848 vom 16.10.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 848 vom 16.10.2020



Der Schloßbiergarten, Peter-Altmeier-Allee 9, wird vom 16.- 25. Oktober zum schlossQUEERgarten mit folgenden Veranstaltungen:

Freitag, 16.10.2020 - 17-23 Uhr
KWIER GETANZT light
Kwier getanzt lädt zu einem Soli-Abend für die Bar jeder Sicht ein. Es gibt etwas ganz Besonderes unter Berücksichtigung der Corona-Bedingungen, die keine Party und kein Tanzen erlauben. Egal, wir können auch anders!
Die Mainzer Performance-Künstler_innen Nic Schmitt und Peter Schulz (pad, Schmitt&Schulz) liefern passend zur Musik von Kwier getanzt eine wilde Mischung aus unterschiedlichen Stegreif-Aktionen. Trashige Kostüme und skurrile Choreografien inklusive.
Djane Løra Papi mixt Euch eine bunte Mischung aus mitreissenden Indietracks, Popsongs zum Mitwippen und lässigen elektronischen Sounds (Djane Løra Papi auf Instagram).
Djane Irinski möchte weiterhin mit ihrem trrreibenden und rrrebellischen Nomaden-Sound die üblichen Hörgewohnheiten aufbrechen. Zu hören gibt’s: Balkan Beats – Orient Beats – Taiga Tunes w/ a feminist  touch!
Freiwilliger Eintritt: 5 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder – wenn ihr  nicht anders könnt – auch weniger geben. Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum Bar jeder Sicht in der Coronakrise.

Samstag, 17.10.2020 - 14-17 Uhr
Royaltea
Wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie muss der Flohmarkt leider abgesagt werden. Trotzdem gibt es Kuchen beim „Royaltea“ mit William & Kate!

Samstag, 17.10.2020 - 15:30-17:30 Uhr
Tamara Köcher "Bunt"
Der Titel ihrer ersten Single ist Programm. Neben Coversongs und eigenen Songs befinden sich in ihrem Repertoire auch Musik aus anderen Ländern, besonders aus Paraguay. Para was? Seit ihrem Freiwilligendienst, in dem sich alles rund um Musik drehte, lernt sie neben Gitarre, Klavier und Saxophon nun auch paraguayanische Harfe.
Ein Mensch, der sich für Inklusion & Vielfalt einsetzt und Menschen mit ihrer Musik mit in eine ganz eigene Welt nehmen möchte.
Freiwilliger Eintritt: 3 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder – wenn ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

Samstag, 17.10.2020 - 18:30-21:30 Uhr
Drag Invasion & Friends
Die Benefiz Drag Show zu Gunsten der Bar jeder Sicht
Glitzer, Glamour, Gloss und hohe Schuhe! Seit Jahren sind sie aus  der Mainzer LSBTIQ-Szene nicht mehr wegzudenken: die Drag Queens Chardonnay von Tain, Charmaine Champagne, Ivy Dripp, Igitte von Bingen und Samantha Smirnov von der Mainzer Drag Invasion!
Zu Gunsten der Bar jeder Sicht laden sie nun zu einer Drag Show der Extraklasse. Zusammen mit befreundeten Queens aus dem Rhein-Main Gebiet verzaubern sie ihr Publikum mit viel Abwechslung und Charme – und  lassen für einen Moment den Alltag vergessen.
Freiwilliger Eintritt: 12 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder –  wenn ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

Sonntag, 18.10.2020 - 15 Uhr
„Ein Fräulein erwacht in einer fremden Wohnung“
Miriam Spies liest Lili Grün & Lessie Sachs
Die Texte von Lili Grün & Lessie Sachs sind in den 1920er-Jahren entstanden. Mal lakonisch, mal kaltschnäuzig, mal angriffslustig und oft sehr humorvoll fingen sie mit ihren Gedichten den Geist der Weimarer Republik ein. Fast so, als hätten sie geahnt, dass der Rausch der vermeintlichen Goldenen 20er nur von kurzer Dauer sein würde. Und als ob sie wussten, dass schon ganz bald der heimische Herd  der unhinterfragte Wirkungsort der zur Ehefrau und Mutter redegradierten Frau sein würde, dass all die künstlerischen Experimente als vermeintlich entartet ihrer Daseinsberechtigung beraubt werden sollten. Und jetzt sind wieder 20er-Jahre… Miriam Spies spricht Gedichte der beiden Frauen, begleitet von eigens dafür komponierter Musik.
Freiwilliger Eintritt: 3 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder –  wenn ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

Sonntag, 18.10.2020 - 18:30 Uhr
Little Broadway Ensemble
Little Broadway Ensemble besteht aus Claudia Lemke, Jens Jäger und Marcus Frankenbach. Alle drei haben Erfahrung und Wurzeln im Musical. Ihr Bühnenprogramm reicht von Swing, über Rock, Soul bis hin zu Pop. Einstimmig, zweistimmig und dreistimmig wollen sie ihr Publikum zum mitswingen, mitrocken und mitklatschen animieren.
Freiwilliger Eintritt: 5 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder –  wenn ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Die Eintritte und  Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

Freitag, 23.10.2020 - 17:30 Uhr
Tunten-Bingo
Tunten, eine Bingomaschine und jede  Menge Gewinne Gewinne Gewinne, gibt es etwas besseres? Wahrscheinlich  schon, aber warum nicht mal das Glück herausfordern? Daher lädt die Bar  jeder Sicht am 23.10.2020 ab 17 Uhr zum „Bingo Royale mit der Mainzer  Linie“ in den Kulturgarten am kurfürstlichen Schloss. Die Mainzer Linie  ist ein queeres Künstler*innenkollektiv, welches seit 2019 regelmäßig  Liveshows mit schlechtem Geschmack, schlimmen Fummeln und einzigartigen  Nummern auf die Stöckel stellt. Frei nach dem Motto „Scheitern als  Chance“ ist jeder Abend mit der Mainzer Linie…nun ja auf jeden Fall ne  Erfahrung. Also kommt zahlreich und fordert euer Glück heraus!
Die Bingoscheine werden für 1€ pro Stück verkauft. Und es gibt natürlich Preise zu gewinnen!
Die Einnahmen Unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

Freitag, 23.10.2020 - 19:30 Uhr
DJ Bobbes Trashy Trallala
DJ Bobbes kommt aus Mainz, seine Nichten leben aber in Wien und haben ihm seinen DJ-Namen gegeben, ohne zu wissen, was „Bobbes” im Rheinhessischen bedeutet. Ihr dürft denselbigen coronakonform sitzend zu seinen Klängen bewegen. Beim CSD 2019 hat DJ Bobbes bereits ohne großen Erfolg auf der Hauptbühne am Theater aufgelegt. Jetzt ist er wieder zurück, mit eigenen Tracks und einem neuen DJ-Set. Aber Vorsicht: trashy trallala!
Freiwilliger Eintritt: 2,79 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder – wenn  ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Die Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

