842 vom 04.09.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 842 vom 04.09.2020
„Eduard baut … die neue Wallaustraße“: Baustart
Pressemitteilung der Stadt Mainz vom 28.08.2020


(Eduard, das Maskottchen der Bautätigkeiten in der Neustadt)

(ekö) Die Landeshauptstadt Mainz setzt ein weiteres Projekt im Rahmen des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt in der Mainzer Neustadt um: die Aufwertung des Straßenraums Wallaustraße zwischen Goethestraße und Kaiser-Karl-Ring sowie eines Teilstücks des Emauswegs zwischen Wallaustraße und Kita Emausweg. Die Bauarbeiten begannen ab Montag, 31. August mit der Einrichtung der Baustelle.  
Den Zuschlag für den Umbau der Wallaustraße hat die „Bickhardt Bau AG NL Rheinland-Pfalz“ mit Sitz in Budenheim erhalten.  

Die Wallaustraße muss – das hat die Abstimmung mit der Baufirma ergeben zwingend in Vollsperrung umgebaut werden. Während der Vollsperrung im jeweiligen Bauabschnitt sind die Häuser zu Fuß dauerhaft erreichbar und der Rettungsverkehr ist ständig gewähr-leistet. Die Anfahrbarkeit der Innenhöfe und Garagen ist aufgrund der Komplexität der Bauarbeiten jedoch nicht möglich. Alle Anwohnerinnen und Anwohner, die in dem jeweils betroffenen Bauabschnitt Parkflächen besitzen, werden gebeten sich bei der Pro-jektleitung oder dem Quartiermanagement der Sozialen Stadt zu melden. Mit Ihnen werden Sonderregelungen für das Parken im Gebiet getroffen.

Die Umgestaltung der Wallaustraße soll insgesamt ca. 18 Monate dauern, unterteilt in vier Bauabschnitte. Der Anpassung der Bauzeit liegen Veränderungen im Bauablauf der Mainzer Netze und der Mainzer Fernwärme zugrunde. Ursprünglich sollten alle Häuser eine Fernwärmeleitung erhalten. Nun haben sich einige Eigentümer dagegen ausgesprochen bzw. eine neue Gasleitung beantragt, weswegen die alte Gasleitung der Mainzer Netze nicht wie ursprünglich geplant stillgelegt wird, sondern stattdessen eine neue in-stalliert werden muss.

Begonnen wird im ersten Bauabschnitt mit dem zweispurigen Ausbau der Wallaustraße zwischen Goethestraße/Nahestraße und Emausweg bis Ende dieses Jahres. In einem ersten Schritt der Baumaßnahme erfolgt der Leitungsbau der Mainzer Netze sowie der Mainzer Fernwärme. Im zweiten Schritt wird ein neuer Straßenbelag hergestellt. Im Anschluss wandert die Baumaßnahme in den 2. Bauabschnitt.

Da die Wallaustraße in Vollsperrung umgebaut wird, bringt die Maßnahme Verkehrsumleitungen im 1. Bauabschnitt mit sich:
Rheinallee, Kaiser-Karl-Ring, Wenden auf Höhe der Mozartstraße, zurück über den Kaiser-Karl-Ring in die Wallaustraße. Diese Umleitung gilt für beide Fahrtrichtungen.

Radfahrende werden gebeten, von der Rheinallee über die Lahnstraße in die Wallaustraße zu fahren. Diese Umleitung gilt ebenfalls für beide Richtungen.
Fußgängerinnen und Fußgänger können jederzeit durchs Baufeld durchgehen.

Zentraler Kontakt: wallaustrasse@stadt.mainz.de

Kontakt und Fragen:
Quartiermanagement Mainz-Neustadt: Johanna Fuchs   
Quartiermanagement@stadt.mainz.de
Telefon: 06131 12-4115  



Der Newsletter im Newsletter

Christuskirche Aktuell - September 2020 - Bitte klicken
50 Euro bei zu wenig Abstand – Land legt Bußgelder für Corona fest
Rheinland-Pfalz hat einen neuen Bußgeldkatalog veröffentlicht:
- Verstöße gegen die Maskenpflicht und gegen das Abstandsgebot von 1,50 Meter: Verwarngeld von 50 Euro
- Strafen von 1000 Euro gibt es bei Verstößen gegen die Quarantänepflicht, Nichteinhaltung der Personenbegrenzung bei Veranstaltungen oder einem Verstoß gegen die Kontakterfassungspflicht.
Auch wenn keine oder eine verspätete Kontaktaufnahme und Information des Gesundheitsamtes nach der Einreise aus einem „Risikogebiet“ erfolgt, ist dieser Betrag fällig.
Diese und noch mehr Bußgelder finden Sie unter www.corona.rlp.de/de/service/rechtsgrundlagen

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Herbst-/Winterkleiderbasar 2020 für Frauen in Budenheim entfällt
Secondhand Basar abgesagt wegen Corona-Pandemie

Der Basar für Secondhand-Frauenkleider am Samstag, den 26. September 2020 in Budenheim entfällt. Das Organisations-Team sagt den beliebten Frauenbasar nun auch für die Herbst- und Wintersaison ab.
Nach der kurzfristigen Absage des Frauenbasars im März aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie hatten sich sowohl die Helferinnen als auch Käuferinnen auf den Frauenbasar in der zweiten Jahreshälfte gefreut.
„Wir sind selbst alle total enttäuscht,“ sagt Billa Klein vom Budenheimer Organisations-Team. „Schon im Frühjahr hatten wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht - aber die Gesundheit geht vor!“
Alle Überlegungen, den jetzigen Frauen-Basar mit Eingangsbeschränkung oder zeitlicher Verlängerung stattfinden zu lassen, hatten sich letztlich als nicht durchführbar erwiesen und somit wurde einstimmig entschieden, in diesem Jahr keinerlei gesundheitliche Risiken einzugehen und das Event abzusagen.

