844 vom 18.09.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 844 vom 18.09.2020
BUND-Beobachtungstipp im September und Oktober: Efeu-Seidenbiene    
Winterpause der BUND-Wildbienenberatung vom 01.11. bis 31.01.2021
    
Das (Wild)Bienenjahr neigt sich dem Ende zu. Die Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae) ist einer der letzten Wildbienenarten, die man im Jahresverlauf beobachten kann. Wie der Name schon vermuten lässt, besucht diese Wildbiene am liebsten Efeublüten, um Nektar und Pollen zu sammeln. Da Efeu allerdings erst spät im Sommer blüht, ist die Efeu-Seidenbiene als „Nachzügler“ zu einer Zeit aktiv, in der nur noch wenige Wildbienenarten anzutreffen sind. Sie erscheint erst im September und kann bis Ende Oktober, manchmal auch bis in den November hinein beobachtet werden. Optisch ähneln die 9-14 mm großen Tiere der Honigbiene, sind aber bei genauerer Betrachtung anhand der breiteren, gelben Binden am Hinterleib gut von ihr zu unterscheiden. Die Efeu-Seidenbiene breitet sich derzeit von Südwesten über Deutschland aus. Diese Entwicklung und die zunehmende Verbreitung der Efeu-Seidenbiene in Gärten, Parkanlagen und auf Friedhöfen haben dazu geführt, dass die Bienenart erfreulicherweise von der Roten Liste der im Bestand bedrohten Wildbienenarten gestrichen werden konnte. In Rheinhessen fühlt sie sich zum Beispiel auf dem alten jüdischen Friedhof in Worms sehr wohl. Die Weibchen bauen ihre Nester hauptsächlich im Boden, dabei bevorzugen sie wenig bewachsene Sandböden. Sie graben einen etwa 30 cm tiefen Gang und legen bis zu einem Dutzend Brutkammern an, deren Wände mit selbst produzierter Seide ausgekleidet werden. Dann  werden die Brutzellen mit einer Mischung aus Blütenstaub und Nektar gefüllt. An diesen Nahrungsvorrat werden die Eier abgelegt. Von diesem ernähren sich die ausschlüpfenden Bienenlarven bis zu ihrer Verpuppung. Im Spätsommer des nächsten Jahres schlüpft dann die nächste Bienengeneration. Seidenbienen sind friedfertige Insekten. Auf Störungen  reagieren sie mit Flucht. Sie stechen nur, wenn man sie in die Hand  nimmt und drückt. Der winzige Stich ist aber nach wenigen Minuten nicht mehr zu spüren.

Nicht nur die Bienen legen eine Winterpause ein, auch die seit April  wöchentlich angebotene Wildbienen-Telefonsprechstunde des BUND Rheinland-Pfalz wird pausieren. Die Wildbienenberatung findet noch bis Ende Oktober jeden Mittwoch von 18-19 Uhr statt. Unter der Nummer 06131/6270630 geben BUND-Wildbienenbotschafter*innen Auskunft über Vielfalt, Lebensweise und Förderungsmöglichkeiten von Wildbienen. Wer außerhalb der Sprechzeit anruft, gelangt zu einem  Anrufbeantworter und kann dort eine Nachricht hinterlassen. Anfragen können auch per E-Mail gestellt werden an wildbienenberatung@bund-rlp.de. Ab Februar geht es wieder wie gewohnt weiter.

Der Winter ist übrigens die beste Zeit Nisthilfen für die Wildbienen  vorzubereiten und sie spätestens im Februar aufzustellen. Die gehörnte Mauerbiene fliegt als einer der ersten Wildbienen im neuen Jahr und  nimmt die Nisthilfen sehr gerne an.

Das Wildbienen-Telefon wurde im Rahmen des BUND-Projektes „Blühendes  Rheinhessen – Wein, Weizen, Wildbienen“ eingerichtet, das aus Mitteln  der Aktion Grün des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz gefördert wird.  In diesem Projekt setzt sich der BUND Rheinland-Pfalz seit mehreren  Jahren für die Artenvielfalt und für bessere Lebensbedingungen der Wildbienen ein.
    
Weitere Informationen: BUND Rheinland-Pfalz, www.bund-rlp.de/wildbienen, wildbienen@bund-rlp.de, 06131-62706-0.


Efeu-Seidenbiene auf blühendem Efeu - Foto: Melanie Adamik


Efeu-Seidenbiene nistet bevorzugt im Boden - Foto: Ursula Gönner
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Veranstaltung mit Voranmeldung:

AbenteuerKinderWelt
vormittags für Kinder von 18 - 21 Monaten
AbenteuerKinderWelt ist ein speziell entwickeltes Konzept zur ganzheitlichen Förderung von Kindern ab einem Alter von 6 Monaten.
In  den Kursstunden lernen die Kinder die einzelnen Elemente kennen, die  Stunde wird Schritt für Schritt gefüllt, wiederkehrende Elemente können  erkundet werden. Eltern und Kinder haben Raum, die Gruppe in Ruhe zu  erleben. Spiel und Spaß stehen im Vordergrund, die Begleitung und  Förderung erfolgt scheinbar unmerklich im Hintergrund.

In einer  stimmigen Einheit erleben die Teilnehmenden Musik, Rhythmus und Verse,  sie erforschen und entdecken die Welt, erfahren ihren Körper und  körperliche Nähe in der AbenteuerKinderWelt-Zeit.
Fazit: Auf  spielerische Weise werden das Sozial- und Emotionalverhalten der Kinder  sowie ihre sprachliche, motorische, kreative, bildnerische und  musikalische Entwicklung begleitet und gefördert
Es werden altersgleiche Gruppen zusammengestellt.