Samstag, 24.10.2020 - 16 Uhr
Die Affirmative - Benefiz-Werkschau
Die Affirmative ist inzwischen eines der bekanntesten professionellen Improvisations-Theater in Mainz, Wiesbaden und der Region. Neben der hauptberuflichen Arbeit als Schauspieler*innen und Theaterpädagog*innen engagieren sich die Mitglieder der Affirmative auch für Mainz und die Region – mit regelmäßigen Benefiz-Auftritten und kostenlosen Kursen für Jugendliche und Kinder. Regelmäßig treten sie in der „Bar jeder Sicht“ auf und sind nun mit einer Werkschau der Kurse im schlossQUEERgarten.
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Samstag, 24.10.2020 - 18:30 Uhr
„Bar jeder Sicht“ Benefiz-Karaoke
Jeden letzten Samstag im Monat ist die Bühne der „Bar jeder Sicht“ eigentlich eure Bühne. Coronabedingt kann das gerade nicht wie gewohnt  in der Bar stattfinden. Umso mehr freuen wir uns, dass wir euch diesmal die Bühne des schlossQUEERgartens anbieten können. Micha, Marcus und Joe sind karaoketechnisch für euch da. Alle, die singen wollen, bekommen einen eigenen Mikropuschel. Und die Mikrofone werden nach jeder Gesangseinlage desinfiziert.
Freiwilliger Eintritt: 6 Euro (inkl. eigenem Mikroschutz). Gerne dürft ihr mehr oder – wenn ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Die Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in  der Coronakrise.

Sonntag, 25.10.2020 - 18:30 Uhr
Tinker’s Coin
Die vierköpfige Band Tinker’s Coin spielt raffiniert arrangierte Folkmusik. In der aktuellen Besetzung ist die Band seit sieben Jahren auf den großen und kleinen Bühnen der Republik unterwegs. Mit vielstimmigem Gesang, akustischer Gitarre, Querflöte, Akkordeon und Kontrabass spielt das Quartett ein weit gefächertes Repertoire von der Ballade bis zum tanzbaren Folksong. Die musikalische Reise in vielen Sprachen führt dabei vom Balkan über Deutschland, Skandinavien und Irland über die Bretagne bis zum traditionellen Folksong der Vereinigten Staaten. Wechselseitig liegt dabei der Fokus auf präzisen Gitarrenpickings, fetzigen Flötensoli, ausdrucksvollen Gesangseinlagen und treibenden Bassläufen. Die Texte erzählen dabei amüsante oder melancholische und immer detailreich arrangierte Geschichten über die großen und kleinen Themen des Lebens. Die ausgewogene und stimmige Mischung aus unterschiedlichen musikalischen Stilen garantiert jedem Freund der handgemachten Musik ein echtes Live-Erlebnis.
Freiwilliger Eintritt: 8 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder –  wenn ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Die Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

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Rita Eller - Künstlerbücher und Buchobjekte

Im spielerischen Umgang mit Farbe, Papier, Collage, Druck, Zeichen- und Schriftelementen entstehen dreidimensionale Künstlerbücher und Buchobjekte – jedes für sich ein Original. Seite für Seite überlagern sich Formen, Farben und Texte – Wort und Bild korrespondieren miteinander und verbinden sich zu einem neuen, unerwarteten
Ganzen – inspiriert von der „Visuellen Poesie“ des 20. Jahrhunderts.

Lyrische Texte stehen oft zu Beginn der Auseinandersetzung mit einem Thema und mit dem vielfältigen Material, das Rita Eller im Schaffensprozess (oft in Mischtechniken) miteinander in Beziehung setzt. Innen und außen, vorne und hinten, ausgeschnittene Formen, die den Blick auf darunterliegende Schichten freigeben, bilden ein Gedanken-, Formen- und Farbenspiel, das die Betrachtenden zum Mit-Denken und Mit-Fühlen einlädt.

Durch die unterschiedlichen Bindetechniken verleiht die Künstlerin jedem Buch einen individuellen Charakter. Der besondere Reiz der ausgestellten Werke liegt in der Variation der verwendeten Papiere und Techniken.

Rita Eller ist gebürtige Rheinländerin. Sie lebt und arbeitet in Mainz. Nach Abschluss ihres Grafik-Design Studiums an der FH Wiesbaden (Diplom 1992) ist sie als freischaffende Künstlerin in den Bereichen Malerei, Künstlerbücher und Druckgrafik tätig. Von 2004 bis 2006 war sie als Mentorin im Kunst-Mentoring-Projekt des Landes Rheinland-Pfalz aktiv.
Die Werke von Rita Eller sind regelmäßig in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen vertreten. Ihre Arbeiten sind in öffentlichen und privaten Sammlungen zu finden.

Öffnungszeiten der Ausstellung
Montag bis Mittwoch 10 – 18 Uhr
Donnerstag und Freitag 10 – 13 Uhr
Eintritt frei.

Führungen durch die Ausstellung
mit der Künstlerin Rita Eller
Mittwoch, 28. Oktober 2020, 16 Uhr
Mittwoch, 25. November 2020, 16 Uhr
Anmeldung erforderlich unter: loriel@t-online.de
Weitere Führungstermine sind nach Vereinbarung per E-Mail möglich.

Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz, Rheinallee 3 B
Eduard baut die neue Boppstraße: Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung stadtauswärts für abschließende Pflasterarbeiten
Pressemitteilung der Stadt Mainz vom 16.10.2020

(ekö) Die Bauarbeiten in der Boppstraße gehen voran. Die Umgestaltung und Aufwertung dieser für die Neustadt und ganz Mainz wichtigen Straße findet im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms Soziale Stadt statt. Im Zuge der Bauarbeiten kommt es ab dem kommenden Montag, 19. Oktober 2020 (geplant bis Freitag, 27. November 2020), zu einer geänderten Verkehrsführung wegen Pflasterarbeiten. Diese abschließenden Pflasterarbeiten finden im Rahmen des 2. Bauabschnitts „Neue Boppstraße“ im Gehwegbereich statt, wobei Verkehrs- und – Feuerwehraufstellflächen erhalten bleiben.

