823 vom 24.04.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 823 vom 24.04.2020
Sonderausgabe 5 in Corona-Zeiten

Mit diesem Foto von einem neuen schönen Graffiti in der Wallaustraße grüßt unsere Leserin A. Muñoz.

Lass Dich überraschen!
Die Öffentliche Bücherei–Anna Seghers bietet während der Schließzeit „Überraschungstaschen“ mit Büchern und CDs für Kinder
Pressemitteilung der Öffentlichen Bücherei–Anna Seghers vom 22.04.2020

(gl) Wenn der (Vor)-Lesestoff  zur Neige geht und der eigentliche Besuch der Bibliothek wegen der verlängerten Schließzeit nicht möglich ist, gibt es eine Lösung: Die Öffentliche Bücherei–Anna Seghers in den Bonifaziustürmen bietet Überraschungstaschen an.
„Seit Wochen stehen viele Eltern vor der Herausforderung, ihre Kinder ganztags zu Hause zu beschäftigen, glücklicherweise kann unsere Öffentliche Bücherei – Anna Seghers hier Unterstützung anbieten“, betont Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse.

Die neuen Überraschungstaschen sind prall gefüllt mit  Büchern und CDs für neugierige Kinder, die sich über unbekannte Geschichten freuen und gespannt sind auf neue Bücher zu ihren Lieblingsthemen! Eine E-Mail genügt und spätestens am übernächsten Tag können bis zu 15 Bücher und CDs abgeholt und für 4 Wochen ausgeliehen werden. Die Taschen für die Überraschungspakete stellt die Mainzer Bibliotheksgesellschaft zur Verfügung.

Alle, die einen Ausweis der Öffentlichen Bücherei-Anna Seghers haben und eine Überraschungstasche ausleihen möchten, senden eine Mail an oeffentliche.buecherei@stadt.mainz.de. Drin stehen sollten das Alter und die Vorlieben des Kindes (Vorlesebücher und Dinosaurier, Spannendes und Raumfahrt oder doch eher Lustiges und Tiere?), die gewünschten Medienarten (nur Bücher?, auch CDs?) sowie der Name und die Nummer des Bibliotheksausweises. Für die Auswahl der Titel sind dann die Leute in der Bibliothek zuständig, Überraschung eben!
Wer noch keinen Bibliotheksausweis hat, kann sich natürlich trotzdem melden!

„Es ist vorbildlich, dass unsere Bücherei auch während der Krise auf unterschiedlichen Wegen für die für die Mainzerinnen und Mainzer da ist. Einmal mehr hat sich bestätigt, dass die Weiterentwicklung des Angebots, auch im virtuellen Raum, der richtige Weg ist“, so Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse.

Über die Bibliothekshomepage können Schülerinnen und Schüler die Online-Ausgaben der Schülerduden ab Klasse 5 bis zum Abitur nutzen. E-Books, Zeitschriften, Zeitungen und Lernsoftware können über die Onleihe entliehen werden, mit Freegal Music gibt es ein kostenloses Streaming-Angebot der Bücherei und mit Filmfriend den Online-Zugriff auf Sach- und Spielfilme für jedes Alter.

Weitere aktuelle Informationen:
www.bibliothek.mainz.de



Kunsthalle Mainz @home
Lockdown - Tim Etchells

Lockdown ist eine fortlaufende Serie von Zeichnungen von Tim Etchells, die der Künstler im März 2020 begann, als die Corona-Virus-Epidemie dazu führte, dass weltweit Quarantäne- und sozial distanzierende Maßnahmen ergriffen wurden. Etchells Zeichnungen, die zum ersten Mal online im Rahmen von Kunsthalle Mainz @home präsentiert werden, sind eine Art loses Tagebuch, in dem Töne, Bilder und Erfahrungen der aktuellen Lage in London festgehalten werden. Die komplette Serie bestehend aus 22 Zeichnungen finden Sie auf Instagram oder Facebook.

Bildnachweis: Tim Etchells, Lockdown 1-22, drawings, pen on paper, 2020.