Termine: mittwochs, ab 30. September 2020
Uhrzeit: jeweils 9.30 bis 11.00 Uhr
Kosten: 96 € (12 Termine)
Ort: Evangelische Kirchengemeinde, Huttenstr.1, 55126 Mainz-Finthen
Leitung: Luisa Hinkel
Anmeldung erbeten: Evangelische Familienbildung, post@efb-mainz.de oder Tel. 06131-9600447, www.efb-mainz.de


Termine der Woche

Freitag 18.09.2020
19:30 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: DasDieDer
Initiative für Geschlechtervielfalt  
Allzu häufig herrscht in unserer Gesellschaft die Auffassung vor, man könne Menschen einfach nach geschlechtlichen Kategorien unterscheiden: hier die Männer, da die Frauen. Als Folge davon werden abweichende Lebensformen unsichtbar oder zumindest an den Rand gedrängt. Jene, die sie leben, geraten allzu oft unter Rechtfertigungsdruck. Die Initiative für Geschlechtervielfalt möchte einen Platz bieten, an dem ein respektvoller Austausch stattfindet.
Kontakt: DasDieDer@gmx.de  -  DasDieDer bei Facebook  -  www.sichtbar-mainz.de

Samstag 19.09.2020
Freundliche Stadt – Frei-Raum statt Park-Raum
5. Internationaler PARK(ing) Day in Mainz
Die Stadt ist unser Lebensraum. Schon lange haben sich StädterInnen an das Bild gewöhnt: Parkende Autos, soweit das Auge reicht. Dabei steht ein Auto im Durchschnitt 23 Stunden am Tag still. Ein Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsinitiativen sowie Engagierten aus Mainz und Umgebung möchte am PARK(ing) Day darauf aufmerksam machen, dass Flächen viel besser und schöner genutzt werden können als zum Abstellen von Autos. Wir setzen uns dafür ein, die Entwicklung der Stadt Mainz vom Menschen aus zu denken. Unser goldisch Meenz soll an erster Stelle menschenfreundlich sein.

Unsere Vision ist:
» Flächen gerecht zu verteilen
» Gesund in der Stadt zu leben
» Sich sicher und unbeschwert im Straßenverkehr bewegen zu können
» Raum zur freien Entfaltung und Begegnung zu schaffen
» Nachhaltig zu planen und zukünftige Generationen mitzudenken



Am Samstag, den 19. September 2020, findet der PARK(ing) Day gleich zweimal in Mainz statt: Von 11 bis 18 Uhr verwandelt sich die Emmeransstraße, nahe der Römerpassage, in eine öffentliche Inspirationsfläche. Alle Interessierten sind eingeladen, vorbeizukommen und gemeinsam Ideen für unser Mainz von morgen zu entwickeln. Zu schauen gibt’s: Mini-Garten im Anhänger, Fahrrradreparatur mit Bike Kitchen Mainz, ELMA – Euer Lastenrad Mainz, „Stehzeug“, Perspektiven für die lebensfreundliche Stadt, Pop-up-Kultur, Lastenrad-Bau, Malaktion, nette Menschen und vieles mehr. Zeitgleich findet in Bretzenheim von 11 bis 16 Uhr in der Rathausstraße 14-20 der PARK(ing) Day der Nachhaltigkeitsinitiative Bretzenheim statt.

Einen Vorgeschmack auf den PARK(ing) Day bietet der Mini-Garten im Anhänger, den man jeden Tag vom 14. bis 18. September an verschiedenen (Park-)Orten in Mainz entdecken kann.

Der PARK(ing) Day wurde 2005 in San Francisco ins Leben gerufen und findet seitdem einmal jährlich weltweit im September statt. Am Aktionstag werden Parkplätze in städtische Möglichkeitsräume umgewandelt. Aus Asphaltflächen entstehen öffentliche Parks mit Raum für Erholung, Austausch und Kreativität.
Weitere Informationen auf www.parking-day.de oder auf Twitter unter @parkingdaymz #freiraum #parkingday

(Gemeinsame Presseerklärung von ADFC Mainz-Bingen, Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) e.V. – Kreisgruppe Mainz-Stadt, Critical Mass
Mainz, fahr Rad Mainz!, Foodsharing Mainz, Greenpeace Mainz-Wiesbaden, NABU Mainz und Umgebung, VCD Rheinhessen e.V., VCD Rheinland-Pfalz e.V., Bike Kitchen Mainz)

11:00 - 15:00 Uhr - Ludwigstraße (Altstadt)
Meile der Kinderrechte - Weltkindertag 2020
Der Weltkindertag wird als  Meile der Kinderrechte auf der Ludwigstraße durchgeführt. Das Mainzer  Bündnis für Kinderrechte informiert an 12 Ständen mit schönen und  abwechslungsreichen Aktionen, Spielen und Informationen. Im Zentrum  steht das "Grundgesetz" - eine Säule, in die die Kinder die Rechte legen  können, die ihnen am wichtigsten sind. Denn das rheinland-pfälzische  Motto des Weltkindertages ist "Kinderrechte ins Grundgesetz"!
Alle  Familien, Kinder und Jugendlichen sind herzlich eingeladen.


Sonntag 20.09.2020
16:00 Uhr - Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3-5
Ausstellungsnachgespräch
Kosten im Eintritt enthalten
Anmeldung bis zum 26.08.20 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Tel. 06131 126939


16:30 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Queergefragt: Netzwerk für LesBische Sichtbarkeit Rheinland-Pfalz
Info-Veranstaltung und Gespräch - Mit Dr. Kirsten Plötz (Netzwerk für LesBische Sichtbarkeit RLP von QueerNet RLP)

Lange Geschichte, gleichbleibendes Ergebnis: Lesbische und bisexuelle Frauen* sind kaum sichtbar in der Gesellschaft. Wenn von „Frauen“ oder von „Homosexuellen“ gesprochen wird, sollen sich lesbisch und bisexuell lebende Frauen mitgemeint fühlen – sind es aber oft nicht. Das Netzwerk für LesBische Sichtbarkeit RLP will das ändern: Wir wollen sichtbar werden!
Das Netzwerk ist offen für alle Frauen* in Rheinland-Pfalz, die lesbisch oder bisexuell leben. Ziel des Netzwerkes ist es, gemeinsam Ziele und Interessen zu definieren, welche vor allem auf politischer Ebene kommuniziert werden sollen.

In Zusammenarbeit mit QueerNet Rheinland-Pfalz

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Aktuelle Öffnungszeiten der Angebote im caritas-zentrum Delbrêl
(Stand: 10.09.2020)

Montag 21.09.2020
18:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: J.i.M. u21 - Jung in Mainz
Du bist jung, lesbisch, schwul, bi, trans*, queer oder auf andere Weise einzigartig? Hier haben alle bis 21 Jahren Gelegenheit, sich
auszutauschen, gemeinsame Unternehmungen abzusprechen oder einfach einen schönen Abend zu haben. Wer nicht alleine
kommen möchte, kann am Mainzer Hauptbahnhof abgeholt werden. Einfach eine Mail schreiben an junginmainz@gmail.com

Sommer-Sale im Ausgehrock
Vom 15.09.-30.09.2020 gibt es 50% auf alle Sommersachen!

Ausgehrock im caritas-zentrum Delbrêl
Second-Hand-Kleidung, auch für besondere Anlässe.

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 11.00-14.00 Uhr
Nur zu diesen Zeiten werden auch Kleiderspenden entgegengenommen.

Einlass nur mit Mund-Nasen-Maske unter Beachtung der Abstandsregeln.

