Ungefähr zweieinhalb Stunden später fallen einer Funkstreife der Polizeiinspektion Mainz 2, die drei deutlich alkoholisierten Personen abermals im Bereich des Hauptbahnhofs auf. Wieder wurden unbeteiligte Passanten belästigt. Bei der folgenden Ansprache der Polizeibeamten, zeigen sich die Personen uneinsichtig und gereizt. Erneut ausgesprochene Platzverweise werden ignoriert, weshalb alle drei in polizeiliches Gewahrsam genommen werden und die Nacht in der Zelle verbringen müssen. Zudem müssen sich die drei Männer nun wegen Nichtbefolgen der Platzverweise und Verstößen gegen das Kontaktverbot verantworten.

Einbruchsdiebstahl
Montag, 13.04.2020, 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Am Montagnachmittag brechen unbekannte Täter in eine Wohnung in der Nackstraße ein. Während des Tatzeitraums schläft die Bewohnerin im Schlafzimmer. Später stellt sie fest, dass drei Handtaschen, in denen sich Bargeld in Höhe eines zweistelligen Betrages sowie Bankkarte und Ausweispapiere befanden, aus dem Wohnzimmer entwendet wurden. Es liegen keine Täterhinweise vor.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131/ 65-3633 in Verbindung zu setzen.

Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss
Dienstag, 14.04.2020, 16:30 Uhr
Ein 38-jähriger Autofahrer befährt den Kaiser-Karl-Ring in Richtung Rheinallee und hält an einer roten Ampel. Ein hinter ihm fahrender 47-Jähriger versucht zu bremsen, fährt jedoch auf, so dass es zur Kollision kommt. Es entstehen Sachschäden an den Fahrzeugen. Der 47-Jährige ist zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert. Ihm wird eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein wird sichergestellt.

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Tipps und Informationen

Alles gleichzeitig, nichts richtig – Mythos Multitasking
Wir alle machen es: Mit dem Handy eine Nachricht verschicken, während wir an der roten Ampel warten. Während eines Meetings die eintreffenden E-Mails überprüfen. Beim Kochen oder Bügeln mit der Freundin telefonieren. Das ist Multitasking - das Erledigen mehrerer Dinge auf einmal. Wir denken, dass wir Zeit dabei sparen, die wir dann wieder für andere Tätigkeiten nutzen können. Aber geht die Rechnung wirklich auf?

Gleichzeitig“ bedeutet oft „schnell hintereinander“
Die Forschung zeigt: Einiges können wir tatsächlich gleichzeitig machen, zum Beispiel bügeln und telefonieren. Allerdings verlangen weder Bügeln noch Telefonieren unsere volle Aufmerksamkeit. Diese Tätigkeiten funktionieren automatisch oder genauer gesagt, sie werden von „unbewussten“ Denkvorgängen gesteuert. Das ist möglich. Was aber nicht funktioniert ist, zwei Sachen gleichzeitig zu machen, die unsere volle Aufmerksamkeit beanspruchen. Denn wir können immer nur einen Bewusstseinsinhalt zur gleichen Zeit haben. Wir können also entweder die Zeitung lesen oder der Partnerin oder dem Partner am Frühstückstisch aufmerksam Rede und Antwort stehen. Wenn wir beides gleichzeitig machen wollen, geht das in Wahrheit nur in kurzen Etappen schnell hintereinander. Wir können uns abwechselnd gedanklich dem einen Sachverhalt zuwenden und dann schnell, innerhalb von zwei bis drei Sekunden, an die andere Aufgabe denken. Auch gleichzeitiges Telefonieren und Beantworten von E-Mails funktioniert so. Multitasking bedeutet also nicht gleichzeitiges Ausführen verschiedener Aktionen, sondern das sekundenschnelle Abwechseln von einer Aufgabe zur anderen. Und jedes Mal muss die Aufmerksamkeit aufs Neue auf die jeweilige Aufgabe gerichtet werden. Bei Routineaufgaben funktioniert dies ohne größere Einbußen. Wer Zettel einer Ablage ordnet, kann zwischendurch schnell den Telefonhörer aufgreifen und den Anrufer weiterverbinden, ohne aus der eigentlichen Tätigkeit herausgerissen zu werden. Für schwierige Aufgaben allerdings brauchen wir die ungeteilte Konzentration.