In diesem Zusammenhang ändert sich die Verkehrsführung wie folgt:
• Es wird eine Einbahnstraßenregelung stadtauswärts in der Boppstraße zwischen Josefsstraße und Lessingstraße in Fahrtrichtung Kaiser-Wilhelm-Ring eingerichtet.
• Die Zufahrt aus dem Kaiser-Wilhelm-Ring in die Boppstraße wird gesperrt.
• Die Radfahrenden werden mittels Radfahrpiktogrammen mit dem Individualverkehr in Richtung Kaiser-Wilhelm-Ring geführt.
• Entsprechende Umleitungen für den Radfahrverkehr und Individualverkehr stadteinwärts sind ausgeschildert.  

    
Tagung im Rahmen der Ausstellung "Enter the Void" in der Kunsthalle Mainz  
Herzliche Einladung zur Tagung im Rahmen der aktuellen Ausstellung "Enter the Void" am 26. Oktober von 11 bis 18 Uhr in Kooperation mit dem Gutenberg-Nachwuchskolleg Zeugenschaft am Institut für Film-, Theater-, Medien-, und Kulturwissenschaft der JGU Mainz.

Speaker*innen: Eyal Weizman (Gründer und Direktor Forensic Architecture), Lawrence Abu Hamdan (Künstler), Wolgang Kaleck (Rechtsanwalt und Genralsekretär des ECCHR e.V.), Jakob Weingartner (Autor & Regisseur Königreich des Schweigens), Verena Arndt, Zeynep Tuna-Klingler, Mona Wischhoff, Isabelle Zinsmaier (Doktorandinnen am GNK-Graduiertenkolleg Zeugenschaft, JGU Mainz), Laliv Melamed (PodDoc am Graduiertenkolleg Konfiguration des Films, Goethe-Universität Frankfurt), Maria Sitte (Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin, HfG Offenbach)

Den genauen Ablauf finden Sie hier.
Um Anmeldung bis zum 20.10.2020 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Telefon  06131 126939 wird gebeten. Zusätzlich wird die Tagung auch digital übertragen. Anmeldung hierfür bis 25.10.2020 unter mail@kunsthalle-mainz.de

In der ersten Einzelausstellung der EMDE Gallery  zeigt der in Hamburg lebende Künstler und Büttner-Schüler Wolfgang  Günther, dessen Arbeiten zuletzt auf dem Futur 3 Festival in Kiel zu  sehen waren, neue Bilder, in denen sich figurative Szenen mit abstrakten  Kompositionen verbinden. Mehr...


Termine der Woche

Freitag 16.10.2020
19:30 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: DasDieDer
Initiative für Geschlechtervielfalt  
Allzu häufig herrscht in unserer Gesellschaft  die Auffassung vor, man könne Menschen einfach nach geschlechtlichen  Kategorien unterscheiden: hier die Männer, da die Frauen. Als Folge  davon werden abweichende Lebensformen unsichtbar oder zumindest an den  Rand gedrängt. Jene, die sie leben, geraten allzu oft unter  Rechtfertigungsdruck. Die Initiative für Geschlechtervielfalt möchte  einen Platz bieten, an dem ein respektvoller Austausch stattfindet.
Kontakt: DasDieDer@gmx.de  -  DasDieDer bei Facebook  -  www.sichtbar-mainz.de

20:00 Uhr - Atelier Christiane Schauder, Schießgartenstraße 10 A (Eingang Stiftsstraße)
Literarisches Café im Atelier
Ute Maria Lerner: "Solange es Frauen, gibt, wie sollte da etwas vor die Hunde gehen"
Friedrich-Ebert-Stiftung zu Gast im Atelier



Die Schauspielerin Ute Maria Lerner widmet sich den zwanziger Jahren und einigen der faszinierendsten Frauen dieser Zeit. Eingebettet in einen historischen Rückblick taucht sie ein in die Leben der Leinwandikone und Nazigegnerin Marlene Dietrich, der Revolutionärin der Frauenmode Coco Chanel und des ersten weiblichen schwarzen Bühnenstars Josefine Baker, lässt das Berlin der Roaring Twenties aufleben, berichtet von der politischen Vorkämpferin Rosa Luxemburg, der Malerin und Mahnerin gegen den Krieg Käthe Kollwitz, der Volkssängerin Claire Waldoff, und von Erika Mann, der ältesten Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. Vor allem aber reflektiert sie immer wieder die Errungenschaften der Frauen bis heute und wie vieles die Frauen der Zwanziger Jahre angestoßen haben, ohne dass Frauen heute nicht die wären, die sie sind. Einladung hängt an.

Anmeldung erbeten unter 06131 96067-0
Eintritt frei, Spenden erbeten, Info: 0172-6120766

Samstag 17.10.2020
19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Clit Night
„Klitoris“ ist kein völlig unbekannter Begriff, doch was sich dahinter tatsächlich verbirgt, wissen die meisten trotzdem nicht, denn die Klitoris wird in der Sexualaufklärung – wenn überhaupt – nur oberflächlich behandelt. Die Clit Night ist ein Workshop für alle, die Interesse haben etwas mehr über Genitalanatomie zu lernen und die Wissenslücken in unserer Gesellschaft diesbezüglich kritisch zu hinterfragen. Wir erarbeiten Basiswissen über die Anatomie und werfen einen spannenden kulturhistorischen Blick auf die Klitoris von der Antike bis heute. Natürlich sind Menschen aller Geschlechter willkommen.

Um besser vorplanen zu können, bitten wir um Anmeldung per E-Mail: clitnight@barjedersicht.de
Unterstützt vom AlleFrauenreferat im AStA der Uni Mainz

Sonntag 18.10.2020
Magenza - das jüdische Mainz
Magenza war einst der Inbegriff jüdischer Gelehrsamkeit und Kultur in Europa. Relikte des barocken jüdischen Ghettos, Denkmäler und Fragmente der zerstörten Hauptsynagoge erinnern an Glanz und Elend von 1000 Jahren jüdischen Lebens in Mainz.
Kosten: 7,- € pro Teilnehmer, ermäßigt 5,- €, Kinder bis 14 Jahre kostenfrei
Aufgrund der Corona-Maßnahmen bitten wir möglichst um eine Anmeldung mindestens 24 Stunden vor Beginn per E-Mail.
Geben Sie dabei bitte die postalische Adresse und die Telefonnummer von Ihnen und ggf. weiteren Begleitpersonen an. Bringen Sie bitte auch eine Gesichtsmaske mit.
Diese Führung ist barrierefrei und insofern auch für Rollstuhlfahrer geeignet.
Veranstalter: Geographie für Alle

