843 vom 11.09.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 843 vom 11.09.2020
20 Jahre Kinderhaus BLAUER ELEFANT - ein starkes Haus für starke Kinder

Bei  vielen Kindern führt der erste Weg nach der Einschulung direkt in den BLAUEN ELEFANTEN. Im Jahr 2000 wurde das Kinderhaus BLAUER ELEFANT vom Kinderschutzbund am Goetheplatz im grünen Herzen der Neustadt erbaut, um Kinder des Stadtteils eine Anlaufstelle nach der Schule zu bieten, die über Spiel und Spaß hinausgehendes „miteinander Lernen“ ermöglicht und bei Themen rund um den Schulalltag hilft.
Die  Anzahl der Kinder, die ihre Freizeit im Kinderhaus verbringen, nimmt seither beständig zu. Das Kinderhaus ist somit im Laufe der vergangenen 20 Jahre zu einer Kultinstitution in der Neustadt geworden. Der BLAUE ELEFANT ist offen für alle Kinder des Stadtteils. Eine Anmeldung ist  nicht nötig – die Kinder kommen einfach vorbei, wie sie Lust und Laune haben. Doch nachdem der Platz in dem schon äußerlich sehr besonderen,  knallbunten Haus mit Rutschbahn-Elefantenrüssel nicht mehr genügte, wurde das Kinderhaus im Mai 2013 um einen dank Spenden finanzierten Anbau erweitert. Seitdem verfügt es über eine Turnhalle und weitere multifunktionale Spiel-, Arbeits-, Lern- und Kreativräume, um dem Andrang von im Schnitt wöchentlich 120 Kindern gerecht zu werden.
Sehr gerne hätte der Kinderschutzbund gemeinsam mit den Kindern zum Jubiläumstag des Kinderhauses am 4. September 2020 ein großes Fest gefeiert. Aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen sieht der gemeinnützige Verein jedoch aktuell davon ab. Land und Stadt gratulieren auch so gerne zu „20 Jahren Kinderhaus BLAUER ELEFANT“:


(Archivfoto: Thomas Renth)

Ministerpräsidentin Malu Dreyer schreibt:
„Ich  bin begeistert von der großartigen und wertvollen Arbeit, die der  Kinderschutzbund im BLAUEN ELEFANTEN zum Wohl der Kinder seit nunmehr 20  Jahren leistet. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Kinderhaus  setzen sich mit ganzem Herzen für die Kinder ein. Sie kennen das soziale  Umfeld der betreuten Kinder und stehen auch den Eltern, die es nicht  immer leicht haben, bei Problemen jederzeit gerne zur Seite. Im BLAUEN  ELEFANTEN bekommen diese Kinder daher eine besondere Unterstützung. Mit  der Hilfe für die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft verbessert  sich nicht nur die Lebenssituation dieser Kinder, sondern sie ist  äußerst wichtig für die Gesellschaft. Der Kinderschutzbund leistet mit  dem BLAUEN ELEFANTEN einen aktiven Beitrag für mehr  Chancengerechtigkeit. Dem Kinderschutzbund gebührt unser aller Dank für  diese so wertvolle Tätigkeit. Ich gratuliere zum 20-jährigen Bestehen  des Kinderhauses und danke allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten des  BLAUEN ELEFANTEN ganz herzlich für ihren großartigen Einsatz in diesem  „starken Haus für starke Kinder“.“

Oberbürgermeister Michael Ebling richtet ebenfalls Grüße aus:
„Ich  gratuliere dem Kinderhaus BLAUER ELEFANT herzlich zum runden  Geburtstag. In der bevölkerungsreichen Mainzer Neustadt ist das  Kinderhaus BLAUER ELEFANT am zentral gelegenen Goetheplatz als  Treffpunkt etabliert und leistet wertvolle Arbeit für die Familien des  Stadtteils. In der Ansprache, Unterstützung und Förderung von Kindern  schätzen wir das Kinderhaus als wichtigen Partner. Mein Dank gilt  besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Mainzer  Kinderschutzbundes, die mit ihrem Engagement die Konzepte des Hauses mit  Leben füllen.“


Vor 10 Jahren konnte groß gefeiert werden, jetzt leider nicht (Archivfoto: Thomas Renth)

Und was sagen die Kinder?
Wir haben „unsere Kinder“ gefragt: Was gefällt euch im Kinderhaus BLAUER ELEFANT am besten? Hier ein bunter Ausschnitt:

Eysha 9 Jahre: „...dass es Hausaufgabenbetreuung gibt und man nicht alleine ist“
Pahem 11 Jahre: „...der Jungentag und dass wir besondere Sachen wie Übernachtungen machen“
Kim 9 Jahre: „Mir gefällt, dass man draußen die Rutsche hochklettern und dann wieder runterrutschen kann. Das Haus ist so lustig und bunt.“
Aledin 9 Jahre: „Ich finde gut, dass wir im Garten Fußball spielen können“
Yousra 10 Jahre: „Ich finde es gut, dass alles kostenlos ist und dass es einen Jungen- und Mädchentag gibt“
Aleyna: „Mir gefällt, dass jeder mit jedem spielt und immer etwas los ist““
Fidel 9 Jahre: „Der Wintergarten und die Mystery Stories“
Büsra 9 Jahre: „Mir gefällt hier, dass es hier viele Spiele gibt und dass jeder raussuchen kann, was er spielen will.“
Mohammed 10 Jahre: „Mir gefallen die netten Betreuer, die Trinkpause und die Äpfel für alle“
Yasmin 10 Jahre: „Ich finde gut, dass man hier die selbstgemalten Bilder aufhängen darf“
Zilan 9 Jahre: „Ich finde es schön, dass man einfach hierherkommen kann wenn man möchte“
Ali 11 Jahre: ...“dass man im Kinderhaus Hausaufgaben machen kann und bei Fragen geholfen bekommt“
Büsra 8: „Mir gefällt hier alles, weil hier tolle Spiele und Bücher sind, die ich zuhause nicht habe“
Lulu 10 Jahre: „Mir gefällt es, dass die Betreuer ganz nett sind und wir malen, basteln und spielen können.“
Noman 10 Jahre: ...“die Disco und der Jungentag“
Babar 11 Jahre: ...“toll finde ich den Wintergarten und die Turnhalle“
Yasmin 9 Jahre: „Mir gefällt hier, dass wir malen können und die Bilder aufhängen dürfen, sodass jeder sie sehen kann. Und, dass es hier immer so viele verschiedene Spiele gibt und dass wir auch welche für zu Hause ausleihen können“
Birkan 10 Jahre: ...“dass wir so viele tolle Sachen machen“
Mert 12 Jahre: „Der Jungstag macht mir Spaß, es gibt sehr nette Mitarbeiter und es sind immer viele Kinder im Haus, so ist man nicht alleine“
Omaima 8 Jahre: „Mir gefällt die Disco und der Toberaum und der Wintergarten und fertig!“

Öffnungszeiten
- von Montag bis Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr
- Dienstag ist Mädchentag
- Mittwoch ist Jungentag
Achtung: Aufgrund der Corona-Umgangsbeschränkungen gibt es leider kurzfristige Abweichungen zum gewohnten Angebot. Tagesaktuelle Informationen hängen im Eingangsbereich aus.