Stress durch Multitasking
Im Grunde verhindert unser Gehirn Multitasking. Bis zu 300 Impulse erreichen unser Gehirn pro Sekunde. Sie liefern Informationen über unsere Umgebung, unsere Körperhaltung oder über Funktionen unseres Körpers. Schenken wir ihnen keine Aufmerksamkeit, verlöschen sie nach wenigen Zehntelsekunden wieder. Beachten wir jedoch diese Informationen, bleiben sie erhalten und wir reagieren auf sie. Sie werden im Arbeitsgedächtnis gespeichert – sie werden uns bewusst. Wir können diese Informationen beurteilen, verarbeiten, verknüpfen, Problemstellungen lösen. Nur an das, was im Arbeitsgedächtnis gespeichert ist, können wir uns erinnern.

Die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses und damit der Aufmerksamkeit ist jedoch begrenzt. Unser Gehirn nimmt nur bedeutsame oder unerwartete Elemente als Teilausschnitte bewusst auf. Damit wir aufmerksam sein können, blendet unser Gehirn andere, irrelevante Reize aktiv aus. Auf diese Weise konzentrieren wir uns auf die eine wichtige Information. Multitasking für mehrere relevante Aufgaben ist dadurch nicht möglich.
Wenn man nun aber alles gleichzeitig erledigen möchte, gerät man in eine Stresssituation. Man hat das Gefühl, nicht alles erledigen zu können – nicht rechtzeitig, nicht korrekt, nicht vollständig. Schon die Angst vor dieser Situation bewirkt im Körper Stressmomente wie flachen Atem, schnellen Herzschlag, Gereiztheit oder Nervosität.

Multitasking ist wenig effizient
In unserer Arbeitswelt ist es oft nicht möglich, sich konzentriert einer bestimmten Sache zu widmen. Das Zurückziehen für einige Stunden, um ungestört einen Brief, einen Vortrag oder eine Planung auszuarbeiten, ist kaum noch vorgesehen. In der Untersuchung „Arbeitswelt im Wandel“ (Ausgabe 2019) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bezeichneten es viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als belastend bis sehr belastend, verschiedene Aufgaben gleichzeitig betreuen zu müssen. Sicher kennen Sie das auch: Sie können sich in keine Aufgabe richtig hinein vertiefen. Zudem kostet das dauernde Hin- und Herschalten zwischen verschiedenen Aufgaben viel Kraft, worunter die Produktivität leidet. Der vermeintlich zeitsparende Versuch, Aufgaben gleichzeitig abzuarbeiten, raubt also Zeit und Effizienz.

Was können Sie dagegen tun?
Wenn Ihr Arbeitsplatz sehr unruhig ist, und Sie dauernd abgelenkt werden, ist es vielleicht möglich, sich mit Ihrem Vorgesetzten oder Ihrer Vorgesetzten über eine Verbesserung der Situation zu unterhalten. Aber auch Sie selbst können einiges tun, um konzentriert zu arbeiten.

- Teilen Sie Ihre typischen Tätigkeiten ein in Routineaufgaben und komplizierte Aufgaben.  

- Erledigen Sie nach Möglichkeit in den ruhigsten Stunden des Tages das, was am schwierigsten ist und wofür Sie sich am meisten konzentrieren müssen. Das ist meistens am Morgen, wenn noch nicht alle Kolleginnen und Kollegen da sind.

- Schalten Sie den Ton Ihres Computers und Ihres Handys leise, sodass Sie nicht dauernd durch eintreffende Nachrichten aus dem Gedankenfluss gebracht werden. Zwei konzentrierte Arbeitsstunden, in denen Sie nicht gestört werden, bringen mehr, als wenn Sie acht Stunden lang mal dieses und mal jenes machen.

- Ordnen Sie die Aufgaben, die Sie darüberhinaus erledigen wollen, in Blöcke und arbeiten Sie sie nacheinander ab. Jede Aufgabe aktiviert ein bestimmtes Denkmuster im Gehirn. Wenn Sie einmal in einen bestimmten Arbeitsrhythmus hineingelangt sind, dann geht die Arbeit schneller, als wenn Sie sich andauernd wieder von neuem hineindenken müssen.

- Achten Sie auf die positiven Erlebnisse im Arbeitsleben. Teamarbeit tut vielen Menschen gut, ebenso ein respektvoller Umgang miteinander. Schenken Sie daher auch den sozialen Aufgaben in Ihrem Betrieb Zeit und Aufmerksamkeit – aber natürlich zur angemessenen Zeit.

- Nutzen Sie alle Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten, um die eigene Arbeit selbst zu planen und einzuteilen – dies wirkt befriedigender, als wenn Sie sich als Befehlsempfänger fühlen. Und wird Ihnen zu viel Arbeit übertragen, sollten Sie lernen, nein zu sagen. Tun Sie dies freundlich und nicht im Affekt, bleiben Sie dabei sachlich bestimmt und begründen Sie Ihre ussagen mit Fakten. Dabei ist es von Vorteil, wenn Sie sich auch kompromissbereit zeigen.