Legende und Wahrheit - Irrtümer und Schummeleien zur Mainzer Geschichte
In Mainz wird geschummelt und geschwindelt, dass sich die Balken biegen – und das seit Generationen. Die MainzerInnen nehmen dabei weder Rücksicht auf ihren Gutenberg noch St. Martin oder gar die Mainzer Fastnacht. Lernen Sie die „wahren“ Feinheiten der Mainzer Geschichte kennen.
Kosten: 7,- € pro Teilnehmer, ermäßigt 5,- €, Kinder bis 14 Jahre kostenfrei
Aufgrund der Corona-Maßnahmen bitten wir möglichst um eine Anmeldung mindestens 24 Stunden vor Beginn per E-Mail.
Geben Sie dabei bitte die postalische Adresse und die Telefonnummer von Ihnen und ggf. weiteren Begleitpersonen an. Bringen Sie bitte auch eine Gesichtsmaske mit.
Diese Führung ist barrierefrei und insofern auch für Rollstuhlfahrer geeignet.
Veranstalter: Geographie für Alle

16:00 Uhr - Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3-5
Ausstellungsnachgespräch
Kosten im Eintritt enthalten
Anmeldung bis zum 14.10.20 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Tel. 06131 126939


17:00 Uhr - Atelier Christiane Schauder, Schießgartenstraße 10 A (Eingang Stiftsstraße)
Literarisches Café im Atelier
Ute Maria Lerner: "Solange es Frauen, gibt, wie sollte da etwas vor die Hunde gehen"
Friedrich-Ebert-Stiftung zu Gast im Atelier



Die Schauspielerin Ute Maria Lerner widmet sich den zwanziger Jahren und einigen der faszinierendsten Frauen dieser Zeit. Eingebettet in einen historischen Rückblick taucht sie ein in die Leben der Leinwandikone und Nazigegnerin Marlene Dietrich, der Revolutionärin der Frauenmode Coco Chanel und des ersten weiblichen schwarzen Bühnenstars Josefine Baker, lässt das Berlin der Roaring Twenties aufleben, berichtet von der politischen Vorkämpferin Rosa Luxemburg, der Malerin und Mahnerin gegen den Krieg Käthe Kollwitz, der Volkssängerin Claire Waldoff, und von Erika Mann, der ältesten Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. Vor allem aber reflektiert sie immer wieder die Errungenschaften der Frauen bis heute und wie vieles die Frauen der Zwanziger Jahre angestoßen haben, ohne dass Frauen heute nicht die wären, die sie sind. Einladung hängt an.

Anmeldung erbeten unter 06131 96067-0
Eintritt frei, Spenden erbeten, Info: 0172-6120766

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Montag 19.10.2020
18:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: J.i.M. u21 - Jung in Mainz
Du bist jung, lesbisch, schwul, bi, trans*, queer oder auf andere Weise einzigartig? Hier haben alle bis 21 Jahren Gelegenheit, sich
auszutauschen, gemeinsame Unternehmungen abzusprechen oder einfach einen schönen Abend zu haben. Wer nicht alleine
kommen möchte, kann am Mainzer Hauptbahnhof abgeholt werden. Einfach eine Mail schreiben an junginmainz@gmail.com

Dienstag 20.10.2020
19:30 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Barquiz  
Nicht nur für Besserwisser_innen  

In fünf Quiz-Runden können Teams von bis zu fünf Personen gegeneinander ihr Wissen testen und dabei entspannt bei einem Getränk zusammen sitzen. Zusätzlich zu Wissensfragen aus allen Themenbereichen müssen Zitate zugeordnet werden. Außerdem gibt es eine Musik- und eine  Bilderrunde. Neben neuem Wissen gibt es auch kleine Preise zu gewinnen. Viel Spaß!
Unsere Platz-Kapazitäten sind momentan leider eingeschränkt, so dass wir für das beliebte Barquiz eine Reservierungspflicht einführen müssen. Bitte meldet euer Rate-Team an unter info@barjedersicht.de.  

Mittwoch 21.10.2020
Offener Computer- und Internet-Treff für Seniorinnen
Es ist wieder soweit! Der Computer Treff kann wieder statt finden. Aufgrund der gegebenen Abstandsregeln ist die Teilnehmerinnenzahl eingeschränkt. Deshalb ist eine Voranmeldung unbedingt nötig. Entweder per Telefon 06131221263 oder per E-Mail fz@frauenzentrum-mainz.de
Es können aktuelle Fragen und Probleme rund um den Computer und das Internet geklärt werden. Außerdem kann die Zeit zum Austausch und/oder für persönliche und gemeinsame Projekte genutzt werden. 4 Laptops können gestellt werden.
Das Angebot ist kostenlos. Da der Verein auf Spenden angewiesen ist, sind Spenden willkommen!

19:00 Uhr - Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3-5
ShortCuts #11
Kurzfilmreihe
Mittels moderner Aufzeichnungstechniken ist es möglich umfangreiche Überwachungen durchzuführen. Die Kamera wird dabei zum beliebten Werkzeug. Eine Reihe von Kurzfilmen hinterfragt diese Nutzung und stellt weiter Fragen nach der Authentizität der Aufnahmen.
Kosten: Film und Wein im Eintritt enthalten
Für Mainzer Studierende ist der Eintritt kostenlos.
Anmeldung bis zum 18.10.2020 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Tel. 06131 126939

In Kooperation mit der Fachschaft Filmwissenschaft der JGU Mainz wird ein Programm alter und neuer Kurzfilme gezeigt, die einen künstlerisch experimentellen Ansatz verfolgen und zu Diskussionen einladen.
Wir danken dem AStA der JGU Mainz für die freundliche Unterstützung.

20:15 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Kino am Mittwoch: Label Me
Deutschland 2019, 58 Min.
„I fuck you as long as you can take it. You cum. I get my money. I leave.“ Das Verhältnis zwischen Waseem und seinem Freier Lars könnte kaum klarer geregelt sein. Die beiden leben in zwei verschiedenen Welten: der geflüchtete Syrer im Heim, der gut situierte Deutsche im Loft. Dennoch verändert sich ihre Beziehung im Laufe ihrer sexuellen Begegnungen. Während ihres spielerischen Machtkampfs gelingt es den zwei Männern immer weniger, ihre Ängste und Sehnsüchte voreinander zu verbergen. Die sich entwickelnde Freundschaft wird für Waseem allerdings zur realen Gefahr in der harten Lebensrealität seiner Unterkunft.
Nachwuchsregisseur Kai Kreuser („Kuntergrau“) gelingt eine vielschichtige, stilsicher gefilmte Charakterstudie. 2019 wurde er dafür mit dem Max-Ophüls-Preis für den besten mittellangen Film ausgezeichnet.
Gefördert durch das Queerreferat im AStA der Uni Mainz

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Donnerstag 22.10.2020 - kein Eintrag -
Landesmuseum Mainz:

