857 vom 18.12.2020 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 857 vom 18.12.2020
Liebe Leserinnen und Leser,

2020 neigt sich dem Ende entgegen und so ist dies die letzte Ausgabe des Gaadefelder InfoBriefs in diesem Jahr.
Seit März ging es hin und her bei den Veranstaltungshinweisen. Erst alles abgesagt und rausgenommen, dann kamen doch wieder die einen oder anderen Termintipps, oft auch auf online-Veranstaltungen.
Ich hoffe, dass die Ausgaben dennoch für Sie interessant und lesenswert waren. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis die Pandemie überstanden ist und wieder eine gewisse Regelmäßigkeit im Terminkalender eintritt.

Ich bedanke mich bei allen Autor*innen für ihre Texte und Pressemitteilungen, für die guten Tipps, vor allem in Sachen Gesundheit, Kriminalität und Recht.
Außerdem für die positiven Rückmeldungen, die ich auch dieses Jahr wieder bekommen habe und die mich motiviert haben, auch in dieser schwierigen Zeit weiterzumachen.

Doch nun feien wir erst einmal Weihnachten und den Jahreswechsel, wenn auch "auf kleiner Flamme". Seien Sie also vorsichtig, sowohl was Corona betrifft, als auch Kerzen, denn große Flammen braucht keiner. Am Neujahrstag starten wir dann gemeinsam ins Neue Jahr mit der Ausgabe 858.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht Ihnen, auch im Namen unseres Vereins "Neustadt im Netz e.V."

Thomas Renth

(Foto: Pixabay)

Ich würde mich freuen, wenn Sie bei der nachfolgenden Frage eine Antwort markieren und abschicken würden. Antworten Sie ehrlich und anonym - ich kann nicht erkennen, wer geantwortet hat. Es sei denn, Sie schreiben Ihren Namen in die freiwilligen Anmerkungen.

regelmäßig jede Woche
unregelmäßig
selten
nie


Kranabbau: Temporäre Sperrung in Rheinallee am Wochenende 19/20. Dezember

(rap) In der Rheinallee in der Mainzer Neustadt kommt es am Samstag, 19.12.2020 ab 22.00 Uhr bis zum Sonntag, 20.12.2020 um etwa 10.00 Uhr zu temporären Vollsperrungen in Höhe der Feldbergschule.

Grund der Sperrung ist ein Kranabbau im Zuge eines privaten Bauvorhabens.

Während der Vollsperrungen wird der Individualverkehr mittels ausgeschilderter Umleitungen geführt. Nach Rücksprache mit der Mainzer Mobilität werden die Buslinien während der Arbeiten über die Neustadt fahren. Für den Schwerlastverkehr wird eine gesonderte Verkehrsführung großräumig ausgeschildert.


Nachruf - Gisela Crößmann verstorben


In der vierten Ausgabe des Mainzer Neustadt-Anzeigers aus dem September 2003 wurde ein Artikel über Gisela Crößmann und ihr Lädchen in der Wallaustraße veröffentlicht. Dort, wo heute der benachbarte REWE-Markt ein Lager hat, verkaufte sie rund 40 Jahre lang Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs und viele Schüler der umliegenden Schulen besuchten täglich ihren Laden. Aber auch Senioren freuten sich, dass es diesen Laden gab, denn sie bekamen ihre Sachen nach Hause geliefert, wenn sie nicht mehr gut zu Fuß waren.

Gisela Crößmann, geboren am 23.12.1941, verstarb am 6. Dezember im Mainzer Altenheim und wurde am 17. Dezember auf dem Mombacher Waldfriedhof beigesetzt.

Im letzten Absatz des Artikels heißt es:
Wenn sie einmal geht, wird ihr keiner eine Träne hinterherweinen, hat Gisela Crößmann einmal zu einer Kundin gesagt. Und die entgegnete: „Aber viele werden traurig sein“.
Versonnen schließt sie diese Gedanken mit dem Satz eines von ihr verehrten großen Menschenfreundes: „Es sind die Spuren der Liebe, die man hinterlässt.“


Soziale Stadt Mainz: Ausschreibung des Verfügungsfonds in den drei Regionalfenstern Lerchenberg, Mombach und Neustadt
(lvb) Mit dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt werden Maßnahmen umgesetzt, die der Aufwertung der drei Quartiere Lerchenberg, Mombach und Neustadt sowie dem Wohle derer Bewohnerinnen und Bewohnern dienen.
Um in einem Quartier der Sozialen Stadt auch kleinere Maßnahmen und Projekte schneller umzusetzen, als es bei den üblichen großen Baumaßnahmen der Fall ist, gibt es den Verfügungsfonds. Hierfür stehen insgesamt 10.000 Euro pro Quartier zur Verfügung.

Der Verfügungsfonds dient dazu, kleinere Maßnahmen und Kooperationsprojekte von Vereinen und Institutionen, aber auch Ideen von Bürgerinnen und Bürgern aufzunehmen und finanziell zu unterstützen. Alle Ideen und Vorschläge müssen dabei einen direkten Bezug zum jeweiligen Quartier haben, niedrigschwellig angeboten werden und für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers zugänglich sein. Dabei ist es wichtig, dass es sich um eine neue, innovative Idee handelt, die nicht über andere Mittel finanziert werden kann.
Die komplette Pressemitteilung finden Sie in der PDF-Datei.