Das Basarteam hofft gemeinsam mit allem ehrenamtliche Helferinnen im nächsten Jahr wieder gut erhaltene Frühjahr- und Sommerkleidung im Bürger-Haus an der Waldsporthalle für einen guten Zweck zu verkaufen.
„Das ist ein weiterer Wermutstropfen,“ bedauert das Organisationsteam, „wir können den vielen gemeinnützigen Einrichtungen, die in und für Budenheim arbeiten, dieses Jahr kein Geld spenden.“
20% des Verkaufserlöses gehen normalerweise als Spende zweimal im Jahr an die Budenheimer Kindergärten, das Familienzentrum Mühlrad, das Mainzer Kinder- und Jugendhospiz und den Frauennotruf Mainz – dieser konnte im letzten Jahr die Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung dank der Spende mit Untersuchungs-Kits versorgen.

Diese Spendengelder fallen nun weg. „Wir hoffen auf ertragreiche Basar-Tage in 2021“, so die Frauen vom Orga-Team nun. „Und wir freuen uns alle auf eine unbelastete Zeit außerhalb der Corona-Pandemie.“
Wer für die Einrichtungen gerne spenden möchte, dazu gibt es natürlich die Möglichkeit - hier beispielhaft die Spendenkonten:

Mainzer Volksbank IBAN: DE80 5519 0000 0305 9740 16 BIC: MVBMDE55

Sparkasse Mainz IBAN: DE61 5505 0120 1012 1173 86 BIC: MALADE51MNZ

Familienzentrum Mühlrad Caritasverband Mainz e.V.
Pax Bank Mainz eG IBAN: DE93 3706 0193 4000 2120 0 3 BIC: GENODED1PAX

(Text: Sibylle Klein, Frauennotruf Mainz)

    
"LIEBE IST EIN HÖLLENHUND" mit Songs von Tom Waits und Frank Zappa
Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski: Erlesenes & Büchergilde lädt ein zu einem literarisch-musikalischen Abend:

am 17. September um 19.00 Uhr



Eintritt: € 17,-
Voranmeldung unter: post@buechergilde-mainz.de

Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der Altmünstergemeinde. So können wir, die seit langem geplante Veranstaltung, mit Abstand und Vernunft, durchführen.

Es erwartet Sie ein grandioser Abend über:Bier - Pferde - Männer - Frauen - Geld - Sex - Bars - zahnlose Hunde- traurige Engel - kleine braune Kerle - Gangster - Puppen -Cops und Hollywood.

Am 20. August diesen Jahres wäre Bukowski 100 Jahre alt geworden

Vielen gilt er als bedeutendster Dichter seiner Generation, er war ein exzellenter Beobachter,brutaler Romantiker, absurder Komikerund ewiger Außenseiter.

Aus dem Pressespiegel zu “Liebe ist ein Höllenhund”:
Die drei Künstler ziehen alle Register dessen, was die literarisch-musikalische Vereinigung von Bukowski -Texten mit Liedern von Waits und Zappa erhoffen lässt.... mit vollem Einsatz, Witz und Lakonik, ohne jede Effekthascherei verknüpfen sie das Repertoire dieser Aussenseiter, die längst Kult-Status erreicht haben.
Man hat das Gefühl, gerade jetzt, während Hilbrand auf dem Barhocker erzählt, entstehen die Geschichten...das Trio kann die Songs sehr lebendig rüberbringen, einfach Spitze… "

Maximilian Hilbrand: Schauspieler, Sprecher für Hörfunk und Synchron, Sänger der Zappa-Tribute-Band "Grandsheiks".
Thomas Weger: Gitarrist, Autor, Pädagoge, Kabarettist.
Reza Askari: Bassist, Musikhochschule Köln, Masterstudium Folkwang Essen, Bundesjazzorchester, internationale Tourneen

Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der Altmünstergemeinde, die es uns ermöglicht, die seit langem geplante Veranstaltung, mit Abstand und Vernunft, durchzuführen.

Erlesenes & Büchergilde * Neubrunnenstraße 17 * 55116 Mainz - Tel.: 06131-22 23 40   

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Termine der Woche

Freitag 04.09.2020
17:00 Uhr - Ernst-Ludwig-Platz
Demonstration „Sichere Fluchtwege Jetzt!“
Unter dieser Forderung ruft das Seebrückenbündnis Mainz zu einer Kundgebung mit anschließendem Demonstrationszug zum Hauptbahnhof auf.



Mit dieser Aktion ist Mainz Teil der bundesweit, zwischen dem 04. Und 06.09. stattfindenden Protesten, die sich für die umgehende Aufnahme geflüchteter Menschen aus den überfüllten Lagern Griechenlands und Italiens einsetzen und die sich juristisch und humanistisch zuspitzende Lage im Mittelmeer aufs schärfste Verurteilen.