Dienstag 22.09.2020
#besserwisser
Für alle die Lust am quizzen haben und Ihren Wissensdurst stillen möchten. Wir spielen gemeinsam Quizspiele bis die Köpfe rauchen und jede*r eines Besseren belehrt ist.
Bitte beachten Sie die aktuellen Regelungen für die Teilnahme an Programmangeboten auf unserer Webseite unplugged.gpe-mainz.de

19:00 Uhr - Altes Postlager, Mombacher Straße 11-15
3. Mainzer Architekturquartett – "frische Brise - Wohnen im Zollhafen"
In der dritten Auflage des Architekturquartetts diskutiert die Runde vier Wohnhäuser stellvertretend für das neue Stadtquartier ‚Zollhafen Mainz‘, das zwischen der Mainzer Neustadt und dem Rheinufer nach seiner Fertigstellung 2025 rund 2.500 Menschen ein neues Zuhause geben wird. Stadthäuser, Büroflächen, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Marina und öffentliche Freiflächen sind die Bausteine des 30 Hektar großen Plangebiets. Mit folgenden Häusern befasst sich die Runde: ‚Rheinkai 500‘ von Lorenzen Mayer Architekten Berlin, ‚Riverside Mainz‘ von der Planungsgruppe Prof. Focht+Partner Saarbrücken, ‚Südmole‘ von Langhof, Studio für Architektur-Design Berlin und ‚Hafenliebe‘ von Römer Kögeler Partner Architekten Köln.

Auf dem Podium:
Dr. Albrecht Göschel, Stadtsoziologe und Stadtplaner Berlin
Dr. Saskia Hebert, subsolar* architektur und stadtforschung Berlin, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Friedrich Roeingh, Chefredakteur Allgemeine Zeitung, Mainz
Prof. Andrea Wandel, WANDEL LORCH ARCHITEKTEN , Saarbrücken, Hochschule Trier

Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, sich online für die kostenfreie Veranstaltung anzumelden: www.diearchitekten.org/x/mainz


19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: J.i.M. - Jung in Mainz
Die queere Jugendgruppe
Du bist zwischen 18 und 27, lesbisch, schwul, bi, trans*, queer oder auf andere Weise einzigartig? Dann bist Du hier genau richtig!

20:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: Kultur-AG der Bar jeder Sicht
An jedem 4. Dienstag im Monat planen wir das Programm der Bar in den kommenden Monaten. Neue Gesichter und frische Ideen sind immer willkommen!
Wir suchen Unterstützung für die technische Seite bei unseren Veranstaltungen. Wer sich nicht dauerhaft an eine AG binden will, kann hier gerne ab und zu mal helfen. Einweisung in unser technisches Equipment erfolgt natürlich.

Mittwoch 23.09.2020
15:00 - 17:00 Uhr - Wolfgang-Capito-Haus, Gartenfeldstraße 13-15
Seniorenkreis

15:00 Uhr - online
Stadtratssitzung als Livestream
Die Sitzung wird erstmals als Livestream auf der Homepage der Stadt übertragen: www.mainz.de/stadtrat-live. Eine Aufzeichnung der Sitzung wird ebenfalls auf der Seite zur Verfügung gestellt.
Der Haupt- und Personalausschuss hatte in seiner Sitzung am 24. Juni 2020 beschlossen, dass die Sitzung des Stadtrates im September als Pilotprojekt via Livestream übertragen wird.

20:15 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Kino am Mittwoch: Ich bin Anastasia
Deutschland 2019, 95 Min.
Doku über die erste trans* Kommandeurin der Bundeswehr

Donnerstag 24.09.2020
17:00 - 19:00 Uhr - caritas-zentrum Delbrêl, Aspeltstraße 10
PC-Sprechstunde
Sie haben Fragen zu Ihrem Schreibprogramm, Tabellenkalkulation, Bildbearbeitung oder Präsentation? Sie wollen wissen, wie Sie im
Internet am schnellsten etwas finden? Welche kostenlosen Programme es gibt? Bei solchen und ähnlichen Fragen helfen die
Ansprechpartner des „Neustadt im Netz“-Teams.
Bringen Sie Ihr Laptop, Tablet, Smartphone … mit, um Bedienungsschwierigkeiten, die zu Hause auftauchen, individuell lösen zu
können. Sie erhalten Tipps und Hinweise, um mehr Selbstsicherheit bei der Alltagsarbeit am Computer zu bekommen.
Bei Bedarf können Workshops zu bestimmten Themen angeboten werden.

19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
PrEP - Prä-Expositions-Prophylaxe
Die Prä-Expositions-Prophylaxe, also die vorbeugende Anwendung von HIV-Medikamenten, um eine Infektion zu verhindern, ist die neueste Präventionsmethode gegen HIV.
Inzwischen haben wir ausreichend Erfahrung, um zu bewerten, ob es sich nur um einen Hype oder ein geeignetes Instrument zur Verringerung der Neuinfektionen handelt.
Darüber wollen wir reden. Aber auch über praktische Aspekte: Wie komme ich an die PrEP? Was muss ich vor, während und nach der PrEP beachten? Wie spreche ich mit meinem Arzt darüber?.
Zuletzt wagen wir einen Ausblick, wie sich die PrEP in Zukunft entwickeln wird.

Referent_innen:
Dr. med Philipp de Leuw (Facharzt für innere Medizin, Infektiologikum Frankfurt)
Annette Piecha (Kompetenznetz HIV/AIDS, Hapatitis Contact)

Eine Veranstaltung der AIDS-Hilfe Mainz in Zusammenarbeit mit GILEAD.

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Landesmuseum Mainz: Termine in dieser Woche

Kurzführungen und Pop-Up-Workshops
18.09.2020, 17:00 – 21:00 Uhr

Kunst in der Mittagspause
Kurzführung
22.09.2020, 12:30 – 13:00 Uhr





Kunst in der Mittagspause
Kurzführung
22.09.2020, 13:30 – 14:00 Uhr

Vortrag
Die Macht des Geldes und das Geld der Mächtigen
22.09.2020, 18:00 – 20:00 Uhr


Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Wir machen Geschichte lebendig
Alle Ankündigungen von Veranstaltungen, wöchentlichen Terminen, Ausstellungen und Veranstaltungen mit Anmeldung oder Vorverkauf finden Sie auf unseren Veranstaltungsseiten.

Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
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(Foto: Harald Kaster)
Kran verdrängt Autos aus der Hafenstraße
Die Parksituation in der Mainzer Neustadt ist durch die Außengastronomie angespannt. Jetzt ist in der Hafenstraße ein Kran auf die Parkplätze gestellt worden. Was sagt die Stadt? - zum Artikel

(Foto: Judith Wallerius)
Massiver Temperaturanstieg zu befürchten
Bei einer Infoveranstaltung machte die Mainzer ÖDP in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Stadtklima Wiesbaden auf ein wichtiges Thema für die Mainzer Klimazukunft aufmerksam, das in Mainz bisher wenig beachtet werde - zum Artikel
(Symbolfoto: Sascha Kopp)
Neuer Corona-Fall an Mainzer Schule  
Nun hat es das Mainzer Rabanus-Maurus-Gymnasium getroffen: Ein Schüler der Mittelstufe soll positiv auf das Coronavirus getestet worden sein - zum Artikel

(Foto: Harald Kaster)
Anwohner gegen Umbenennung des 117er Ehrenhofs  
Die CDU aus der Mainzer Neustadt befragt Anlieger und sieht sich in ihrer ablehnenden Haltung zu einer Umbenennung des Platzes bestätigt - zum Artikel

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(Foto: Sammlung Michael Bermeitinger)
Der Boulevard von Mainz hat seinen alten Glanz verloren
Die Kaiserstraße wird im Krieg schwer getroffen und der rasche Aufbau ist wenig originell. Doch es gibt Ausnahmen: Neben einigen Altbauten zeigen auch Gebäude der 50er Charme - zum Artikel

Eduard baut die neue Boppstraße: Straßenausbau im 2. Bauabschnitt bald beendet
Pressemitteilung der Stadt Mainz vom 14.09.2020

(ekö) Die Bauarbeiten in der Boppstraße gehen voran. Die Umgestaltung und Aufwertung dieser für die Neustadt und ganz Mainz wichtigen Straße findet im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms Soziale Stadt statt. Im Juni vergangenen Jahres starteten die Arbeiten für das Projekt „Die neue Boppstraße“. In insgesamt vier Bauabschnitten erfolgt die Umgestaltung und Aufwertung der Boppstraße.

Der 2. Bauabschnitt in der Boppstraße (Josefsstraße bis Kaiser-Wilhelm-Ring) geht seinem Ende zu. In den nächsten 4 Wochen werden die ausstehenden Arbeiten wie das Setzen der Bord- und Rampensteine vorgenommen, um am 12. und am 13. Oktober auch im Einmündungsbereich der Josefsstraße die Asphaltdecke aufzutragen.
Ab Mittwoch, 16. September 2020 wird daher zusätzlich zur bestehenden Vollsperrung im 2. Bauabschnitt noch der südliche Teil der Josefsstraße (Richtung Hauptbahnhof) im Einmündungsbereich zur Boppstraße bis Mittwoch, 14. Oktober 2020 voll gesperrt werden.

Die Verkehrsführungen im Einzelnen:
• Für die Radfahrer soll in der Josefsstraße das Fahren in beide Richtungen gewährleistet werden.
• Da die Durchfahrt der Josefsstraße vom Kaiser-Wilhelm-Ring in Richtung Boppstraße gesperrt ist, wird eine Umleitung über den Kaiser-Wilhelm-Ring (mit U-Turn am Bahnhofsvorplatz) - Osteinstraße - Boppstraße - Josefsstraße eingerichtet.
• Der stadteinwärts führende Verkehr wird mittels Beschilderung über Kaiser-Wilhelm-Ring (mit U-Turn am Bahnhofsvorplatz) - Frauenlobstraße - Rhabanusstraße - Bonifaziusplatz umgeleitet.
• Der stadtauswärts führende Verkehr wird mittels Beschilderung über die Josefsstraße - Leibnizstraße - Lessingstraße - Boppstraße/Kaiser-Wilhelm-Ring umgeleitet.  

(Foto Eva Willwacher)
Woher kommt der ölartige Geruch in der Neustadt?
Ekelhaft, ungesund und ölartig soll laut Anwohnern der Geruch sein, der sich aktuell immer wieder über der Neustadt ausbreitet. Doch wer ist der Verursacher für diesen Geruch? - zum Artikel
(Archivfoto: Thomas Renth)
Anwohner der Rheinallee haben Anspruch auf Schallschutzfenster
Seit der Bebauung des Zollhafens ist die Rheinallee ein dunkler Ort geworden. Vor allem die Bäume bekommen weniger Licht ab, aber auch die Bewohner müssen sich umstellen. Eine Anfrage der CDU ergab unter anderem einen Anspruch auf Schallschutzfenster - zum Artikel


Große Fridays For Future Demonstration zum Globalen Klimastreik
Für den 25.09.2020 hat die Klimaschutzbewegung Fridays for Future einen weltweiten Aktionstag angekündigt. Auch die Mainzer Ortsgruppe ruft ab 12.00 Uhr zu einer Versammlung am Adenauer-Ufer auf - zum Artikel - Veranstaltung bei Facebook

(Foto: Sascha Kopp)
360°-Rundgang: Neue Mainzer Synagoge feiert Jubiläum
Vor zehn Jahren wurde die Neue Synagoge in Mainz eingeweiht. Hier können Sie das Gebäude virtuell besuchen - zum Artikel

(Foto: Thomas Renth)
Mainzer Rheuma-Liga vor dem Aus
Die örtliche Arbeitsgemeinschaft braucht „dringend“ neue ehrenamtliche Helfer, es fehlt Personal. „Die Situation hat sich zugespitzt“, betont die Vorsitzende - zum Artikel

(Foto: Katrin Thiery)
Spaß, spielen, lernen: Freizeitgestaltung nach Schulschluss
Das Kinderhaus „Blauer Elefant“ in der Mainzer Neustadt feiert 20-jähriges Bestehen. Das soziale Ziel ist auch eine bessere Chancengerechtigkeit - zum Artikel

(Foto: Harald Kaster)
Nachhaltig, modern – oder aber drangsalierend?
Das von den Grünen geleitete Mainzer Verkehrsdezernat setzt auf mehr Raum für Rad, ÖPNV und Carsharing auf Kosten der Autofahrer. Jetzt gibt es Streit um neue Stellplatzsatzung - zum Artikel

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Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Zwei fast zeitgleiche Wohnungsbrände in der Mainzer Neustadt
Die Feuerwehr Mainz wurde am Donnerstagmittag (10.09.2020) kurz nach 14 Uhr fast zeitgleich zu zwei Wohnungsbränden in die Mainzer Neustadt alarmiert. Kräfte beider Wachen fuhren die Einsatzstellen am Bismarckplatz und in der Bonifaziusstraße an.