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Öffentliches Parkhaus im Zollhafen fertiggestellt

CA Immo hat das neue öffentliche Parkhaus in der Mainzer Quartiersentwicklung Zollhafen Mainz fertiggestellt und heute gemeinsam mit der PMG Parken in Mainz GmbH sowie mit der Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder eröffnet. Das rd. 12.400 m² BGF große Parkhaus verfügt über rd. 400 PKW-Stellplätze und wird künftig von der PMG betrieben. Das Investment der CA Immo beträgt rd. 7,2 Mio. Euro.
Das öffentliche Parkhaus befindet sich im nördlichen Bereich des Zollhafen Mainz direkt an der Inge-Reitz-Straße nahe der Rheinallee. Die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder erläuterte im Rahmen der Eröffnung: „Stadtquartiere sind Lebensraum für Bewohnerinnen und Bewohner. Durch das neue Quartiersparkhaus stehen weniger Autos im öffentlichen Raum, wodurch mehr Platz für Aufenthaltsqualität gewonnen wird. Durch die Bündelung im Parkhaus werden zudem PKW-Verkehre im Quartier auf ein Minimum reduziert – wovon Fußgänger, Radfahrer und Umwelt gleichermaßen profitieren. Überdies liegt es verkehrsgünstig am Rande der Innenstadt mit Anschluss an Bus und Straßenbahn und bietet sich so auch für Umsteiger vom Auto auf den ÖPNV an.“


V.l.: Katrin Eder, Matthias Winkelhardt und Nils Teske - Foto: © Agentur Bonewitz (Michael Bonewitz)

Matthias Winkelhardt, Leiter CA Immo Frankfurt ergänzt: „Das Parkhaus nimmt eine wichtige Rolle gerade auch für die gewerblich genutzten Gebäude, wie unser ZigZag oder auch das Super 8 Hotel ein. Hier können Unternehmen Parkplätze sowohl für ihre Gäste als auch für Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe anmieten. Mit der PMG haben wir einen erfahrenen Partner zum Betrieb des Parkhauses gefunden, die schon bei vielen Parkhäusern in Mainz ihre Kompetenz unter Beweis gestellt hat.“

„Wir freuen uns sehr, dass wir für die CA Immo das größte Parkhaus am Zollhafen betreiben dürfen, dafür noch mal ein herzliches Dankeschön. Zugleich nutzen wir die Chance, an dieser Stelle auch eine neue Technik einzusetzen“, so PMG Geschäftsführer Nils Teske, „selbstverständlich können unsere Kundinnen und Kunden auch in diesem Parkhaus die „Park & Go“- Karte nutzen. Allerdings haben wir erstmals ein spezielles Lesegerät eingebaut, das es künftig möglich macht, QR- oder Barcodes einzulesen“. Die Technik erlaubt es beispielsweise Hotels, Restaurants oder Einzelhändlern ihren Gästen und Kunden vorab einen QR-Code zuzusenden, damit sie ins Parkhaus einfahren können. Durch das Vorhalten des Smartphones an das Lesegerät bei der Einfahrtschranke kann man ins Parkhaus einfahren. Die Abrechnung und Zeiterfassung erfolgt im Parkhaus, dort sind alle Rabatte hinterlegt. So lassen sich zum Beispiel für Einzelhändler völlig neue Formen der Kundenbindung generieren. Geplant ist auch eine entsprechende App. „Wir können diese Technik hier im Parkhaus mit den angeschlossenen Hotels erproben und dann sukzessive in allen anderen PMG-Parkhäusern nachrüsten“, so Teske.  

Das Parkhaus verfügt auf 7 Parkebenen über insgesamt ca. 400 Stellplätze. Zudem sind 14 Stellplätze für PKW-E-Ladestationen vorgerüstet.  


Foto: © Agentur Bonewitz (Michael Bonewitz)

Der architektonische Entwurf der Fassade des Parkhauses stammt von YES ARCHITECTURE (München). Die Fassade greift dabei durch eine vor- und zurückspringende Struktur die Wasserbewegung des Rheins auf und das Farbspiel der vertikalen Lamellen zitiert die Farbgebungen der Nachbargebäude. So fügt sich das Parkhaus auch städtebaulich in die Umgebung ein.  

Aktuell realisiert CA Immo zudem in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Parkhaus und am Rande des nördlichen Hafenbeckens das Bürogebäude ZigZag mit einer Mietfläche von rd. 4.600 m². Die Inbetriebnahme des ZigZag ist für Ende 2020 vorgesehen. Hier wurde erst kürzlich ein Mietvertrag mit dem Verband Pflegehilfe über rd. 1.600 m² Mietfläche geschlossen (wir informierten am 25. November 2020). Darüber hinaus entwickelt CA Immo derzeit im Joint Venture mit der UBM Development Deutschland GmbH das gemischt genutzte Gebäudeensemble Kaufmannshof mit 50 Wohnungen und weiteren rd. 3.100 m² Bürofläche (Fertigstellung 2022).   



Termine der Woche

Samstag 19.12.2020
Abendgottesdienst
Unter der Leitung von Johannes Herres musizieren das Barockensemble „Les Cascades“ und ein Soloquartett aus dem EVM. Es erklingen Kompositionen
von Andreas Hammerschmidt, Jo-hann Sebastian Bach, Max Charpentier und Arcangelo Corelli
Sonntag 20.12.2020
17:00 Uhr - online

Donnerstag 24.12.2020
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Sonntag 27.12.2020
17:00 Uhr - online


Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Foto: Screenshot Video)
Dachstuhlbrand und Evakuierung in der Boppstraße
Am Donnerstagmorgen (10.12.2020) gegen 9:20 Uhr kam es zu einem Dachstuhlbrand in der Boppstraße - zum Artikel mit Video


Stadt stellt Baustellenplan für 2021 vor
Auch 2021 wird ein Jahr der Baustellen in Mainz: 159 Großbaumaßnahmen sind im kommenden Jahr im Mainzer Stadtgebiet geplant - zum sensor-Artikel  -  zum Mainz&-Artikel  -  zum AZ-Artikel

(Foto: Sascha Kopp)
Mainzer Neustadt als archäologischer Hotspot
In ihrem Jahresbericht, der erstmals seit 1995 virtuell vorgestellt wurde, zeigten sich die Denkmalpfleger begeistert von den vielfältigen archäologischen Funden - zum Artikel


CoviMedical eröffnet Corona Schnell-Testcenter im Alten Postlager
Das Startup mit Sitz öffnet zum 14.12. mehrere Testcenter, darunter auch inMainz- Das Testergebnis ist ca. 15 Minuten nach dem Abstrich online abrufbar. Ein Termin kann online gebucht werden und kostet ab 34,99 Euro - zum Artikel

(Foto: Daniel Sieben)
Laden verwüstet: Einbruch in Luups-Shop in der Leibnizstraße
Als wäre Corona nicht schon Belastung genug für den Einzelhandel, haben Diebe aus dem Mainzer Laden Geld und Produkte gestohlen und ihn verwüstet. Der Shop öffnete dennoch - zum Artikel

