824 vom 01.05.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 824 vom 01.05.2020

Über 6.500 selbst genähte Masken!
Das Team des Altenpflegeheims Martinsstift dankt für die großartige Unterstützung

Über 6.500 Mund-Nase-Schutzmasken nähten engagierte Menschen für die Altenpflegeheime der Mission Leben, zu denen auch das Martinsstift in Mainz gehört. Zu den Maskenspenden hatte das gemeinnützige diakonische Unternehmen Mission Leben aufgerufen, nachdem am 23. März alle Mitarbeitende von Altenpflegeeinrichtungen zum Tragen solcher Schutzmasken verpflichtet wurden. Denn das Unternehmen brauchte sehr schnell 3.000 Masken – doch der Markt war leergefegt. Die Aumühle, eine Einrichtung der Mission Leben für Menschen mit Behinderung, stellte Stoff und Gummibänder zur Verfügung. Nur vier Tage nach dem Aufruf war aller Stoff verbraucht, doch die Menschen nähten mit eigenen Stoffen weiter. Zwei Wochen später hatten die Altenpflegeeinrichtungen bereits 3.500 Masken erhalten, und der Strom der Maskenspenden riss immer noch nicht ab. Mitte April, bei 6.500 Masken, erklärte Mission Leben die Aktion für beendet. Ein unglaublicher Erfolg, der das große Ausmaß an Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung eindrucksvoll belegt.

Alle Altenpflegeeinrichtungen der Mission Leben haben jetzt genügend Masken
Die Teams aller 16 Altenpflegeeinrichtungen – in Alzey, Dieburg, Gedern, Groß-Gerau, Ingelheim, Limburg, Mainz, Neu-Isenburg, Obertshausen, Pfungstadt, Rüsselsheim und Seeheim – sind nun sehr gut mit Mund-Nase-Schutzmasken versorgt. Inzwischen hat Mission Leben auch handelsübliche Mund-Nasen-Schutzmasken erhalten, die zuerst verwendet werden. Die handgenähten Masken finden natürlich weiterhin Verwendung und bilden zum Teil die eiserne Reserve. Auch die Einrichtungen für Menschen in sozialen Notlagen und der Jugendhilfe von Mission Leben, die von der Dringlichkeit der Maskenversorgung her nicht an erster Stelle standen, konnten dank der zahlreichen Helfer*innen mit 1.000 Masken versorgt werden. Eine Maskenspenderin möchte Mission Leben besonders hervorheben: Die islamische Ahmadiyya-Gemeinde aus Rüsselheim, deren Mitglieder alleine rund 1.500 Masken genäht haben.

Danke!
Mission Leben und ihre Mitarbeitenden danken allen Menschen, die sich mit Maskenspenden und vielen anderen Aktionen für ihre Einrichtungen engagieren. Die Altenpflegeeinrichtungen und Teams haben außer Masken auch Kuchen- und Blumenspenden erhalten, Kinder malen und basteln entzückende Werke oder schreiben liebe Briefe, die an die Bewohner*innen weitergegeben oder aufgehängt werden. Das alles tut gut, bereitet große Freude und hilft durch diese Zeit! Bilder zu diesen Themen finden Sie auf den Startseiten der Einrichtungen: www.mission-leben.de.


Erneut TAFEL-Gutscheine
Betrügerische Spendensammler unterwegs

Die erste Ausgabe der Tafel Gutscheine ist höchst erfreulich abgelaufen, resümiert Dieter Hanspach, der Vorsitzende der Mainzer Tafel: „Dank der Unterstützung durch den Sozialreferenten der Stadt Mainz, Dr. Lensch und dank der Hilfe vieler junger, hilfsbereiter Menschen, die sich von den Linken an der Gutscheinausgabe beteiligt hatten, konnte die Aktion schon in der ersten Woche unter Beachtung aller sicherheitsrelevanten Aspekte effektiv und unbürokratisch abgewickelt werden.“
Ganz besonders dankt die Mainzer Tafel „all den Mainzer Bürgern und Firmen, die mit spontanen, zusätzlichen Spenden diese Gutschein-Aktion ermöglichen.“

In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass ärgerlicherweise einige BettlerInnen in der Stadt unterwegs sein sollen, die sich unter Berufung auf die Mainzer Tafel Spendengelder zu erschleichen suchen. „Wir wurden von aufmerksamen Mainzern jetzt schon mehrfach telefonisch auf diesen Sachverhalt hingewiesen und bitten um Vorsicht“, so Dieter Hansbach: Die Mainzer Tafel führt keine Straßensammlungen durch, sondern erhält ihre Spenden im Regelfall als bargeldlose Überweisungen oder gegen Quittung in der Geschäftsstelle.