Um 14:17 Uhr brannte in einem Mehrfamilienhaus am Bismarckplatz Teile einer Kücheneinrichtung. Bei der Essenszubereitung fing der Topf plötzlich Feuer und setzte die darüber liegende Dunstabzugshaube mitsamt den angrenzenden Oberschränken in Brand. Die Bewohnerin konnte noch selbstständig ihre Wohnung verlassen und die Nachbarn informieren. Bei Eintreffen der Feuerwehr waren die anderen Mitbewohner des Mehrfamilienhauses gerade dabei, dieses zu verlassen.  Der Treppenraum war noch passierbar, obwohl Brandrauch durch die offene Wohnungseingangstür auch in den Treppenraum eindrang.
Unter Atemschutz verschaffte sich die Feuerwehr Mainz Zugang zur Küche und konnte die brennenden Gegenstände rasch ablöschen. Auch wenn sich die Brandfläche nur auf die Küchenzeile beschränkte, wurde dennoch die gesamte Wohnung durch den Brandrauch in Mitleidenschaft gezogen. Die Familie kann ihre Wohnung deshalb nicht nutzen und muss in einer Not-Unterkunft unterkommen, bis der Brandschaden entfernt ist.

Nur knapp 20 Minuten später ereignete sich ein weiterer Wohnungsbrand in der Mainzer-Neustadt. In kurzer Entfernung zur ersten Einsatzstelle brannte um 14:39 Uhr eine Wohnung in der Bonifaziusstraße.  Hier hatten Nachbarn die Feuerwehr alarmiert, weil Wohnungsrauchmelder ertönten und Brandgeruch wahrnehmbar war. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten vor Eintreffen der Feuerwehr ihre Wohnungen verlassen. Es war jedoch unklar, ob sich noch Personen in der Brandwohnung aufhielten. Zwei Trupps unter Atemschutz gingen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in die Wohnung vor. Zeitgleich wurde der Treppenraum mittels Überdrucklüfter rauchfrei gehalten. Glücklicherweise wurde keiner mehr in der Wohnung angetroffen. Das Feuer konnte durch schnelles Eingreifen der Feuerwehr auf einen Raum begrenzt werden. Die Bewohner der Brandwohnung trafen während den Löschmaßnahmen an der Einsatzstelle ein. Die Wohnung wurde stromlos geschaltet und ist zurzeit nicht bewohnbar. Die junge Familie kommt bei Bekannten unter.

Neben der Feuerwehr waren der Rettungsdienst und die Polizei vor Ort.

Zur selben Zeit auftretende Brandereignisse sind selten, aber nicht unbedingt unwahrscheinlich. Das bedeutet für die Feuerwehr immer eine besondere Herausforderung, da das Personal und die Technik an der einen Einsatzstelle noch gebunden ist, aber an einer anderen schon wieder gebraucht wird. Dann heißt es, schnell freie Einsatzkräfte aktivieren und vollbestückte Fahrzeuge an die Einsatzstelle entsenden. Zur Gewährleistung dessen, kann die Feuerwehrleitstelle im Bedarfsfall auf dienstfreies Personal aus den Reihen der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr zurückgreifen.

Zeugen gesucht nach Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen
Donnerstag, 10.09.2020, 20:26 Uhr

Mehrere Bewohner der Forsterstraße in der Mainzer Neustadt meldeten am späten Donnerstagabend eine größere Auseinandersetzung im Innenhof eines Anwesens.
Eine bislang noch unbekannte Anzahl an Personen geriet offensichtlich, in dem Neustadtgarten genannten und frei zugänglichen Innenhof, in Streit. Laut ersten Zeugenaussagen wurden durch Beteiligte möglicherweise auch Gegenstände zum Schlagen eingesetzt.
Durch sofort alarmierte Einsatzkräfte der Polizei Mainz sind unmittelbar danach drei vermutlich tatbeteiligte Personen kontrolliert worden, wovon zwei typische Verletzungen einer Schlägerei aufwiesen. Eine Fahndung nach weiteren Personen verlief zunächst ergebnislos.
Details und Hintergründe der Streitigkeiten sind derzeit noch unklar und Gegenstand weiterer Ermittlungen der Mainzer Polizei.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131/65-3633 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch über die Onlinewache der Polizei Rheinland-Pfalz eingegeben werden: https://www.polizei.rlp.de/de/onlinewache/

Autofahrer fährt beim Rückwärtsfahren Fußgängerin an
Dienstag, 15.09.2020, 22:15 Uhr

Ein 24-jähriger Autofahrer befährt am Dienstagabend die Hindenburgstraße in Fahrtrichtung Kaiserstraße. Als er, nach eigenen Angaben, in Schrittgeschwindigkeit rückwärts fährt, um noch in die Einfahrt zur Josefsstraße einbiegen zu können, kommt es zum Zusammenstoß mit einer 56-jährigen Fußgängerin. Sie wird verletzt in ein Krankenhaus verbracht.

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Tipps und Informationen

Gesund beginnt im Mund – Informationen zum Tag der Zahngesundheit
Am 25. September ist der Tag der Zahngesundheit. Unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Mahlzeit!“ möchte der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit in diesem Jahr Wissen über eine Ernährung vermitteln, die die Mund- und Zahngesundheit stärkt.

Was wir essen und trinken, nimmt unmittelbaren Einfluss auf unsere Mundgesundheit. Die Zusammensetzung der Nahrung kann das Entstehen von Krankheiten innerhalb der Mundhöhle beschleunigen. Karies, die durch eine übermäßige Zufuhr von Kohlenhydraten in Form von Zucker befördert wird, ist ein Beispiel dafür. Auch eine vitamin- und mineralstoffarme Ernährung kann Zahnfleisch und Zähnen schaden und so wiederum die Nahrungsaufnahme erschweren – ein Teufelskreis beginnt.

Mundgesundheit und allgemeine Gesundheit hängen zusammen
Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) unterstreicht anlässlich des Tags der Zahngesundheit 2020, dass zwischen Erkrankungen innerhalb der Mundhöhle und Allgemeinerkrankungen eine Wechselwirkung besteht. So gibt es zum Beispiel einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Zahnkaries: Wer viele zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke zu sich nimmt, wird nicht nur dick, sondern schädigt damit auf Dauer auch die Zähne. Diabetes, der häufig eine Folge von Übergewicht ist, kann wiederum Zahnbetterkrankungen begünstigen. Die Schmerzen beim Kauen, die aus einer schlechten Mundgesundheit resultieren, können eine Mangelernährung zur Folge haben und damit die körperliche und psychische Gesundheit beeinträchtigen. Und schließlich kommt einem übermäßigen Alkoholkonsum bei der Entstehung von Mundhöhlentumoren eine erhebliche Bedeutung zu.

