849 vom 23.10.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 849 vom 23.10.2020
Corona-Lockdown: Kinder- und Jugendtelefon Mainz verzeichnet deutlichen Anstieg der Anrufe

Von Cornelia Bormann

Die beiden kürzlich erschienenen bundesweiten Studien JuCo und KiCo des Forschungsverbunds „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ belegen, dass Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise zu Hause häufig keinen Ansprechpartner hatten, dem sie ihre Sorgen anvertrauen konnten. Das spiegeln auch die Zahlen der „Nummer gegen Kummer e.V.“ wider, der die Beratungskontakte der Kinder- und Jugendtelefone statistisch auswertet. Die Träger der Kinder- und Jugendtelefone stellen bereits seit 40 Jahren ein telefonisches anonymes Beratungsangebot zur Verfügung, seit einigen Jahren auch online. So stiegen die bundesweiten Telefonkontakte der Kinder- und Jugendtelefone zwischen Februar und April um 10,6 Prozent, die Beratung per Online-Chat sogar um 28,3 Prozent. Reiner Schütz, Geschäftsführer der „Nummer gegen Kummer“ berichtet, dass in der Corona-Zeit die Heranwachsenden in der Beratung vermehrt schulische Sorgen und Zukunftsängste hinsichtlich Ausbildung und Beruf thematisierten.

Das Mainzer Kinder- und Jugendtelefon hat mit seinen engagierten Ehrenamtlichen während des Corona-Lockdowns mit erweiterten Dienstzeiten kurzfristig auf die gestiegene Nachfrage reagiert und an drei Wochentagen zusätzlich einen Frühdienst angeboten, der schnell auf große Resonanz stieß. Auch die laufende Ausbildung der Telefonberater*innen konnte während des Lockdowns per Videokonferenz weitergeführt und abgeschlossen werden.

In diesem Jahr feiert die „Nummer gegen Kummer“, der Dachverband der Kinder- und Jugendtelefone ihr 40-jähriges Jubiläum. Getragen wird das bundesweit größte verbandsübergreifende Beratungsnetzwerk von derzeit über 3.000 ausgebildeten ehrenamtlichen Berater*innen. Mit 35,6 Prozent sind psychosoziale und gesundheitliche Themen das Hauptanliegen der Kinder und Jugendlichen, danach folgen Probleme mit und in der Familie (19,3%) gefolgt von Schulthemen (14,5%).

Neue Berater*innen in Mainz gesucht
Das Kinder- und Jugendtelefon Mainz ist seit 35 Jahren in der Trägerschaft des Kinderschutz-Zentrums Mainz e.V., welcher Mitglied im bundesweiten Verband "Nummer gegen Kummer e.V.“ ist. Derzeit sind am Kinder- und Jugendtelefon Mainz 25 ehrenamtliche Berater*innen aktiv, die wöchentlich 30 Stunden für die Fragen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen. Jährlich bildet das Kinderschutz-Zentrum Mainz bis zu 12 ehrenamtliche Telefonberater*innen aus. Die Ausbildungszeit beträgt rund 90 Stunden und ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Im Gegenzug verpflichten sich die ehrenamtlichen Berater*innen zu circa 50 Telefondiensten á drei Stunden. Des Weiteren werden die Telefonberater*innen durch regelmäßig stattfindende Gruppensupervisionen während ihrer Tätigkeit am Kinder- und Jugendtelefon unterstützt. Die nächste Bewerbungsrunde für einen Ausbildungsplatz 2021 als Telefonberater*in beginnt Ende Oktober 2020. Die Ausbildung wird unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregelung stattfinden.

Interessent*innen wenden sich bitte an:
    Kinderschutz-Zentrum Mainz
    Juliane Haas
    Koordinatorin Kinder- und Jugendtelefon Mainz
    Tel.: 06131 – 61 37 37
    E-Mail: juliane.haas@ksz-mainz.de

Eduard baut die neue Boppstraße
Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung stadtauswärts für Tiefbaurarbeiten

(ekö) Die nächste Etappe bei den Bauarbeiten in der Boppstraße kündigt sich an. Die Umgestaltung und Aufwertung dieser für die Neustadt und ganz Mainz wichtigen Straße findet im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms Soziale Stadt statt. Im Zuge der Bauarbeiten im 3. Bauabschnitt (konkret: BA 3.2.2. zwischen Frauenlobstraße und Bonifaziusplatz inklusive Einmündungsbereiche) kommt es ab dem kommenden Montag, 26. Oktober 2020 (geplant bis 3. Januar 2021), zu einer geänderten Verkehrsführung. Im genannten BA 3.3.2 im Bereich zwischen Frauenlobstraße und Bonifaziusplatz werden die Tiefbauarbeiten für den Leitungsbau und die Hausanschlüsse der Mainzer Netze GmbH durchgeführt.