(Foto: sensor-Magazin)
Interaktive Lichtinstallation am Bürogebäude ZigZag im Zollhafen
Das neue Bürogebäude ZigZag am nördlichen Ende des Hafenbeckens erstrahlt im Lichte einer interaktiven, farbigen Lichtinstallation. Passanten haben die Möglichkeit über ein App, die Installation nach eigenen Vorstellungen zu verändern - zum Artikel

(Foto: Sascha Kopp)
Einige Parkplätze werden freigeräumt
Terrassen bleiben bis Ende 2021 erhalten – während des Lockdowns dürfen dort bald teils wieder Autos stehen - zum Artikel

(Foto: hbz/Stefan Sämmer)
Wachsendes Postgeschäft: „Seit März haben wir Weihnachten“
Das Paket-Volumen bei der Post ist durch die Pandemie deutlich gestiegen. Der Lockdown dürfte diese Entwicklung nur verstärken. Wie sich Mainzer Partnerfilialen darauf vorbereiten - zum Artikel


Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Zeugen nach Einbruch in Geschäftsräume gesucht
Montag, 14.12.2020 21:00 Uhr - Dienstag, 15.12.2020, 9:00 Uhr

In der Nacht von Montag auf Dienstag kommt es zum Einbruch in ein Ladengeschäft in der Mainzer Leibnizstraße. Der oder die unbekannten Täter verschaffen sich hierbei über ein Fenster Zugang zu dem, im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses gelegenen Ladens. Nachdem Verkaufs- und Büroräume durchsucht wurden, verlassen der oder die unbekannten Täter den Laden samt Diebesgut, über einen Hinterausgang des Anwesens. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131/ 65-3633 in Verbindung zu setzen.

LKW bleibt mit Ladekran an Bahnunterführung hängen
Die Feuerwehr Mainz wurde am 16.12.2020 um 14:42 Uhr zu einem Verkehrsunfall  in der Zwerchallee alarmiert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Baustoff-LKW mit seinem fest verbauten Kran, beim Durchfahren einer Bahnunterführung mit diesem hängen geblieben war. Hierzu kam es, weil der Kran nicht ordnungsgemäß eingefahren war.

Durch den Kranausleger wurde die Bausubstanz der Bahnüberführung augenscheinlich leicht beschädigt und ein Eisengeländer Richtung Gleisbett gedrückt. Um eine Gefährdung des Schienenverkehrs auszuschließen, veranlasste der Einsatzleiter, die betroffene Strecke über die Notfallleitstelle der Bahn sperren zu lassen und den Notfallmanager anzufordern.

Zur Bergung des verunglückten Fahrzeuges wurde zunächst ein Wechselladerfahrzeug mit Kran angefordert, dieser konnte jedoch nach genauerer Begutachtung nicht zielführend eingesetzt werden. Im nächsten Schritt wurde der Kranausleger mittels Motortrennschleifer freigeschnitten, da er sich in dem Brückengeländer verkeilt hatte. Im Anschluss wurde das zu bergende Fahrzeug aus eigener Kraft durch einen Feuerwehrmann langsam zurückgesetzt. Nachdem der Kranausleger frei war, senkte sich dieser auf Straßenniveau ab. Die Überprüfung der Verkehrssicherheit der Bahnüberführung wurde durch den Notfallmanager der Bahn veranlasst.

Zu diesem Zeitpunkt war der primäre Einsatz der Feuerwehr beendet, da sowohl die Gefahr für den Schienenverkehr, als auch die Möglichkeit des Kranabsturzes beseitigt war. Die Feuerwehr verblieb weiterhin an der Einsatzstelle, um sicherzustellen, dass die auslaufenden Betriebsstoffe aufgenommen wurden.

Im weiteren Verlauf wurde durch den Verursacher mit eigenen Mitteln die Bergung des verunglückten Fahrzeuges fortgesetzt. Die auslaufenden Betriebsstoffe wurden mittels Ölbindemittel aufgenommen und durch den Verursacher beseitigt. Die abschließende Reinigung der Fahrbahnoberfläche wurde durch ein Fachunternehmen sichergestellt.

Neben der Feuerwehr waren die Landespolizei mit mehreren Streifenwagen, die Bundespolizei mit einem Streifenwagen, der Notfallmanager der Bahn und der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen im Einsatz.

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Tipps und Informationen

Verbraucherfrage der Woche: Darf ich gelesene E-Books verschenken?
Während der Corona-Krise stieg die Beliebtheit von E-Books rasant an: Im ersten Halbjahr 2020 wurden über 18,8 Millionen E-Books verkauft – 2,5 Millionen Exemplare mehr als im Vorjahreszeitraum. Jetzt steht Weihnachten vor der Tür und viele Käufer fragen sich, ob sie ihre gelesenen E-Books verschenken oder auch weiterverkaufen dürfen. Rechtlich gesehen gilt folgendes: Anders als bei einem Buch in Papierform werden Käufer beim Erwerb eines E-Books nicht zu dessen Eigentümer, sondern erhalten lediglich ein Nutzungsrecht. Dies ergibt sich auch aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Anbieter. Sie besagen in der Regel, dass die Nutzungsrechte ausschließlich für den Käufer gelten. Er darf das E-Book nicht an andere Personen weitergeben, also weder verschenken noch verkaufen. Die entsprechenden AGB-Klauseln hat unter anderem das Oberlandesgericht Hamburg vor einigen Jahren für wirksam erklärt (Az. 10 U 5/11). Auch hat der Europäische Gerichtshof vor einem Jahr entschieden, dass das Anbieten gebrauchter E-Books auf einer Online-Plattform eine sogenannte öffentliche Wiedergabe ist, welche die Erlaubnis des Urhebers voraussetzt (Rechtssache C-263/18). Wer E-Books zu Weihnachten verschenken möchte, muss also zu neuen E-Books greifen. Hier bieten viele Anbieter inzwischen eine „Verschenken“-Funktion an.
(Text: Michaela Rassat, Juristin der ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH)  
    
Vor allem Frauen sorgen sich vor einsamen Corona-Weihnachten
Für Ablenkung sorgen und kreative Pläne schmieden
41 Prozent der Deutschen sorgen sich, Weihnachten in diesem Jahr allein oder in kleinem Kreis feiern zu müssen. Das gilt vor allem für Frauen (45 Prozent zu 37 Prozent der Männer), wie eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt. Geselliges Miteinander mit Familie, Freunden und Nachbarn – für viele an Weihnachten unverzichtbar – ist wegen der Anti-Corona-Maßnahmen in diesem Jahr nur sehr begrenzt möglich. Und so stehen viele vor der Frage, wie es wird, das Fest im sehr überschaubaren Kreis oder sogar ganz allein. „Das Risiko, sich an den Feiertagen sozial isoliert und einsam zu fühlen, ist wegen der Kontaktbeschränkungen erhöht“, sagt Michael Falkenstein, Psychologie-Experte der KKH. „Doch gegen drückende Einsamkeit kann jeder etwas tun, damit die Festtage trotz Corona wohltun und Kraft geben." Wie kann das gelingen?