    
Einweihung der Stele „Neue Synagoge“ im Rahmen der Reihe „Historisches Mainz“
Pressemitteilung der Stadt Mainz vom 08.09.2020

(lvb) Mainz blickt auf eine 2000-jährige Geschichte zurück. Diese reiche Vergangenheit sichtbar zu machen ist Ziel der Konzeption „Historisches Mainz“. In dieser Reihe werden seit vielen Jahren an geschichtlich bedeutsamen und kulturhistorisch wertvollen Bauten, Denkmälern und Orten Hinweistafeln angebracht. Mittlerweile erläutern mehr als 230 Stelen mit zum Teil eigens angefertigten Plänen und Zeichnungen Wissenswertes über Baugeschichte und Nutzungen, Baumeister und Auftraggeber. Ohne großzügige Spenden von Mainzer Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern wäre dieses besondere Freilichtmuseum nicht realisierbar.  

Nun konnte dank der Unterstützung des ZDF Werbefernsehens eine weitere Stele fertig gestellt werden: Die Tafel „Neue Synagoge“ am Synagogenplatz in der Mainzer Neustadt gibt Informationen zur Entstehungsgeschichte der Neuen Synagoge, die am 3. September 2010 offiziell eröffnet wurde, und zur wechselvollen Geschichte der Jüdischen Gemeinde Mainz. Die Reihe „Historisches Mainz“ wird damit in dem Jahr, in dem die Neue Synagoge ihren zehnten Geburtstag feiert, um ein wertvolles Element bereichert.


(Foto: Landeshauptstadt Mainz)

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Mit der Einweihung der Neuen Synagoge am 3. September 2010 ging für die Landeshauptstadt Mainz ein Traum in Erfüllung. 98 Jahre nach der Einweihung der Hauptsynagoge in Mainz am 3. September 1912 und rund 70 Jahre nach ihrer Zerstörung durch die Nationalsozialisten erhielt die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt wieder ein kraftvolles Zeichen für lebendige jüdische Kultur in unserer Mitte. Die Tafel in unserer Reihe Historisches Mainz gibt wertvolle Informationen zu diesem imposanten Bauwerk.“

Hans-Joachim Strauch, Geschäftsführer ZDF Werbefernsehen: „Als Unternehmen, das in der Landeshauptstadt Mainz verwurzelt ist, sehen wir uns in der Verantwortung einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Wir schätzen das Ansinnen der Reihe ‚Historisches Mainz‘, die einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag erbringt. Deshalb freuen wir uns, diese Stele am Synagogenplatz unterstützen zu dürfen.“

Anna Kischner, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz: „Ich freue mich über die Stele, die der jüdischen Geschichte und insbesondere unserer Neuen Synagoge gewidmet ist. Das Interesse der Menschen an der Neuen Synagoge nach der Eröffnung vor zehn Jahren war überwältigend. Seither haben wir in unserem Veranstaltungssaal viele gut besuchte Konzerte angeboten. Der Synagogenplatz ist ein bekannter und beliebter Ort geworden und wird nun durch die Stele aus der Reihe Historisches Mainz bereichert.“

Die Reihe „Historisches Mainz“ wurde von der Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Mainz, Elke Höllein, in Zusammenarbeit mit dem Denkmalpfleger Hartmut Fischer und dem Grafiker Horst Möbes ins Leben gerufen. Ziel ist es, historische Baudenkmäler, Orte und Plätze mit Hinweistafeln in einheitlicher Art und Weise zu beschildern und sie stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Die Reihe stellt ein Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Institutionen, Unternehmen und von engagierten Bürgerinnen und Bürgern dar.  

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„Sei gut, Mensch!“: Ketteler-Preis 2020 verliehen
Sonntagsmahl der Kirchengemeinde St. Bonifaz erhält Sonderpreis über 1000 Euro

Unter der Überschrift "Sei gut, Mensch!" hat die  Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung am Dienstagabend vier Projekte ausgezeichnet. Die Preisträger aus dem rheinland-pfälzischen und  dem hessischen Teil des Bistums Mainz setzen sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. "Die Preisträger zeigen, wie  vielfältig sich Menschen für andere einsetzen, sich im besten Sinne des Wortes tatsächlich als Gut-Menschen engagieren", so Schirmherr Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz. "In  Krisenzeiten wie diesen sind solche Beispiele für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt besonders wichtig." Die Preisträger waren aus insgesamt elf Bewerbungen ausgewählt worden. Diözesancaritasdirektorin Nicola Adick sagte: "Ich wünsche mir, dass die Projekte inspirieren und Nachahmer finden". Neben den drei unten genannten Preisträgern gab es einen von der Pax-Bank gestifteten Sonderpreis für das Sonntagsmahl von St. Bonifaz in der Mainzer Neustadt.

Das Sonntagsmahl ermöglicht Begegnung und Gemeinschaft von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergrunds - sowohl bei den Gästen, als auch bei den Helferinnen und Helfern.
Das Angebot eines gemeinsamen Essens greift die sozialräumliche Situation rund um den Hauptbahnhof und der Neustadt auf, die von verschiedenen schwierigen Lebenssituationen wie z. B. Armut, Einsamkeit und/oder Migrationsgeschichte geprägt ist. Benachteiligte und von Armut betroffene Menschen finden in den Räumen der Gemeinde einen Ort des Willkommens. Bei dem von Ehrenamtlichen getragene Sonntagsmahl kann jeder sich engagieren und als Helfender mitmachen.
Das Sonntagsmahl besteht schon seit 2012. Die Nachhaltigkeit der Wirkung ist in der Stabilität der Gruppe der Engagierten zu erkennen und in der bleibenden Nachfrage. Das Angebot hat sicherlich stabilisierenden Charakter für Benachteiligte.

Fazit: Ein sehr gutes ehrenamtliches Angebot der gemeindlichen Caritas, das Vorbild für die Öffnung der Gemeinde hin zu allen Menschen im Sozialraum, gerade zu den Armen und Benachteiligten, sein kann.


(Fotos: Kath. Kirche St. Bonifaz)

Den mit 3000 Euro dotierten ersten Preis erhielt das von der Pfarrgemeinde St. Walburga und dem Caritasverband Offenbach getragene Projekt "Urlaub ohne Koffer: Ausflüge für einkommensschwache Familien" in Groß-Gerau.
Mit dem zweiten Preis (2000 Euro Preisgeld) wurden die Ökumenischen Gottesdienste für Menschen mit Demenz und ihre Begleiter ausgezeichnet.
Der mit 1000 Euro dotierte dritte Preis ging an den Gesundheitsladen in Worms, der vom Caritasverband Worms getragen wird.