Verkehrsführung:
• Stadtauswärts wird eine Einbahnstraßenregelung in der Boppstraße eingerichtet.
• Der stadteinwärts führende Verkehr wird mittels Beschilderung über den Kaiser-Wilhelm-Ring (mit U-Turn am Bahnhofsvorplatz) - Frauenlobstraße - Rhabanusstraße - Bonifaziusplatz – Boppstraße – Kaiserstraße umgeleitet.
• In Fahrtrichtung Innenstadt wird der Individualverkehr aus der Neustadt über die Josefsstraße - Nackstraße - Gartenfeldplatz - Frauenlobstraße - Gartenfeldstraße - Adam-Karrillon-Straße – Bonifaziusplatz - Boppstraße – Kaiserstraße umgeleitet.
• Der Radfahrverkehr stadtauswärts wird mittels Radfahrpiktogrammen an der Baustelle vorbeigeleitet.
• In Fahrtrichtung Innenstadt wird der Radfahrverkehr über die Josefsstraße - Nackstraße - Gartenfeldplatz - Frauenlobstraße - Gartenfeldstraße - Adam-Karrillon-Straße umgeleitet.

    
Weltenfenster
Arbeiten von Katharina Pischedda
26. Oktober 2020 bis 29. Januar 2021

Weltenfenster lässt uns vorbei an Glas eine in sich geschlossene Welt erkunden. Wir können zusammen mit Charlie einen aufregenden Tag in der Bretagne erleben, einer Begegnung zweier Länder auf Zelluloid beiwohnen und in die faszinierende Welt des Tees eintauchen. Katharina Pischedda erschafft eine eigene Welt hinter Glas, die sich auf die Größe der Vitrine beschränkt. So sind die Vitrinen nicht nur Präsentationsort, sie sind fest in die Arbeit involviert. Die Ausstellung vereint Pischeddas Begeisterung für Tee, analoge Fotografie und Charakterköpfe und bietet einen Einblick in verschiedene Disziplinen, die Grafik-Design zu bieten hat.

Katharina Pischedda ist nach abgeschlossenem Studium der Kunstgeschichte und Buchwissenschaft ihrer Leidenschaft für das Gestalten gefolgt und macht gerade ihren Abschluss an der Hochschule Mainz mit den Schwerpunkten Buchgestaltung, Typografie, analoge Druckverfahren und Fotografie. Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek ist ein vertrauter Ort für sie: die großartigen Gruppen-Ausstellungen „Seitenweise Kunst“ hat sie mit kuratiert, sowie die Begleithefte dazu gestaltet.

Öffnungszeiten der Ausstellung
Freihand-Bereich der Forschungsbibliothek, 1. OG
Montag & Mittwoch 10–12.30 Uhr und 14–18 Uhr
Freitag 10–13 Uhr

Wissenschaftliche Stadtbibliothek
Rheinallee 3 B, 55116 Mainz
Tel 06131 - 122649 oder 122652

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Termine der Woche

Freitag 23.10.2020



Der Schloßbiergarten, Peter-Altmeier-Allee 9, wird vom 16.- 25. Oktober zum schlossQUEERgarten mit folgenden Veranstaltungen:

Freitag, 23.10.2020 - 17:30 Uhr
Tunten-Bingo
Tunten, eine Bingomaschine und jede  Menge Gewinne Gewinne Gewinne, gibt es etwas besseres? Wahrscheinlich  schon, aber warum nicht mal das Glück herausfordern? Daher lädt die Bar  jeder Sicht am 23.10.2020 ab 17 Uhr zum „Bingo Royale mit der Mainzer  Linie“ in den Kulturgarten am kurfürstlichen Schloss. Die Mainzer Linie  ist ein queeres Künstler*innenkollektiv, welches seit 2019 regelmäßig  Liveshows mit schlechtem Geschmack, schlimmen Fummeln und einzigartigen  Nummern auf die Stöckel stellt. Frei nach dem Motto „Scheitern als  Chance“ ist jeder Abend mit der Mainzer Linie…nun ja auf jeden Fall ne  Erfahrung. Also kommt zahlreich und fordert euer Glück heraus!
Die Bingoscheine werden für 1€ pro Stück verkauft. Und es gibt natürlich Preise zu gewinnen!
Die Einnahmen Unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

Freitag, 23.10.2020 - 19:30 Uhr
DJ Bobbes Trashy Trallala
DJ Bobbes kommt aus Mainz, seine Nichten leben aber in Wien und haben ihm seinen DJ-Namen gegeben, ohne zu wissen, was „Bobbes” im Rheinhessischen bedeutet. Ihr dürft denselbigen coronakonform sitzend zu seinen Klängen bewegen. Beim CSD 2019 hat DJ Bobbes bereits ohne großen Erfolg auf der Hauptbühne am Theater aufgelegt. Jetzt ist er wieder zurück, mit eigenen Tracks und einem neuen DJ-Set. Aber Vorsicht: trashy trallala!
Freiwilliger Eintritt: 2,79 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder – wenn  ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Die Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