Fokus von sich auf andere lenken
Die Kontakt- und Reisebeschränkungen im Frühjahr wie auch aktuell haben unseren Radius verengt. „Aber dadurch ist auch Raum frei geworden, und den sollten wir aktiv nutzen, zum Beispiel für eine intensivere Wahrnehmung unserer Mitmenschen“, regt Falkenstein an. „Klingeln Sie doch mal an der Tür Ihres Nachbarn und fragen, ob sie etwas besorgen oder sonstwie unterstützen können. Oder kontaktieren Sie eine Schulfreundin per Mail, WhatsApp oder Brief, bei der sie sich schon immer mal wieder melden wollten. Zwischenmenschliche Gesten tun nicht nur anderen, insbesondere alten, kranken und allein lebenden Menschen gut, sondern sie helfen, sich selbst wohl und nicht so allein zu fühlen.“ Obendrein können sich daraus neue Freundschaften entwickeln – weit über die Feiertage hinaus.

Aus dem ‚anderen‘ Weihnachten das Beste machen
Die Corona-Krise beherrscht seit Monaten die Medien und macht uns dabei vor allem eines bewusst: Wie verletzlich unser Leben ist. Da positiv zu denken, ist selbst für Optimisten eine Herausforderung. Dennoch sollte jeder versuchen, nicht nur das Negative zu sehen. „Führen Sie sich bewusst die Vorteile vor Augen, dass Sie weniger Vorbereitungsstress haben oder an den Weihnachtstagen nicht hunderte Kilometer auf vollen Autobahnen zurücklegen müssen“, so der Experte. Fragen Sie sich auch, ob es Weihnachten darauf ankommt, in großem Kreis zu feiern. Nach Ansicht von Michael Falkenstein ist es entscheidend, dass man Menschen um sich hat, die einem gut tun. „Ein Weihnachtsfest zu zweit oder dritt kann daher viel schöner sein als mit 10, 15 Personen, und das trifft generell auf alle Feiern zu.“
Sein Tipp: „Schmieden Sie rechtzeitig Pläne für die Weihnachtsfeiertage, mit denen sich physische Distanz überbrücken lässt.“ Schon mal jemanden mit einer Weihnachtsgeschichte am Telefon überrascht oder sich zum Koch-Videochat verabredet? Wetten, dass Sie kreative Ideen haben, mit denen Sie emotionale Nähe herstellen?

Potential digitaler Medien nutzen  
Medien sind ein Mittel, um die soziale Isolation aufzubrechen und mit Menschen in Kontakt zu treten, zum Beispiel mit Familie und Freunden über Skype. Facebook, YouTube & Co. können bei intensiver Nutzung aber auch das Gefühl von Einsamkeit verstärken. „Achten Sie daher auf die richtigen Kommunikationspartner, einen maßvollen Umgang und solide Internetseiten“, appelliert Michael Falkenstein. „Natürlich sind mediale Sozialkontakte nicht mit direkten Kontakten vergleichbar. Aber sie sind während der Corona-Pandemie eine Möglichkeit der Kontaktpflege, Zugehörigkeit, Ablenkung und psychischen Entlastung.“

Mit Glückshormonen gegen Social Distancing
„Wir Menschen sind soziale Wesen, brauchen menschliche Nähe. Doch die liegt vorerst vielfach auf Eis. Das kann die psychische Gesundheit stark belasten“, erklärt Falkenstein.  „Sorgen Sie daher unbedingt dafür, dass sich die Seele in Ihrem Körper wohlfühlt.“ Ideal hierzu: regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichend Entspannung. Seien Sie aktiv und gönnen Sie sich schöne Dinge, ein Wannenbad, die Lieblingsmusik auf den Ohren oder ein leckeres Gericht. All das fördert die Produktion von Glückshormonen. Obendrein stärken wir damit unser Immunsystem, das weniger anfällig für eine Vireninfektion ist.
Das Marktforschungsinstitut forsa hat im Auftrag der KKH 1.001 im Alter von 18 bis 70 Jahren im November 2020 bundesweit repräsentativ befragt.

Sicher und sichtbar im Winter unterwegs

(ots) - Gerade jetzt, wenn es nachmittags früh dunkel und neblig-trüb wird, es regnet oder schneit, ist eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr das A und O - egal ob Auto-/Radfahrer oder Fußgänger. Insbesondere für Kinder lauern einige Gefahren im Straßenverkehr. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gibt Tipps, um sicher und sichtbar durch den Winter zu kommen.

Sicher unterwegs als Fußgänger: Um im Straßenverkehr als Fußgänger gut sichtbar zu sein, eignet sich reflektierende, auffällig helle und leuchtende Kleidung. Die Farben gelb, orange oder hellrot tragen dazu bei, frühzeitig von anderen erkannt zu werden. In die Kleidung sollte zudem retro-reflektierendes oder fluoreszierendes Material eingearbeitet sein (auf Zertifizierung und EN-Normen achten). Alternativ gibt es auch spezielle Warnwesten und Reflektorbänder, die getragen werden können. Gerade Kinder werden so besser wahrgenommen. Der Autofahrer erkennt dann viel früher: Hier laufen Kinder! Er muss dann langsam fahren und bremsbereit sein, damit kein Unfall passieren kann.