Weil die Gutschein-Aktion erfreulich läuft und weil damit auch für die älteren ehrenamtlichen Mitarbeiter aktive gesundheitliche Gefährdungen vermieden werden können, verlängert der Vorstand der Tafel diese Aktion bis in den Mai hinein. Voraussichtlich ab 26. Mai soll wieder auf das übliche Einsammeln und Verteilen der Lebensmittel umgeschwenkt werden: „Mit Rücksicht auf unsere älteren, ehrenamtlichen Aktiven werden wir dann aber zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einbauen.“

Auch die nächsten Gutschein-Ausgaben erfolgen wieder gegen Vorlage des Tafel-Ausweises und werden jeweils im Innenhof des DGB-Hauses´(Kaiserstraße 26-30, 55116 Mainz) abgewickelt, weil dort die notwen-digen Sicherheitsabstände eingehalten werden können.

Für die Tafel-Kunden, die eine Berechtigung zur Dienstags- oder Mittwochsausgabe haben, erfolgt die Ausgabe der Gutscheine am Mittwoch, 13.Mai von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr.

Für die Tafel-Kunden, die eine Berechtigung zur Donnerstags- oder Freitagsausgabe haben, erfolgt die Ausgabe der Gutscheine am Donnerstag 14. Mai von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr.

„Wir hoffen, dass wir mit dieser Aktion den bedürftigen Tafelkunden in der angespannten Situation ein wenig helfen können. Gleichzeitig bitten wir die Mainzer Bevölkerung“ -so Vorsitzender Dieter Hanspach - um großzügige finanzielle Spenden zugunsten der Mainzer Tafel, denn wir müssen mit dieser besonderen Form der Unterstützung massiv an unsere eigenen, an sich schon knappen Spendenmittel gehen. Aber ich bin zuversichtlich, dass uns die Mainzer nicht im Stich lassen werden!“

Spendenkonto bei der Mainzer Volksbank
IBAN: DE 29 5519 0000 0505 6790 19
BIC: MVBMDE55

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Kunsthalle Mainz @home
Quarantine! Let me sleep and dream!  - Kateřina Šedá & Julie Šedá

Gemeinsam mit Julie Šedá hat die tschechische Künstlerin Kateřina Šedá eine Serie von Zeichnungen mit dem Titel Quarantine! Let me sleep and dream!  für das Format Kunsthalle Mainz @home angefertigt, die auf die aktuelle  Ausnahmesituation eingeht und einen Blick in die nahe Zukunft wagt.

Die komplette Serie bestehend aus 7 Zeichnungen finden Sie auf unserer Website, Instagram oder Facebook.

Bildnachweis: Kateřina Šedá & Julie Šedá, Quarantine! Let me sleep and dream!, Zeichnungen, Papier, Stift, 2020


Aufruf zum Solidaritäts-Lauf gegen Depression
Christina Kneib hatte die Idee für den  Caritas-Solidaritätslauf ab dem  10.5.2020. Mittlerweile haben sich  zahlreiche Kolleginnen und Kollegen angeschlossen.

Von Magdalena Copeland

Eigentlich wollte Christina Kneib den Halbmarathon des Gutenberglaufs in  Mainz laufen - doch Corona änderte das. Beim Training kam ihr die Idee  trotz der  Absage einen Solidaritätslauf durchzuführen. Christina Kneib  ist Sozialarbeiterin im caritas-zentrum Edith Stein in Mainz, das sich für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen einsetzt.
"Die Menschen, die wir in unserer Arbeit begleiten, wissen was es  bedeutet Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Corona macht das für  alle Menschen spürbar." sagt die Sozialarbeiterin.  
Für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen zu laufen und ihnen damit  in der aktuellen Situation ein Zeichen der Solidarität zu senden, stieß  caritasintern sofort auf Begeisterung, sodass nun zahlreiche  Kolleginnen und Kollegen sich ebenfalls ein Laufziel vornehmen.

"Vielen Menschen fehlt es aktuell an Energie, Zuversicht, oder an  finanziellen Mitteln, um diese Situation seelisch unbeschadet zu  überstehen. Psychische Rückfälle müssen verkraftet und Krisen begleitet  werden." erklärt Eva Pohl, Einrichtungsleiterin des Zentrums. Teilweise  tauchen bei Klienten sogar Suizidgedanken auf, die eigentlich seit  längerem überwunden waren.
Die Idee des Laufs geht deshalb über ihren Symbolcharakter hinaus. Wer  sich solidarisch mit Menschen mit psychischer Erkrankung zeigen möchte,  kann jetzt spenden!

Oder auch einen eigenen Lauf planen und spenden lassen. Anreiz dafür kann die Nutzung eines Aktion-Formulars (via download)  sein, auf dem Interessierte ihr persönliches Laufziel (km/Zieldatum)  mit ihrem persönlichen "Laufpaten" vereinbaren. Wer später die Spende  übernimmt, ist dort schriftlich fixiert. Das erhöht die Motivation zum  Aktivwerden und der Spaßfaktor kommt nicht zu kurz.

Mit den Spenden sollen Freizeit-, Kontakt- und Kulturangebote für  Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen gefördert werden. Und schon  jetzt wollen wir kleine Zeichen der Freude setzen und den Menschen, z.B. Blumen, ein Eis oder eine Handykarte ermöglichen und damit psychische Entlastung zu erreichen.