Ebenso insistiert das Bündnis nochmals gegenüber der Landesregierung, endlich ein Landesaufnahmeprogramm zu beschließen und verweist auf die wachsende kommunale Bereitschaft von nun schon 9 Städten und Gemeinden, welche sich in Rheinland-Pfalz bereits zum sicheren Hafen erklärt haben.

Neben dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und dem Einhalten der Abstandsregeln, werden die Teilnehmenden gebeten ihre Solidarität mit diversen orangenen Kleidungsstücken oder Accessoires, kenntlich zu machen.

19:30 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Polys und Beziehungsanarchisten*innen
...und Menschen, die es (vielleicht) noch werden wollen. Unabhängig von sexueller und geschlechtlicher Identität sind alle mit Interesse an alternativen Beziehungsformen mit ihren Fragen und Erfahrungen zum Austausch eingeladen.

Samstag 05.09.2020
Naturschutzgebiet Mainzer Sand - Bedrohte Steppenvegetation am Rande der Großstadt
Eingebettet in eine Dünenlandschaft aus der letzten Eiszeit liegt eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Europas. Vorgestellt werden Entstehung, Flora und Fauna sowie vielfältige Nutzungskonflikte dieser einzigartigen Naturlandschaft. Auch für Familien geeignet.
Festes Schuhwerk erforderlich! Das Mitführen von Hunden ist leider nicht gestattet.
Kosten: 7,- € pro Teilnehmer, ermäßigt 5,- €, Kinder bis 14 Jahre kostenfrei
Aufgrund der Corona-Maßnahmen bitten wir möglichst um eine Anmeldung mindestens 24 Stunden vor Beginn per E-Mail.
Geben Sie dabei bitte die postalische Adresse und die Telefonnummer von Ihnen und ggf. weiteren Begleitpersonen an. Bringen Sie bitte auch eine Gesichtsmaske mit.
Diese Führung ist nicht barrierefrei und insofern nicht für Rollstuhlfahrer geeignet.
Veranstalter: Geographie für Alle

15:00 - 19:00 Uhr - Neustadt-Rheinufer (Rheinkilometer 499-500 - d.h. Kaisertor bis zur Spitze der Nordmole, kurz vor der Brücke der Hafeneinfahrt)
KULTURKILOMETER
Teil 3 des Projektes CHAIRYTALES

Das Projekt CHAIRYTALES ist ein altersübergreifendes Sozialraum-Projekt in 3 Teilen für die Mainzer Neustadt. An 4 Tagen im Juni 2020 wurden insgesamt 100 weiße Stühle auf dem Goetheplatz in der Mainzer Neustadt in einer öffentlichen Schreib- und Malaktion gestaltet. Die Menschen wurden eingeladen Platz zu nehmen, ins Gespräch zu kommen und ihre Geschichten auf den Stühlen zu hinterlassen und sie zu bemalen. Im Anschluss improvisierten Tänzer*innen zu den Stühlen. Ihren nachhaltigen Einsatz finden die Stühle bei Veranstaltungen der KULTURBÄCKEREI.

Im 2. Teil wurden an 6 Terminen im Juli insgesamt 500 unskalierte Meterstäbe in öffentlichen Aktionen gestaltet und beschriftet. Die Teilnehmer*innen formulierten ihre Erwartungen an die kulturelle Entwicklung der Mainzer Neustadt und an ein Soziokulturelles Zentrum.

Im 3. Teil KULTURKILOMETER werden diese 500 Zollstöcke - beschriftet mit den Ideen und Wünschen der Neustädter*innen - am 05. September 2020 in einer Kunstveranstaltung zu einem Kulturkilometer am Neustadt-Rheinufer (Rheinkilometer 499-500) zusammengelegt.

10 Musiker*innen aus Mainz und Wiesbaden bespielen in einem Improvisationskonzert den Kilometer. Die beweglichen Musiker*innen werden immer wieder ihre Orte verlassen und sich zu neuen Konstellationen zusammenfinden.

Die gestalteten CHAIRYTALES-Stühle werden in die Kunstaktion eingebunden und entlang der Strecke platziert. Ein Videofilm, eine Stuhlperformance und Mitmachstationen ergänzen das Programm.

Konzeption: OKTOOBER (www.oktoober.de)
Veranstalter: Kulturbäckerei Mainz (www.kulturbaeckerei-mainz.de)



Gedenkkonzert für Alan Kurdi
mit geistlichen Impulsen und Werken von du Caurroy, Byrd, Schütz, Purcell, Gallus, Reger und Nystedt

Das Ensemble Vocale Mainz veranstaltet dieses Gedenkkonzert für Alan Kurdi und die Menschen, die auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken sind.
 
Am 2. September 2015 floh Abdullah Kurdi mit seiner Frau Rehanna Kurdi und seinen beiden Söhnen Ghalib und Alan über die Türkei aus Syrien. Ihr Ziel war Griechenland, denn sie hofften, in der EU Schutz vor dem Krieg in ihrem Heimatland Syrien zu finden. Als ihr Boot sank, ertrank fast die gesamte Familie. Nur der Vater überlebte. Alan Kurdi war drei Jahre alt, als er am Strand von Bodrum tot aufgefunden wurde. Das Foto des Jungen in rotem T-Shirt und blauer Hose ging um die Welt. Es ist zum Symbol geworden für die vielen Flüchtenden, die bisher im Mittemeer ertranken.
 