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Die Landeshauptstadt Mainz ruft zum Wässern von Bäumen auf
Pressemitteilung der Stadt Mainz vom 22.04.2020

(lvb) Bereits die vergangenen Jahre waren für unsere Stadtbäume ein echter Härtetest. Wenige Niederschläge in den Sommerhalbjahren 2018 und 2019, einhergehend mit Hitzerekorden, setzten unseren Hoffnungsträgern im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels erheblich zu. Trotz ergiebiger Niederschläge im Februar und der ersten Märzhälfte 2020 sind nun schon wieder viele Wochen vergangen, seitdem es spürbaren Wassernachschub für unseren jungen Baumnachwuchs gegeben hat.

Der April verschärft aktuell den Negativtrend mit zu hohen Temperaturen, großen Sonnenstundenanteilen und trockenen Ostwinden. Seit Anfang April fährt das Grün- und Umweltamt der Landeshauptstadt Mainz daher schon wieder Wasser an die Bäume und versucht, das natürliche Niederschlagsdefizit auszugleichen.

„Gerade jetzt in der Austriebsphase ist der Bedarf an Wasser besonders groß. Ein Jungbaum nimmt pro Wässerungsgang gerne auch 100 Liter und mehr an Wasser auf, um die Blattneubildung und den Start in die neue Vegetationsperiode gut zu meistern“, erklärt Olaf Nehrbaß, Leiter des Grün- und Umweltamtes.

Bei der großen Anzahl des zu versorgenden Baumnachwuchses ist jede Gießkanne, jeder Eimer Wasser, den die Mainzerinnen und Mainzer zusätzlich an die Bäume bringen, willkommen.

Deshalb richtet Amtsleiter Olaf Nehrbaß schon so früh im Jahr die Bitte an alle Naturfreunde: „Unterstützen Sie unsere Jungbäume auch in diesem Jahr wieder – nicht erst im Sommer bei Hitzerekorden, sondern bereits jetzt! Aktuell wird der Grundstein für ein gesundes Wachstum gelegt und hierbei können alle mithelfen. Vielen Dank!“


Termine der Woche

Die Veranstaltungen an diesem Wochenende

Die Veranstaltungen in der kommenden Woche

Künftig werden Sie an dieser Stelle diese beiden (z.Zt. inaktiven) Links finden, die Sie direkt zu den Veranstaltungen führen werden. Sollte kurzfristig ein Termin ausfallen oder hinzukommen, dann werden entsprechende Korrekturen vorgenommen.


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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.


Neue Gleise in der Hattenbergstraße
Im Jahr 2020 ist der Bereich vom Bismarckplatz bis zur Zwerchallee in mehreren Bauabschnitten Großbaustelle für die Mainzer Mobilität - zum Artikel


„Wir werden Sie niemals vergessen“ – RaMa-Schüler trauern um Lehrer
Schüler des Rabanus-Maurus-Gymnasiums haben vor der Schule eine spontane Trauerstelle eingerichtet. Sie gedenken eines verstorbenen Lehrers - zum Artikel


Schandfleck in der Mainzer Neustadt beseitigt
Die triste Wand an der Ecke Wallau- und Josefsstraße ziert jetzt eine bunte Stadtlandschaft: Graffitikünstler Leif Eric Möller ließ auf Geheiß der Hausbewohner die Dosen zischen - zum Artikel


57 neue Wohnungen: Abriss an der Rheinallee hat begonnen
An der Ecke Wallaustraße, Rheinallee und Nahestraße sollen 57 neue Wohneinheiten entstehen. Die ehemalige „bft“-Tankstelle wird gerade abgerissen. So soll es danach weitergehen - zum Artikel

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Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Bahnhofplatz: Tätlicher Angriff auf und Beleidigung von Polizeibeamten
Montag, 20.04.2020, 22:35 Uhr

Im Rahmen der Aufnahme eines Körperverletzungsdeliktes befinden sich am Montagabend mehrere Funkstreifenwagenbesatzungen auf dem Bahnhofvorplatz in Mainz. Da eine der beteiligten Personen augenscheinlich verletzt ist, kommt ein Rettungswagen vor Ort. Die verletzte Person klagt über Atemnot und es ist Eile geboten. Die Rettungssanitäter beginnen sofort mit der Versorgung des Verletzten. Durch mehrfaches Aufheulen des Motors des Rettungswagens werden sowohl die Sanitäter als auch die eingesetzten Beamten auf eine männliche, eigentlich unbeteiligte Person aufmerksam, die unerlaubt im Fahrerhaus des Krankenwagens sitzt und versucht, mit diesem wegzufahren. Der Person gelingt es offensichtlich nicht, einen Gang einzulegen, so dass es lediglich bei dem Versuch bleibt, den Rettungswagen unbefugt zu gebrauchen. Kurz darauf kann der 16-jährige, stark alkoholisierte Beschuldigte, aus dem Fahrzeug gezogen werden. Da dieser seine Personalien nicht angibt, soll er nach Ausweispapieren durchsucht werden. Hierbei und bei der anschließenden Verbringung zur Polizeidienststelle leistet der 16-Jährige Widerstand, indem er nach den Polizeibeamten tritt und spuckt. Weiterhin beleidigt er fortwährend die eingesetzten Polizisten. Dem 16-Jährigen wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutprobe entnommen. Auf ihn kommen nun diverse Strafverfahren zu.