„Abenteuer beginnen im Kopf“
Preisverleihung zum Lesesommer Rheinland-Pfalz 2020

„Das sooo schön glückliche Ende.“ - Zahlen und Fakten
371 Kinder und Jugendliche – die absolute Spitze in 13 Jahren Lesesommer machten mit, 44% davon Jungen. Gelesen haben sie insgesamt 2.422 Bücher. „Die Geschichte ist insgesamt sehr gut geschrieben. Ich und mein Papa sind ganz begeistert von ihr.“ Mit dieser Meinung war die Zehnjährige scheinbar nicht alleine, denn 261 Sommerleserinnen und Sommerleser haben mindestens drei Bücher gelesen. Sie dürfen sich über ein Lesesommer-Zertifikat freuen, an 100 unter ihnen verlosen wir heute einen der tollen Preise. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und können ihren Preis in der Bücherei abholen.

Stärkste Lese-Altersgruppe war nach wie vor die der Acht- bis Neunjährigen mit 133 Leserinnen und Lesern. Auch im Lesesommer 2020 kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Schultypen, wobei die Grundschülerinnen und Grundschüler weiter mit 115 Mädchen und Jungen an der Spitze stehen.

„Er ist gar nicht gereist, alles war ausgedacht.“ – Lesesommer in Zeiten von Corona
„Trotz der Corona-Einschränkungen wird auch in diesem Jahr wieder der Lesesommer in der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers stattfinden und gibt so den leseeifrigen Kindern die Möglichkeit, wie gewohnt neue, interessante und spannende Lesesommerbücher zu entdecken“, freute sich Kulturdezernentin Marianne Grosse anlässlich des Lesesommerbeginns am 22. Juni 2020. Das sommerliche Lesevergnügen lief - den Umständen der Pandemie entsprechend - weitgehend kontaktlos ab und bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine echte Alternative zur Ferienreise, Urlaub im Kopf eben.

Da keine Interviews geführt werden durften, gaben viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie in den Vorjahren unter www.lesesommer.de Tipps für ihre Lieblingsbücher ab. 91 Mal wurde diese Möglichkeit, über die Website des Lesesommers auch Gleichaltrige für die gelesenen Bücher zu begeistern, genutzt.

„Ohne dass ich es will, muss ich grinsen.“ - Lesesommer-Hits
Das Spektrum einer gelungenen Lesesommer-Mischung reicht von Lesestoff für Erstleserinnen und Erstleser über Skurriles, Abenteuer, Krimis und spannend geschriebene Sachbücher bis zu thematisch schwerer Kost.
Unterhaltsame Ferienlektüre mit klassischen Schauplätzen (Ponyhof, Fußballplatz, Strand) steht neben Büchern abseits des Mainstreams, die neue Lesewelten erschließen. Viele der Neuerscheinungen aus dem Lesesommer-Bestand thematisieren aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Bedeutung für die Lebenswirklichkeit junger Menschen.

Unter über 700 interessanten Titeln – mehr als je zuvor - hatten die Sommerleserinnen und Sommerleser die Qual der Wahl und lasen querbeet – von locker-leicht bis anspruchsvoll.

Klare Favoriten bei Kindern im Lese-Einstiegsalter (bis 8) waren Tiergeschichten wie „Inki – ein Tintenfisch rennt los“ von Andreas Schlüter oder Lustiges wie „Der magische Frisör“ von Danny Beuerbach, den sich einige in den letzten Wochen vielleicht in der Realität gewünscht hätten. Auch Ferienabenteuer standen hoch im Kurs, sei es die „Klassenreise an die See“ von Heike Wiechmann oder der Zeltplatzkrimi „Aufstand des Schlammosaurus“ von Nicolas Gorny.
Manche nahmen sich auch „Land unter… bei Samuel“ von Susanne Weber zum Vorbild: In dieser Schulgeschichte erfindet „Kiaras Klasse den Mach-Mittwoch… wo immer was für die Umwelt gemacht wird“, wie eine Leserin positiv anmerkte.

Die Älteren griffen wie in den Vorjahren am liebsten zu spannenden Krimis wie „Das Apfelkuchengeheimnis“ von Juliane Breinl oder zu witzigen Familiengeschichten wie „Fünf sind sechs zu viel“ von Anja Hitz. Mit „Matti und Max“ von Sandra Lehmann erlebten sie Reiseabenteuer in New York oder auf Kreta, die Science-Fiction-Reihe „Kepler 62“ von Timo Parvela entführte gar in fremde Galaxien.

Jugendliche bevorzugten weiterhin Krimis wie „Julibraut“ von Monika Feth, Fantasyromane wie „Spiel um dein Schicksal!“ von Stella A. Tack und – voll im gesellschaftlichen Trend – Titel wie „Weltverbessern für Anfänger“ von Stepha Quitterer.

Eiscreme, Klettern, Minigolf - Sponsorinnen und Sponsoren
Ein erfolgreicher Lesesommer mit rundum zufriedenen Leserinnen und Lesern – das wäre nicht möglich ohne die tatkräftige Unterstützung vieler Sponsorinnen und Sponsoren!

Maßgebliche Unterstützung erhält die Bücherei in bisher jedem Lesesommer von der Mainzer Bibliotheksgesellschaft, ihrem Förderverein. Sie hat zum 13. Mal für die großzügige Staffelung der Bücher gesorgt und den Film „Tolles Buch!“ ermöglicht. Alternativ zur Eröffnungsveranstaltung, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, machte Schauspielerin Tina Kemnitz in dem Film Appetit auf die neuen Lesesommerbücher.

Buchgutscheine spendierten auch in diesem Sommer die Cardabela-Buchhandlung, die Dom-Buchhandlung, die Buchhandlung Bukafski, die Buchhandlung Nimmerland in Gonsenheim und die Buchhandlung Shakespeare & So.

Außerdem in der Tombola: Kletterpartien bei Clip n´ Climb´ und Minigolf im Volkspark, Eintrittskarten für die Druckwerkstatt des Gutenberg-Museums, das Landesmuseum, das Naturhistorische Museum, Gutscheine von WIRTH – Der Kinderladen, Fanartikel von Mainz 05 und vieles mehr…

Das Team der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers bedankt sich bei allen Sponsorinnen und Sponsoren für die langjährige Unterstützung des Lesesommers.
Zu Konzept und Angeboten der Kinderbücherei für Kindertagesstätten und Schulen: www.bibliothek.mainz.de
Informationen zum Lesesommer: www.lesesommer.de


Unter den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben 100 einen der tollen Preise gewonnen, die (v.r.n.l.) Marianne Grosse, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz, Thomas Busch, Vorsitzender der Mainzer Bibliotheksgesellschaft e.V., und Dr. Stephan Fliedner, Kulturamtsleiter und Direktor der Bibliotheken der Stadt Mainz, am 7. September 2020 in der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers verlosten. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und können ihren Preis in der Bücherei abholen.