Von klein auf: So wenig Zucker wie möglich
Eine wichtige Grundregel für die mund- und zahngesunde Ernährung, an die Kinder schon von klein auf gewöhnt werden sollten, lautet: Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke gibt es nur in geringen Mengen, idealerweise nach bzw. zu den Hauptmahlzeiten. Danach heißt es, Zähne putzen mit einer fluoridierten Zahnpasta. Es bringt übrigens nichts, Säfte zu verdünnen. Bakterien brauchen sehr wenig Zucker oder Fruchtzucker, um ihre kariesauslösende Wirkung zu entfalten. Der Verein für Zahnhygiene (VfZ) warnt daher: Auch ein kleiner Schuss Apfelsaft im Mineralwasser kann schon schädigend für die Zähne sein.

Gesunde Ernährungsrituale
Der Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG) betont die Verantwortung der Eltern für eine mund- und zahngesunde Ernährung ihrer Kinder. Das Sprichwort „Gesundes Essen hält Leib und Seele zusammen“ ist nämlich keine Binsenweisheit. Er zeigt vielmehr, wie groß die elterliche Verantwortung für die körperliche und geistige Entwicklung ihrer Kinder ist. Die Ernährung beeinflusst als Bestandteil der Erziehung den weiteren Lebensweg und die künftige Gesundheit der Kinder. Deshalb ist es wichtig, dass im Elternhaus eine gesunde Esskultur vermittelt wird. Dazu gehören z.B. regelmäßige Mahlzeiten – am Tisch in Gesellschaft statt alleine unterwegs am Kiosk – und viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Süßigkeiten und süße Getränke sollten die Ausnahme sein.

Jüngeren Kindern sollten Eltern nicht die Babyflasche zum Dauernuckeln überlassen. Um Karies an den Milchzähnen zu vermeiden, ist es besser, wenn Kinder möglichst früh schon Wasser und ungesüßte Tees aus einem normalen Becher trinken.

Zähne putzen – kinderleicht!
Neben einer zuckerarmen Ernährung ist natürlich das sorgfältige, regelmäßige Putzen ein zentraler Baustein, um Zähne gesund zu erhalten. Das gilt auch bereits für das Milchgebiss. Sobald beim Kind der erste Zahn da ist, sollten Eltern mit einer kleinen weichen Zahnbürste mit dem Putzen beginnen. Dabei wird anfangs einmal am Tag ein Hauch fluoridhaltige Kinderzahnpasta verwendet. Später, etwa ab dem zweiten Geburtstag, sollte zweimal am Tag mit einer erbsengroßen Menge Zahncreme geputzt werden.

Milchzähne haben viele wichtige Aufgaben und müssen gut gepflegt werden, auch wenn sie später ausfallen:
- Sie dienen dem Beißen und Kauen und sind notwendig dafür, dass sich Kinder gut ernähren können.
- Sie beeinflussen die Sprachentwicklung des Kindes.
- Sie sind Platzhalter für die bleibenden Zähne. Wenn sie zu früh ausfallen, kippen die Nachbarzähne in die Zahnlücke. Das hat zur Folge, dass der nachwachsende bleibende Zahn seinen Platz nicht einnehmen kann und es zu Fehlstellungen kommt.
- Sie sind die Grundlage für gesunde „zweite“ Zähne. Kariöse Milchzähne bergen immer die Gefahr, dass die Karies auf die gerade entstehenden bleibenden Zähne übergeht.

Da Kindern das Zähneputzen aber nicht immer Spaß macht, ist bei den Eltern viel Kreativität und Fantasie gefragt. Mit einer Geschichte oder einem Lied zum Beispiel kann das Kind abgelenkt werden. Vielleicht will sich das Kind während des Putzens im Spiegel beobachten? Auch das kann ablenken. Wichtig ist, dass die Eltern sich Zeit nehmen und einen günstigen Zeitpunkt zum Zähneputzen auswählen. So kann nach und nach ein Ritual entstehen und das Zähneputzen wird zur Gewohnheit – genauso wie das Händewaschen vor dem Essen.

Putzen nach der KAI-Technik
Wichtig ist allerdings nicht nur der Spaß beim Putzen, sondern vor allem die richtige Putztechnik. Ab dem Schulalter sollten Kinder die KAI-Methode erlernen. Das „K“ steht für Kauflächen. Alle Kauflächen werden durch Hin- und Herbürsten gereinigt. Dabei ist der Mund weit geöffnet. Das „A“ steht für die Außenflächen. Sie werden mit kreisenden Bewegungen der Zahnbürste bei leicht geöffnetem Mund geputzt. Das „I“ schließlich steht für die Innenflächen. Mit kleinen Drehbewegungen aus dem Handgelenk werden die Zahninnenflächen „von Rot nach Weiß“, also vom Zahnfleisch zum Zahn, sauber gewischt.

Kinder sind zunächst feinmotorisch nicht in der Lage, durch Drehen und Wenden der Bürste an alle Zahnseiten zu kommen. Hier gilt die Faustregel: Erst wenn ein Kind flüssig schreiben kann, ist es auch feinmotorisch zu einer gründlichen Reinigung fähig. Das ist meistens im Laufe der zweiten Klasse der Fall. Solange sollten die Eltern morgens und abends nachputzen.

„Die gleichen Grundsätze gelten auch in der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe“, so Sanitätsrat Dr. Helmut Stein, Vorsitzender der LAGZ RLP – Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege Rheinland-Pfalz. „Auch wir beginnen mit den Programmen zur Zahnpflege bereits in frühester Kindheit in Krabbelgruppen und Miniclubs und führen diese im Schulbereich fort. Nach und nach wird die Zahnputztechnik verfeinert.“

Nehmen Eltern ihr Kind außerdem zweimal jährlich mit zum Zahnarzt, legen sie den Grundstein für eine gute Mund- und Zahngesundheit, die sich durch Übernahme der Gewohnheiten auch im Erwachsenenalter fortsetzt.

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Aktionskreis Tag der Zahngesundheit; Dr. Beatrice Wagner, www.beatrice-wagner.de,
Redaktion: Birgit Kahl-Rüther, Mail bkahl@lzg-rlp.de

LKA-RP: Zahlungskarten und Kontodaten: So gehen Betrüger vor
Landeskriminalamt und Verbraucherzentrale geben Tipps zum Schutz vor kriminellen Machenschaften

(ots) - Das bargeldlose Bezahlen mit Kreditkarten oder der Debit-Karte ist heute selbstverständlich. Gerade seit Beginn der Corona-Krise ist die Kartenzahlung auf dem Vormarsch. Zum Schutz vor möglichen Ansteckungen wird immer seltener bar bezahlt. In einigen Restaurants und Geschäften ist die Zahlung mittlerweile nur noch mit Karte möglich.