Insgesamt 10 Mitarbeitende laufen ab dem 10. Mai für das caritas-zentrum Edith Stein. Jeder auf seiner persönlichen Strecke - jeder um ein Zeichen für mehr Solidarität zu setzen.
Jeder Kilometer zählt! Dabei geht es nicht um Spitzenzeiten, sondern ums  Durchhalten - Durchhalten in der Zeit von Corona. Das verbindet die  ganze Gesellschaft und Menschen mit Beeinträchtigungen sollen dabei  nicht vergessen werden. Somit ist dieser Lauf ein Hinweis auf die Situation von Menschen mit psychischer Erkrankung in der heutigen Zeit.

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Auszeichnung: Mainzer Bioladen „natürlich“ gehört zu den besten in Deutschland
Der Bioladen natürlich in der Mainzer Neustadt wurde 2020 von den Leserinnen und Lesern der Zeitschrift Schrot&Korn als einer der besten in Deutschland ausgezeichnet, und das gleich in drei Kategorien: Preis-Leistung, Obst/Gemüse sowie Gesamteindruck. Die Auszeichnung konnte das Leitungsteam auf der Biofach2020 Ende Februar aus der Hand des bio-begeisterten „Tatort-Kommissars“ Felix Klare entgegennehmen. An der Wahl hatten sich bundesweit fast 52.000 Kundinnen und Kunden beteiligt. 2.648 Läden wurden bewertet, 172 davon erhielten eine Auszeichnung.

natürlich punktet mit regionalen Direkt-Lieferanten, begeisternder Produktvielfalt, einer überaus beliebten Käsetheke, eigener Bio-Bistroküche und dem einzigartig freundlichen Miteinander zwischen Lieferanten, natürlich-Team und Kundschaft. Zur Einzigartigkeit des Bio-Marktes trägt auch bei, dass er ein Inklusionsbetrieb der gemeinnützigen Gesellschaft für Psychosoziale Einrichtungen (gpe) ist: Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe zusammen. „Seit Beginn der Corona-Krise ist das Team noch mehr zusammengewachsen“, findet Marktleiter Mirko Krpic. „Alle leisten noch mehr als üblich, um die Versorgung mit guten Lebensmitteln sicherzustellen.“ Das spüre wohl auch die Kundschaft, denn das Einkaufen verlaufe nach wie vor entspannt. Dennoch freuen sich alle auf eine Verbesserung der Lage, denn dann kann die Bistroterrasse, ein beliebter Treffpunkt zum genussvollen Entspannen und lebendigen Kommunizieren, wiedereröffnet werden.

Stellvertretend für alle Mitarbeitenden nahm das Leitungsteam des natürlich Mainz die Auszeichnung entgegen. Zu den Gratulanten gehörte der biobegeisterte Schauspieler Felix Klare, bekannt als Tatort-Kommissar. Foto: gpe gGmbH

Das Team des Mainzer Bioladens natürlich, in dem Menschen mit und ohne Behinderung auf
Augenhöhe zusammenarbeiten. Foto: gpe gGmbH (2019)


Termine der Woche

Die Veranstaltungen an diesem Wochenende

Die Veranstaltungen in der kommenden Woche

Künftig werden Sie an dieser Stelle diese beiden (z.Zt. inaktiven) Links finden, die Sie direkt zu den Veranstaltungen führen werden. Sollte kurzfristig ein Termin ausfallen oder hinzukommen, dann werden entsprechende Korrekturen vorgenommen.


Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

    

Autos und Radler werden umgeleitet
In der Boppstraße wird eine Baumaßnahme der Mainzer Netze vorgezogen. Dafür muss der Abschnitt zwischen der Josefs- und Lessingstraße bis etwa Ende Mai voll gesperrt. - zum Artikel
    

Werden Tauben in der Osteinunterführung vergrämt?
Viele ärgern sich über die Verschmutzung in der Osteinunterführung am Hauptbahnhof. Dafür verantwortlich sind allem Anschein nach vor allem die zahlreichen Tauben. Was die Stadtverwaltung dagegen tut - zum Artikel
    

26-Jährige aus der Neustadt kämpfte mit schwerer Corona-Erkrankung
Hohes Fieber, Übelkeit und trockener Husten: Carolina Hornke aus Mainz hat einen schweren Covid-19-Verlauf hinter sich – an ihre Infektion wollte zunächst keiner glauben - zum Artikel
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Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Drei Raubüberfälle
24.04.2020, 15:10 Uhr, 20:55 Uhr und 21:00 Uhr

Zu diesen vorgenannten Uhrzeiten kam es am Freitag im Bereich Neustadt und Hartenberg jeweils zu Raubdelikten, die sehr wahrscheinlich im Zusammenhang stehen. Bei dem ersten Raub um 15:10 Uhr wurde ein 27-jähriger in der Raimundistraße durch zwei Männer nach dem Weg gefragt. Sodann verlangen die Täter den Geldbeutel des 27-jährigen, was  dieser zunächst verweigert. Er wird nach hinten gedrängt und durch einen der Täter dreimal gegen den Kopf geschlagen. Hierauf übergibt der Geschädigte der Geldbeutel. Die Täter flüchten.