Die Tagespflege Mainz feiert seine Wiedereröffnung
Die Wiedersehensfreude im Martinsstift ist groß
Der Sommer neigt sich dem Ende zu, doch in der Tagespflege „Einklang“ im Martinsstift im Raupelsweg geht die Sonne endlich wieder auf! Am 1. September feierte die Einrichtung der Mission Leben seine Wiedereröffnung in schön dekorierten Räumen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Die Tagespflege des Martinstifts war seit dem 23. März geschlossen. Um das Hygiene- und Schutzkonzept einzuhalten und damit sich das Team gut und persönlich um seine Gäste kümmern kann, wird es eine schrittweise Eröffnung erst einmal mit acht Tagesgästen am Tag geben. Vor der Corona-Pandemie waren es 18 Gäste. Das Tagespflege-Team und die Gäste und Angehörige haben sich lange auf diesen Tag vorbereitet, nun ist die Wiedersehensfreude groß!  
„Wir haben uns alle vermisst! Aber jetzt sind wir wieder da“, so Maria Hirschmann, Leiterin der Tagespflege „Einklang“. Gruppen- und Einzelbetreuungen werden neu und mit Abstandsregeln gestaltet, aber dafür umso individueller. Tagesgäste und das Team der Tagespflege haben viel zu erzählen, tauschen Erlebnisse aus und haben neue Ideen zur Aktivierung und Beschäftigung der Gäste.  


Foto: Joachim Sallmann, Pflegefachkraft - Judit Lörincz, Hauswirtschaft und Pflegeassistenz - Maria Hirschmann, Leiterin der Tagespflege -
Leonie Leuschner, Fachhelferin - Gabriele Sieler, Betreuungskraft (v.l.n.r.)


170 Menschen auf Kundgebung und Demonstrationszug der Seebrücke Mainz



    

Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln unterstützten am frühen Freitagabend, 4. September, 170 Teilnehmer das Seebrückenbündnis Mainz in ihrer Forderung für sichere Fluchtwege, für eine Evakuierung der Flüchtlingslager auf Lesbos und für ein rheinland-pfälzisches Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge. Nach einer Anfangskundgebung am Ernst-Ludwig-Platz zogen die versammelten Menschen anschließend als Demonstrationszug über die die Bauhofstraße zum Rheinufer, wo eine Abschlusskundgebung stattfand.

Anlass der Veranstaltung war die eskalierende Situation an den europäischen Außengrenzen, gepaart mit einem innereuropäischen Unvermögen zur Einigung bezüglich Zuständigkeiten und Quoten.

Untermalt von künstlerischen Beiträgen dreier Musiker und zweier Poetry-Slammerinnen, meldeten sich langjährig Engagierte aus den verschiedensten zivilgesellschaftlichen Mainzer Projekten rund um die Hilfe für flüchtende und geflüchtete Menschen zu Wort, deren Berichte die Notwendigkeit und Pflicht zu einer humanitären Flüchtlingspolitik deutlich machten:

„Während Schiffe der zivilen Seenotrettung regelmäßig - über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus - Flüchtlinge in europäischen Such und Rettungszonen vor dem Tod durch Ertrinken bewahren und Handelsschiffe, die ihrer im internationalen Seerecht geforderten Verpflichtung zur Rettung Schiffbrüchiger nachkommen, die Einfahrt in europäische Häfen verweigert wird, liegen einsatzbereite Schiffe mehrerer Organisationen teils mit Festhalteverfügung im Hafen. Grund hierfür ist, dass das Bundesverkehrsministerium durch Änderungen der Schiffssicherheitsverordnung die Anforderungen zum Unterhalt und Betrieb von Schiffen in humanitären und umweltschützenden Einsätzen verschärft hat.
Die Motivation hinter den Gesetzesänderungen ist rassistisch und menschenverachtend, weil gezielt die Rettung von Flüchtenden und die humanitäre Arbeit behindert werden,“ erklärte Stefen Seyfert von RESQSHIP in seiner Rede.

Natascha Müller, die seit März für Collective Aid im Norden Serbiens Flüchtlinge außerhalb der offiziellen Lager mit dem Notwendigsten versorgt, berichtete von Polizeigewalt, nicht einzudämmenden Infektionskrankheiten und dem Mut von Verzweifelten, von denen erst letzte Woche drei beim Versuch, den Grenzfluss Theiss Richtung EU zu überqueren, starben. „Wir müssen unsere Stimmen erheben. Aufschreien für diejenigen, deren Schrei im Mittelmeer untergeht, in der Sahara vertrocknet, oder in Serbien zum Verstummen gebracht wird.“

Die lang befürchteten und nun bestätigten Corona-Fälle im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos und der daraus resultierenden, angeordneten Quarantäne, führe zu chaotischen Zuständen, Hilfsorganisationen werde der Zugang zum Lager verweigert, die Versorgung breche zusammen, berichtet der Arzt und Aktivist Gerhard Trabert anschließend.  

Die Forderung an die rheinland-pfälzische Landesregierung lautet damit: Beziehen Sie Position! Mischen Sie sich ein! Beschließen Sie endlich ein Landesaufnahmeprogramm!

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Veranstaltungen mit Voranmeldung:

Brot backen und vegetarische Aufstriche
für Interessierte ab 12 Jahren
Der Kurs ist in 2 Teile geteilt:
1. Teil : ein Abend vor Ort mit der Kursleitung. Hier werden die Teilnehmer*innen eine Einführung ins Brotbacken erhalten. Sie erfahren etwas über Vorteile des frisch verarbeiteten Getreides, über Getreidesorten und wie ein Sauerteig angesetzt wird.
An diesem Abend erhalten die TN einen Sauerteigansatz, Rezepte für Sauerteigbrot, Cracker und vegetarische und vegane Aufstriche.
Danach erhalten alle TN Zugang zu einem Video, welches die einzelnen Schritte zum Backen eines Sauerteigbrotes ausführlich erklärt.
Darüber hinaus haben alle TN die Möglichkeit, die Dozentin für die Dauer eines definierten Zeitraums telefonisch zu ihren Fragen zu kontaktieren.
Termin: Dienstag, 15. September 2020
Uhrzeit: 19.00 - 21.00 Uhr
Kosten: 10 €
Ort: Evangelisches Gemeindezentrum, Hebbelstraße 56 – 60, Mainz-Lerchenberg, Foyer
Leitung: Anja Töws, Lebensmitteltechnologin
Anmeldung erbeten: Evangelische Familienbildung, post@efb-mainz.de oder Tel. 06131-9600447, www.efb-mainz.de

Infoabend
zum MBSR-8-Wochen-Programm
Wollen Sie sich über das 8-Wochen-Programm ein umfassendes Bild machen, so haben Sie an diesem Abend Gelegenheit dazu.
Weitere Infos auf www.expedition-Achtsamkeit.de
Termin: Donnerstag, 17. September 2020
Uhrzeit: 18.30 - 20 Uhr
Kosten: kostenlos
Ort: Haus der Ev. Kirche, Kaiserstraße 37, Raum Erfurt (4. OG)
Leitung: Dr. Gisela Fritsch, MBSR-Kursleiterin und Lehrerin
Anmeldung erbeten: post@efb-mainz.de oder Tel. 06131-9600447, www.efb-mainz.de