Dieser Tragik möchte das Ensemble Vocale Mainz zum 5. Todestag von Alan Kurdi in einem Konzert mit geistlichen Texten und Werken von du Caurroy, Byrd, Schütz, Purcell, Gallus, Reger und Nystedt gedenken.
 
Der Eintritt ist frei. Stattdessen wird für den Verein Sea-Eye e.V. gesammelt, der mit dem Rettungsschiff „Alan Kurdi“ bereits über 15.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet hat.


(Foto: Fabian Heinz)
22:00 - 04:00 Uhr - Kulturlounge "Schick & Schön", Kaiserstraße 15
Schick Happens


Sonntag 06.09.2020
16:00 Uhr - Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3-5
Ausstellungsnachgespräch
Kosten im Eintritt enthalten
Anmeldung bis zum 26.08.20 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Tel. 06131 126939


17:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Artnight
Kreiere dein eigenes Kunstwerk nach Anleitung! Mehr Infos folgen.
Anmeldung (34 Euro inkl. Material) unter www.artnight.com/mainz
Bitte beachten: Aufgrund des ArtNight-Sicherheitskonzepts könnt Ihr sorglos kreativen Spaß haben. Die Teilnehmerzahl ist deutlich reduziert, auf max. 10 Teilnehmer.

18:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Blende queer
Wir fotografieren digital und analog. Die Kamera ist egal, es geht um den Spaß am Hobby. Wir wollen den fotografischen Blick schärfen und Fotos komponieren lernen. Unsere Ergebnisse präsentieren wir in eigenen Ausstellungen.

20:00 Uhr - Innenhof des Landesmuseums, Große Bleiche 49-51

Einlass frühe Vögel: 18 Uhr (inkl. Freigetränk) - Einlass Afterwork: 19 Uhr
Eintritt: 20,- Euro  -  Gruppentisch: 100,- Euro (bis 8 Personen)

Solo am Klavier 2020 - Nach erfolgreicher Tour mit großer Bandbesetzung im Herbst 2019, kommt Berufsmelancholiker Enno Bunger mit seinem aktuellen Album „Was berührt, das bleibt“ erneut auf Konzertreise - diesmal jedoch ganz nah, reduziert auf das Wesentliche seines Schaffens: auf Wort und Ton, solo am Klavier - so, wie viele seiner Hörer*innen ihn in den letzten Jahren kennen und lieben lernten.

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Montag 07.09.2020
18:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: J.i.M. u21 - Jung in Mainz
Du bist jung, lesbisch, schwul, bi, trans*, queer oder auf andere Weise einzigartig? Hier haben alle bis 21 Jahren Gelegenheit, sich
auszutauschen, gemeinsame Unternehmungen abzusprechen oder einfach einen schönen Abend zu haben. Wer nicht alleine
kommen möchte, kann am Mainzer Hauptbahnhof abgeholt werden. Einfach eine Mail schreiben an junginmainz@gmail.com

18:00 - 19:30 Uhr - online auf ZOOM
Selbsthilfegruppe „hochsensibel begabt“
Offener Abend
In der Gruppe für hochsensible Menschen im Mainzer Raum finden Sie Unterstützung und Kontakt zu anderen hochsensiblen Menschen.
Nähere Informationen und Anmeldung auf beziehungswerk-mainz.de/hochsensibelbegabt

Dienstag 08.09.2020
Unterwegs mit Schlägern
Wir spielen was die Schläger halten. Die sportliche Alternative im Goethepark.
Bitte beachten Sie die aktuellen Regelungen für die Teilnahme an Programmangeboten auf unserer Webseite unplugged.gpe-mainz.de

19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: J.i.M. - Jung in Mainz
Die queere Jugendgruppe
Du bist zwischen 18 und 27, lesbisch, schwul, bi, trans*, queer oder auf andere Weise einzigartig? Dann bist Du hier genau richtig!

19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Queere Pädagog_innen  
Die Gruppe setzt sich für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen,  Bisexuellen und Trans* im pädagogischen Bereich ein. Sie bietet  Austausch, Rechtsberatung und Fortbildungen an. Treffen unregelmäßig am  2. Dienstag im Monat.
Kontakt: queerepaedagoginnen@gew-rlp.de  -  www.sichtbar-mainz.de

Mittwoch 09.09.2020
19:00 Uhr - Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3-5
Ausstellungsrundgang
mit Dr. Matthias Geurts (Rechtsanwalt, Partner der internationalen Wirtschaftskanzlei Noerr LLP, Frankfurt) und Stefanie Böttcher (Direktorin Kunsthalle Mainz)
Kosten im Eintritt enthalten
Anmeldung bis zum 06.09.20 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Tel. 06131 126939

Treffpunkt für hochsensible Menschen
Das Treffen ist für jeden, der sich angesprochen fühlt.
Weitere Informationen bei Carmen Elsner: Tel. 06146-6414, E-Mail: carmenelsner2@gmail.com

20:15 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Kino am Mittwoch: Riley Parra: Better Angels
USA 2019, 111 Min., OmU
Dämonenjagd auf lesbisch: Ein neuer Mordfall wird für Polizistin Riley zum Beginn einer übernatürlichen Reise. Und auch die hübsche Gerichtsmedizinerin Gillian verdreht ihr gehörig den Kopf.