Sicheres Radfahren: Radfahren im Dunkeln ohne Beleuchtung ist lebensgefährlich. Nicht nur als Radfahrer, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer. Immer wieder kommt es hier zu eigentlich vermeidbaren Unfällen. Das Fahrrad muss verkehrssicher sein. Das bedeutet, dass das Licht vorne und hinten funktioniert. Zusätzlich zum Licht sind vorne und hinten auch Reflektoren notwendig.

Vorgeschriebene Beleuchtung am Fahrrad:

  • ein nach vorne gerichteter Scheinwerfer mit weißem Licht
  • ein nach vorn gerichteter weißer Reflektor (darf im Scheinwerfer verbaut sein)
  • ein rotes Schlusslicht
  • ein roter Rückstrahler hinten
  • jeweils zwei gelbe Rückstrahler an jedem Pedal
  • pro Reifen mindestens zwei nach der Seite wirkende Reflektoren oder Speichenreflektoren beziehungsweise reflektierende Reifen
  • bei Beleuchtung mit Batterie-/Akkubetrieb diese regelmäßig auf Ladezustand überprüfen und/oder Ersatzbatterien mitführen
  • Verwenden Sie kein blinkendes oder flackerndes Licht am Fahrrad (Verbot gem. StVZO). Es irritiert und verunsichert andere Verkehrsteilnehmer und kann Unfälle verursachen.

Sicher mit dem Pkw unterwegs:

  • Machen Sie ruhig mal einen Sehtest. Das Sehen im Dunkeln lässt im Alter nach. Dies geschieht "schleichend", so dass Sie dies erst durch einen Sehtest, z.B. beim Optiker, feststellen.
  • Reinigen Sie Ihre Scheiben nicht nur von außen, sondern auch von innen.
  • Kontrollieren Sie Ihr Scheibenwischwasser regelmäßig.
  • Überprüfen Sie den Zustand der Scheibenwischer - auch hinten. Bei Verschleiß wechseln.
  • Machen Sie sich mit Ihrer Lüftung im Fahrzeug vertraut, damit Sie Ihre Scheiben schnell frei bekommen und auch freihalten können.
  • Machen Sie regelmäßig einen Lichttest, damit Ihre Scheinwerfer immer richtig eingestellt sind (Blendgefahr für den Gegenverkehr).
  • Reinigen Sie Ihre Scheinwerfer regelmäßig, damit die volle Leuchtkraft erhalten bleibt. Denken Sie auch an Ihr Fahrzeugheck.
  • Machen Sie sich mit dem Lichtsystem Ihres Fahrzeuges vertraut (Automatisches Auf-Abblenden, Höhenregulierung, etc.). Denken Sie daran, dass das Tagfahrlicht kein Ersatz für das Abblendlicht ist. In der Dämmerung ist Ihr Fahrzeug von vorne
    eventuell noch wahrnehmbar, Ihr Fahrzeugheck aber in der Regel unbeleuchtet.

Was besagt der sogenannte Taschengeldparagraf?
Geld ist ein beliebtes Geschenk zu Weihnachten oder zum Geburtstag – vor allem Oma und Opa stecken ihren Enkelkindern gern Scheine zu. Aber: Kinder unter sieben Jahren sind nach § 104 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) nicht geschäftsfähig. Demnach können sie ohne die Einwilligung ihrer Eltern noch nicht einmal einen Schokoriegel kaufen. Denn die Willenserklärung des Kindes zum Kauf des Riegels ist nichtig. Zwischen dem siebten und achtzehnten Lebensjahr gelten Minderjährige dann als beschränkt geschäftsfähig. Das heißt: Sie können zwar alleine Käufe abschließen, allerdings sind diese aus rechtlicher Sicht bis zur Zustimmung der Eltern „schwebend unwirksam“. Um Kindern oder Jugendlichen im Alltag jedoch kleinere Käufe zu ermöglichen und Verkäufern Rechtssicherheit zu geben, wurde der sogenannte Taschengeldparagraf (§ 110 BGB) ins Leben gerufen. Dieser findet Anwendung, wenn der Nachwuchs mit eigenem, frei verfügbarem Geld, etwa dem Taschengeld, den Einkauf sofort bezahlen kann. Nur für einen solchen – im üblichen Rahmen liegenden – Einkauf liegt die schlüssige Einwilligung der Eltern für die Verwendung des Geldbetrages zugrunde. Der Taschengeldparagraf besagt, dass der Kauf automatisch wirksam ist, da die Bereitstellung des Geldes als Einverständnis der Eltern gilt. Trotzdem können Minderjährige nicht alles kaufen: Geschäfte mit Folgekosten, wie zum Beispiel Abos oder Handyverträge sowie nicht altersgerechte oder von den Eltern verbotene Artikel, sind ausgeschlossen. Die Produkte dürfen auch nicht zu kostspielig sein, allerdings ist rechtlich kein Höchstbetrag für das Taschengeld festgelegt.

Auch Onlinekäufe auf Rechnung müssen stets von den Eltern genehmigt werden, da die Bezahlung erst später erfolgt. Für angesparte Beträge oder zweckgebundenes Geld, das sie anderweitig ausgeben möchten, benötigen Kinder ebenfalls das Einverständnis der Eltern.
(Text: Wolfgang Müller, Rechtsexperte der IDEAL Versicherung)
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Weihnachten in der Corona-Pandemie – wie kann man Kinder unterstützen?“
Viele Kinder haben in diesem Jahr wieder ihre Wünsche ans Nikolauspostamt geschickt. Es gab kaum einen Brief, in dem es nicht auch um die Pandemie ging: „Mach das dumme Corona-Virus weg!“ – das wünschten sich viele Kinder. Auch häufig auf den Wunschzetteln zu finden: Ein Wiedersehen mit den Großeltern an Heiligabend. Und sie sorgten sich um den Nikolaus: „Lieber Nikolaus, bleib gesund!“ Nicht nur die die Briefe an den Weihnachtsmann und das Christkind zeigen, dass die andauernde Corona-Krise auch kleine Kinder beschäftigt.