Wir haben etwas gegen Stress
MBSR Burnout-Prophylaxe
Sind Sie beruflich und privat stark gefordert und möchten Sie Ihre Gesundheit verbessern?
Dann können Ihnen die Abende mit praktischen Übungen und Impulsen von der Kursleiterin eine gute Unterstützung bieten!
MBSR (Mindfullness Based Stress Reduction - deutsch: Stressbewältigung durch Achtsamkeit) ist ein 8-Wochen-Programm und ist keine Technik, sondern ein gesundheitsfördernder Lebensstil.
Geplant ist außerdem ein Tag der Achtsamkeit Mitte November, voraussichtlich im Kloster Jakobsberg, Ockenheim.
Termine: donnerstags, ab 24. September 2020
Uhrzeit: jeweils 18.30 - 21 Uhr
Kosten: 360 Euro (9 Termine)
Ort: Haus der Ev. Kirche, Kaiserstraße 37, Raum Erfurt (4. OG)
Leitung: Dr. Gisela Fritsch, MBSR-Kursleiterin und Lehrerin
Anmeldung erbeten: post@efb-mainz.de oder Tel. 06131-9600447, www.efb-mainz.de


Termine der Woche

Freitag 11.09.2020
19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Hypnose-Stammtisch
Hier treffen sich Begeisterte für erotische, BDSM- und ganz allgemein Freizeit-Hypnose, um Techniken, Ideen und Erlebnisse auszutauschen. Neugierige und Neulinge sind immer willkommmen. Treffen am 2. Freitag im Monat.
Kontakt: info@sichtbar-mainz.de  -  www.sichtbar-mainz.de

19:30 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Und was sagen die Kinder dazu? 10 Jahre später
Lesung und Gespräch aus der Reihe "Regenbogenfamilien –  alles Familie!"
Von und mit Autorin Stephanie Gerlach (u.a. „Regenbogenfamilien. Ein Handbuch“)
Moderation: Rahel Reichert

Zehn Jahre nach den ersten Interviews wurden die 34 Kinder,  Jugendlichen Erwachsenen ein weiteres Mal zu ihrer Sicht auf ihre  Familie befragt – Familien, die immer noch als „besonders“ oder auch  „erklärungsbedürftig“ wahrgenommen werden.
Was finden die Kinder an ihrer Familie großartig? Was mögen sie an  ihren Eltern, was kritisieren sie? Welche Wünsche und Träume haben sie  für ihr Leben? Mit welchen Befürchtungen oder Reaktionen setzen sie sich  auseinander? Was erleben sie als unterstützend? All das vermitteln die  Texte authentisch und anschaulich. Die Kinder erzählen ganz offen auch  von Krisen und Trennungen und darüber, wie ihre Eltern für sie da sind.  Und sie geben uns einen Einblick in ihre Familien, die „ganz normal“ und  manchmal so ganz anders sind.

Lesung mit anschließender Fragerunde und Diskussion.
Die Reihe „Regenbogenfamilien alles Familie!“ wird gefördert durch die Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland-Pfalz.

»Vom Kalten Krieg zum europäischen Umbruch. Das Institut für Europäische Geschichte 1950–1990«
Neue Ausstellung im Leibniz-Institut für Europäische Geschichte ab 12. September 2020

Anlässlich seines 70. Jubiläums eröffnet das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) am 12.09.2020 die Tafelausstellung »Vom Kalten Krieg zum europäischen Umbruch. Das Institut für Europäische Geschichte 1950–1990«. Die Ausstellung ist pandemiebedingt nur nach Voranmeldung zu besichtigen. Regelmäßig finden Einführungen in die Ausstellung für die Öffentlichkeit mit Voranmeldung statt.

Das IEG wurde fünf Jahre nach Kriegsende 1950 in Mainz gegründet. Ende 1952 konnte es in die für diesen Zweck wiederaufgebaute Domus Universitatis einziehen. Bei der Gründung des Instituts wirkten die »Besatzungsmächte« Frankreich und USA mit dem jungen Land Rheinland-Pfalz zusammen. Denn die französische Militärregierung förderte Einrichtungen, die der »Umerziehung« der Deutschen zur Demokratie und der Verständigung mit Frankreich dienen sollten. Auch die USA unterstützen Einrichtungen, die die junge Demokratie in Westdeutschland stärken sollten. Rheinland-Pfalz übernahm die Trägerschaft und schließlich auch die Finanzierung. Das neue Institut sollte die konfliktreiche historische Entwicklung Europas erforschen und so auf wissenschaftlichem Weg auf Frieden und Verständigung in Europa hinarbeiten.  

Die Ausstellung geht der Gründungsgeschichte des Instituts und seiner Entwicklung über vier Jahrzehnte nach. Von Anfang an war umstritten, worauf ein friedliches Europa gründen sollte, und welches Geschichtsbild das Institut in der Bundesrepublik befördern sollte. Die Präsentation thematisiert beispielsweise, wie das Institut seine »europäische Mission« legitimierte und mit der »Last« des Nationalsozialismus umging.  

Von Beginn an machte sich das Institut die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zur Aufgabe. Das internationale Stipendienprogramm wurde zu einem Pfeiler des IEG. Angesichts der Wohnungsnot im Mainz der Nachkriegszeit war es selbstverständlich, dass das Institutsgebäude neben Bibliothek, Konferenzraum und Büros auch Wohnraum für wissenschaftliche Gäste und für die beiden Direktoren bot. Unter dem Dach der Domus Universitatis entfaltete sich das Arbeiten und Leben der Institutsangehörigen als Arbeits- und Konfliktgemeinschaft.  

Wie sich das Institut in der westdeutschen und in der internationalen Wissenschaftslandschaft etablierte, und wie es seit den 1960er-Jahren für Wissenschaftler/innen aus dem »Ostblock« ein »Fenster zum Westen« wurde, erzählt die Ausstellung anhand historischer Dokumente und Zeitzeugenberichte. Auf Tafeln werden historische Karten, Briefe, Fotos, Zeitungsausschnitte und Plakate präsentiert. Erinnerungen von Zeitzeugen und Filmszenen können per QR-Code mit einem mobilen Endgerät abgerufen und angehört werden.

Ausstellung »Vom Kalten Krieg zum europäischen Umbruch. Das Institut für Europäische Geschichte 1950–1990«
Ausstellungslaufzeit: ab 12. September 2020
Ort: Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz, Alte Universitätsstraße 19

Online-Ausstellung:
Die Ausstellung ist ab dem 12. September 2020 auch online unter ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/ieg2020 zu sehen.

Besichtigung und Besichtigungstermine:
Besichtigung möglich nach Voranmeldung, Tel: 06131-39 393 50, E-Mail: info@ieg-mainz.de

Einführungen in die Ausstellung am Eröffnungstag, Samstag 12.9.2020, um 11:00, 12:00 und 16:00 Uhr mit Voranmeldung, Tel: 06131-39 393 50, E-Mail: info@ieg-mainz.de

Einführungen in die Ausstellung ab dem 12.09.2020 einmal monatlich jeweils am 2. Mittwoch des Monats um 17:00 Uhr mit Voranmeldung, Tel: 06131-39 393 50, E-Mail: info@ieg-mainz.de

Samstag 12.09.2020
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Sonntag 13.09.2020
11:00 Uhr - online
ZOOM – GOTTESDIENST
Was ist das denn? Eine Andacht im virtuellen Raum.