Samstag, 24.10.2020 - 16 Uhr
Die Affirmative - Benefiz-Werkschau
Die Affirmative ist inzwischen eines der bekanntesten professionellen Improvisations-Theater in Mainz, Wiesbaden und der Region. Neben der hauptberuflichen Arbeit als Schauspieler*innen und Theaterpädagog*innen engagieren sich die Mitglieder der Affirmative auch für Mainz und die Region – mit regelmäßigen Benefiz-Auftritten und kostenlosen Kursen für Jugendliche und Kinder. Regelmäßig treten sie in der „Bar jeder Sicht“ auf und sind nun mit einer Werkschau der Kurse im schlossQUEERgarten.
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Samstag, 24.10.2020 - 18:30 Uhr
„Bar jeder Sicht“ Benefiz-Karaoke
Jeden letzten Samstag im Monat ist die Bühne der „Bar jeder Sicht“ eigentlich eure Bühne. Coronabedingt kann das gerade nicht wie gewohnt  in der Bar stattfinden. Umso mehr freuen wir uns, dass wir euch diesmal die Bühne des schlossQUEERgartens anbieten können. Micha, Marcus und Joe sind karaoketechnisch für euch da. Alle, die singen wollen, bekommen einen eigenen Mikropuschel. Und die Mikrofone werden nach jeder Gesangseinlage desinfiziert.
Freiwilliger Eintritt: 6 Euro (inkl. eigenem Mikroschutz). Gerne dürft ihr mehr oder – wenn ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Die Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in  der Coronakrise.

Sonntag, 25.10.2020 - 18:30 Uhr
Tinker’s Coin
Die vierköpfige Band Tinker’s Coin spielt raffiniert arrangierte Folkmusik. In der aktuellen Besetzung ist die Band seit sieben Jahren auf den großen und kleinen Bühnen der Republik unterwegs. Mit vielstimmigem Gesang, akustischer Gitarre, Querflöte, Akkordeon und Kontrabass spielt das Quartett ein weit gefächertes Repertoire von der Ballade bis zum tanzbaren Folksong. Die musikalische Reise in vielen Sprachen führt dabei vom Balkan über Deutschland, Skandinavien und Irland über die Bretagne bis zum traditionellen Folksong der Vereinigten Staaten. Wechselseitig liegt dabei der Fokus auf präzisen Gitarrenpickings, fetzigen Flötensoli, ausdrucksvollen Gesangseinlagen und treibenden Bassläufen. Die Texte erzählen dabei amüsante oder melancholische und immer detailreich arrangierte Geschichten über die großen und kleinen Themen des Lebens. Die ausgewogene und stimmige Mischung aus unterschiedlichen musikalischen Stilen garantiert jedem Freund der handgemachten Musik ein echtes Live-Erlebnis.
Freiwilliger Eintritt: 8 Euro. Gerne dürft ihr mehr oder –  wenn ihr nicht anders könnt – auch weniger geben. Die Eintritte und Spenden unterstützen das Zentrum „Bar jeder Sicht“ in der Coronakrise.

KULTURBÄCKEREI e.V.
ARTIVE cooperation lab 23. + 24. Oktober 2020 im KUZ

Die Veranstaltung muss leider abgesagt werden und wird auf nächstes Jahr verschoben

Mainzer Frauen – Frauen in Mainz
Erleben Sie Mainz von seiner weiblichen Seite! Nicht nur berühmte Schriftstellerinnen, Politikerinnen und frühe Frauenrechtlerinnen werden vorgestellt. Gewürdigt werden auch weniger bekannte Persönlichkeiten wie z.B. die erste deutsche Polizistin und Streetworkerin. Handfeste Skandalgeschichten ergänzen den Blick auf das Frauenbild und das alltägliche Leben der Mainzerinnen. Ein unterhaltsamer Rundgang mit Überraschungen für alle Geschlechter!
Kosten: 7,- € pro Teilnehmer, ermäßigt 5,- €, Kinder bis 14 Jahre kostenfrei
Aufgrund der Corona-Maßnahmen bitten wir möglichst um eine Anmeldung mindestens 24 Stunden vor Beginn per E-Mail.
Geben Sie dabei bitte die postalische Adresse und die Telefonnummer von Ihnen und ggf. weiteren Begleitpersonen an. Bringen Sie bitte auch eine Gesichtsmaske mit.
Diese Führung ist nicht barrierefrei und insofern nicht für Rollstuhlfahrer geeignet.
Veranstalter: Geographie für Alle

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Samstag 24.10.2020 - kein Eintrag
Sonntag 25.10.2020
11:15 Uhr - Evang. Christuskirche, Kaiserstraße 56
Universitätsgottesdienst
Was es braucht (Markus 2,23-28)
„Schmücke dich, o liebe Seele“ (Eingangschor und Schlusschoral der Kantate BWV 180)

Predigt und Liturgie: Universitätsprediger Prof. Dr. Kristian Fechtner
Orgelvor- und Nachspiel: Prof. Hans-Joachim Bartsch
Musikalische Gestaltung: Solistinnen und Solisten, Bachorchester unter Leitung von Prof. Ralf Otto

Wir beginnen wieder den Mainzer Universitätsgottesdienst zu feiern, abgestimmt auf die besondere Situation und im Rahmen eines achtsamen Sicherheitskonzeptes.
Der Gottesdienst verbindet in vertrauter Weise Wort und Klang; er findet in kleinerer Form statt: etwa 30 – 35 min lang, ohne Gemeindegesang, mit Abstandsregeln und Mundschutz bis zum Sitzplatz.
Begrenzte Platzanzahl! Kostenlose Reservierung und Erfassung der Kontaktdaten entweder bis 21.10.2020 über die Tickethotline Tel. 0700 – 22 24 24 67* (Mo bis Fr 9 – 18 Uhr) oder vom 12. – 23.10.2020 bei der Aufsicht in der Vorkirche.
*(6,3 Cent pro 30 Sekunden Telefongebühr)
16:00 Uhr - Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3-5
Ausstellungsnachgespräch
Kosten im Eintritt enthalten
Anmeldung bis zum 21.10.20 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Tel. 06131 126939