Doch all ihren Wünschen zum Trotz – Corona macht vor Weihnachten nicht halt. Für die Familien bedeutet das, dass sie das Fest nicht wie gewohnt im großen Kreis feiern und reihum Verwandte und Freunde besuchen können. Darunter leiden alle Generationen, besonders aber die Kinder. Es sind die Rituale, die die Weihnachtstage für Kinder so besonders machen: Das Essen mit der ganzen Familie, gemeinsames Singen unter dem leuchtenden Weihnachtsbaum, Treffen mit Verwandten, die man das Jahr über nicht so häufig sieht. All das sind Traditionen, die für Heranwachsende eine Bedeutung haben. Sie geben Halt, sie schaffen Orientierung, sie stiften Identität. Es kann deshalb belastend sein, dass vieles jetzt anders ist.

Bauchschmerzen, Nervosität und Einschlafstörungen sind keine Seltenheit
Schon seit dem ersten Lockdown im Frühjahr treten in allen Altersgruppen psychosomatische Beschwerden deutlich häufiger auf, auch bei Kindern und Jugendlichen. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass sie die gesellschaftlichen Folgen der Pandemie besser wegstecken als Erwachsene. Laut einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf machen sich die meisten Kinder und Jugendlichen vermehrt Sorgen, achten weniger auf ihre Gesundheit und beklagen häufiger Streit in der Familie. Manche haben Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen, andere sind aggressiv, gereizt und nervös oder können schlecht einschlafen. Nicht wenige reagieren mit Rückzug und werden immer stiller. Jeder dritte Jugendliche fühlt sich traurig und niedergeschlagen. Die dunkle Jahreszeit begünstigt solche Verstimmungen noch.

Auch wenn die fehlenden Kontakte ein Stressfaktor für alle sind: Gerade junge Menschen beeinträchtigt es, wenn sie Freundschaften nicht wie gewohnt pflegen können. Sie brauchen ihre Peer-Group – also Gleichaltrige, mit denen sie sich austauschen und mit denen sie unbeschwert etwas unternehmen können. Kinder unter zwölf Jahren treffen die Kontaktbeschränkungen noch härter. Sie können in der Regel – anders als ältere Kinder – noch nicht über soziale Netzwerke Kontakte zu Freundinnen und Freunden aufrechterhalten.

Über Ängste und Sorgen sprechen
Wenn Ihr Kind unter dieser Situation leidet, ist das noch kein Grund, einen dauerhaften psychischen Schaden zu befürchten. Dennoch sollten Sie die Ängste und Beschwerden ernst nehmen, empfiehlt der Diplom-Psychologe Florian Hammerle, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut an der Universitätsmedizin Mainz. Sprechen Sie Ihr Kind an, wenn Sie merken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Fragen Sie es nach seinen Gefühlen und sprechen Sie offen darüber – auch über die eigenen Gedanken. Das hilft Ihrem Kind, besser mit seinen Problemen umzugehen. Es weiß dann: Sich Sorgen zu machen und Angst zu haben, ist ganz normal. Das geht den Erwachsenen auch nicht anders. Unerlässlich ist es, nach einem solchen Gespräch die Kinder aus ihrer Angst und Ohnmacht herauszuholen. Das können Eltern – gerade jetzt in der Weihnachtszeit – erreichen, wenn sie die Kinder aktiv in Planungen miteinbeziehen und auch die Kleinen schon ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen können.

Planen Sie gemeinsam das Weihnachtsfest
„Was können wir unter den gegebenen Umständen machen? Was geht nicht?“ Das sollten Familien gemeinsam mit ihren Kindern überlegen. Auch wenn manches anders sein muss als sonst: Es ist nicht nötig, auf alle gewohnten Rituale zu verzichten. Man kann den Weihnachtsbaum zusammen schmücken, gemeinsam Plätzchen backen, Geschenke basteln, Päckchen packen – wie im Jahr zuvor. Aber vielleicht sogar mit mehr Zeit als sonst. Wenn das Fest ohne die Großeltern oder andere liebe Menschen stattfinden muss: Wie kann man ihnen trotzdem nahe sein? Darüber sollte man mit den Kindern sprechen. Neben Treffen im virtuellen Raum gibt es noch viele weitere Möglichkeiten. Gerade kleine Kinder können da sehr kreativ sein, ist Florian Hammerle überzeugt. Vielleicht schicken sie ihren Teddybären an die Oma, damit sie an den Feiertagen nicht allein ist? Oder vielleicht kann der gemeinsame Weihnachtsspaziergang im Wald ein Ersatz für das Festessen sein, das nicht mit allen stattfinden kann?

Sehen Sie die Chancen
Weihnachten wird in diesem Jahr anders werden als gewohnt – akzeptieren Sie es einfach und begreifen Sie es nicht nur als Verzicht. Das bietet die Chance, in der Familie etwas Neues auszuprobieren. Viele Dinge tun wir nur, weil wir sie schon immer so gemacht haben. Das ist schön, aber es hemmt auch die Entwicklung. Dieses Jahr ist dazu geschaffen, sich alternative Abläufe auszudenken und neue Rituale zu erfinden. Und – was die Stimmung immer hebt: Schmieden Sie Pläne! Irgendwann wird es auch wieder ein großes Familienfest geben. Überlegen Sie mit Ihren Kindern, was sie dann alles machen werden und freuen Sie sich darauf.

Selbstwirksamkeit erfahren
Aktiv zu sein, hilft gegen depressive Stimmungen. Wir alle, auch Kinder, brauchen das Gefühl, etwas bewirken zu können. Gerade Kinder wollen helfen, sie wollen sich engagieren, sie wollen ein Teil der Gemeinschaft sein. Sie freuen sich, wenn sie etwas Sinnvolles tun können – zum Beispiel für die alte Nachbarin einkaufen gehen oder ihren Hund ausführen. Oder Plätzchen für die Bewohnerinnen und Bewohner im Seniorenheim backen und sie an Heiligabend dorthin bringen. Darüber freuen sich nicht nur die Mitmenschen, es ist auch für die seelische Gesundheit Ihres Kindes gut.

Die Pandemie ist für uns alle ein Stresstest. Seien Sie also nicht zu beunruhigt, wenn Ihr Kind in dieser Zeit ab und zu traurig ist oder wenn Verhaltensprobleme auftreten. Sollte das aber andauern und Sie das Gefühl haben, der Situation nicht mehr gewachsen zu sein, dann suchen Sie sich professionelle Unterstützung.