Wir treffen uns ca. alle 2-3 Wochen morgens um 11 Uhr und feiern Gottesdienst – nicht in einer Kirche – sondern jede/r in seinem/ihrem Wohnzimmer, Esszimmer, Balkon, Garten, oder Arbeitszimmer, aber zumindest von Angesicht zu Angesicht.
Wir können uns sehen und miteinander sprechen, wir können zusammen beten, gemeinsam mit Kantor/Kantorin singen und das Wort Gottes hören.

Wir nutzen dazu ein Programm, mit dem man eigentlich Videokonferenzen abhält: ZOOM.
Was brauchen Sie, um dabei zu sein?
Einen Computer, ein Tablet oder Smartphone. Wenn Sie eine Kamera am Computer haben, wäre das gut – dann können alle Teilnehmenden Sie sehen. Aber auch ohne Kamera klappt das – und Sie sehen alle, die am Gottesdienst teilnehmen.

Und was müssen Sie tun, um dabei zu sein?
Nicht viel: Sie müssen kein Computer-Genie sein und auch kein Programm auf ihrem Computer installieren.
Sie melden sich bis samstags um 12 Uhr bei Pfarrerin Eva Lemaire (eva.lemaire@ekhn.de) und bekommen dann einen Link-Zugang und ein Passwort. Mit diesem können sich damit am Sonntag um 11 Uhr einwählen.
Wenn Sie daran interessiert sind oder erinnert werden wollen, dann melden Sie sich für den Zoom-E-Mail-Verteiler bei Pfarrerin Eva Lemaire an.

Die Mainzer Wallanlagen – Vom Festungsring zum Grüngürtel
Ausgehend von der historischen Entwicklung der heute denkmalgeschützten Wallanlagen wird anhand von alten Fotos und Karten gezeigt, wie die Bastionen und Gräben der einstigen Festungsstadt in eine „grüne Lunge“ und höchst attraktive, vielseitige Erholungslandschaft umgewandelt wurden.
Die Teilnahme ist kostenlos
Aufgrund der Corona-Maßnahmen bitten wir möglichst um eine Anmeldung mindestens 24 Stunden vor Beginn per E-Mail.
Geben Sie dabei bitte die postalische Adresse und die Telefonnummer von Ihnen und ggf. weiteren Begleitpersonen an. Bringen Sie bitte auch eine Gesichtsmaske mit.
Diese Führung ist nicht barrierefrei und insofern nicht für Rollstuhlfahrer geeignet.
Veranstalter: Geographie für Alle

16:00 Uhr - Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3-5
Ausstellungsnachgespräch
Kosten im Eintritt enthalten
Anmeldung bis zum 26.08.20 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Tel. 06131 126939


17:00 Uhr - Allianzhaus (gegenüber der Peterskirche), Große Bleiche 60-62
Künstlergespräch
mit Pierre Yves Hauck, Michael Dörr und Thilo Weckmüller
zur Ausstellung "Die Vitrine - Kunst im Glas" - Die Ausstellung wird gezeigt bis zum 20.09.2020.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Ausstellungsseite

18:00 Uhr - Evang. Christuskirche, Kaiserstraße 56
Jazz-Kurzkonzert: Saxophon und Piano
Mark Schwarzmayr (Piano) trifft in der Christuskirche auf den Saxophonisten Steffen Müller-Kaiser.
Eine musikalische Reise über Kontinente hinweg, von Jazz über Weltmusik, werden in der einzigartigen Akustik der Kirche erklingen.
Eintritt frei!

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Montag 14.09.2020
18:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: J.i.M. u21 - Jung in Mainz
Du bist jung, lesbisch, schwul, bi, trans*, queer oder auf andere Weise einzigartig? Hier haben alle bis 21 Jahren Gelegenheit, sich
auszutauschen, gemeinsame Unternehmungen abzusprechen oder einfach einen schönen Abend zu haben. Wer nicht alleine
kommen möchte, kann am Mainzer Hauptbahnhof abgeholt werden. Einfach eine Mail schreiben an junginmainz@gmail.com

Dienstag 15.09.2020
Sommer-Sale im Ausgehrock
Vom 15.09.-30.09.2020 gibt es 50% auf alle Sommersachen!

Ausgehrock im caritas-zentrum Delbrêl
Second-Hand-Kleidung, auch für besondere Anlässe.

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 11.00-14.00 Uhr
Nur zu diesen Zeiten werden auch Kleiderspenden entgegengenommen.

Einlass nur mit Mund-Nasen-Maske unter Beachtung der Abstandsregeln.

18:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Elterngruppe
Eltern homo-, bi- und transsexueller Kinder
Fragen, die Eltern nach einem Coming-out ihres Kindes bewegen, können hier in einem kleinen, vertrauten Rahmen besprochen werden. Treffen in ungeraden Monaten am 3. Dienstag im Monat. Kontakt: Heike.Zimmermann@dgti.org  -  www.sichtbar-mainz.de

19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Ehrenamtliche der AIDS-Hilfe Mainz
Die Ehrenamtlichen der AIDS-Hilfe Mainz betreuen zusammen mit Hauptamtlichen Infostände auf Veranstaltungen, gestalten den
Welt-AIDS-Tag mit oder arbeiten mit im Patient_innen-Cafe in der Unimedizin. Kontakt: tbecker@aidshilfemainz.de

Vier Saiten für St. Bonifaz
Streicher-Konzerte zugunsten der Orgel und Kirchenmusik
ARIS–Quartett mit Werken von Haydn und Beethoven
Der Eintritt bei diesen Konzerten ist frei; aufgrund des guten Zweckes und des erhöhten Aufwands bittet der Orgelverein um angemessene Spenden.


Mittwoch 16.09.2020
Offener Computer- und Internet-Treff für Seniorinnen
Es ist wieder soweit! Der Computer Treff kann wieder statt finden. Aufgrund der gegebenen Abstandsregeln ist die Teilnehmerinnenzahl eingeschränkt. Deshalb ist eine Voranmeldung unbedingt nötig. Entweder per Telefon 06131221263 oder per E-Mail fz@frauenzentrum-mainz.de
Es können aktuelle Fragen und Probleme rund um den Computer und das Internet geklärt werden. Außerdem kann die Zeit zum Austausch und/oder für persönliche und gemeinsame Projekte genutzt werden. 4 Laptops können gestellt werden.
Das Angebot ist kostenlos. Da der Verein auf Spenden angewiesen ist, sind Spenden willkommen!
19:30 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: 50 plus
Treff für Lesben, Schwule, Bisexuelle und alle Interessierten ab 50 - zum Gedankenaustausch, zum Geschichten erzählen und zum Pläne schmieden. Kontakt: 50plus@sichtbar-mainz.de  -  www.sichtbar-mainz.de

Donnerstag 17.09.2020
19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Die Uferlosen
Der schwul-lesbisch-queere Chor Mainz Wiesbaden
Es wird geredet, nicht gesungen. Jede_r ist willkommen beim Quasseln über dies und das, Musik und Mainz über und mit den Uferlosen. Wir hörn uns!