Ferienworkshop
Rosen in Textil
16.10.2020, 10:00 – 16:00 Uhr

Termine in dieser Woche

Mogontiacum II
20.10.2020, 18:00 – 20:00 Uhr



Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Wir machen Geschichte lebendig


Alle Ankündigungen von Veranstaltungen, wöchentlichen Terminen, Ausstellungen und Veranstaltungen mit Anmeldung oder Vorverkauf finden Sie auf unseren Veranstaltungsseiten.
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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Foto: Sammlung Michael Bermeitinger)
Feldbergplatz: Stadtvillen und eine Schule mit Geschichte
Einst ging der Blick von der Rheinallee bis zum Rhein, doch seit dem Bau der Grünen Brücke ist der Feldbergplatz ein geschlossener Raum - zum Artikel

(Foto: Lukas Görlach)
143 Euro fürs Falschparken am Zollhafen
Ein Besuch am Zollhafen wird für eine Mainzerin teuer. Was das mit einer Handy-App und der Verzweiflung des Marina-Geschäftsführers zu tun hat - zum Artikel


Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Räuberischer Diebstahl in Supermarkt
Donnerstag, 08.10.2020, 20:30 Uhr

Am Donnerstagabend passiert ein Mann den Kassenbereich eines Supermarktes in der Hattenbergstraße ohne etwas zu kaufen. Da eine Mitarbeiterin einen Diebstahl vermutet, fragt sie den Mann, ob sie in seine Tasche gucken dürfte. Als der Mann antwortet, es befänden sich nur Pfandflaschen in der Tasche und weiter in Richtung Ausgangstür geht, hält sie seine Tasche fest. Daraufhin stößt sie der Mann so, dass sie zu Boden fällt und leicht verletzt wird.

Personenbeschreibung:
  - Männlich
  - ca. 20-30 Jahre
  - ca. 1,60 m
  - dunkler Teint
  - schulterlanges Haar, nach hinten gegelt, lockig
  - dunkelgrüne Jogginghose/T-Shirt/Sweatshirt-Jacke

Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.

Mehrere Mülltonnenbrände in der Neustadt
In der Nacht auf Samstag (10.10.2020) wurde die Feuerwehr Mainz gegen 02:30 Uhr zu einem Mülltonnenbrand in der Neustadt alarmiert. Es stellte sich schnell heraus, dass es zeitgleich noch zwei weitere Brände von Mülltonnen in der Neustadt gab. Zur Unterstützung wurde von der Feuerwehrleitstelle zu den Löschfahrzeugen der beiden Feuerwachen der Berufsfeuerwehr noch die Einheit der Freiwillige Feuerwehr Stadt alarmiert.

Zur Brandbekämpfung musste zeitweise ein Trupp unter Atemschutz und Schaum eingesetzt werden. Zum Glück standen die Mülltonnen nicht an den angrenzenden Wohngebäuden, so dass es zu keinen Personen- oder Gebäudeschäden kam.

Neben der Feuerwehr waren auch Kräfte der Polizei im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hauptbahnhof - Mann umgestoßen und dabei schwer verletzt - Zeugen gesucht
Am Samstag, 10.10.2020, gegen 18.15 Uhr, überquert ein 46-jährige Mainzer die Busspur zwischen der Schottstraße und dem Bahnhofplatz. Dabei wird er von einem unbekannten Täter geschubst, stürzt und schlägt mit dem Hinterkopf auf und verliert das Bewusstsein. Zur weiteren Behandlung wird er in ein Mainzer Krankenhaus verbracht, die Verletzung wird vom behandelnden Arzt als lebensbedrohlich eingeordnet. Laut Zeuge ist der Täter zwischen 25-35 Jahre alt, hat eine normale/schlanke Statur, ist etwa 1,75 m groß. Er trug zur Tatzeit eine weiße Jacke mit Reißverschluss, eine dunkle Jeans und eine Basecap und führte einen schwarzen Rucksack mit sich. Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu der Tat oder Täter machen können, sich bei der Polizeiinspektion Mainz 2, Telefon: 06131 65 4210, zu melden.  

Erneuter Zeugenaufruf nach Körperverletzung
Wie bereits in berichtet, kommt es am vergangenen Samstagabend (10.10.2020) gegen 18:15 Uhr zu einem Vorfall im Bereich des Mainzer Hauptbahnhofs, bei dem ein 46-jähriger Mann zu Boden fällt und lebensgefährlich verletzt wird. Der Mann schwebt nach derzeitigem Ermittlungsstand immer noch in Lebensgefahr. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen der Mainzer Polizei widersprüchliche Zeugenaussagen vor und wir bitten um weitere Hinweise aus der Bevölkerung, um die Tat aufklären zu können.  

Am Samstagabend gegen 18:15 Uhr befindet sich der 46-Jährige Mainzer im Bereich der Bushaltestellen vor dem Hauptbahnhof. Hierbei trifft der Geschädigte auf den vermeintlichen Täter, der ihn körperlich angreift. In Folge dessen stürzt der Geschädigte zu Boden und zieht sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zu. Der mutmaßliche Täter flüchtet dann fußläufig vom Hauptbahnhof in Richtung Kaiserstraße und kann nicht mehr aufgefunden werden. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Ca. 25-35 Jahre alt, ca. 175cm groß, schlank. Die Haare sollen im Nacken etwas länger gewesen sein. Bekleidet war der Mann zum Tatzeitpunkt mit einer weißen Jacke mit Reißverschluss, einer dunklen Jeans und einem schwarzen Basecap. Zudem hat der Täter einen schwarzen Rucksack mitgeführt.  

Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.
 
Schussgeräusche am Bahnhofsplatz
Mittwoch, 14.10.2020, 20:45 Uhr

Am Mittwochabend werden durch die Bundespolizei Mainz zwei Schussgeräusche gemeldet, die mutmaßlich mit einer Schreckschusswaffe an Gleis 1 des Mainzer Hauptbahnhofes abgegeben wurden. Nach Zeugenangaben handelt es sich bei dem Täter um einen 18-Jährigen aus Weiterstadt. Dieser kann bislang nicht von den Polizeibeamten angetroffen werden. Die Ermittlungen laufen.

Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131/ 65-3633 in Verbindung zu setzen.