19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: MainzTS
Selbsthilfegruppe für transidente Menschen
Die Gruppe bietet ein Austauschforum für alle Menschen, die sich mit ihrem körperlichen Geschlecht nicht identifizieren. Sie richtet
sich auch an ihre Angehörigen und Partner_innen. - E-Mail: info@sichtbar-mainz.de  -  www.sichtbar-mainz.de

Montag 26.10.2020
12:30-18:00 Uhr - Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3-5
Symposium
Im Rahmen der Ausstellung wird in der Kunsthalle  Mainz in Kooperation mit dem Gutenberg-Nachwuchskolleg „Zeugenschaft" am  Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der JGU  Mainz ein Symposium zu Fragestellungen um das Thema Zeugenschaft  stattfinden. Eingeladen sind Wissenschaftler*innen aus verschiedenen  Disziplinen u.a. Medienkultur-, Film- und Theaterwissenschaft sowie Kunstgeschichte.
Die Tagung wird digital übertragen. Das aktuelle Programm sowie  weitere Infos finden Sie in Kürze demnächst auf der Website www.kunsthalle-mainz.de
Anmeldung bis Dienstag 20.10.2020 unter mail@kunsthalle-mainz.de oder Tel. 06131 126939

18:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: J.i.M. u21 - Jung in Mainz
Du bist jung, lesbisch, schwul, bi, trans*, queer oder auf andere Weise einzigartig? Hier haben alle bis 21 Jahren Gelegenheit, sich
auszutauschen, gemeinsame Unternehmungen abzusprechen oder einfach einen schönen Abend zu haben. Wer nicht alleine
kommen möchte, kann am Mainzer Hauptbahnhof abgeholt werden. Einfach eine Mail schreiben an junginmainz@gmail.com

Dienstag 27.10.2020
19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Stammtisch: J.i.M. - Jung in Mainz
Die queere Jugendgruppe
Du bist zwischen 18 und 27, lesbisch, schwul, bi, trans*, queer oder auf andere Weise einzigartig? Dann bist Du hier genau richtig!

Vier Saiten für St. Bonifaz
Streicher-Konzerte zugunsten der Orgel und Kirchenmusik
Glücksklee–Quartett mit Werken von Beethoven und Schubert
Der Eintritt bei diesen Konzerten ist frei; aufgrund des guten Zweckes und des erhöhten Aufwands bittet der Orgelverein um angemessene Spenden.


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Mittwoch 28.10.2020
18:00 Uhr - K-LAB, Nordhafen | Gebäude 16 | 1. OG (Klingel am Eingang), Rheinallee 88 | Ecke Obere Austraße | gegenüber Haupteingang Möbelum (Parkplatz)
Vereinstreffen der KULTURBÄCKEREI
Initiative für ein Soziokulturelles Zentrum in der Mainzer Neustadt
(Bis 19 Uhr Information für Interessierte, ab 19:00 Uhr Arbeitstreffen für Aktive)
    
Aufgrund der Coronaregelungen möchten wir Sie bitten, sich für das Infotreffen im Vorfeld anzumelden. info@kulturbaeckerei-mainz.de | 06131 8948382

19:00 - 21:00 Uhr - online
Online-Seminar „Manchmal einsam?“
Jeder sechste Deutsche ist oft einsam, jeder zweite  zumindest manchmal. Corona, Digitalisierung und Anonymisierung  führen dazu, dass es weniger direkten Kontakt zwischen den Menschen  gibt. Verbundenheit und Austausch mit anderen und auch die innere  Verbindung zu sich selbst sind jedoch essenzielle Faktoren für das  physisches und psychisches Wohlbefinden. Anhand von theoretischen  Impulsen, praktischen Übungen gibt das Seminar Impulse, um Ängste und  emotionale Anspannung zu lösen sowie das soziale Netzwerk zu erweitern  und zu vertiefen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis 23. Oktober  unter der Tel.: 06131 9600421 oder Mail: post@eeb-mainz.de.
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung

20:15 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Kino am Mittwoch: Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit
Spielfilm über Ruth Bader Ginsburg - USA/Kanada/China 2018, 115 Min., deutsche Fassung
USA in den 1950er Jahren: Es gibt 187 Gesetze, die zwischen Frau und Mann unterscheiden. Ruth Bader Ginsburg (Felicity Jones) will dies ändern. Sie studiert als eine der wenigen Frauen Jura in Harvard, muss sich aber trotz ihres Abschlusses als Jahrgangsbeste mit einer Stelle als Professorin zufriedengeben. Keine Anwaltskanzlei will eine Frau einstellen. Doch schließlich wittert Ruth einen Präzedenzfall, der eine seit Jahrzenten stillstehende Gesetzeslage ad absurdum führt. Mit eisernem Willen und scharfem Verstand zieht Ruth vor Gericht und kämpft gegen die Diskriminierung.
Am 18.09.2020 starb Ruth Bader Ginsburg, die wohl bekannteste liberale Richterin am US-Supreme Court,  im Alter von 87 Jahren. Der Film erzählt die wahre Geschichte einer Ikone der Frauenrechtsbewegung und berichtet von ihrem Kampf gegen aus heutiger Sicht unvorstellbare Gesetze.
Gefördert durch das AlleFrauenreferat im AStA der Uni Mainz