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Marion Mück-Raab, Redaktion: Birgit Kahl-Rüther, Mail: bkahl@lzg-rlp.de

Genug Betrug: Unseriöse Spendensammler

(ots) - In den Wochen vor Weihnachten mehren sich die Spendenaufrufe auf Social-Media-Kanälen, an der Haustür, in der Fußgängerzone oder im Briefkasten. Doch nicht jeder, der sich als Spendensammler ausgibt, tut dies zu einem wohltätigen Zweck. Immer mehr Kriminelle täuschen falsche Tatsachen vor, um die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung auszunutzen und Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geben Tipps, um dubiose Sammler zu entlarven.

Informationen über die Organisation sammeln

Es ist immer ratsam, sich vor einer Spende umfassend über die jeweilige Organisation zu informieren. Seriöse Organisationen veröffentlichen jährlich einen Geschäftsbericht. Darin erläutern sie, wofür das gespendete Geld oder die Mitgliedsbeiträge ausgegeben werden. Dort sollte klar angegeben sein, wie viel Geld in die Verwaltung und in die Werbung fließt und wie viel tatsächlich dem guten Zweck zukommt. Letzteres sollte den größten Teil ausmachen, etwa 60 bis 65 Prozent.

Vorsicht bei Internetportalen und Spendenwerbung in sozialen Netzwerken

Nicht jede professionell gestaltete Internetseite ist eine Garantie für die Seriosität einer Spendenorganisation. Ein Blick ins Impressum sollte Aufschluss darüber geben, wo sich der Sitz der Organisation befindet und ob es einen Ansprechpartner gibt. Bei Zweifeln sollte die Satzung oder der Jahresbericht angefordert werden und in anderen Quellen im Netz nach Äußerungen über die jeweilige Organisation und ihren Aktivitäten gesucht werden.

Vorsicht vor Fördermitgliedschaften

Viele unseriöse Organisationen geben sich mit einer einmaligen Spende nicht zufrieden und drängen auf den Abschluss einer Mitgliedschaft. Durch die Mitgliedschaft verpflichtet man sich über einen längeren Zeitraum zu dauerhaften Spenden. Nur wer sich absolut sicher ist, dass er dieser Organisation tatsächlich regelmäßig etwas spenden will, sollte einen solchen Vertrag abschließen. Achtung: Auch wenn solche Mitgliedschaften an der Haustür abgeschlossen werden, steht Verbrauchern kein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Der Vertrag ist bindend und muss erfüllt werden.

Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen bringt Klarheit
Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) vergibt an förderungswürdige Organisationen auf Basis einer jährlichen Prüfung ein Spenden-Siegel. Allerdings: Geprüft werden nur Hilfswerke, die in den vergangenen zwei Geschäftsjahren mindestens 25.000 Euro an Spenden erhalten haben, sich selbst beim DZI für eine Prüfung melden und die Kosten dafür zahlen. Kleinere Organisationen können das oft nicht leisten. Wenn ein Verein in der DZI-Liste fehlt, bedeutet das also nicht zwangsläufig, dass er unseriös ist. Trägt ein Spendenaufruf den DZI-Sternenkranz, ist hingegen garantiert, dass die Organisation eindeutig und sachlich wirbt, sparsam wirtschaftet und nachprüfbar ausweist, wie das Geld der Spender verwendet wird. Wer das Gefühl hat, Geld an eine unseriöse Organisation gespendet zu haben, sollte die Organisation bei der Spenderberatung des DZI melden.

Am Telefon oder der Haustür nicht unter Druck setzen lassen
Kriminelle nutzen auch die derzeitige Corona-Pandemie und geben sich am Telefon oder an der Haustür als Spendensammler aus. Verbraucherinnen und Verbraucher werden entweder telefonisch kontaktiert oder an der Haustür zu Geldzahlungen gedrängt. Auf keinen Fall sollten vorschnell Daten preisgegeben oder Unterschriften geleistet werden. Das Gespräch sollte beendet und bei offiziellen Stellen die Richtigkeit der getätigten Aussagen des vermeintlichen Spendensammlers erfragt werden.

Umfangreiche Informationen zum sicheren Spenden bieten Verbraucherzentrale und Polizei auf ihren Internetseiten unter folgenden Links:

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Kontaktlos an der Kasse
Wissenswertes zum neuen Zahlungstrend mit Karte oder Smartphone

Seitdem die Corona-Pandemie den Alltag in Deutschland bestimmt, boomt das kontaktlose Bezahlen: Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom hat im August 2020 mehr als jeder Zweite mindestens einmal diese Zahlungsmethode gewählt. Nicole Nebelung, Digitalexpertin von ERGO, erklärt, wie Verbraucher die Technik nutzen können, worauf sie dabei achten müssen und wie sicher das kontaktlose Zahlen ist.

Technische Voraussetzungen
Das kontaktlose Zahlen mit EC-, Kreditkarte und Smartphone basiert auf „Near Field Communication“ (NFC), einem Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung. „Ob die eigene Giro- oder Kreditkarte die Technik unterstützt, lässt sich an dem abgebildeten wellenartigen NFC-Zeichen erkennen, das an das WLAN-Symbol erinnert“, weiß die Digitalexpertin. Auch neuere Smartphones enthalten mittlerweile standardmäßig einen NFC-Chip. Wer die Funktion nutzen möchte, sollte zunächst in den Handy-Einstellungen prüfen, ob sie aktiviert ist. Zudem benötigen Nutzer eine App: Abhängig vom Betriebssystem und der Bank stehen dafür beispielsweise deren jeweilige Banking-App oder Apps von Bezahldiensten wie Google Pay oder Apple Pay zur Auswahl. Ende Oktober 2020 kam mit Samsung Pay noch ein weiterer Bezahldienst hinzu. Nach dem Download muss der Nutzer dann noch die Daten seiner Kredit- oder Debitkarte hinterlegen.