Bei dem zweiten und  dritten Raub (20:55 Uhr in der Fritz-Kohl-Straße und 21:00 Uhr in der  Mombacher Straße) versuchte ein Täter jeweils an einen Fahrzeugschlüssel  zu gelangen. Bei dem ersten Fall in der Fritz-Kohl-Straße wird ein 42-jähriger durch den Täter zu Boden gestoßen und sodann aufgefordert, seinen Autoschlüssel herauszugeben. Der Täter stellt aber fest, dass er  durch Passanten beobachtet wird und flüchtet. Bereits fünf Minuten  später attackiert, vermutlich der gleiche Täter, einen bei seinem PKW stehenden 30-jährigen in der Mombacher Straße. Er schlägt dem Geschädigten in das Gesicht und fordert die Herausgabe des PKW-Schlüssels, was dieser ablehnt. Nun sagt der Täter, dass er eine Schusswaffe habe. Der 30-jährige weist den Angreifer daraufhin, dass der Parkplatz videoüberwacht ist und eine Polizeidienststelle nicht weit entfernt. Daraufhin flüchtet der Täter in Richtung Bahngleise. Zu diesem Täter, der wahrscheinlich bei allen drei Raubüberfällen beteiligt war, gibt es erste konkrete Hinweise denen die Mainzer Kriminalpolizei  derzeit nachgeht.

Der zweite Täter des ersten Raubes in der Raimundistraße wird noch gesucht. Folgende Beschreibung ist bekannt: hellhäutig, 1,80m groß, schlanke Statur, ca. 17 Jahre alt, Bekleidung: schwarze Hose, schwarzes T-Shirt mit weißer Aufschrift. Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 65-3633 in  Verbindung zu setzen.

    
Hilfreicher“ Mann bestiehlt Senior
Mittwoch, 29.04.2020, 12:15 Uhr

Am Mittwoch, um viertel nach zwölf, will ein 89-jähriger Mainzer am Hauptbahnhof Mainz in den Bus der Linie 62 der MVG einsteigen. Er geht aufgrund seines Alters an einem Gehstock. Der 89-jährige wird durch einen Mann angesprochen und gefragt, ob er ihm beim Einsteigen behilflich sein kann. Hierbei stützt der unbekannte Mann den älteren Herrn an seinem rechten Arm und hilft ihm in den Bus. Unmittelbar danach entfernt sich der "hilfreiche" Mann in unbekannte Richtung. Ein ebenfalls im Bus stehender, namentlich bekannter Fahrgast, weist den 89-jährigen darauf hin, dass vermutlich gerade seine Geldbörse entwendet wurde, was sich bestätigte. Er hatte seine dunkelbraune Ledergeldbörse in seiner rechten Hosentasche. Mit dieser wurde Bargeld, der Bundespersonalausweis und EC-Karten entwendet. Der Täter wird als 20-30-jähriger Mann mit dunklen, kurzen Haaren, beigem Oberteil und brauner Hose beschrieben. Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 1 unter der Rufnummer 06131/65-4110 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz1@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.  

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Tipps und Informationen

Homeoffice mit kleinen Kindern – ein Balanceakt für alle

Kita und Schule sind geschlossen, Betreuung durch die Großeltern, Nachbarn oder Freunde ist nicht möglich, die Eltern sind im Homeoffice – während der Corona-Krise ist dies der Alltag für viele Familien. Gerade die Kleinen müssen am längsten zu Hause bleiben. Für sie ist es schwer, sich über längere Zeit alleine zu beschäftigen. Und für Mütter und Väter ist es schwierig, daheim konzentriert zu arbeiten, während der Nachwuchs Aufmerksamkeit braucht. Für Alleinerziehende ist ein normales Arbeitspensum neben der Kinderbetreuung schon gar nicht zu schaffen. Dazu kommt, dass das völlig neue Leben mit einer Pandemie Erwachsene wie Kinder seelisch belastet. Glück hat, wer zu zweit zu Hause ist – dann lässt sich der Corona-Alltag einigermaßen strukturieren.

Arbeitszeiten aufteilen
Versuchen Sie, den Tag so aufzuteilen, dass immer nur ein Elternteil arbeitet. Am besten legen Sie dafür regelmäßige Zeiten fest. Der jeweils andere Elternteil kümmert sich währenddessen ausschließlich um die Kinder. Wenn beide in Vollzeit arbeiten, heißt das allerdings: Der ganze Tag muss ausgenutzt werden und wird für die Eltern in abwechselnde Büro- und Kinderzeiten aufgeteilt. Das durchzuhalten, ist eine große Herausforderung und zehrt an den Kräften. Versuchen Sie daher, wenigstens das Wochenende für etwas Entspannung zu nutzen.