Allerdings sollte man nicht sorglos damit umgehen, denn der weit verbreitete Einsatz des sogenannten "Plastikgeldes" lockt auch Betrüger an, warnen das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rhein-land-Pfalz. Um in den Besitz der Karten beziehungsweise der Daten zu kommen, lassen sich die Täter einiges einfallen. Mit den folgenden Maschen versuchen die Kriminellen an Ihr Geld zu kommen:

Skimming: Beim Skimming werden die Daten der Bankkarte ausgelesen und auf einen Kartenrohling kopiert. Häufig wird hier vor dem Karteneinschubschacht eines Geldautomaten ein eigens hergestelltes Kartenlesegerät oder sogar eine vollständige Frontplatte installiert. Diese Kartenleser sind optisch dem Modell der Geldautomaten angepasst (Farbe, Aufkleber) und so hergestellt, dass die eingeschobene Karte zum originalen Kartenleser weitertransportiert wird. So werden die Magnetstreifendaten ausgelesen und gespeichert, ohne dass die Bedienung des Geldautomaten beeinträchtigt und der Kunde dadurch misstrauisch wird. Die Eingabe der PIN wird mit einer Mini-Kamera gefilmt, die oft oberhalb der Tastatur in einer angeklebten Leiste versteckt ist. Es kommen aber auch manipulierte Tastaturfelder zum Einsatz, die über die eigentliche Tastatur geklebt werden. Damit zeichnen die Täter die per Tastendruck eingegebene PIN auf.

Phishing: Mit gefälschten Webseiten oder E-Mails versuchen Kriminelle an Ihre persönlichen Zahlungsdaten zu gelangen. Dies können beispielsweise gefälschte Einkaufsplattformen sein oder vermeintliche E-Mails von der Bank, die Sie mit einem Link auf eine betrügerische Webseite locken sollen. Wenn Sie eine E-Mail oder Webseite dazu auffordert, Ihre persönlichen Zahlungsdaten einzugeben, handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Betrugsversuch! Solche Phishing-Mails oder Phishing-Webseiten zielen einzig darauf ab, Ihre persönlichen Daten abzugreifen.

Shoulder Surfing: Dieses Phänomen, das bundesweit zu beobachten ist, erfreut sich aktuell bei den Betrügern wieder größerer Beliebtheit. Die Vorgehensweise der Täter, mit der sie an die Geheimzahl und die Geldkarte ihres Opfers gelangen, gestaltet sich unterschiedlich.

Eine gängige Methode sieht so aus, dass zunächst einmal die Betrüger ihrem Opfer bei der Eingabe ihrer PIN über die Schulter schauen (da-her der Begriff "shoulder surfing"), um die ausgespähte Geheimzahl später zum Geldabheben vom Konto des Ausgespähten zu nutzen. Nachdem die Täter die PIN ausgespäht haben, lenken sie ihre Opfer während des Geldabhebens ab, um an die Bankkarte zu gelangen. Sie verwickeln das Opfer in ein Gespräch - so täuschen sie entweder Probleme mit ihrer eigenen Karte vor oder bitten das Opfer um Hilfe in einer anderen Angelegenheit. Während das Opfer abgelenkt ist, entwendet der Täter die sich noch im Ausgabeschlitz befindliche Geldkarte. Entweder wird diese dann durch eine unechte Karte ausgetauscht, damit das Opfer den Diebstahl nicht sofort bemerkt oder der Täter täuscht vor, die Geldkarte wäre vom Automaten eingezogen worden.

Oft agieren die Täter auch arbeitsteilig: Während einer das Opfer ablenkt, entwendet der andere Täter die Geldkarte beziehungsweise tauscht die echte gegen eine gefälschte aus. Mit der gestohlenen Geldkarte und der dazugehörigen Geheimzahl können die Betrüger nun problemlos das Konto ihrer Opfer plündern, da diese davon ausgehen, dass sich ihre Bankkarte in Sicherheit befindet.

Diebstahl: Häufig gelangen die Täter auch durch Taschendiebstahl oder Einbruch, z. B. Autoaufbruch, in den Besitz von Zahlungskarten. Durch das vorherige Ausspähen der PIN, zum Beispiel am Geldautomaten, beim Bezahlen im Ladengeschäft oder Restaurant haben die Täter dann auch die Möglichkeit, zusammen mit der geklauten Karte Geld am Geldautomaten abzuheben.

Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale haben in ihrer Reihe "Genug Betrug" die folgenden Empfehlungen zusammengetragen:

- Bei der PIN-Eingabe sollte immer darauf geachtet werden, dass dies von niemandem beobachtet werden kann.

Das Tastaturfeld während der PIN-Eingabe am besten mit einer freien Hand oder mit einem Gegenstand wie der Geldbörse abdecken. Auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Personen achten - aufdringliche Personen oder angeblich Hilfesuchende höflich aber bestimmt darum bitten, auf Distanz zu bleiben.
Keinen Geldausgabeautomaten nutzen, an dem etwas ungewöhnlich erscheint! Bei Verdacht auf Manipulation, sollte sofort ein Bankmitarbeiter informiert und über die 110 die Polizei informiert werden!

- Kredit- und Debit-Karten sollten immer dicht am Körper, verteilt in verschlossenen Innentaschen der Kleidung getragen werden.

Nach Erledigung der Bankgeschäfte sollte unmittelbar überprüft werden, ob die eigene Karte noch vorhanden ist. Bei Verdacht, dass jemand die Kartendaten ausgelesen hat oder bei Verlust der Karte, sollte diese sofort für den weiteren Gebrauch gesperrt werden, auch wenn diese aus nicht nachvollziehbaren Gründen vom Geldautomaten einbehalten wird! Das Gerät könnte von Straftätern manipuliert sein.

Die Sperrung der EC-Karte ist über den bundesweiten Sperrnotruf möglich: 116 116 bzw. aus dem Urlaub im Ausland unter der Vorwahl für Deutschland +49.

- Die Höchstgrenze für Abhebungen vom Konto am Automaten überprüfen und gegebenenfalls reduzieren.

- Zahlungskarten niemals in Büro-/Arbeitsräumen, Schwimmbädern, Krankenhäusern, Hotelzimmern, Kraftfahrzeugen etc. liegen lassen - weder offen noch versteckt, auch nicht für kurze Zeit.

Insbesondere in Restaurants, Kaufhäusern, Bahnhöfen oder Flughäfen sowie auf Messen oder Ausstellungen sind Taschendiebe unterwegs.

- Bitte keine Kreditkarten-/Bankkartenbelege und Kassenbons in den Papierkorb der Bank/des Geschäftes entsorgen.