So läuft der Bezahlvorgang ab
Ob ein Geschäft kontaktloses Zahlen anbietet, erkennen Kunden an dem NFC-Zeichen auf dem Kartenlesegerät oder nahe der Kasse. Dann die Karte oder das Smartphone für einige Sekunden nah an das Kartenlesegerät des Händlers halten, das die Daten per Funk empfängt. „Dabei darauf achten, dass der Abstand zwischen Karte oder Handy und Terminal nicht mehr als vier Zentimeter beträgt“, so Nebelung. Anderenfalls funktioniert das Auslesen der Daten wie Kartennummer und Ablaufdatum nicht. „Bis zu einem Warenwert von 50 Euro geht das Bezahlen völlig kontaktlos“, informiert Nicole Nebelung. „Bei höheren Beträgen ist eine PIN-Eingabe erforderlich.“ Das ursprüngliche Limit von 25 Euro haben Banken und Sparkassen 2020 zugunsten des Infektionsschutzes angehoben. Wer Apple Pay nutzt, muss die Transaktion noch mit Face-ID bestätigen – in Zeiten von Corona mit Mund-Nasen-Schutz kann das schnell zum Problem werden. Um das zu umgehen, können Nutzer die Gesichtserkennung für Apple Pay in den Einstellungen deaktivieren. Beim Bezahlen müssen sie dann einen Code eingeben.

Wie sicher ist die Zahlungsmethode?
Gut zu wissen: Kontaktloses Zahlen ist ähnlich sicher wie eine gewöhnliche Kartenzahlung. „Um Missbrauch zu verhindern, muss, wer mehrmals hintereinander kontaktlos mit der Karte bezahlt, seine Identität in bestimmten Abständen verifizieren“, so Nebelung. Spätestens nach fünf kontaktlosen Bezahlvorgängen oder wenn die Summe der letzten Zahlungen über 150 Euro liegt, müssen Kartenzahler an der Kasse ihren PIN eingeben – abhängig von der Bank wird die Geheimzahl auch schon früher verlangt. Beim Smartphone erfolgt die Bestätigung der eigenen Identität beispielsweise durch Entsperren des Geräts oder der App, etwa mit Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Wie oft und auf welche Weise eine Verifizierung notwendig ist, hängt von der verwendeten App und vom Warenwert ab. Wichtig: Für maximale Sicherheit beim kontaktlosen Bezahlen PINs immer verdeckt eingeben und regelmäßig die Abbuchungen vom Konto prüfen. „Geht die Karte verloren oder wird gestohlen, sofort die Bank informieren und die Karte sperren lassen“, rät die Expertin von ERGO. Der Sperr-Notruf hat die kostenlose Nummer (+49) 116 116. Eine Sperrung der hinterlegten EC- oder Kreditkarte ist auch bei einem verlorenen oder gestohlenen Handy dringend empfehlenswert.

Rente allein genügt nicht
Altersarmut vermeiden, privat vorsorgen


Die Welt bereisen, seinen Hobbys nachgehen, die Enkelkinder beschenken – so wünschen sich die meisten Berufstätigen ihren Ruhestand. Die Realität sieht anders aus: 3,2 Millionen Rentner und Pensionäre waren laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2017 durch Armut gefährdet. Beinahe jeder fünfte Rentner (18,7 Prozent) gilt als arm, verfügt also als Alleinstehender über ein Einkommen von maximal 13.628 Euro im Jahr. Statt langgehegte Träume zu erfüllen, reicht die gesetzliche Rente bei vielen kaum, um die Miete bezahlen und genug Lebensmittel einkaufen zu können. Weil durch den Bevölkerungsrückgang die Rente zukünftig außerdem immer geringer ausfallen wird, ist eine zusätzliche private Vorsorge oft der einzige Schutz vor Altersarmut.

Schon jetzt beträgt die durchschnittliche Rente in den alten Bundesländern bei Frauen nur 700 Euro und bei Männern 1.169 Euro. „Damit kann kaum jemand seinen gewohnten Lebensstandard halten. Wer meint, im Alter die Standardrente von rund 1.538 Euro monatlich zu bekommen, irrt sich meist“, erklärt Frank Breithaupt, Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Mainz. Die Standardrente ist eine fiktive Rechengröße, die nur bekommt, wer 45 Jahre den Durchschnittsbeitrag in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Durch einen späten Berufseinstieg, geringen Verdienst oder längere Phasen der Arbeitslosigkeit erreichen viele Rentner diesen Satz nicht. Zum Beispiel kommen Frauen in Westdeutschland laut Deutscher Rentenversicherung durchschnittlich auf nur knapp 29 Beitragsjahre.

Um im Alter sorgenfrei leben zu können, kommen die meisten Menschen um eine zusätzliche private Altersvorsorge nicht herum. Sowohl für ältere Berufstätige als auch Berufseinsteiger gibt es passende Lösungen. Wer bereits in jungen Jahren monatlich einen Teil seines Einkommens fürs Alter spart, kann über Jahrzehnte auch mit relativ niedrigen Beträgen gut vorsorgen. Damit die Rentenlücke nicht noch größer wird, hat die Politik im Jahr 2002 mit der „Riester-Rente“ für die meisten Arbeitnehmer eine steuerbegünstigte Form der Altersvorsorge eingeführt. Für Berufsgruppen, die in ein Versorgungswerk einzahlen müssen, sowie für Selbstständige gibt es seit 2005 die „Rürup-Rente“, die auch für Angestellte attraktiv ist.

Wer flexibel bleiben und zum Renteneintritt noch entscheiden möchte, ob er eine lebenslange Rente und/oder eine einmalige Kapitalzahlung bekommen möchte, investiert eher in eine private Rentenversicherung. Aufgrund der seit Jahren andauernden Niedrigzinsphase werden die Kundengelder meist entweder in Aktien oder andere Wertpapiere angelegt. Aktien versprechen, über einen längeren Anlagezeitraum betrachtet, höhere Erträge, bergen aber auch Risiken, wenn die Börsenkurse zwischendurch fallen. Je näher die Rente rückt, desto sicherer sollte daher die Investition sein. Wer über viele Jahre eine zusätzliche private Altersvorsorge aufbauen möchte, kann zwischen verschiedenen Arten der gewinnbringenden Geldanlage wählen. „Die staatliche Rente allein reicht jedenfalls nicht, deshalb sollte sich jeder rechtzeitig mit seiner Altersvorsorge befassen“, rät Breithaupt.

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