Der Raum, in dem gearbeitet wird, ist für den Rest der Familie tabu. Das können Sie kleinen Kindern zum Beispiel vermitteln, indem Sie ein Kuscheltier als liebevollen Wächter vor die Tür setzen. Auch ein außen drapiertes Arbeitsmittel, zum Beispiel ein Aktenordner, kann symbolisieren: Hinter dieser Tür arbeiten Mama oder Papa und dürfen im Moment nicht gestört werden. Planen Sie auch feste gemeinsame Zeiten ein, etwa zum Essen. Vielleicht finden Sie ein Ritual, das den Übergang von der einen zur anderen Betreuungsperson symbolisiert. Das kann ein Kapitel aus dem Lieblingsbuch sein, eine Runde Karten, ein Telefonat mit der Oma oder auch das gemeinsame Überlegen, was am vorherigen Tag besonders schön war.

Am besten raus ins Freie
Wie es in Waldkindergärten üblich ist, können Sie jeden Tag eine bestimmte Zeitspanne für Exkursionen reservieren – unabhängig vom Wetter. Das wird dem Tatendrang der Kinder gerecht und hilft der Konzentration des zurückbleibenden Elternteils auf das Homeoffice. Wer über einen Garten verfügen kann, hat natürlich Glück. Aber auch sonst gibt es im öffentlichen Raum einiges zu tun.

Vielleicht sind die Kinder in einem Alter, in dem sie etwas Neues lernen können? Radfahren oder Inline-Skaten etwa. Auch die Orientierung kann geschult werden. Vielleicht üben Sie sogar den Weg zu Kita oder Schule ein. Den meisten Kindern macht es Freude, gemeinsam mit Mutter oder Vater im Garten zu arbeiten, etwas zu bauen oder zu renovieren. Hierbei sollte jedoch vor allem der Spaßfaktor für die Kinder Anlass für das Projekt sein, weniger ein zeitnahes Ergebnis.

Starten Sie doch mal eine Fotosafari. In der Stadt können Sie den Reiz von mehr und weniger künstlerischen Graffitis entdecken. Oder Sie suchen gemeinsam nach verborgenen Herzen oder Gesichtern im Asphalt, in der Baumrinde oder im bröckelnden Putz. Wer eher ländlich wohnt, kann bestimmte Orte in der Natur aufsuchen und festhalten, wie sie sich verändern – gerade jetzt im Frühling passiert viel! Für solche Beobachtungen sind auch Vorgärten gut geeignet. Wenn ein Kind die Fotos macht, haben die Besitzer sicher nichts dagegen. Wenn Sie eine App zur Pflanzenbestimmung haben, können Sie unbekannte Gewächse kennenlernen und sich auf die Suche nach weiteren Bäumen, Blüten und Kräutern dieser Art machen.

Kleine Aufmerksamkeiten für die Freunde
Die meisten Kinder vermissen ihre sozialen Kontakte, manche haben sogar Angst um ihre Freundschaften. Wie wäre es, den Freundinnen und Freunden (oder auch den Großeltern und anderen lieben Menschen) Briefe zu malen und diese persönlich vorbeizubringen? Auf diesem Weg können auch kleinere Kinder ihre Traurigkeit ausdrücken und bei der Auslieferung ergibt sich vielleicht sogar ein Wiedersehen auf Distanz. Im Idealfall kommen Briefe zurück und eine kleine Schatzkiste füllt sich. In vielen Städten reihen Menschen bunt bemalte „Corona-Steine“ aneinander als Symbol dafür, in Verbindung zu bleiben. Schon mit einem einzelnen fröhlich bemalten Stein, den man Freunden vor die Haustür legt, kann man dies ausdrücken – und wer weiß, was sich daraus ergibt...

Zur Abwechslung geht’s auch mal digital
Ab dem Alter von vier oder fünf Jahren verstehen Kinder Videoanrufe. Sie erkennen dann, dass die Freundin oder die Großmutter auf dem Bildschirm und nicht im Raum ist. Sind die Kinder noch etwas älter, kann man Videochats auch für gemeinsame Spiele nutzen. Freunde können sich gegenseitig kleine Aufgaben stellen, etwa in einer bestimmten Zeit lauter rote Gegenstände herbeizuholen. Wer die meisten präsentieren kann, hat gewonnen. Eine moderne Form von „Finde die Fehler“ spielt man, indem man kurz die Kamera ausschaltet und im Hintergrund etwas verändert: Eine Blumenvase rückt auf die andere Seite, ein Bild wird abgehängt oder ein Stofftier kommt ins Bild. Wie lange braucht der Freund am anderen Ende, bis er alles entdeckt hat?

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Dr. Beatrice Wagner, www.beatrice-wagner.de

Gesund und fit durch mehr Bewegung im Alltag
 
Wir sitzen zu viel: im Büro, im Auto, vor dem Fernseher. Auch bevor Corona viele Menschen zwang, zu Hause zu bleiben, mangelte es einem Großteil der Bevölkerung in Deutschland an Bewegung.  Die Weltgesundheitsorganisation warnt schon seit Jahren: Über 40 Prozent  der Deutschen bewegen sich zu wenig. Und das merken wir nicht einmal. Laut einer Studie der Ipsos-Marktforschung aus dem Jahr 2018 schätzen nur 17 Prozent der Befragten ihre körperliche Bewegung als unzureichend ein. Eine Fehleinschätzung, deren enorme gesundheitliche Folgen sich aber durch einfache Änderungen im Alltag vermeiden lassen.
 