Donnerstag 29.10.2020
19:00 Uhr - Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29
Länger leben - gesünder leben. HIV und Ernährung
Der Einfluss des Mikrobioms auf Gesundheit und Gewicht
Mehr als 70% der HIV-Patient_innen stellen eine unerwünschte  Gewichtszunahme unter der antiretroviralen Therapie fest. Damit steigt  das Risiko für Folgeerkrankungen wie Fettleber, Diabetes Typ 2,  Bluthochdruck u.a. Eine Ernährungsoptimierung und Lebensstiländerung,  die auch auf eine Stabilisierung des Mikrobioms abzielt, hilft beim  Gewichtsmanagement. Wie das im Alltag umgesetzt werden kann, wird Thema  des Vortrags sein.

Referentinnen:
Sylvia Becker Pröbstel (dipl. Oecotrophologin, Diät-Assistentin, Bad Vilbel und Frankfurt, Eat and Fun)
Annette Piecha (HIV Hepatitis Contact/Kompetenznetz HIV-AIDS e.V.)

Eine Veranstaltung der AIDS-Hilfe Mainz mit freundlicher Unterstützung von GILEAD
Wegen der reduzierten Plätze bitte reservieren: info@barjedersicht.de oder Tel. 06131 5540165. Es gelten die AHA-Regeln, der Veranstaltungsraum ist gut belüftet.

Landesmuseum Mainz
Termine in dieser Woche

Kurzführung
27.10.2020, 12:30 – 13:00 Uhr

Kunst in der Mittagspause

Kurzführung
27.10.2020, 13:30 – 14:00 Uhr

Kunstwerkstatt für Kinder
28.10.2020, 15:30 – 16:30 Uhr

Beim Jupiter!
Kostümführung in der Steinhalle
01.11.2020, 11:00 – 12:00 Uhr



Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Wir machen Geschichte lebendig


Alle Ankündigungen von Veranstaltungen,
wöchentlichen Terminen, Ausstellungen und
Veranstaltungen mit Anmeldung oder Vorverkauf
finden Sie auf unseren Veranstaltungsseiten.
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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Foto: hbz/Stefan Sämmer)
Kunsthallen-Leiterin Böttcher über Kunst in Corona-Zeiten
Im November beginnt in Mainz eine Ausstellung mit Werken von Joachim Koester. Der Künstler stammt aus Kopenhagen, einem Risikogebiet. Eine Herausforderung für Stefanie Böttcher - zum Artikel

(Foto: Sammlung Michael Bermeitinger)
Als der Hafen in Mainz noch ein Hafen war
Der Zoll- und Binnenhafen wird mittels Uferaufschüttung dem Rhein abgerungen und 1887 eröffnet. Eine Erfolgsgeschichte, bis am 27. Februar 1945 fast alles zerstört wird - zum Artikel

(Archivfoto: Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG)
Neue Pläne - Bahnt sich noch mehr Ärger am Zollhafen an?
Immer wieder haben sich am Mainzer Zollhafen Anwohner über Lärm beschwert. Ein Runder Tisch brachte Entspannung. Doch der Bebauungsplan birgt neues Konfliktpotenzial - zum Artikel

(Foto: Jonathan Sienkiewicz)
Wintersaison: „N'Eis“ macht Platz für „Goldstriezel“
Im Winter macht das „Neustadteis“ am Gartenfeldplatz wieder Pause. Jonathan Sienkiewicz übernimmt wie schon in der vergangenen Wintersaison das Geschäft und verwandelt es in seinen Pop-up-Store „Goldstriezel“ - zum Artikel


Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
    
Trickdiebstahl zum Nachteil einer 92-Jährigen
Dienstag, 20.10.2020, 12:55 Uhr bis 13:10 Uhr
Am Dienstagmittag klingeln zwei Männer bei einer 92-Jährigen in der Mainzer Neustadt und geben sich als Mitarbeiter der Stadt Mainz aus. Im Rahmen von öffentlichen Bauarbeiten sei es zu einem Wasserrohrbruch gekommen, weshalb nun die Leitungen in der Wohnung überprüft werden müssten. Die 92-Jährige lässt die beiden in die Wohnung, einer lenkt sie ab, während sich der andere frei in der Wohnung bewegt. Nach etwa 15 Minuten verlassen die beiden Männer die Wohnung. Die 92-Jährige stellt später fest, dass Bargeld in Höhe eines dreistelligen Betrages entwendet wurde.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131/ 65-3633 in Verbindung zu setzen.