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Tipps und Informationen

Gesundheits-Apps ab sofort auf Rezept
Herkömmliche Fitness-Apps bereits sehr beliebt

Erstmals können Gesundheits-Apps in Deutschland vom Arzt verschrieben werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat zwei digitale Anwendungen geprüft und als Kassenleistung zugelassen. Dabei handelt es sich um die Tinnitus-Therapie Kalmeda sowie die digitale Unterstützung Velibra für Patienten mit Angststörungen. Weitere solcher Apps befinden sich aktuell im Prüfverfahren und werden nach Abschluss ins Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) aufgenommen. „Damit haben Ärzte ab sofort die Möglichkeit, die DiGAs auf Kassenkosten zu verordnen, wenn sie diese in der Behandlung für medizinisch sinnvoll erachten“, erklärt Dorothea Hämmerlein vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Mainz. „Versicherte können ihr Rezept für die DiGA ganz einfach bei uns einreichen. Dafür haben sie einen Monat Zeit, nachdem sie das Rezept in der Praxis erhalten haben. Alles Weitere erledigen wir. Es fällt keine Zuzahlung an.“

Im Gegensatz zu herkömmlichen Fitness-Apps unterstützen die DiGAs ganz konkret bei ernährungsrelevanten Krankheiten, Schmerztherapien oder psychischen Erkrankungen. Außerdem bieten die Apps auf Rezept eine höhere Sicherheit in Bezug auf die persönlichen Daten und eine bessere Qualität. Bezogen auf die Preispolitik gibt es allerdings noch kritische Stimmen. „Aktuell müssen wir als Krankenkasse ein Jahr lang jeden beliebigen Preis zahlen, den die Hersteller bestimmt haben. Erst nach einem Jahr gilt dann der verhandelte Preis, auf den sich der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen und Hersteller geeinigt haben“, erläutert Dorothea Hämmerlein.

Die neuen DiGAs auf Kassenleistung dürften zukünftig bei vielen Patienten auf Zustimmung treffen. Denn bereits die Idee, mit herkömmlichen Apps Gesundheitsdaten aufzuzeichnen, finden laut einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH mehr als zwei Drittel der Befragten gut. Vor allem die jüngere Generation der 18 bis 29-Jährigen steht dem Trend positiv gegenüber. Dementsprechend hat sich auch die Zahl der tatsächlichen Anwender von bislang auf dem Markt befindlichen Fitness-Trackern & Co. zwischen 2015 und 2019 verdoppelt. Nahezu jeder dritte befragte Bürger im Alter von 18 bis 50 Jahren nutzt solche herkömmlichen Gesundheits-Apps als Armband oder auf dem Smartphone oder Tablet. „In erster Linie geschieht dies zur Eigenmotivation und als Anreiz für eine gesündere Lebensweise“, so Dorothea Hämmerlein.  

Der Einfluss von Ärzten auf die Nutzung der herkömmlichen Gesundheits-Apps war bislang gering. Nur vier Prozent der Anwender gaben an, diese auf Empfehlung des Arztes installiert zu haben. Das dürften mit der Möglichkeit, DiGAs auf Rezept zu verordnen, bald deutlich mehr sein.  

Grippeschutzimpfung – in Corona-Zeiten wichtiger denn je
Die kalte Jahreszeit rückt mit großen Schritten näher – und damit auch die nächste Grippewelle, die sich in Deutschland unweigerlich in den Wintermonaten mit unterschiedlicher Schwere verbreitet. Die Frage, ob man sich gegen Grippe impfen lassen soll, bekommt in diesem Jahr besonderes Gewicht. Grund ist die Corona-Pandemie. Obwohl man davon ausgehen kann, dass die Schutzmaßnahmen gegen Corona – Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und Alltagsmasken – auch vor Erkältungs- und Grippeinfektionen schützen, raten Experten aktuell verstärkt zur Grippeschutzimpfung.

„Da mit einem Anstieg der Corona-Infektionen gerechnet wird, spielt neben der Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung auch die um das Gesundheitssystem eine wichtige Rolle. Bei beiden Viruserkrankungen kann es zu schweren Verläufen mit einer Lungenentzündung kommen, die mit erheblicher Atemnot verbunden ist. Dies macht eine intensivmedizinische Behandlung mit Sauerstoffgabe notwendig, bis hin zur Beatmung. Das könnte zu einer hohen Zahl an Beatmungspatienten führen, die die Kapazitäten in den Intensivstationen überfordern“, erklärt Sanitätsrat Dr. Michael Fink, Vizepräsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. Auch sollte nicht übersehen werden, dass Herzkranke während der ersten Woche einer Grippeerkrankung einem doppelt so hohen Herzinfarktrisiko ausgesetzt sind, so Dr. Fink.

Die Schutzimpfung verhindert zudem eine Doppelinfektion mit Grippe- und Coronaviren. Sie trägt zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems bei, denn jede Impfung gilt als eine Trainingseinheit für die Immunabwehr.

Wer sollte sich impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut empfiehlt derzeit die Grippeschutzimpfung vor allem für Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Infektionsverlauf. Dazu zählen:
  • Menschen über 60 Jahre
  • Menschen jeden Alters mit einer Grunderkrankung, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Krankheiten, Lungenerkrankungen (zum Beispiel Asthma oder chronische Bronchitis), Leber- oder Nierenerkrankungen, Immunschwächekrankheiten, Diabetes oder Multiple Sklerose.
  • Menschen jeden Alters, die beruflich oder privat viel mit diesen Risikogruppen zu tun haben, also medizinisches Personal, Pflegepersonal, (pflegende) Angehörige sowie Rettungskräfte und Polizeibeamtinnen und -beamte
  • Schwangere
  • Menschen jeden Alters, die berufsbedingt viel Publikumsverkehr ausgesetzt sind.

Bis die Grippeschutzimpfung ihren vollen Schutz entfaltet, dauert es rund zwei Wochen. Die Impfung sollte also rechtzeitig im Herbst vorgenommen werden, um für die winterliche Grippewelle gewappnet zu sein. Diese hat ihren Höhepunkt erfahrungsgemäß im Januar und Februar.

Sollten auch Kinder geimpft werden?
Einige Stimmen empfehlen dies in der Annahme, dass Kinder das Virus häufig in die Familien und damit in die Risikogruppen tragen. Diese Meinung ist jedoch umstritten: Viele Fachleute sehen keine Beweise dafür, dass Kinder entscheidend zur Verbreitung der Grippe beitragen. Sie empfehlen deshalb, zunächst nur Kinder mit Vorerkrankungen zu impfen.

Dennoch scheint die Impfung der gesamten Bevölkerung, Kinder eingeschlossen, grundsätzlich sinnvoll – denn es handelt sich bei der Grippe um eine Erkrankung, die auch tödlich verlaufen kann. Da jedoch nur eine begrenzte Menge an Impfstoff zur Verfügung steht, könnten am Ende ausgerechnet die besonders gefährdeten Personen der Risikogruppe nicht geschützt sein. Deshalb sehen viele Fachleute aus dem Gesundheitswesen von einem entsprechenden Aufruf ab.