Menschen, die sich zu wenig bewegen, sind nicht nur häufig übergewichtig, sie leiden oft an Diabetes, Rückenproblemen und haben ein erhöhtes Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko. Auch wird ein Zusammenhang zwischen Bewegungsmangel und Darm- sowie Brustkrebserkrankungen vermutet. Es müssen nicht immer intensive Trainingseinheiten sein – es genügt, im Alltag ein paar einfache Tipps zu beherzigen, um sich fit zu halten. Ein Erwachsener sollte in der Woche mindestens zweieinhalb Stunden leichten Sport treiben, beispielsweise Fahrradfahren. Bei intensiveren Sportarten wie Joggen reichen 75 Minuten. „Um aber wirklich gesund zu bleiben beziehungsweise die Fitness zu steigern, ist die doppelte Zeit an sportlicher Betätigung empfehlenswert“, sagt Frank Breithaupt, Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen in Mainz. Jedoch tragen neben der Arbeit im Haushalt und Garten auch in den Arbeitsalltag integrierte Bewegungstipps erheblich zur Gesundheit bei:
 
Treppe statt Aufzug: Treppensteigen ist ein wahrer Kalorienkiller, es stärkt viele verschiedene Muskelgruppen und verbessert deren Durchblutung. Der konsequente Verzicht auf Fahrstühle und Rolltreppen wirkt sich zudem positiv auf unseren Kreislauf aus.
 
Verdauungsspaziergang: Warum nicht die restliche Mittagspause nach dem Essen für einen Spaziergang nutzen? Das ist gut für die Verdauung und das Tageslicht sorgt für gute Laune. Per Smartphone-App lassen sich die zurückgelegte Strecke und der Kalorienverbrauch einfach aufzeichnen.
 
Mehr Wege im Büro: Den Drucker am anderen Ende des Raums aufzustellen, erspart nicht nur das lästige Betriebsgeräusch, sondern zwingt einen dadurch, für seine Ausdrucke aufzustehen. Hilfreich  ist auch, die Teekanne oder Wasserflasche in der Küche stehen zu lassen und von dort jede Tasse Tee und jedes Glas Wasser zu holen.
 
Fahrrad anstelle des Autos: Für kürzere Wege zur Arbeit, zum Bäcker oder für den kleinen Einkauf ist das Fahrrad optimal. Selbst kurze Strecken fördern die Gesundheit, ersparen die lästige Parkplatzsuche und sind gut für die Umwelt.
 
Hausarbeit mit Bewegung: Saugen, Fenster putzen &  Co. können an sich schon anstrengend sein. Aber auch Kniebeugen beim Ausräumen der Geschirrspülmaschine oder Tanzen beim Kochen halten fit. Und wenn alle aus der Familie mitmachen, können sie sich gegenseitig anspornen, gesund zu bleiben.

Foto: Barmenia

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Neue Regeln und höhere Strafen
Novelle der Straßen-Verkehrsordnung ist in Kraft – Vorsicht an Bushaltestellen

Die im Februar 2020 beschlossenen neuen Regeln der Straßen-Verkehrsordnung (StVO) und höhere Bußgelder für Verkehrsverstöße sind seit 28. April in Kraft. Darauf weist der ADAC Mittelrhein e.V. hin.
Auch an Bushaltestellen ist künftig noch mehr Vorsicht geboten. „Wer an einer Haltestelle einen Linienbus mit eingeschalteter Warnblinklichtanlage nicht mit der vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit von vier bis sieben Kilometer pro Stunde passiert, dem droht beispielsweise bei mehr als 28 km/h ein vierwöchiges Fahrverbot sowie ein Punkt in Flensburg. Das gilt übrigens auch für den Gegenverkehr,“ erläutert Herbert Fuss, Leiter Verkehr und Technik des ADAC Mittelrhein e.V.  Ähnliches gelte auch für verkehrsberuhigte Bereiche.

Neben neuen Verkehrsregeln und höheren Bußgeldern soll die Novelle der StVO für mehr Sicherheit im Radverkehr sorgen. Für das Überholen auf der Fahrbahn schreibt das Gesetz Autofahrern nunmehr einen Abstand zu Radfahrern oder E-Scootern von mindestens 1,50 Meter innerorts vor. Außerorts sind mindestens zwei Meter vorgeschrieben.

Temposünder müssen deutlich früher mit einem Fahrverbot rechnen. Ein Monat Fahrverbot wird innerorts bereits bei einer Überschreitung von 21 km/h verhängt. Außerorts greift das Fahrverbot von einem Monat ab einer Überschreitung von 26 km/h.

Das unberechtigte Parken auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz kostet statt 35 künftig 55 Euro. Neu ist der Tatbestand für das unberechtigte Parken auf einem Parkplatz für E-Autos. Dafür wird ein Verwarngeld von 55 Euro fällig. Das rechtswidrige Parken an engen oder unübersichtlichen Straßenstellen oder im Bereich einer scharfen Kurve wird zukünftig statt mit 15 Euro mit 35 Euro geahndet. Für allgemeine Halt- oder Parkverstöße werden die Bußgelder von bis zu 15 Euro auf bis zu 25 Euro angehoben.