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Tipps und Informationen

Wann nützen Schutzmasken in der Corona-Pandemie?
Unfallkasse Rheinland-Pfalz informiert: So setzen Sie Mund-Nasen-Schutz ein – Sicherheitsabstand und Hygieneregeln  berücksichtigen

Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Infektionsgefahren durch den Corona-Erreger ist neben den bekannten Regeln der Händehygiene und dem Einhalten von Husten- und Niesregeln das Beachten von Sicherheitsabständen zwischen Menschen. Dabei gelten 1,5 bis 2 Meter Mindestabstand als Orientierung.
    
„Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kann ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Dies kann allerdings nur dann gelingen, wenn  oben genannte Maßnahmen weiterhin konsequent angewandt werden“, betont  Dr. Christoph Heidrich, Präventionsleiter der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.
    
Das bedeute auch, dass bis auf weiteres mehrlagiger medizinischer (chirurgischer) Mund-Nasen-Schutz (MNS) und medizinische Atemschutzmasken, z.B. FFP-Masken, medizinischem und pflegerischem Personal vorbehalten bleiben müssen. „Diese normierten Produkte sind derzeit nur in begrenzter Stückzahl verfügbar. Der Schutz des Fachpersonals ist von gesamtgesellschaftlich großem Interesse“, so Dr. Heidrich weiter. Er gibt folgende Empfehlungen für das Tragen von Mund-Nasen-Schutz.
    
Im öffentlichen Raum: Mund-Nasen-Bedeckung tragen
Für die Bevölkerung empfiehlt sich in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Die sogenannte „Community Maske“ stellt eine textile Barriere im Sinne eines MNS. Durch  eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man z.B.  beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das  Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen  anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Hingegen gibt es für einen Eigenschutz keine Hinweise.
    
Mund-Nasen-Bedeckung am Arbeitsplatz
An Arbeitsplätzen, in denen mehrere Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten oder der Abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann,  ist es ebenfalls wichtig, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
    
So trägt man die Mund-Nasen-Bedeckung wirksam
Voraussetzung für die Wirksamkeit ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig damit umgehen: Die Bedeckung muss durchgehend enganliegend über Mund und Nase getragen werden. Bei Durchfeuchtung ist sie zu wechseln. Sie darf während des Tragens nicht (auch nicht unbewusst) zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden.
    
Auch bei arbeitsbezogenen (Kunden-)Kontakten außerhalb der Betriebsstätte sind soweit möglich Abstände von mindestens 1,5 m einzuhalten. Die Arbeitsabläufe bei diesen Tätigkeiten sind dahingehend zu prüfen, ob vereinzeltes Arbeiten möglich ist, falls dadurch nicht zusätzliche Gefährdungen entstehen. Andernfalls sind möglichst kleine, feste Teams (z.B. 2 bis 3 Personen) vorzusehen, um wechselnde Kontakte innerhalb der Betriebsangehörigen bei Fahrten und Arbeitseinsätzen außerhalb der Betriebsstätte zu reduzieren.

Bei betrieblich erforderlichen Fahrten ist die gleichzeitige Nutzung von Fahrzeugen  durch mehrere Beschäftigte möglichst zu vermeiden, da das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen seitens der Fahrerin bzw. des Fahrers aus verkehrsrechtlichen Gründen problematisch ist.
    