Wie viel Impfstoff wird gebraucht?
Der Impfstoff gegen Grippe muss jedes Jahr aufwändig neu hergestellt werden – denn das Grippevirus verändert sich ständig. Aufgrund der Erfahrungen in den Regionen der Südhalbkugel, wo die Grippewelle zeitversetzt zur Nordhalbkugel verläuft, versucht man die notwendigen Antikörper für das laufende Jahr zu bestimmen. So bleibt nur eine kurze Zeitspanne für die Herstellung des Impfstoffes, und er kann nicht wie andere, saisonal unabhängige Impfstoffe, auf Vorrat hergestellt werden. Zudem ist die Herstellung des Impfstoffes kompliziert und langwierig.

Die Verläufe der jährlichen Grippewellen sind unvorhersehbar. Während im Winter 2017/18 mehr als 25.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Grippeerkrankung starben, waren es im Winter 2018/19 nur 411 Personen. Für den kommenden Winter wurde laut Gesundheitsminister Spahn sicherheitshalber eine Rekordmenge an Impfstoff geordert, um eine gesteigerte
Nachfrage bedienen zu können. Letztlich baut man bei der Produktion und Bestellung aber auf Schätzungen, denn es lässt sich nie genau vorhersagen, wie viele Menschen tatsächlich geimpft werden wollen.  

Ist die Grippeschutzimpfung gefährlich?
Die Bedenken, die manche Menschen gegen die Grippeimpfung hegen, sind medizinisch nicht belegt. Die Impfung gilt im Gegenteil als gut verträglich. „Es kann passieren, dass rund um die Einstichstelle Hautrötungen, leichte Schmerzen und Schwellungen auftreten. Eine verstopfte oder laufende Nase kann genauso vorkommen wie die typischen Erkältungssymptome Fieber, Schwitzen und Müdigkeit“, sagt Dr. Fink. Die Folgeerscheinungen halten in der Regel nicht länger als zwei Tage an – das ist die Zeit, in der sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt. Da der Grippeimpfstoff auf der Basis von Hühnereiweiß hergestellt wird, sollten allergische Personen dies in der Arztpraxis ansprechen. Sie können auf jeden Fall geimpft werden, sollten jedoch anschließend überwacht werden.

Wichtig ist auch, dass man zum Impfzeitpunkt weder Fieber hat, noch einen grippalen Infekt in sich trägt. Deshalb fragen Ärztinnen und Ärzte vor der Impfung nach dem Bestehen fieberhafter Infekte im direkten sozialen Umfeld.

Fazit: Warum ist es in diesem Jahr besonders wichtig, sich vor Grippe zu schützen?
Auch wenn natürlich der Grippeimpfstoff nicht vor Corona schützen kann, so bewirkt er doch, dass alle Geimpften etwas für ihren eigenen Schutz vor Grippe und damit für ihre Gesunderhaltung tun. Gleichzeitig schützen sie auch andere, die nicht gegen Grippe geimpft sind, denn Grippegeimpfte können das Grippevirus nicht übertragen.

Eine Grippeerkrankung bedeutet für das Immunsystem der Erkrankten eine große Belastung. Sie laufen dadurch Gefahr, sich zusätzlich das Coronavirus einzufangen und weiterzugeben. Und nach wie vor gilt es, das Gesundheitssystem so weit wie möglich zu entlasten und die Intensivstationen für unvermeidbare Fälle freizuhalten.

AHA-Regeln nicht vergessen
Grippeviren können über Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen sowie über Hände und Oberflächen übertragen werden. Neben einer Impfung schützen daher auch die während der Corona-Pandemie eingeübten AHA-Regeln vor Grippe: Abstand halten, Hygiene – in Form von regelmäßigem, gründlichem Händewaschen mit Seife – sowie Alltagsmasken.

Mit Impfung und AHA sind Sie gut gewappnet. Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund!

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Susanne Schneider, www.freistil-texte.de
Redaktion: Birgit Kahl-Rüther, Mail: bkahl@lzg-rlp.de

LKA-RP: Genug Betrug: Identitätsdiebstahl
Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt geben Handlungsempfehlungen bei Datenmissbrauch

  • Web-Seminar "Sicher im Netz" am 23. Oktober
  • Kriminelle missbrauchen die Identitäten von Verbraucherinnen und Verbrauchern für Verträge, Abonnements und Nutzerkonten.
  • Um sich vor Identitätsdiebstahl zu schützen, sind sichere Passwörter, das Erkennen von Phishing-Versuchen und die eigene Datensparsamkeit unerlässlich.
  • Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt raten Betroffenen, schnell zu handeln und Anzeige zu erstatten sowie die Bank zu informieren.

(ots) - Rechnungen für angeblich bestellte Ware, unberechtigte Inkassoforderungen oder unerklärliche Abbuchungen vom Bankkonto können ein Indiz dafür sein, dass die eigene Identität von Betrügern missbraucht wird. Sie ergaunern persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Kreditkarten- oder Kontonummern, um auf fremde Kosten Verträge zu schließen.

"Die Betroffenen sind zunächst total verunsichert, was es mit den merkwürdigen Zahlungsaufforderungen auf sich hat", so Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Auf gar keinen Fall sollten Forderungen oder Abbuchungen einfach ignoriert werden. Es ist wichtig, schnell die Bank zu informieren und Anzeige zu erstatten."

Die Betrüger gelangen über Phishing-Mails oder Datenlecks bei großen Anbietern an die sensiblen Verbraucherdaten. Deshalb sollte vorsichtig mit Passwörtern, PINs, Bankverbindung oder Kreditkartendaten umgegangen werden.

Typische Fälle: Eine Verbraucherin hat noch nie etwas im Internet bestellt. Nicht einmal eine E-Mail-Adresse besitzt sie. Umso erstaunter ist sie, als ein Inkassounternehmen die Bezahlung mehrerer Online-Bestellungen von ihr verlangt. Die Täter benötigten lediglich den Namen und die Adresse, um Waren zu bestellen, die sie dann beim Postzusteller abfingen. Da die Bestellungen auf Rechnung getätigt wurden und die Verbraucherin keine Kenntnis von den Rechnungen hatte, beauftragte der Online-Shop ein Inkassounternehmen damit, die Kaufpreise einzutreiben.

Ein Verbraucher entdeckt monatliche Abbuchungen eines Streaming-Dienstes in Höhe von rund 12 Euro auf seinen Kontoauszügen. Den Anbieter kennt er nicht. Seine Recherche ergibt, dass der kostenpflichtige Dienst mit seinen Kreditkartendaten gebucht worden sein muss.