Mit den Kontodaten aus dem Papierkorb können Täter versuchen, Geld von Ihrem Konto abzubuchen oder mit Ihrer Kreditkarte im Netz zu zahlen. So ist das Geld auf dem Konto vor Tätern nicht mehr sicher.

- Es empfiehlt sich, zeitnah alle Abbuchungen auf dem Konto zu überprüfen.

- Bei Verdacht auf eine Straftat sofort Anzeige bei der Polizei erstatten.

- Wichtige Grundregel bei verdächtigen E-Mails sollte sein: Wenn man sich über den Absender und die Herkunft einer Mail nicht absolut sicher ist, dann Link und Anhänge nicht anklicken. Im Zweifelsfall besser beim vermeintlichen Absender nachfragen oder auf deren Original Webseite gehen.

Weitere Informationen zum Thema Zahlungskartenbetrug wie z.B. das Faltblatt "Vorsicht Kartentricks" sind bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen erhältlich oder im Internet auf der Polizeiseite unter: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/ec-und-kreditkartenbetrug.html

Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage der Verbraucherzentrale:
https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/kartenzahlung-in-eurozone

https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/phishing

    
Gestresste Eltern schlagen Kindern auf den Magen
Nachwuchs Alleinerziehender besonders betroffen – Psychologin: Elternwohl gleich Kindeswohl

Wenn Eltern permanent im Stress sind, nur noch arbeiten, sich ständig streiten, keine Zeit zum Zuhören haben, geht das auch am Nachwuchs nicht spurlos vorbei. Doch permanenter Druck und Hektik gehören für viele Familien längst zum Alltag. Wie eine forsa-Umfrage der KKH gezeigt hat, leiden fast 40 Prozent der Eltern mit Kindern unter 18 Jahren unter Dauerstress. Und das bleibt nicht ohne Folgen. „Mütter und Väter, die dauerhaft überlastet sind, gefährden nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch die ihrer Kinder“, sagt Franziska Klemm, Psychologin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Der Nachwuchs reagiert zunächst häufig mit Einschlafproblemen, Kopf- und Bauchschmerzen, die bei chronischem Stress im schlimmsten Fall in psychische Erkrankungen und Entwicklungsstörungen münden können.  

Betroffen sind vor allem Kinder alleinerziehender Mütter und Väter, wie eine weitere forsa-Umfrage im Auftrag der KKH deutlich macht: So klagt jedes vierte 6- bis 18-jährige Kind getrennt lebender Eltern sehr häufig bis häufig über Müdigkeit und Erschöpfung, und jedes fünfte über stressbedingte Kopf-, Bauch- oder Magenschmerzen. „Das sind klassische Alarmsignale, die Eltern nicht ignorieren sollten“, sagt Franziska Klemm. Weitere Auswirkungen von Stress: 38 Prozent der Kinder alleinerziehender Eltern sind häufig unkonzentriert, 22 Prozent schnell aggressiv, 19 Prozent ziehen sich bei Stress zurück und 14 Prozent reagieren mit Traurigkeit. Die Zahl der betroffenen Kinder zusammenlebender Eltern ist etwas geringer.

Das, was Eltern am meisten zu einer Lösung fehlt, ist Zeit. Drei Viertel der befragten Eltern wünschen sich mehr davon, um sich besser um die Familie kümmern zu können und auch mal Raum für die eigenen Bedürfnisse zu haben. Das Hauptproblem: der Job. Die Zahl der Doppelverdiener-Haushalte ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Laut 2019 veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes sind mittlerweile rund 92 Prozent der Väter und knapp 74 Prozent der Mütter mit minderjährigen Kindern berufstätig. Das bedeutet einen immensen Organisationsaufwand – und somit eine Belastung für die ganze Familie. Die Hälfte der Eltern setzt sich laut Umfrage mit ihren eigenen Ansprüchen noch zusätzlich unter Druck, sowohl im Beruf als auch in der Kindererziehung perfekt sein zu wollen.  

Die Folgen: Chronisch gestresste Eltern scheuen häufig familiäre Konflikte, da sie eine zusätzliche Belastung darstellen. Sie räumen ihren Kindern aus Mangel an Zeit und Energie Hindernisse lieber aus dem Weg anstatt gezielt auf deren Bedürfnisse einzugehen und sie dabei zu begleiten, selbst eine Lösung zu finden. „Dieses Verhalten macht Probleme häufig nur noch schlimmer. Außerdem verpasst die ganze Familie so die Chance, Herausforderungen gemeinsam zu meistern und daraus Motivation, Energie und Kraft zu schöpfen“, erläutert die KKH-Expertin.

Einen der wichtigsten Schritte aus dem Stress-Dilemma sieht Franziska Klemm in der mentalen Gesundheit der Eltern. „Die Gesundheit einer Familie ist von der Gesundheit aller Familienmitglieder abhängig“, betont die Psychologin. Mütter und Väter müssten Methoden finden, ihren Stresspegel zu reduzieren, denn nur entspannte Eltern könnten gute Vorbilder sein und sich angemessen um die Erziehung ihrer Kinder kümmern. Dabei helfen können etwa Antistress- und Zeitmanagement-Coachings sowie das Erlernen von Entspannungstechniken – auch für die ganze Familie. Denn Entspannung und Freiräume sind wichtig für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Demgegenüber steht der gut gemeinte Anspruch vieler Eltern, ihren Nachwuchs bestmöglich zu fördern: Englisch bereits im Kindergarten, Geigenunterricht, Fußballtraining oder Malkurse nach der Schule. Doch Kinder brauchen auch Zeit, um Kreativität zu entwickeln und Kraft zu schöpfen – schwierig angesichts solch prall gefüllter Terminkalender. „Das bedeutet nicht zwingend: weniger ist mehr. Die Freizeitgestaltung sollte sich vielmehr an den Bedürfnissen und Interessen jedes einzelnen Kindes orientieren“, sagt Klemm. „Natürlich können Hobbies wie ein Mannschaftssport oder das Lernen eines Instruments positive Auswirkungen auf die Entwicklung haben, aber nicht, wenn das Kind keine Lust oder zu wenig Zeit dafür hat.“  

Darüber hinaus ist auch strukturelle Entlastung nötig, um den Stress für die ganze Familie zu reduzieren: Verlässliche Kinderbetreuungseinrichtungen sowie flexiblere Arbeitszeiten und -orte können ein wichtiger Schritt zu mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein. Durch die Corona-Pandemie haben Arbeitgeber bereits erkannt, dass in vielen Jobs Homeoffice eine brauchbare Alternative ist – ein sinnvoller Baustein, wenn diese Möglichkeit langfristig bestehen bleibt.

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