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Dr. Beatrice Wagner, www.beatrice-wagner.de

Wenn Oma immerzu traurig ist
Generation 60 plus: Depressionen nehmen zu – Corona kann zu weiterem Anstieg führen

Tiefe Traurigkeit, kein Antrieb, keine Energie: Auch ältere Menschen  leiden unter Depressionen – und es werden immer mehr. Das zeigt eine  Datenanalyse der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach  ist in der Generation 60 plus die Zahl der Versicherten mit ärztlich  diagnostizierten Depressionen von 2008 auf 2018 um fast 35 Prozent  gestiegen. Alarmierend außerdem: Der Anteil in dieser Altersgruppe ist  mit 18,4 Prozent am höchsten. Zuletzt waren knapp  100.000 KKH-Versicherte ab 60 Jahre an einer Depression erkrankt,  hochgerechnet auf ganz Deutschland sind das rund 3,3 Millionen  Betroffene. Aufgrund der Corona-Krise rechnet die KKH mit einem weiteren  Anstieg an Diagnosen – besonders bei Senioren: Da diese  aufgrund ihres Alters und damit einhergehender möglicher  Vorerkrankungen zur Corona-Risikogruppe gehören, haben sie nicht nur  besonders stark mit Ängsten zu kämpfen, sondern müssen noch mehr als  andere auf persönliche Kontakte verzichten, um sich nicht anzustecken.
Vor allem Frauen sind  gefährdet, denn sie sind etwa doppelt so häufig von einer sogenannten  Altersdepression betroffen wie Männer. Allerdings registriert die KKH  bei den Männern einen mehr als doppelt so hohen Anstieg  als bei den Frauen. Darüber hinaus erhalten immer mehr ältere  Versicherte ein Rezept über ein Antidepressivum: 2018 verschrieben Ärzte  mittlerweile jedem achten 60- bis 69-Jährigen ein solches Medikament.  Im Vergleich zu 2008 ist das ein Plus von 21 Prozent  und somit der größte Anstieg im Vergleich zu allen anderen  Altersgruppen.

Die Gründe für die  steigende Zahl an Betroffenen mit Altersdepressionen sind vielfältig.  Sie reichen von traumatischen Erlebnissen in früherer Zeit über  gegenwärtige Krisen etwa durch den Tod des Partners bis hin  zu nachlassender Fitness und mangelnder Akzeptanz in der Gesellschaft.  Zudem stecken häufig andere Erkrankungen oder psychische Störungen  hinter depressiven Leiden bei Senioren – etwa eine Angststörung oder  Demenz. Ähnlich wie eine beginnende Demenz können  sich auch Altersdepressionen in Konzentrations-, Sprech- und  Gedächtnisstörungen äußern.

Trotz der hohen  Diagnoseraten bei Senioren gelten Depressionen in der Gesellschaft immer  noch als Krankheit, die eher im jungen und mittleren Lebensalter  auftritt. Altersdepressionen werden daher schnell verkannt  oder bagatellisiert, denn eine anhaltende gedrückte Stimmung bei  Älteren wird häufig als eine normale Reaktion auf das bislang Erlebte  beziehungsweise die Widrigkeiten des Lebens wahrgenommen. Das kann dazu  führen, dass die Krankheit im Alter häufig gar nicht  oder falsch behandelt wird. Darüber hinaus geben sich Betroffene oft  selbst die Schuld, wenn sie entkräftet und hoffnungslos sind und gehen  deshalb nicht zum Arzt. Viele Senioren haben aber nicht nur mit  Antriebslosigkeit, Minderwertigkeits- und Schuldgefühlen,  sondern in der Folge auch mit körperlichen Leiden zu kämpfen. Umgekehrt  können physische Erkrankungen durch Vereinsamung in eine Depression  münden. Das kann geschehen, wenn Menschen nicht mehr allein aus dem Haus  gehen können, oder, wenn sie, wie jetzt in  der Corona-Krise, keinen Besuch mehr empfangen können.

Bei  einem Verdacht auf eine Depression führt der erste Weg zum Hausarzt. In  der Regel werden zunächst mit Hilfe einer Blutabnahme etwa  Schilddrüsenerkrankungen und ein Vitamin-B-Mangel ausgeschlossen,  denn diese haben häufig auch Antriebslosigkeit und depressive  Verstimmungen zur Folge. Häufen sich aber die Hinweise auf eine  Depression, überweist der Hausarzt in der Regel an einen Psychiater oder  einen Psychotherapeuten.