Anlässlich des "European Cyber Security Month" geben Verbraucher-zentrale und Landeskriminalamt Tipps, wie man sich im Falle eines Identitätsdiebstahls verhalten soll:

  • Die Hausbank sollte umgehend informiert werden. Die betroffenen Konten und/oder Karten sollten sicherheitshalber gesperrt werden (Sperr-Notruf 116 116).
  • Wer den Verdacht hat, Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden zu sein, sollte den Betrugsfall der Polizei melden

Das geht zum Beispiel bei der Internetwache des jeweiligen Bundeslandes und in Rheinland-Pfalz unter: www.polizei.rlp.de/de/onlinewache

  • Die Passwörter der betroffenen Accounts sollten durch sichere Passwörter ersetzt werden.
  • Der Identitätsdiebstahl sollte bei der Schufa und anderen Auskunfteien gemeldet werden.
  • Unberechtigte Abbuchungen sollten durch die Bank beziehungsweise das Kreditkarteninstitut zurück gebucht werden.

Sollten sich anschließend Inkassounternehmen mit Zahlungsaufforderungen melden, kann mit einem Musterbrief der Verbraucherzentrale der Forderung widersprochen werden.

Weitere Informationen rund um das Thema Identitätsdiebstahl gibt es im Web-Seminar "Sicher im Netz".

Experten von Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt erklären am Freitag, 23. Oktober 2020 um 14:30 Uhr, wie man sich vor Abzocke und Betrug schützen kann.
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/webseminare-rlp ist erforderlich. Um teilnehmen zu können, wird ein Computer mit Internetzugang und Lautsprecher benötigt. Ideal ist ein Kopfhörer. Weitere Informationen und den Link zum Web-Seminarraum erhalten Interessierte im Anschluss an die Anmeldung.

Informationen zum Nachlesen gibt es zudem auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale

www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/digitale-welt/datenschutz/welche-folgen-identitaetsdiebstahl-im-internet-haben-kann-17750

und der Polizei


www.polizei-beratung.de

www.cybersicherheit-rlp.de

Eine Grußkarte mit eigenem Motiv verschicken? Kein Problem.

Welches Motiv es auch sein soll - Klicken Sie einfach die Bilder an, wählen Sie danach ein Foto aus Ihrer Sammlung aus und
schicken Sie es an die Person(en), die es erhalten soll(en). Einzige Bedingung: Das Foto darf nicht mehr als 200 kB haben.

So wichtig wie nie
Jetzt gegen Grippe impfen lassen


Normalerweise empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (RKI) eine Grippeschutzimpfung vor allem für Menschen ab 60, chronisch Kranke, Schwangere, medizinisches Personal und alle, die viel Kontakt mit Menschen haben. In diesem Jahr sollen weit mehr als die in den vergangenen Jahren benötigten Impfdosen bereitgestellt werden. Denn über den genannten Personenkreis hinaus, sollten sich nach Expertenmeinung jetzt möglichst viele Menschen gegen das Grippevirus impfen lassen, um bei plötzlich steigenden COVID-19-Fallzahlen das Gesundheitssystem nicht zusätzlich zu belasten.

„In diesem Jahr müssen unsere örtlichen Ärzte und Krankenhäuser mit gleich zwei Infektionskrankheiten fertig werden: Je weniger Grippeinfektionen auftreten, umso besser können sie daher die Versorgung von schwer erkrankten COVID-19-Patienten sicherstellen“, erklärt Frank Breithaupt, Bezirksdirektor und Krankenversicherungsexperte der Barmenia Versicherungen Mainz. Dieses Ziel lässt sich am ehesten dadurch erreichen, dass sich möglichst viele Menschen gegen Grippe impfen lassen, deshalb immun sind oder nur einen milden Krankheitsverlauf zeigen.

Zwar hält sich hartnäckig das Gerücht, eine Grippeschutzimpfung könne die Krankheit selbst auslösen. Da das Impfserum das Virus nur in abgetöteter Form enthält, ist eine Ansteckung jedoch ausgeschlossen. Zeigen Personen leichte, grippeähnliche Symptome, sind das manchmal Nebenwirkungen der Impfung oder sind dadurch begründet, dass viele Menschen im Herbst und Winter erkältet sind und sich über mehrere Tage kränklich fühlen. Eine Grippe, die sogenannte Influenza, tritt dagegen plötzlich und mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber auf. Gerade in der Frühphase sind die Anzeichen für eine Erkältung, einen grippalen Infekt, eine Influenza- oder eine COVID-19-Infektion sehr ähnlich. Sind die Symptome stark oder länger anhaltend, sollte daher ein Arzt verständigt werden. Ist der Betreffende gegen Grippe geimpft, kann der Arzt direkt einem COVID-19-Verdacht nachgehen und gegebenenfalls eine entsprechende Behandlung einleiten.

Wer auf Nummer sicher gehen und sich schützen möchte, sollte sich und seine Familie im Oktober oder November impfen lassen. Die volle Wirkung tritt in der Regel nach zehn bis 14 Tagen ein. Zur Hochzeit der Grippewelle im Januar und Februar ist der Impfschutz dann immer noch hoch wirksam und schwächt sich im Laufe des kommenden Jahres ab. Wie stark die diesjährige Grippesaison ausfällt, ist schwer vorherzusagen. Da das Virus mutiert, muss der Impfstoff von Jahr zu Jahr angepasst werden und ist nicht immer gleich wirksam. In der vorigen Saison sind relativ wenige Menschen an Grippe erkrankt, zwei Jahre davor waren es hingegen sehr viele. Da Kinder für die Verbreitung der jährlichen Grippe eine wesentliche Rolle spielen, vermutet das RKI einen Zusammenhang zwischen den coronabedingten Schulschließungen ab der zwölften Kalenderwoche 2020 und der geringen Zahl an Grippekranken.

Wie die meisten Viren wird auch das Grippevirus vor allem durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen: Beim Husten oder Niesen verteilen sich die Erreger in der Luft und auf Flächen. Durch Einatmen oder das Berühren des Gesichts mit den Händen gelangen sie in die Schleimhäute. „Umso wichtiger ist die Einhaltung der aktuellen Schutzmaßnahmen: Abstand halten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen und regelmäßiges sorgfältiges Händewaschen helfen auch gegen eine Verbreitung von Erkältungskrankheiten und der Grippe“, erklärt Breithaupt. Je mehr Menschen diese Regeln beherzigen und sich zusätzlich gegen Grippe impfen lassen, umso besser für die Menschen, die aufgrund einer schweren COVID-19-Erkrankung in den kommenden Monaten möglicherweise eine intensive ärztliche Behandlung benötigen.

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