Vertiefende Hinweise zur Unterscheidung zwischen „Community Masken“, „Mund-Nasen-Schutz“ sowie „Filtrierenden Halbmasken (FFP) und zu deren Handhabung und Pflege finden Sie auf folgender Seite des  Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, BfArM:

Trotz Corona-Risiko ins Wartezimmer?
Tipps zu Arztbesuchen während Covid-19-Pandemie

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, heißt es in diesen Tagen Abstand halten und möglichst zu Hause bleiben. Doch wie sollen  sich Patienten verhalten, wenn dringend ärztlicher Rat gefragt, ein lang erwarteter Termin beim Facharzt ansteht oder eine wichtige U-Untersuchung für den Nachwuchs fällig ist? „Viele Menschen sorgen sich aktuell vor dem Besuch einer Arztpraxis, weil das Wartezimmer als mögliche Ansteckungsquelle gilt. Wer unsicher ist, sollte vorher telefonisch mit der Praxis Rücksprache halten“, rät Heinz-Jürgen Friedrich vom KKH-Serviceteam in Mainz.

Überfüllte Wartezimmer dürften erstmal der Vergangenheit angehören. Denn viele Menschen meiden inzwischen den Besuch beim Arzt. Außerdem gilt auch in den Wartezimmern, die Abstandsregelung von mindestens eineinhalb bis zwei Metern zu anderen Patienten zu wahren. „Durch ein gutes Terminmanagement sollte es möglich sein, Patienten direkt ins Behandlungszimmer zu bitten und den Kontakt zu anderen zu minimieren“, sagt Heinz-Jürgen Friedrich. Einige Praxen sind außerdem zu sogenannten Auto-Wartezimmern übergegangen: Dabei sitzen die Patienten vor der Arztpraxis in ihrem Fahrzeug und werden per Anruf informiert, wenn das Sprechzimmer frei ist.

In vielen Praxen gilt zudem aktuell die Regel, dass keine oder maximal eine Begleitperson mitgebracht werden darf. „Das ist vor allem für Familien wichtig zu wissen“, so Heinz-Jürgen Friedrich. Auch das Tragen einer Schutzmaske wird in vielen Arztpraxen inzwischen empfohlen. Es gibt mancherorts Mediziner, die behandeln ihre Patienten nur noch, wenn diese mit Mund-Nasen-Schutz in die Praxis kommen. Denn auch die Arztpraxen haben selbstverständlich ein Interesse daran,  ihre Patienten so sicher wie möglich zu versorgen. Angesichts der immer knapper werdenden Schutzausrüstung im ambulanten Bereich wird dies für viele Praxen aber immer schwieriger.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben sich deshalb auf zahlreiche Sonderregelungen geeinigt, um die Zahl der Arzt-Patientenkontakte zu minimieren. „So können Ärzte ihren Patienten jetzt öfter Videosprechstunden anbieten, wenn sie diese für therapeutisch sinnvoll halten“, nennt Heinz-Jürgen Friedrich ein Beispiel. Eine weitere Regelung betrifft die U-Untersuchungen von Kindern: Die fixen Intervalle für die U-Untersuchungen U6 bis U9 wurden aufgehoben. Die Früherkennungen können zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die Regelung gilt bis Ende September. Einzig die Untersuchungen U1 bis U5 für Babys bis zum siebten Lebensmonat sind davon ausgenommen. Aus medizinischer Sicht sei es nicht sinnvoll, diese Früherkennungen, die in kurzen zeitlichen Abständen durchgeführt werden, zu verschieben.

Auch für chronisch Kranke in besonderen Behandlungsprogrammen wurden ursprüngliche Vorgaben gelockert: „Allein für sogenannte „DMP-Programme“ müssen Patienten aktuell beim Arzt nicht vorstellig werden. Aber um die Gesundheitswerte regelmäßig zu überprüfen, kann für chronisch Kranke eine kontinuierliche medizinische Versorgung sinnvoll sein“, so Heinz-Jürgen Friedrich. Auch für Teilnehmer am Rehabilitationssport, deren Kurse wegen der aktuellen Zwangspause verlängert werden müssen, ist ein Arztbesuch nicht zwingend notwendig. Die Krankenkassen bewilligen die Maßnahmen aktuell unbürokratisch über den Zeitraum hinaus.