Teurer wird außerdem das verbotswidrige Parken auf Geh- und Radwegen sowie das unerlaubte Halten auf Schutzstreifen, ebenso für das Parken und Halten in zweiter Reihe. Für diese Verstöße werden die Geldbußen von ab 15 Euro auf bis zu 100 Euro erhöht. Werden andere Verkehrsteilnehmer behindert, droht ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg.

Für das unerlaubte Nutzen einer Rettungsgasse sowie das Nichtbilden einer Rettungsgasse drohen nicht nur Bußgelder zwischen 200 und 320 Euro, sondern auch ein Monat Fahrverbot. Zusätzlich werden bei diesen Verstößen zwei Punkte im Fahreignungsregister eingetragen. Das Fahrverbot wird unabhängig von einer konkreten Gefahr oder Behinderung verhängt.
Für das sogenannte Auto-Posing – das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung etwa durch unnützes Hin- und Herfahren – fallen zukünftig statt bis zu 25 Euro bis zu 100 Euro Geldstrafe an.

Corona-Angst führt zu mehr Disziplin beim Händewaschen
Ein Drittel setzt laut KKH-Umfrage auf Desinfektionsspray – zwei Prozent schützen sich nicht
Die Corona-Krise hat zu einem disziplinierteren Verhalten in Sachen  Handhygiene geführt. Das zeigt eine forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zum Internationalen Tag der Händehygiene am 5. Mai 2020. Demnach wäscht sich aktuell nahezu  jeder (93 Prozent) nach dem Nach-Hause-Kommen die Hände. Im vergangenen  Jahr sagten dies hingegen nur 71 Prozent der Befragten. Auch nach dem Berühren von Türklinken, Geländern und anderen Gegenständen, die mit Keimen behaftet sein können, suchen mittlerweile gut zwei Drittel der Bundesbürger das Waschbecken auf. 2019 gab dies indes weniger als die Hälfte an. Darüber hinaus berichten aktuell 73 Prozent der Befragten, dass sie sich die Hände vor jeder Mahlzeit waschen (2019 sagten dies noch 65 Prozent). Jeder Vierte tut dies tagsüber sogar mindestens einmal pro Stunde (2019  hingegen nur jeder Siebte).
Zugenommen hat in der Corona-Krise außerdem das Bedürfnis der Deutschen, sich unterwegs gegen Viren und Bakterien zu wappnen: So trägt inzwischen jeder Dritte immer ein Desinfektionsspray und jeder Vierte stets Desinfektionstücher mit sich. 2019 war es noch jeder Vierte beziehungsweise jeder Fünfte, 2015 sogar nur jeder Siebte beziehungsweise jeder Achte. 83 Prozent der Befragten versuchen aktuell darüber hinaus, im Alltag möglichst wenige Dinge wie Türklinken, Handläufe oder Schalter anzufassen (2019 waren es noch 53 Prozent). Darüber  hinaus tragen neuerdings 28 Prozent der Befragten zum Beispiel beim  Einkaufen Einmalhandschuhe, um sich vor Keimen zu schützen. Jeder fünfte Mann und jede vierte Frau nutzten außerdem bereits vor der Einführung der Maskenpflicht einen Mundschutz. Nur zwei Prozent aller Befragten gibt aktuell an, sich unterwegs nicht gegen Bakterien und Viren zu schützen (2019 sagten dies hingegen noch 17 Prozent).
Abgesehen vom regelmäßigen und gründlichen Händewaschen empfiehlt die KKH, die Hände möglichst vom Gesicht fernzuhalten und den Kontakt mit Mund, Nase und Augen zu  vermeiden, vor allem, wenn es unterwegs keine Möglichkeit zum Waschen gibt. Auch mit Blick auf Schutzmasken ist Vorsicht geboten: Der Stoff sollte vor allem beim Absetzen möglichst nicht berührt, sondern nur an den Binde- oder Gummibändern angefasst werden, um eine Kontaminierung der Hände mit Keinem zu vermeiden. Die Maske sollte nach dem Tragen sofort heiß gewaschen oder gebügelt werden.

Mit dem BUND für die Artenvielfalt häkeln (mit Anleitung)
Die Corona-Pandemie bestimmt derzeit die Nachrichten. Dadurch sind die dramatischen Ausmaße des globalen Artensterbens zwar in den Hintergrund gerückt, aber keinesfalls passé. Trotz Kontaktsperre gibt es die Möglichkeit, auch von zu Hause aus für den Schutz der Artenvielfalt einzustehen: Im Vorfeld des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dieses Jahr dazu auf, sich an der Mitmachaktion „Häkeln für die Artenvielfalt“ zu beteiligen.