19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Wir sind SWR
Stammtisch für Mitarbeitende aller sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten im SWR

19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Rainbow Refugees Mainz
Unterstützungsgruppe für geflüchtete LSBTI
Stammtisch für Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete
Für queere Geflüchtete setzt sich die in vielen Herkunftsländern alltägliche Homophobie und Transphobie in Deutschland meist in den Gemeinschaftsunterkünften fort. Auch im Asylantrags-Verfahren treffen sie häufig auf Unkenntnis. Rainbow Refugees Mainz ist eine Gruppe, in der sich Ehrenamtliche aus der Mainzer LSBTI-Community treffen, um Unterstützung für queere Geflüchtete zu organisieren.

Landesmuseum Mainz: Termine in dieser Woche

Eine Sommernacht
11.09.2020, 19:30 – 21:00 Uhr

Offenes Atelier
Mitmachwerkstatt
12.09.2020, 14:00 – 16:00 Uhr





Eine Sommernacht
12.09.2020, 19:30 – 21:00 Uhr

Öffentliche Führung
Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht
15.09.2020, 18:00 – 19:00 Uhr


Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Wir machen Geschichte lebendig
Alle Ankündigungen von Veranstaltungen, wöchentlichen Terminen, Ausstellungen und Veranstaltungen mit Anmeldung oder Vorverkauf finden Sie auf unseren Veranstaltungsseiten.
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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
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(Foto: Sascha Kopp)
Bauantrag für „Kommissbrotbäckerei“ noch 2020
Kultur und Wohnen an der Rheinallee 111 in der Mainzer Neustadt: Eine Idee, die konkret wird. Wie die Frankfurter Architekten das Gelände der alten Komissbrotbäckerei gestaltet haben? Ein Eindruck. - zum Artikel

(Archivfoto: Sascha Kopp)
Drei Gottesdienste für elf Konfirmanden in Christuskirche
Konfirmation in Corona-Zeiten. Auch hier ist alles anders. Am 11. Oktober finden die Gottesdienste  und Corona-Bedingungen statt - zum Artikel

(Foto: Stephan Dinges)
Es geht ums Menschliche: Queeres Wohnprojekt in der Neustadt
Von den 61 Wohnungen, die die Wohnbau in der Wallaustraße Nördliche Neustadt gebaut hat, sind 22 Einheiten von „Queer im Quartier“ angemietet - zum Artikel

(Foto: CDU Mainz-Neustadt)
Die CDU Mainz-Neustadt hat turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt
Auf der Mitgliederversammlung, die unter A-H-A-Regeln stattfand, wurde Torsten Rohe (28, Foto) einstimmig im Amt des Stadtbezirksvorsitzenden wiedergewählt. "Über die einstimmige Wiederwahl zum Vorsitzenden der CDU Mainz-Neustadt  und das Vertrauen aller Anwesenden freue ich mich sehr!", so Rohe, der damit auch der jüngste Stadtteilsvorsitzende in der CDU Mainz bleibt.
Auch sein Stellvertreter und Stadtrat Karsten Lange wurde einstimmig wiedergewählt.
Komplettiert wird der Vorstand mit Lisa Mandau (Mitgliederbeauftragte) und den Beisitzern Gerti Grätz, Benedikt Hainz, Younus Khan, Birgit Kirchmann, Anna Lehné und Karl-Hermann Mathias.
"Ich freue mich auf die kommenden zwei Jahre mit meinem Vorstand, der aus jungen und älteren Mitgliedern aus der ganzen Neustadt besteht. Auch in der Opposition wollen wir weiterhin Anwalt der Bürger vor Ort sein", so Rohe.
Als dringlichste Themen nannte Rohe das Rheinufer um die Caponniere, Verkehrssicherheit und Nachtruhe für alle, ein Verkehrskonzept für alle Verkehrsteilnehmer und einen sozialen Wohnungsbau, um Verdrängungseffekten vorzubeugen.

(Foto: Sammlung Michael Bermeitinger)
Die furchtbare Seite der Pracht
Gestapo-Sitz und Juden-Deportationen: Der Mainzer Stadtspaziergang führt in die Kaiserstraße der 30er- und 40er-Jahre - zum Artikel

Wenn der Nachbar zum Ruhestörer wird
Andauerndes Schreien, ein zu lauter Fernseher oder dröhnende Musik: Nachbarn können zu echten Ruhestörern werden. In Mainz wurden im vergangenen Jahr einige Beamte bei dem Versuch, solch ein Problem zu lösen, sogar verletzt - zum Artikel

(Foto: hbz/Michael Bahr)
Stuhl mit Botschaft am Kulturkilometer in Mainz
Das Projekt „Chairytales“ der Kulturbäckerei, das vom Schaffen neuer Sozialräume handelt, geht in letzte Runde: Am Rhein erwartet die Passanten so manche Überraschung - zum Artikel

(Archivfoto: Harald Kaster)
Neues Blockheizkraftwerk startet Probebetrieb
Nach Verzögerungen soll das Mainzer Blockheizkraftwerk an der Ingelheimer Aue im Oktober den Probebetrieb starten und noch dieses Jahr ans Netz gehen - zum Artikel

(Foto: Chiara Forg)
ÖPNV: Mainzerin mit Behinderung mehrfach im Stich gelassen
Die beiden langjährigen Freundinnen Beate Walter und Christine Coraci haben einmal wöchentlich ein Spießrutenlauf vor sich. Die Fahrt mit der Straßenbahn wird für beide oftmals zur Belastungsprobe, denn sie werden regelmäßig von den Fahrern an Haltestellen in Mainz stehen gelassen - zum Artikel
Torsten Rohe (CDU): „Die Mainzer Mobilität sollte niemanden einfach stehen lassen“ - zum Artikel


(Foto: hbz/Jörg Henkel)
Boppstraße: Viel Sand im Stimmungsgetriebe
Der tiefgreifende Umbau der Boppstraße stellt die ansässigen Gewerbetreibenden vor wirtschaftliche Probleme, sie fürchten um Umsätze und Kundschaft. Die Politik hilft - zum Artikel
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Tipps und Informationen

Blütenglück“ - Bioland-Bäckerei Kaiser BioBäcker beteiligt sich an Kampagne zum Erhalt der Artenvielfalt
20 Cent pro verkaufter Aktionsbackware werden gespendet

Der Bioland-Partner Kaiser Biobäckerei beteiligt sich an der Bioland-Bäckerkampagne „Blütenglück“. Vom 7. September bis zum 3. Oktober 2020 verwendet sie in ausgewählten Erzeugnissen eine vom Bioland-Verband zur Verfügung gestellte Blütenmischung. Bei Kaiser wird es das Hefeteilchen „Blütenglück“ geben.

20 Cent pro verkaufter Aktionsbackware gehen an die Bioland-Stiftung. Mit den Spenden finanziert diese frühblühende Blumenzwiebeln, die im Spätjahr 2020 von Bioland-Betrieben und den teilnehmenden Bäckereien in ganz Deutschland eingepflanzt werden.