Donnerstag 10.09.2020
18:30 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
"Mensch, spiel doch mit!"
Offener Spieleabend
Regelmäßig finden in der Bar jeder Sicht Spieleabende statt. Es wird gewürfelt, taktiert, geraten - und vor allem gelacht. Wir freuen uns über alle, die mitspielen!
Für Rückfragen gerne Konatkt aufnehmen: spielenbjs@mail.de  -  www.sichtbar-mainz.de

19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: ZDF queer
Treffen zum Kennenlernen, Quatschen und Netzwerken für queere ZDFler_innen und alle Interessierten aus allen Gewerken des Zweiten und seiner Töchter - Kontakt: queer@ZDF.de  -  www.sichtbar-mainz.de

Offener Gesprächskreis
Thema: “Worum es beim christlichen Glauben geht.”
Einmal im Monat lädt die Christuskirche zum offenen Gesprächskreis ein.
Männer und Frauen aller Altersgruppen, Menschen, die sich schon ein wenig kennen und viele, die sich hier zum ersten Mal treffen, kommen munter miteinander ins Gespräch über Themen, die uns alle bewegen und lesen gemeinsam Abschnitte aus der Bibel.
Das Buch der Bücher hat zweifellos über Jahrtausende unsere Kultur geprägt. Was aber steht wirklich drin? Was regt uns an? Was regt uns auf?

Landesmuseum Mainz: Termine in dieser Woche

Kreative Schreibreise
05.09.2020, 10:00 – 13:00 Uhr

Kostümführung in der Steinhalle
06.09.2020, 11:00 – 12:00 Uhr

mit Familienführung
06.09.2020, 14:30 – 16:00 Uhr

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Wir machen Geschichte lebendig



Kurzführung  
08.09.2020, 12:30 – 13:00 Uhr

Kurzführung  
08.09.2020, 13:30 – 14:00 Uhr


Alle Ankündigungen von Veranstaltungen, wöchentlichen Terminen, Ausstellungen und Veranstaltungen mit Anmeldung oder Vorverkauf finden Sie auf unseren Veranstaltungsseiten.
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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Foto: Sascha Kopp)
Zeugnisse der Mainzer Festung entdeckt
Archäologen legen im Zollhafen Reste des Wallgrabens zum Schutze der Neustadt und historische Kaimauern frei. Teile der Funde sollen in die geplante Grünanlage integriert werden - zum AZ-Artikel  -  zum Merkurist-Artikel

(Foto: Harald Kaster)
OB Ebling befeuert Traum vom Rhein-Schwimmbad
Während eines Rundgangs am Zollhafen bringt der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling eine ganz neue Option für die Nordmole ins Spiel - zum Artikel

(Foto: Reiner Höffner)
Wieso hat man sich für eine Entwidmung des Zollhafens entschieden?
Seit März 2013 ist der Zoll- und Binnenhafen in Mainz kein Hafengebiet mehr - zum Artikel

(Foto: Sammlung Michael Bermeitinger)
Der einzige und einzigartige Mainzer Boulevard
Die Kaiserstraße ist die Prachtstraße der Stadt. 30 Jahre dauert es, bis sie fertig bebaut ist, das war 1880. Zwar ist die alte Pracht verblichen, aber durchaus noch spürbar - zum Artikel

(Foto: Harald Kaster)
Mainzer Kaffeemanufaktur - Umzug mit Hindernissen
Auf dem Layenhof hat die Mainzer Kaffeemanufaktur ein neues Zuhause gefunden. Warum die Kunden zunächst mal auf dem Trockenen saßen - zum Artikel

(Foto: Denise Frommeyer)
„Zweitstelle“: Nachfolger stehen fest
Nachdem Jana Blume ihren Vintage-Laden „Zweitstelle“ schließen musste, stehen nun die Nachfolger fest. Die Floristin Sophia Kern und die Designerin Arleny Stegmaier werden in der Kurfürstenstraße 18 ein gemeinsames Geschäft eröffnen. Eröffnung für Mitte November geplant - zum Artikel

(Foto: sensor-Magazin)
Auf zu neuen Ufern: Zur Aufwertung des Rheinufers bis hin zur Nordmole
Im Herbst 2021 sollen sie beginnen, die Arbeiten zur Umgestaltung des Mainzer Rheinufers am Adenauer Ufer. Es erstreckt sich vom Zollhafen / Feldbergplatz in der Neustadt bis zum Fischtorplatz in der Altstadt - zum Artikel

(Foto: Christian Spies)
Geteilte und klimafreundliche Mobilität in Mainz
Der Verkehrsclub VCD und die Bio-Marktkette Alnatura bringen zwei neue Lastenräder auf die Straße. Bei Interesse kann man sie übers Internet kostenlos ausleihen - zum Artikel

(Foto: Sascha Kopp)
Durch die Mainzer Neustadt getanzt
Vor zehn Jahren war es soweit, die Jüdische Gemeinde konnte die Einweihung ihrer Neuen Synagoge feiern. Der Weg dahin war etwas steinig - zum Artikel


Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Verkehrsunfall mit verletzter Radfahrerin
Donnerstag, 27.08.2020, 08:52 Uhr  

Am Donnerstagmorgen befährt eine 33-jährige Radfahrerin den Fahrradweg auf dem Gehweg der Rheinallee stadteinwärts, entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Als ein Linienbus, der die Rheinallee auf der rechten Fahrspur in Fahrtrichtung Innenstadt befährt, nach rechts auf ein Tankstellengelände abbiegt, kommt es zur Kollision mit der Radfahrerin. Die 33-Jährige wird dabei verletzt.  
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.  