„In Zeiten von Corona rufen wir nicht nur die Aktiven im BUND, sondern alle Naturfreunde und Naturfreundinnen dazu auf, Bienen, Schmetterlinge und Co. zu häkeln: Zum Internationalen Tag der Biodiversität wollen wir so gemeinsam ein Zeichen für die Bedeutung unserer Artenvielfalt setzen“, sagt Katrin Wenz, die beim BUND zu Landwirtschaft und Insektenschutz arbeitet. „Werden Sie Botschafterin oder Botschafter für den Insektenschutz: Ob Häkelgrünschnabel oder Profi – wir freuen uns über Ihre kreative Unterstützung, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.“ Der BUND stellt auf seiner Internetseite detaillierte und anfängerfreundliche Häkelanleitungen für Bienen und Schmetterlinge bereit.

In den vergangenen Jahren wurde es im ländlichen Raum, in unseren Parks und Gärten immer stiller. Wo früher noch viele Insekten herumschwirrten, ist es inzwischen vielerorts leer. Wo es weniger Insekten gibt, leben in der Folge weniger Vögel. Katrin Wenz erklärt: „Die Artenvielfalt ist extrem kostbar für unsere Ökosysteme, denn Insekten sind wichtig für die Bestäubung: Ohne bestäubende Insekten würden wir weniger leckeres Obst in schlechterer Qualität ernten.“

Ziel des BUND ist es am 22. Mai, dem Tag der biologischen Vielfalt, in den sozialen Medien ein digitales Summen und Brummen für den Artenschutz zu erzeugen – mit kreativen Bildern und Botschaften von Häkel-Insekten. So kann jede und jeder auch von zu Hause aus zum Schutz der bedrohten Insekten aufrufen und den BUND in seiner politischen Arbeit unterstützen. „Werden Sie Teil unseres digitalen Insektenschwarms: Schwärmen Sie am 22. Mai mit uns aus und teilen sie unter dem Hashtag #HäkelnFürDieArtenvielfalt ihr Bild und ihre Botschaft. Zeigen Sie der Welt: Insektenschutz ist wichtig und geht uns alle an“, ermuntert Wenz.

Beim Insekten- und Artenschutz stehen dieses Jahr wichtige Entscheidungen an: Bis Ende des Jahres muss der Bundestag den Insektenschutz gesetzlich regeln. Dabei muss sichergestellt werden, dass mindestens zehn Prozent der Agrarflächen zu Lebensräumen von Insekten werden, indem sie nicht mit Pestiziden behandelt werden. Insgesamt muss die Menge der eingesetzten Pestizide stark reduziert werden. Pestizide müssen in Schutzgebieten verboten werden und besonders biodiversitätsschädliche Pestizide dürfen keine Zulassung mehr bekommen.

Auch auf europäischer Ebene setzt sich der BUND für eine andere Agrarpolitik ein. Denn nur durch weniger Pestizide und mehr Geld für Bäuerinnen und Bauern, die einen Beitrag zum Naturschutz leisten, kann die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhalten bleiben und können die Insekten geschützt werden. „Im Rahmen einer Europäischen Bürgerinitiative sammelt der BUND gemeinsam mit vielen europäischen Partnern deshalb Unterschriften, damit wir Druck auf die Politik machen können und Insekten endlich besser geschützt werden“, sagt Katrin Wenz abschließend.

Die Häkel-Anleitungen sowie weitere Informationen zur Aktion finden Sie unter: www.bund.net/haekel-aktion
Posten Sie gerne ab sofort ein Foto Ihrer gehäkelten Biene, Ihres Schmetterlings oder Ihres anderen Häkel-Insekts auf Facebook, Twitter oder Instagram unter dem Hashtag #HäkelnFürDieArtenvielfalt. Verbreiten Sie dabei die Botschaft: „Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren!“
Seien Sie gerne kreativ: Fotografieren Sie beispielsweise Ihr Häkel-Insekt, wie es im Blumenkasten auf Ihrem Balkon landet, und schreiben Sie Ihre eigene Botschaft, zum Beispiel: „Hier wächst Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Aber das reicht nicht: Wir brauchen eine insektenfreundliche EU-Agrarpolitik!“
Ihre kreativen Ergebnisse bündeln wir unter www.bund.net/haekel-aktion

Hinweis: Wenn sich die Corona-Situation bessert und Sie sich damit sicher fühlen, dann schicken Sie uns Ihre gehäkelten Insekten gerne per Post zu. Gerne noch vor dem 22. Mai. Adresse: BUND, Stichwort: Häkel-Aktion, Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin.

Der BUND wird die gehäkelten Insekten als Botschafter für ihre natürlichen Artgenossen für die politische Arbeit nutzen. Wenn möglich, möchtet der BUND mit einem riesigen Häkel-Insektenschwarm eine große Bild-Aktion für den Artenschutz durchführen. Zusätzlich stellen wir die gehäkelten Insekten unseren lokalen BUND-Gruppen für die Insektenschutz-Arbeit zur Verfügung.

Die EU-Bürgerinitiative „Save Bees and Farmers“ können Sie unterstützen unter: aktion.bund.net/fuer-agrarwende-und-artenvielfalt

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