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Tipps und Informationen

Forsa: Deutsche radeln viel – Radfahren hält gesund, macht schlau und glücklich

42 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 70 Jahren gaben in einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH vor der Corona-Krise an, in der Freizeit viel Fahrrad zu fahren – die Mehrheit darunter nahezu täglich (69 Prozent). Das dürften inzwischen deutlich mehr sein. Denn nach dem Lockdown setzte ein wahrer Fahrradboom ein. Laut Zweirad-Industrie-Verband wurden etwa 3,2 Millionen Fahrräder und E-Bikes allein im ersten Halbjahr 2020 verkauft und damit 9,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mehr als jedes dritte in diesem Jahr verkaufte Fahrrad ist mit einem Elektromotor ausgestattet. Die Pandemie hat den Trend zum Radfahren beschleunigt. Etliche steigen aufs Rad, da sie wegen des Infektionsrisikos öffentliche Verkehrsmittel meiden, andere entdecken die Freude am Radeln wegen eingeschränkter Reisemöglichkeiten.

Allrounder für unseren Körper
KKH-Sportexperte Ralf Haag freut sich über diese Entwicklung, denn: „Radfahren ist eine Wunderwaffe für unsere Gesundheit. Wer regelmäßig in die Pedale tritt, trainiert Ausdauer, Kraft und Koordination.“ Drei Mal pro Woche eine halbe Stunde Bewegung reichen aus, um Herz und Kreislauf, Lunge, Muskulatur, Knochen und das Immunsystem zu stärken und obendrein das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder für Fettleibigkeit zu reduzieren. Mit Radfahren lässt sich gut das Gewicht reduzieren, da es den Fettstoffwechsel ankurbelt und hilft, Kalorien zu verbrennen. Auch die Gelenke werden geschont, lastet das Körpergewicht doch auf dem Rad. Was Radfahren noch kann? „Es macht schlau“, erklärt Haag, „denn beim Radeln wird unser Gehirn mit Sauerstoff versorgt und besser durchblutet. Das fördert die Konzentration und Denkfähigkeit.“

Effektiver Stresskiller und Glücksbringer
Steigende Anforderungen in Beruf, Schule oder Studium, privater Termindruck, Großstadthektik – all das stresst den Menschen in unserer Leistungsgesellschaft Tag für Tag. Damit das nicht der Gesundheit schadet, zu Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder Burnout führt, ist regelmäßiger Stressabbau entscheidend. Radfahren an der frischen Luft ist ideal, um zu innerer Ruhe zu finden – allein durch die gleichmäßige Bewegung. Das ist vielen bewusst, wie eine weitere forsa-Umfrage der KKH zeigt. Demnach gaben 67 Prozent der Befragten zwischen 18 und 70 Jahren an, sich im Urlaub bei körperlichen Aktivitäten wie Radfahren am besten zu erholen. Kein Wunder, denn beim Radeln wird die Produktion von Stresshormonen durch die Nebenniere reduziert. Und auch die Seele wird beflügelt, vor allem wenn man durch schöne Landschaften wie aktuell bunte Herbstwälder fährt. Das macht den Kopf frei und sorgt für pures Wohlempfinden durch freigesetzte Glückshormone.

Richtig eingestelltes Rad beugt Schmerzen vor
Damit Radeln Rücken, Knie und Hände nicht belastet und es nicht zu Nackenschmerzen oder Händekribbeln führt, muss das Zweirad individuell eingestellt sein. „Achten Sie darauf, dass Sattel und Lenker so eingestellt sind, dass der Oberkörper leicht nach vorn geneigt ist und das Körpergewicht auf dem Sattel liegt“, rät Ralf Haag. Arme und Oberkörper sollten etwa einen Winkel von 90 Grad bilden. So lassen sich mit den Armen Stöße abfedern. Das Knie sollte leicht gebeugt sein, wenn die Pedale unten ist. Nackenschmerzen beispielsweise rühren meist von einem zu tief eingestellten Lenker her. Bei längeren Touren immer mal eine Pause einlegen, damit sich die Muskulatur zum Beispiel im Nackenbereich entspannen kann. Noch ein Tipp des KKH-Sportexperten: „Gleichmäßig in einem niedrigeren Gang in die Pedale zu treten ist gesünder und gelenkschonender als in einem schweren Gang mal Tempo zu machen und sich dann wieder rollen zu lassen.“

Wind und Wetter trotzen und Fahrrad checken
Wer auch bei Wind und Wetter aufs Rad steigt, kräftigt sein Immunsystem und beugt Erkältungserkrankungen vor – gerade in Corona-Zeiten wichtig. Checken Sie zur Sicherheit noch einmal Bremsen, Reifen und Beleuchtung Ihres Fahrrads.
Damit Radler gut von Autofahrern gesehen werden, unbedingt Licht einschalten. Auch helle, auffällige Kleidung und Reflektoren helfen, rechtzeitig wahrgenommen zu werden. Und Helm mit GS-Prüfsiegel zum Schutz des Kopfes nicht vergessen.