Verkehrsunfall mit einer Verletzten
Montag, 31.08.2020, 18:26 Uhr

Eine 55-jährige Autofahrerin befährt am Montagabend die Kaiserstraße in Fahrtrichtung Rheinallee. Vermutlich aufgrund der nassen Fahrbahn verliert sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kollidiert mit einem am Fahrbahnrand stehenden Baum sowie zwei parkenden Autos. An allen Fahrzeugen entstand Sachschäden. Die 55-Jährige wird in ein Krankenhaus verbracht.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.

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Tipps und Informationen

Kein Gläschen in Ehren – alkoholfrei leben in der Schwangerschaft
Jährlich am 9.9. ist der Tag des alkoholgeschädigten Kindes. Das Datum im September soll auf die neun Monate hinweisen, die das ungeborene Kind im Mutterleib heranwächst. Der Tag selbst erinnert an die gravierenden Folgen, die Alkoholgenuss während der Schwangerschaft für das Kind haben kann: Als Zellgift kann Alkohol das Gehirn und die Organe des Ungeborenen dauerhaft schädigen, und schon geringe Mengen Alkohol können irreparable geistige und körperliche Entwicklungsstörungen hervorrufen.

Das Kind im Mutterleib trinkt mit – und leidet unter Umständen lebenslang
Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass zwischen zwölf und fünfzehn Prozent der Schwangeren einmal oder auch mehrmals im Monat zu alkoholischen Getränken greifen. Dabei wissen viele Frauen offenbar nicht, dass selbst geringer Alkoholkonsum die Entwicklung ihres Kindes schwer beeinträchtigen kann. Denn Schwangerschaft und Stillzeit gehören zu den Situationen im Leben, in denen Alkohol grundsätzlich nichts zu suchen hat. Ein „Gläschen in Ehren“ darf es also für schwangere und stillende Frauen nicht geben.

Jeder noch so kleine Schluck, den eine Schwangere trinkt, gelangt ungehindert in den Blutkreislauf des Kindes. Das kommt schnell auf den gleichen Promillewert wie seine Mutter. Nur: Es braucht zehn Mal länger als sie, um den Alkohol wieder abzubauen. Für das Kind hat das schwere Folgen: Der Alkohol wirkt sich nicht nur schädigend auf die Zellteilung und damit den Wachstumsprozess aus. Auch die Nervenverbindungen können sich nicht richtig ausbilden, bereits gebildete Nervenzellen können absterben. Besonders betroffen ist das Gehirn, das empfindlichste Organ des Menschen. Es ist erwiesen, dass die gesundheitlichen Risiken für das Kind mit der Menge des konsumierten Alkohols steigen, allerdings gibt es keine gesicherten Grenzwerte, bis zu denen Alkoholkonsum unschädlich ist. Deshalb gilt nicht einmal die kleinste Trinkmenge als unbedenklich. Nur der bewusste Verzicht auf Alkohol in jeder Phase der Schwangerschaft schützt das Kind sicher vor alkoholbedingten Schädigungen. Und: Der Verzicht gilt für alle Getränke, Lebensmittel und Medikamente, die Alkohol enthalten. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass es gefährliche und weniger gefährliche alkoholische Getränke gibt.

Schwerste Beeinträchtigungen durch das Fetale Alkoholsyndrom (FAS)
Rund 12.500 Kinder werden in Deutschland jährlich mit Beeinträchtigungen geboren, die auf den Alkoholkonsum ihrer Mutter zurückzuführen sind. Sie sind für ihr Leben geschädigt, können zwar therapiert, aber nicht geheilt werden. Es ist eine ganze Palette an Defiziten, die bei den Kindern auftreten können: Minderwuchs und Untergewicht, Kleinköpfigkeit und Gesichtsveränderungen, Nieren- und Herzschäden, Augen- und Skelettfehlbildungen. Aber auch geistige Behinderung, verminderte Intelligenz und Verhaltensstörungen sind Folgen des mütterlichen Alkoholkonsums.

Rund 3.000 dieser Kinder weisen dabei das Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS) auf, das heißt, sie sind in allen genannten Bereichen geschädigt. Für die Kinder bedeutet das: Sie haben neben den körperlichen auch erhebliche intellektuelle Beeinträchtigungen. Sie können Sinnzusammenhänge nur schwer erfassen, ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit ist gering, dazu kommen emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten. Häufig fehlt den Kindern das natürliche Gespür für Gefahren. Es fällt ihnen schwer, Distanz zu halten, sie sind naiv und leichtgläubig. All das macht es ihnen schwer, ein selbständiges Leben zu führen.

Das Fetale Alkoholsyndrom ist unter den nicht genetisch bedingten Behinderungen die häufigste Form. Ein FAS tritt meistens dann auf, wenn die Mutter alkoholkrank ist und das Kind während der gesamten Schwangerschaft einem hohen Maß an Alkohol ausgesetzt war. Doch FAS ist keineswegs ein Phänomen, das nur die Kinder von suchtkranken Frauen betrifft. Auch ein einmaliger, exzessiver Alkoholkonsum kann schwere Folgen haben.