Sogar eine telefonische Krankschreibung ist in Krisenzeiten möglich: Wer wegen eines leichten Atemwegsinfektes oder eines Verdachtes auf das Corona-Virus arbeitsunfähig ist, soll laut aktuellem G-BA-Beschluss weiterhin telefonisch vom Arzt krankgeschrieben werden können. „Ärzte dürfen diese AU-Bescheinigung allerdings nur noch für bis zu sieben Tage ausstellen. Wenn sich die Erkrankung noch nicht gebessert hat, ist aber eine Verlängerung um eine weitere Woche im Anschluss  möglich“, sagt Heinz-Jürgen Friedrich. Die Ausnahmeregelung soll vorerst bis zum 4. Mai 2020 gelten. Ist ein Test auf das Corona-Virus notwendig, informiert der Arzt oder das Gesundheitsamt darüber, wo sich Patienten testen lassen können. Auch der ärztliche Bereitschaftsdienst erteilt unter der Rufnummer 116117 Auskunft über Testungsmöglichkeiten und Vorgehen bei einer möglichen Infizierung mit dem Virus.  

„Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Sonderregelungen gilt: Bei akuten Beschwerden sollten Patienten immer medizinischen Rat einholen – und sei es zunächst nur telefonisch. Denn wer zu lange mit einem Gesundheitsproblem wartet, riskiert eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes. Umsichtiges und frühzeitiges Handeln könnten dies verhindern“, erinnert Heinz-Jürgen Friedrich.

Weiterführende Informationen zu den Sonderregelungen gibt es unter www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/fokus/fokus_corona.jsp oder www.kbv.de/html/coronavirus.php.

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Mehrheit der Deutschen ist regelmäßig sportlich aktiv
Tipps fürs Fitnessprogramm trotz Corona-Einschränkungen

Ob Zumba oder Hanteltraining: Aufgrund der Corona-Epidemie muss das Sportprogramm in den Hallen und Fitnessstudios der Bundesrepublik aktuell noch pausieren. Dabei sind die Deutschen durchaus eine sportliche Nation, wie eine forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergeben hat. Vor der Schließung sämtlicher Sportstätten hat sich die Mehrheit der Deutschen regelmäßig sportlich betätigt. 39 Prozent der 1.003 Befragten im Alter von 18 bis 70 Jahren haben mehrmals pro Woche trainiert. Rund jeder Zehnte war sogar fast täglich sportlich aktiv. Immerhin einmal pro Woche kam jeder fünfte Deutsche zu einer sportlichen Betätigung. Nur 8 Prozent der Befragten gaben an, nie Sport zu treiben. Im Vergleich zur letzten Fitness-Umfrage im Jahr 2013 ist damit der Anteil der regelmäßig Sporttreibenden und die Einschätzung über die eigene Sportlichkeit leicht gestiegen.

„Das ist eine erfreuliche Entwicklung und lässt in Corona-Zeiten hoffen, dass die Menschen auch in den eigenen vier Wänden aktiv bleiben. Bewegung ist für Körper und Geist in der aktuellen Situation sehr wichtig, denn sie hebt nachweislich die Stimmung“, erklärt KKH-Sportexperte Ralf Haag. Laut der forsa-Umfrage sind vor allem junge Menschen besonders sportlich: Jeder Zweite in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen stuft sich als sportlich oder sehr sportlich ein. Doch auch immerhin jeder Dritte der 50- bis 70-Jährigen bewertet seine sportliche Aktivität noch als hoch. „Das zeigt, dass es für Bewegung keine Altersgrenze gibt“, so Ralf Haag. Nur neun Prozent der Deutschen halten sich für regelrecht unsportlich.

„Wer sich vor der Schließung von Sporthallen viel bewegt hat, wird das auch aktuell tun wollen. Sicher ist es für viele ungewohnt, das Workout ins heimische Wohnzimmer zu verlegen. Doch wer es ausprobiert, wird merken, dass das Training zu Hause auch effektiv und erfüllend sein kann“, ist sich der Sportexperte sicher. Ralf Haag rät, sich mit Apps oder Videos Unterstützung ins heimische Studio zu holen. Denn nach Anleitung fällt es oft leichter, Übungen auszuführen und Abläufe zu verinnerlichen. „Außerdem können Hilfsmittel wie Hanteln, Fitnessbänder oder Faszienrollen zum Einsatz kommen. Wichtig sind der Spaß und die gute Laune dabei! Und solange Individualsport draußen von den Behörden erlaubt ist, können Joggen, Radfahren oder Inline-Skaten die Fitness aufrechterhalten.“  

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