LKA-RP: Start der dunklen Jahreszeit
Tipps, wie man sich vor Einbrechern schützt / Einbruchszahlen sind rückläufig

Spätestens wenn am kommenden Wochenende die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden, beginnt die sogenannte dunkle Jahreszeit - und damit auch die Hauptsaison für Einbrecher. Die nutzen aus, dass es früher dunkel wird und weniger Menschen auf den Straßen unterwegs sind. So können sie unbeobachtet in Häuser und Wohnungen einsteigen, deren Bewohner vielleicht noch auf der Arbeit oder beim Einkaufen sind - und nach dem Heimkommen eine böse Überraschung erleben. Damit das nicht passiert, hat die rheinland-pfälzische Polizei in den vergangenen Jahren ihre Präventionsarbeit verstärkt. Mit Erfolg: Im Jahr 2019 sank die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle auf 3248 Fälle (45,5 % davon Versuche). Das ist die niedrigste Fallzahl seit der differenzierten Erfassung des Wohnungseinbruchdiebstahls im Jahr 1999. Zum Vergleich: 2015 gab es 7125 Fälle - also mehr als doppelt so viele. "Das ist vor allem auch auf unsere intensive Präventions- und Ermittlungsarbeit zurückzuführen", sagt Johannes Kunz, Präsident des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz, und betont die gute länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Wohnungseinbruchdiebstählen - zum Beispiel durch gemeinsame Kontrollmaßnahmen. Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie geht man davon aus, dass die Anzahl an Wohnungseinbruchdiebstählen im Jahr 2020 nochmal niedriger sein wird – eine Folge daraus, dass viele Menschen im "Home Office" arbeiten.

Trotz der erfreulichen Entwicklung rät die Polizei zu Beginn der dunklen Jahreszeit zu erhöhter Aufmerksamkeit und zu Schutzmaßnahmen, um es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen - und so die Zahlen weiter sinken. Das LKA Rheinland-Pfalz hat insbesondere folgende Tipps:

  • Vor dem Verlassen der Wohnung oder des Hauses kontrollieren, ob alle Türen und Fenster geschlossen sind. Achtung: Auch gekippte Fenster sind offene Fenster und eine Einladung für Einbrecher.
  • Die Tür zum Haus und zur Wohnung beim Verlassen immer richtig abschließen - egal wie kurz man sein Zuhause verlässt.
  • Licht anlassen, um den Anschein zu erwecken, dass jemand zu Hause ist. Am besten mit Zeitschaltuhren, die versetzt zueinander Licht an- oder ausgehen lassen.
  • Bei längerer Abwesenheit dafür sorgen, dass das Zuhause einen bewohnten Eindruck vermittelt (keine überquellenden Briefkäste, Rollläden hoch und runter machen lassen).
  • Haustürschlüssel nie außerhalb des Wohnbereichs verstecken.
  • Fremden Personen keinen Zutritt zum Wohnbereich ermöglichen (beispielsweise mithilfe eines Türspions, eines Sperrbügels oder einer Gegensprechanlage)
  • Bei verlorenem Schlüssel umgehend den Schließzylinder austauschen.

Grundsätzlich sollte bei verdächtigen Wahrnehmungen die Polizei unter der 110 informiert und sich nicht selbst in Gefahr begeben werden, indem beispielsweise versucht wird, einen Einbrecher festzuhalten.

Weitere Tipps und Infos zu dem Thema gibt das LKA zum Tag des Einbruchschutzes bei Online-Veranstaltungen am Sonntag, 25. Oktober, um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr.
Die Veranstaltungen sind kostenlos und dauern nur rund 30-45 Minuten. Eine
Anmeldung ist möglich unter https://s.rlp.de/H9P6X.

Übrigens: Die Präventionsexperten der Polizei schauen sich kostenlos Häuser und Wohnungen an, suchen nach Schwachstellen und geben Tipps, wie sich zum Beispiel Fenster oder Türen noch besser sichern lassen. Schon einfache technische Maßnahmen können dazu führen, dass Täter von ihrem Vorhaben ablassen und es nur beim versuchten Einbruch bleibt. Alle Informationen zum Thema Einbruchschutz und  Kontakt zu unseren Beratungszentren gibt es online auf www.einbruchschutz-rlp.de oder auf www.polizei-beratung.de.

Wenn Händewaschen zur Sucht wird
Waschzwang nimmt um 82 Prozent zu – Corona kann solche Störungen begünstigen

Seit der Corona-Krise wäscht sich laut einer forsa-Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse nahezu jeder (93 Prozent) nach dem Nach-Hause-Kommen die Hände. So weit, so vernünftig. Doch was, wenn das Händewaschen zur Sucht wird? Wenn die Angst vor einer Ansteckung – etwa mit dem Corona-Virus – zu einem krankhaften Hygieneverhalten führt oder bestehende Störungen vorantreibt? KKH-Daten belegen bereits vor der Pandemie einen enormen Anstieg bei zwanghaftem Händewaschen: von 2009 auf 2019 bundesweit um rund 82 Prozent. Die meisten Fälle registriert die Kasse bei den 45- bis 59-Jährigen, das größte Plus von rund 154 Prozent bei den 60- bis 74-Jährigen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.  