Alkoholfrei“ gilt auch für das persönliche Umfeld
Wichtig ist, dass auch Partner, Verwandte, Freunde und Kollegen von Schwangeren Verantwortung übernehmen. Denn für schwangere Frauen ist es nicht unbedingt leicht, konsequent nüchtern zu bleiben. Ob es um das kleine Glas Sekt auf der Geburtstagsfeier in der Familie geht oder um den Wein abends im Freundeskreis – schwangere Frauen erleben es immer wieder, dass sie zum Alkoholkonsum regelrecht gedrängt werden: „So ein Gläschen kann doch nicht schaden“, heißt es dann. Dabei kann man ausgelassen feiern, ohne Alkohol zu trinken. Unterstützen Sie Schwangere darin, auf Alkoholisches zu verzichten. Das heißt nicht nur, dass bei offiziellen Anlässen oder Feiern alkoholfreie Getränke angeboten werden sollten, sondern auch, selbst einmal das Glas Wein oder Bier wegzulassen: Rücksicht auf Schwangere nehmen bedeutet, das eigene Trinkverhalten anzupassen.

Ein aufmerksames soziales Umfeld ist also sehr wichtig, um Schäden durch Alkohol bei ungeborenen Kindern zu vermeiden. Darüber hinaus gibt es professionelle Unterstützung, die werdende
Mütter in Anspruch nehmen können. Rheinland-Pfalz verfügt über zahlreiche regionale Anlaufstellen zum Thema Sucht. Sie zeigen kostenfrei auf, wie der Weg zur Heilung aussehen kann und bieten Rat und Unterstützung.

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Marion Mück-Raab
Redaktion: Birgit Kahl-Rüther, Mail: bkahl@lzg-rlp.de

17 Prozent der Jobs in Mainz von Digitalisierung betroffen
Studie: Wachsender Teil der Arbeitsplätze durch Computer ersetzbar

Wenn der Kollege Computer übernimmt: Der digitale Umbruch in der Arbeitswelt könnte in Mainz Tausende Jobs kosten. Davor warnt die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) und verweist auf eine Regionalstudie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Danach sind in Mainz 17 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in hohem Maße durch die Digitalisierung bedroht. Bei diesen Stellen könnten bereits heute mindestens 70 Prozent aller Tätigkeiten von computergesteuerten Maschinen erledigt werden. Grundsätzlich könne die Digitalisierung sowohl zur Aufwertung von Berufen führen als auch zu deren Abbau, so die Forscher.

Die NGG spricht von „alarmierenden Zahlen“, warnt jedoch vor „Schwarzmalerei“: „Vom Homeoffice bis zur Videokonferenz: Corona hat dem digitalen Wandel der Arbeitswelt einen zusätzlichen Schub gegeben. Ob Computer tatsächlich so viele Jobs ersetzen, das liegt auch an den Unternehmen und den Beschäftigten. Dort, wo Mitarbeiter für die digitale Zukunft fit gemacht werden, kann die Industrie 4.0 eine große Chance sein“, sagt Guido Noll, Geschäftsführer der NGG Darmstadt und Mainz. Nötig sei eine Qualifikationsoffensive. Wer seine Mitarbeiter jetzt nicht fortbilde, verschlafe die Veränderungen in der Arbeitswelt, so Noll. „Dabei sollten auch die Betriebsräte ein Wort mitreden. Sie wissen, wo der Bedarf in der Firma am größten ist.“

Das zeige sich etwa an der Ernährungsindustrie – mit rund 1.300 Beschäftigten ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor“ in Mainz: „In der Branche kümmern sich Arbeitnehmervertreter seit Jahren darum, dass Automatisierung und Digitalisierung nicht zulasten der Mitarbeiter gehen. Während der Pandemie handeln sie Regeln aus, damit die Heimarbeit etwa in Verwaltungsjobs die Menschen nicht rund um die Uhr belastet“, erklärt Noll. Viele Beschäftigte, die früher am Fließband standen, arbeiteten heute in der Qualitätskontrolle. Und Lagerlogistiker bauten auf die Unterstützung von vernetzten Computern, die Zutaten automatisch dann bestellen, wenn sie zur Neige gehen.

Nach Angaben des IAB hat die Digitalisierung in den letzten Jahren deutlich an Fahrt gewonnen: Allein zwischen 2013 und 2016 stieg der Anteil der Arbeitsplätze, die potentiell zu einem Großteil durch Maschinen ersetzbar sind, bundesweit von 15 auf 25 Prozent. Berufe in der Fertigung sind demnach besonders betroffen.

Doch wie dramatisch die Folgen tatsächlich sind, das hängt laut IAB nicht nur von den Unternehmen und den Beschäftigten ab. „So wird es weiterhin Handwerksbäckereien geben, wenn Verbraucher ein handgebackenes Brot mehr wertschätzen als ein maschinell gefertigtes“, schreiben die Forscher.