Rita Sköries-Schmiedel, Leiterin Vertrieb bei Kaiser, erklärt: „Wir machen bei der Aktion mit, weil es für uns eine Herzensangelegenheit ist, auf den Erhalt der Artenvielfalt hinzuweisen, die Zwiebeln, die von unseren Landwirten noch gesetzt werden, sind ja Nahrung für die blütenbestäubenden Insekten. Wir möchten ein Bewusstsein für dieses Thema anstoßen, Impulse setzen, so dass vielleicht Kunden auch selbst anfangen, Blühpflanzen in ihren Gärten anzupflanzen. Für die Aktion haben wir extra das leckere Hefeteilchen „Blütenglück“ kreiert.“



Spendenaktion Blumenzwiebeln
Viele Wildbienenarten sind im zeitigen Frühjahr auf Nektar und Pollen angewiesen. Die überwinternden Königinnen sowie frisch geschlüpfte Jungbienen brauchen nach dem Winter sogenannte "Frühblüher". Mit dem Erlös der Spenden aus den Aktionsbackwaren werden frühblühende Bio-Blumenzwiebeln finanziert. Die große bundesweite Pflanzaktion wird im Frühjahr 2021 ihre Blüten zeigen. Auch in den Folgejahren werden die Blumen eine lebenswichtige Pollenversorgung für Insekten sichern. Denn die ökologisch vermehrten Blumenzwiebeln halten und vermehren sich in der Regel am gewählten Standort.

Mehr zu Biodiversität und Artenvielfalt
Natürlich sind Blühstreifen und gepflanzte Blumenzwiebeln nur ein kleiner Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt in unserer Landwirtschaft. Bioland will aber etwas am System verändern. Deshalb hat Bioland sich als erster deutscher Anbauverband eine eigene Richtlinie zur Förderung der Biodiversität auf den Betrieben eingeführt, die ab 2021 in Kraft tritt. Mehr Infos dazu auf www.bioland.de/artenvielfalt

Über die Bioland-Stiftung
Die gemeinnützige Bioland Stiftung engagiert sich für die ökologische Weiterentwicklung der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Als Entwicklungswerkstatt für innovative und praxisnahe Ideen ist sie Branchen- und Verbandsübergreifend mit eigenen Initiativen und gemeinsam mit ihren Projektpartnern für ein nachhaltiges Wirtschaften aktiv.

Geschäftsstelle Rheinland-Pfalz/Saarland, Kaiserstraße 18, 55116 Mainz

SOS! Immer mehr fettleibige Kinder
Nicht nur Chips und Süßes machen Kinder dick/Corona-Krise verschärft den Trend

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre, die unter extremem Übergewicht leiden, hat von 2009 auf 2019 bundesweit um rund ein Viertel zugenommen (24 Prozent). Damit erhielten mehr als 11.000 KKH-Versicherte bis 18 Jahre die Diagnose Adipositas, wie eine aktuelle Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt. Im Geschlechtervergleich ist die Entwicklung vor allem bei den Jungen alarmierend. So lag der Anstieg zum Beispiel bei den 15- bis 18-Jährigen dreieinhalb Mal so hoch wie bei den gleichaltrigen Mädchen (35 zu 10 Prozent). Bei den 6- bis 10-jährigen Jungen ist die Steigerungsrate mit 32 Prozent ähnlich hoch.

„Wir beobachten diese Entwicklung voller Sorge“, sagt KKH-Ernährungswissenschaftlerin Dr. Anja Luci. „Denn jeder Heranwachsende, der fettleibig ist, hat ein hohes Risiko, spätestens als Erwachsener zu erkranken.“ Zu den teils chronischen Begleit- und Folgeerkrankungen zählen Arteriosklerose, Diabetes, Gicht, Fettleber und Fettstoffwechselstörungen, weiter Rücken- sowie Gelenkerkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Hinzu kommt eine geringere Lebenserwartung vergleichbar der von Rauchern.

Schokolade, Gummibärchen und Chips, Pommes und zuckerreiche Softdrinks, dazu immer größere Portionen: „Falsche, das heißt fett- und kalorienreiche Ernährung ist eine der Hauptursachen für Übergewicht bei Kindern“, erklärt Luci. „Besonders tückisch ist es, wenn ungesundes Essen einhergeht mit Essattacken aus Frust oder Ärger in der Schule.“ Während der Corona-Krise hat sich das Problem der Fehlernährung in etlichen Familien noch verschärft. Zwischen Homeschooling, Homeoffice und Kinderbetreuung blieb Eltern wenig Zeit für gesundes Kochen, so dass oftmals Tiefkühlgerichte oder die Pizza vom Bringdienst auf dem Teller landete, was für zusätzliche Pfunde auf den Hüften sorgte.

Ursacheherd Nummer 2 dafür, dass immer mehr Kinder deutlich zu viele Kilos auf die Waage bringen: Bewegungsmangel. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewegen sich mehr als 80 Prozent der schulpflichtigen Kinder zu wenig. 60 Minuten täglich – moderat bis anstrengend – sollten es sein, neben Sport auch Alltagsaktivitäten. Doch das schafft nur eine Minderheit. „Die heutige Lebenswelt von Kindern fördert Inaktivität“, so Anja Luci. „Sie werden von ihren Eltern häufig mit dem Auto zur Schule gefahren, sitzen viel im Unterricht sowie auch daheim bei den Schulaufgaben.“ Der Corona-Lockdown hat das noch forciert. Schulsport und Bewegung in den Pausen entfielen ebenso wie Sport in Vereinen. Auch die stundenlange Nutzung von Smartphone und PC trägt dazu bei, dass Kinder lieber chatten, spielen und posten statt Rad zu fahren oder mit Gleichaltrigen draußen zu spielen.

„Wichtig ist uns als Krankenkasse, bei Eltern und Kindern das Bewusstsein für Adipositas und seine möglichen Folgen zu schärfen“, sagt die Ernährungsexpertin. Neben dem Körper nimmt meist auch die Seele stark übergewichtiger Kinder Schaden. Wegen seiner Fettleibigkeit gehänselt und stigmatisiert zu werden, nagt schwer am Selbstwertgefühl von Kindern und kann Ängste und Depressionen auslösen. In der Folge greifen sie erneut zu Dickmachern. Dieser scheinbar ausweglosen Situation zu entfliehen, gelingt betroffenen Kindern und deren Eltern oft nur mit Hilfe von außen. Bei der Wahl der Therapie kommt es auf drei Säulen an, um Fettleibigkeit in den Griff zu bekommen: eine gezielte Ernährungsumstellung auf fettreduzierte, vitaminreiche Vollwertkost, weiter regelmäßigen Kraft- und Ausdauersport und ein Verhaltenstraining. „Den Lebensstil grundlegend zu verändern, ist ein Kraftakt, der Kindern wie Eltern viel Geduld und Durchhaltevermögen abverlangt. Doch nur so kann der Teufelskreis durchbrochen, die Gesundheit stabilisiert und die Lebensqualität dauerhaft erhöht werden“, ist Anja Luci überzeugt.

Hätten Sie’s gewusst?
Je länger Babys gestillt werden, desto mehr sind sie laut WHO vor Fettleibigkeit geschützt. Idealerweise sollten sie in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden.

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