Das können Angehörige tun
· Zuhören und sich nicht abwenden! Auch wenn  depressive Menschen immer wieder jammern und lamentieren, sollten  Angehörige geduldig sein.
· Symptome ernst nehmen und depressive  Stimmungen nicht verharmlosen! Wie bei allen schweren Krankheiten sollte  auch bei Verdacht auf eine Depression umgehend ärztlicher Rat eingeholt  werden. Weil es den Betroffenen oft schwer fällt,  selbst einen Arzt zu kontaktieren, sollten Angehörige die  Terminabsprache übernehmen und den Praxisbesuch am besten begleiten.
· Im Zweifel den Notarzt rufen! Besteht der  Verdacht, dass sich ein Betroffener das Leben nehmen will, sollten  Angehörige ihn darauf ansprechen. Keinesfalls sollten Verwandte  versuchen, selbst professionelle Hilfe zu leisten, sondern  so schnell wie möglich einen Arzt rufen.

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Sicher - Fahr ich Rad
Polizei und Verbraucherzentrale RLP informieren über Fahrradsicherheit

(ots) - Endlich ist der Frühling da. Die perfekte Gelegenheit für eine Fahrradtour durch die blühende Natur. Um die Infektionsgefahr durch das Corona-Virus gering zu halten, sollten Fahrten in der Gruppe gemieden und Sicherheitsabstände eingehalten werden. Um sicher am Ziel anzukommen, geben die Polizei und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Tipps zum Thema Fahrradsicherheit.

Ob Fahrrad oder Pedelec - für jeden Zweck und jede Generation gibt es den passenden Drahtesel, um damit mobil zu sein. Doch gerade Seniorinnen und Senioren erleben zunehmend Veränderungen in ihrer Leistungsfähigkeit.

Die Polizei Rheinland-Pfalz möchte mit der Kampagne "Sicher - Fahr ich Rad" die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. Um die Anzahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Senioren zu reduzieren und die Unfallfolgen zu mindern, weist die Polizei auf ein sicherheitsbewusstes Verkehrsverhalten, Rücksichtnahme, Verständnis und Respekt von und gegenüber Radfahrern hin.

Die Anzahl der Pedelecs steigt, denn sie sind eine interessante Alternative zum herkömmlichen Fahrrad. Für ältere Verkehrsteilnehmer bieten Pedelecs eine "neu gewonnene Mobilität", da ein spezieller Elektromotor beim Treten unterstützt.

Da Zweiradfahrer keinen Airbag und keine Knautschzone haben, gehören sie zu den "schwächeren" Verkehrsteilnehmern.

Die Polizei Rheinland-Pfalz empfiehlt:

- Achten Sie auf ein verkehrssicheres Zweirad.
- Tragen Sie gut sichtbare Kleidung und achten Sie auf eine funktionstüchtige Beleuchtungseinrichtung.
- Tragen Sie einen geeigneten Helm, um Ihren Kopf vor schweren Verletzungen zu schützen.
- Fahren Sie vorausschauend, seien Sie stets bremsbereit und beachten Sie den toten Winkel beim Abbiegen von Fahrzeugen.
- Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Einnahme von Medikamenten, die die Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigen könnten.
- Schließen Sie Ihr Fahrrad stets mit einer geeigneten Fahrradsicherung an einem festen Gegenstand an - auch in Fahrradabstellräumen.
- Nur besonders massive Bügel- oder Panzerkabelschlösser sind tatsächlich geeignet.
- Um die Infektionsgefahr durch das Corona-Virus gering zu halten, meiden Sie Fahrten in der Gruppe.
- Halten Sie sich bei Pausen nicht in Personengruppen auf und halten Mindestabstände zu anderen ein.

Die Verbraucherzentrale rät, teure Räder zu versichern. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: In der Hausratversicherung kann das Rad auch gegen Diebstahl außerhalb der eigenen vier Wände abgesichert werden. Wer keine
Hausratversicherung hat oder umfangreichere Leistungen möchte, fährt mit einer speziellen Fahrradversicherung besser.

Gute Spezialversicherungen bieten oft einen wesentlich umfassenderen Schutz, als die klassische Hausratversicherung. Bei diesen Policen sind auch einfacher Diebstahl, Vandalismus, Unfall- oder Elektronikschäden mit abgesichert. Diese Schäden sind wesentlich häufiger als etwa der Einbruchdiebstahl aus einem Fahrradkeller. Wem der Schutz durch die Hausratversicherung genügt, der sollte sich lediglich vergewissern, dass seine Police die entsprechenden Klauseln zum Fahrrad beinhaltet.

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.polizei.rlp.de.

Informationen zur Fahrradversicherung bietet die Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/fahrrad-versicherungen

Wer "fit mit dem Fahrrad" sein möchte, sollte an einem Fahrradtraining teilnehmen, die von verschiedenen Organisationen angeboten werden.

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