Schaltraum statt Fließband: In Fabriken – wie hier der Lebensmittelindustrie – übernehmen Computer immer mehr Arbeiten. Aber durch die Digitalisierung entstehen auch neue Arbeitsplätze, sagt die Gewerkschaft NGG – wenn Firmen rechtzeitig auf die Qualifizierung der Beschäftigten setzen. (Foto: NGG)

Silver-Gamer zocken am häufigsten
Computerspiele: Jeder Vierte über 50 daddelt fast täglich – Corona verschärft Lage

Ob am PC, Fernseher, Tablet oder Smartphone: Millionen Deutsche verbringen viel Zeit mit Computerspielen. Eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse kommt dabei zu einem erstaunlichen Ergebnis: Es sind nicht die jungen Menschen, die am häufigsten online oder offline zocken, sondern die Älteren. Demnach daddeln fast jeden Tag
    · rund 23 Prozent der 50- bis 69-Jährigen
    · rund 20 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und nur
    · rund 15 Prozent 16- bis 29-Jährigen.
Die jüngsten Befragten spielen also am seltensten, dafür aber häufig länger: Die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen zockt allein werktags mindestens eine Stunde am Tag. Erschreckend: Immerhin fünf Prozent davon kleben sogar acht Stunden oder länger vor PC, Tablet & Co. – an den Wochenenden sind es sogar sieben Prozent.
Die Corona-Krise hat die Lage nun noch einmal verschärft – über alle Generationen hinweg: Rund jeder Vierte, der ohnehin schon fast jeden Tag daddelt, sagt, dass er seit der Pandemie mehr spielt als zuvor. 38 Prozent derjenigen, die werktags bereits mindestens zwei Stunden am Tag zocken, sagen ebenfalls, dies seit der Krise häufiger zu tun. Und sogar rund jeder Zweite, der an den Wochenenden ohnehin schon mindestens zwei Stunden am Stück daddelt, spielt seit Corona mehr als vorher. „Das klingt zunächst einmal dramatisch. Richtig genutzt, können Computerspiele aber auch positive Effekte haben, gerade in Zeiten von Corona“, sagt Michael Falkenstein, KKH-Experte für Suchtfragen. So könne man etwa bei bestimmten Spielen in Kontakt mit anderen Menschen bleiben und trotz Abstand gemeinsam etwas erleben. Wer allerdings jeden Tag und dann noch mehrere Stunden am Stück spielt, riskiert eine Sucht und damit seine Gesundheit.
„Es ist zwar schwierig, einheitlich zu definieren, wann eine Computerspielsucht vorliegt, allerdings gibt es klare Alarmzeichen für eine Abhängigkeit“, erläutert Falkenstein. Dazu gehöre etwa, die Kontrolle über Häufigkeit und Dauer des Spielens völlig zu verlieren, das Spielen vor andere Aktivitäten zu stellen und auch bei negativen Konsequenzen weiterzumachen. Falkenstein: „Süchtig nach Computerspielen ist jemand, der seine Familie und Freunde, die Schule oder die Arbeit vernachlässigt, der sich wegen des ständigen Spielens schlecht ernährt, kaum noch schläft, Hobbys und sportliche Aktivitäten sausen lässt.“
Häufige Gründe für exzessives Computerspielen sind Stressbewältigung und Ablenkung. Falkenstein: „Besonders Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl nutzen die Games, um sich von Frust und Unsicherheit zu befreien. Sie genießen die virtuelle Unbeschwertheit, auch wenn das reale Leben derweil zusammenbricht.“ Laut Umfrage spielen 22 Prozent zum Stressabbau und 28 Prozent, um vom Alltag abzuschalten. Für die überwiegende Mehrheit – nämlich 78 Prozent der Befragten – steht aber der Spaß im Vordergrund.
Um exzessiv spielenden Menschen zu helfen, sei es vor allem wichtig, die Ursachen für eine Sucht zu ermitteln, erläutert Falkenstein. Das können etwa Depressionen oder soziale Angststörungen, aber auch eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sein. Solche Erkrankungen können eine Spielsucht auslösen, die wiederum andere Erkrankungen wie Fettleibigkeit, verstärkten Alkohol- und Nikotinkonsum, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Augenprobleme verursachen kann. „Es müssen immer mehrere Kriterien zutreffen, um von einer Abhängigkeit zu sprechen“, betont Falkenstein.
Dass auch immer mehr ältere Menschen dem Reiz digitaler Spiele verfallen, liegt nicht zuletzt an einer wiederentdeckten Leidenschaft: Denn schließlich war die Generation 50 plus bei der Geburtsstunde der PC-Spiele in den achtziger Jahren mit am Drücker. „Haben sich die sogenannten Silver-Gamer erst einmal mit der heutigen Technik vertraut gemacht, sind gerade sie es, die gar nicht mehr aufhören wollen zu zocken“, erläutert Falkenstein.
Dabei geht es nicht nur um Gedächtnis- oder Glücksspiele, die man der Generation 50 plus am ehesten zuschreibt. Immer mehr Best Ager entdecken auch Rollenspiele wie World of Warcraft für sich. Und diese sowie Shooter und Strategiespiele haben besonderes Suchtpotenzial. Sie können besonders fesseln, denn die Übernahme einer Rolle ist meist mit einer starken Identifizierung verbunden. „Durch Erfolgserlebnisse im Rollenspiel werden zum Beispiel Misserfolge im Alltag kompensiert, da sie virtuell viel leichter als im echten Leben zu erzielen sind“, sagt der KKH-Experte. Er rät Menschen, die nicht mehr vom Spielen loskommen, sich Hilfe – etwa bei einer Suchtberatungsstelle oder in einer Selbsthilfegruppe – zu suchen.
Die KKH bietet außerdem eine neue Informationsbroschüre rund um das Thema Sucht an.

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