Die Gründe, warum Menschen eine solche Zwangsstörung entwickeln, reichen von genetischen und psychischen Faktoren wie einer ängstlichen Persönlichkeit über die Erziehung in der Kindheit bis hin zu traumatischen Erlebnissen – etwa einer schweren Krankheit durch Bakterien oder Viren. Dazu gehört auch die Angst vor einem unbekannten Keim wie dem Corona-Virus. Darüber hinaus können sich bereits bestehende psychische Erkrankungen durch solche Krisen noch verstärken.  

Menschen mit einem Waschzwang verspüren panische Angst und Ekel vor Keimen, Schmutz, Körperflüssigkeiten und -ausscheidungen. Der Kontakt mit kranken Personen, mit Abfall oder auch das Benutzen öffentlicher Toiletten lösen massive Panik aus. Die Folge: Betroffene müssen vor allem ihre Hände, aber auch ihren Körper, ihre Kleidung, kontaminierte Gegenstände und häufig ihre gesamte Wohnung immer wieder exzessiv reinigen und desinfizieren. Tragischerweise erreichen sie damit genau das Gegenteil: Das extreme Waschen zerstört den Säureschutzmantel der Haut und Krankheitserreger haben erst recht leichtes Spiel. Ein Waschzwang kann darüber hinaus schwere soziale Folgen haben. Die massiven Reinigungsrituale nehmen häufig so viel Zeit in Anspruch, dass die Betroffenen ihrem beruflichen und privaten Leben nicht mehr nachgehen können und vereinsamen.  

Menschen, die unter einer solchen Zwangsstörung leiden, schämen sich oft für ihr Verhalten. Die Dunkelziffer ist daher hoch. Bei KKH-Versicherten diagnostizierten Ärzte im vergangenen Jahr im Schnitt nur bei einem von 1.000 Versicherten einen Waschzwang. Der deutliche Anstieg zeigt aber, dass solche Zwangserkrankungen im Blick behalten werden müssen, gerade weil sie häufig an weitere psychische Leiden wie Depressionen oder Angststörungen gekoppelt sind. Eine sorgfältige Diagnose mit anschließender ärztlicher Behandlung ist daher unumgänglich. Sich zu öffnen und darüber zu sprechen, ist dabei der erste wichtige Schritt für eine Genesung. Bei einem Verdacht führt der erste Weg zum Hausarzt. Er überweist dann an einen Psychiater oder einen Psychotherapeuten.  

LKA-RP: Licht-Test-Aktion 2020
Kontrollen der Polizei Rheinland-Pfalz für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

(ots) - Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und das Wetter trüber, sind Autofahrer*Innen vermehrt in Dämmerung und Dunkelheit unterwegs - eine gute Beleuchtung ist da Pflicht. Aus diesem Grund veranstalten die Deutsche Verkehrswacht (DVW) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) jedes Jahr im Oktober eine Licht-Test-Aktion, denn "Blindflüge" müssen nicht sein.

Autos, die im Oktober beim kostenlosen Licht-Test in den Kfz-Betrieben überprüft werden, sind auf der sicheren Seite. In den Werkstätten werden defekte Lichtanlagen entdeckt und korrigiert. Der Licht-Test ist ein Service, bei dem kleine Mängel sofort und kostenlos behoben werden - erst wenn alles in Ordnung ist, gibt es die Licht-Test-Plakette für die Windschutzscheibe. Nur nötige Ersatzteile und umfangreiche Einstellarbeiten müssen selbst bezahlt werden.

Beim Licht-Test werden acht Bestandteile der Fahrzeugbeleuchtung auf Funktion und richtige Einstellung nach den Vorgaben der Straßenverkehrszulassung getestet:

  - Nebel-, Such- und andere erlaubte Zusatzscheinwerfer
  - Fern- und Abblendlicht
  - Begrenzungs- und Parkleuchten
  - Bremslichter
  - Schlusslichter
  - Warnblinkanlage
  - Fahrtrichtungsanzeiger
  - Nebelschlussleuchte

Jedes Jahr beteiligen sich mehrere Millionen Autofahrer*Innen an der Licht-Test-Aktion. Die hohen Mängelquoten der vergangenen Jahre verdeutlichen die Bedeutung, die Fahrzeugbeleuchtung überprüfen zu lassen. 2019 war die Mängelquote zwar etwas rückläufig, aber immer noch fielen 28,8 Prozent der Fahrzeuge wegen Defekten bei der Beleuchtung auf. Jeder fünfte Autofahrer fährt mit mangelhaftem Autolicht, jeder zehnte blendet andere Verkehrsteilnehmer. Die Mängelquote bei den Nutzfahrzeugen von 32,4 Prozent belegt, dass der Licht-Test für die Verkehrssicherheit auch in Zukunft dringend nötig ist.

Funktionierende und richtig eingestellte Autolampen sind ein absolutes Muss, um Unfälle zu verhindern - nicht nur in der dunklen Jahreszeit. Im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion findet am 27. Oktober ein landesweiter Kontrolltag der Polizei in Rheinland-Pfalz statt. Bei den Polizeikontrollen haben Autos mit der neuen Licht-Test-Plakette 2020 freie Fahrt. Ziel der Lichttest-Aktion und des Kontrolltages ist es, das Bewusstsein der Autofahrer für korrekte Fahrzeugbeleuchtung zu schärfen.

Weitere Informationen gibt es online auf www.licht-test.de.

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