861 vom 22.01.2021 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 861 vom 22.01.2021
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„Frauenleben in Magenza“
Neuaufgelegte Broschüre des Frauenbüros bietet Einblicke in das Leben und die Schicksale jüdischer Frauen und Mädchen in Mainz

(lvb) Magenza, das jüdische Mainz, war und ist immer auch weiblich und 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland heißt auch 1700 Jahre jüdisches Frauenleben in Deutschland. Passend zu diesem Festjahr 2021 und zum 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, hat das Frauenbüro der Landeshauptstadt Mainz die 2010 erstmals erschienene Veröffentlichung „Frauenleben in Magenza“ vollständig überarbeitet und neu aufgelegt. Auf 100 Seiten bietet die Broschüre über 70 Porträts jüdischer Frauen und Mädchen aus den Mainzer Frauenkalendern seit 1991 und Texte zur jüdischen Frauengeschichte der Stadt. Die biografisch orientierte Zeitreise spannt den Bogen vom 14. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert. Sie reicht von Bruna, einer gelehrten Frau aus dem Spätmittelalter, bis zu Ellen Berta Marxsohn, die im Alter von 13 Jahren 1942 in Auschwitz ermordet wurde.  

Sie hatten viele Berufe, waren Sängerinnen, Musikerinnen, Schriftstellerinnen, Ärztinnen, Juristinnen, Hausfrauen, Schülerinnen und vieles mehr.
Für manche der porträtierten Frauen und Mädchen war ihre Religionszugehörigkeit wichtig und identitätsstiftend, für andere spielte sie keine Rolle. Und doch war ihr Leben, unabhängig von der Zeit in der sie lebten, entscheidend dadurch geprägt, aus jüdischen Familien zu stammen, sich als Jüdin zu sehen oder von außen als Jüdin betrachtet zu werden.
Ein Großteil der Porträts ist den im Nationalsozialismus ermordeten oder ins Exil getriebenen Frauen und Mädchen gewidmet, doch auch die Geschichten derer, die zu einer anderen Zeit gelebt haben, waren nicht frei von Antisemitismus.

Autor einer ganzen Reihe von Personenporträts ist Reinhard Frenzel, der als Lehrer am Frauenlob-Gymnasium tätig war und viele Lebenswege und Schicksale jüdischer Schülerinnen der Höheren Mädchenschule erforscht. Weitere Biografien stammen von Frauenbüroleiterin Eva Weickart. Eingebettet sind Texte zur jüdischen Frauengeschichte von Martina Trojanowski, ebenfalls Frauenbüro.

Bei Abholung im Foyer des Stadthauses Große Bleiche (Große Bleiche 46/Löwenhofstraße 1, 55116 Mainz) ist die Broschüre kostenlos erhältlich. Gegen Einsendung von 1,55 Euro in Briefmarken kann die Broschüre auch verschickt werden.
Für alle Interessierten steht sie zudem hier zum Herunterladen bereit.  


Osteinunterführung: Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Mombacher Straße
(rap) Im Bereich der Ortsteile Mainz-Neustadt/Hartenberg-Münchfeld erfolgt in der Osteinunterführung ab Montag, 25.01.2021 bis voraussichtlich zum 30.04.2021 die halbseitige Straßensperrung im Wechsel (ca. 3,5 m x 85 m) mit der Einrichtung einer Einbahnführung zwischen Kaiser-Wilhelm-Ring und Mombacher Straße in Fahrtrichtung Mombacher Straße. Diese Sperrung erfolgt aufgrund von Arbeiten unterhalb der Eisenbahnbrücke durch die DB Netz AG.  


Neue Räume für das Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Neustadtzentrum
(ekö) Während der umfassenden Sanierung des Neustadtzentrums in der Goethestraße 7 bleibt den Kindern und Jugendlichen der Mainzer Neustadt eine wichtige Anlaufstelle erhalten

Das städtische Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Neustadtzentrum öffnet ab Montag, 25. Januar 2021 die Türen seines Ausweichquartiers im dritten Stock der Adam-Karrillon-Straße 23. Das Team freut sich schon darauf, die Besucherinnen und Besucher in den neuen Räumlichkeiten begrüßen zu können.

Coronabedingt konzentriert sich das Angebot bis auf Weiteres auf Hausaufgaben-Einzelbetreuungen für Mainzer Schülerinnen und Schüler ab der 1. Klasse, sowie auf Einzelberatungen für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahren. Sobald es die Corona-Schutzverordnung zulässt, werden die Angebote des Jugendzentrums wieder auf verschiedene Freizeitangebote ausgeweitet, wie z.B. Jugendbegegnungsstätte, Ferienfahrten, Spielangebote auf dem Goetheplatz etc.

Alle aktuellen Änderungen sind stets auf den Webseiten des Jugendzentrums abrufbar.

Die Sanierungsarbeiten in der Goethestraße 7 werden voraussichtlich im Spätsommer 2022 abgeschlossen sein.


unplugged: Beratung geht weiter – Programm teilweise online
Normalerweise ist das unplugged in der Mainzer Neustadt eine wichtige Anlaufstelle für junge Menschen zwischen 16 und 27, die sich für ihre psychische Gesundheit interessieren. Wegen der Corona-Beschränkungen ist das Café selbst derzeit geschlossen, aber das Beratungsangebot besteht weiter. Und auch einige Programmpunkte sind nach wie vor da, wenn auch „nur“ online. So geht’s:

Beratungsgespräche: Wer Unterstützung sucht, kann per E-Mail (unplugged@gpe-mainz.de) oder telefonisch (06131-9067600) mit dem unplugged-Team in Kontakt treten. Ein persönlicher Termin oder eine Beratung per Videotelefonie können dann individuell vereinbart werden.

Programm: Einige Programmpunkte sind ins Internet gewandert, zum Beispiel das Quiz und der Kick-off-Monday. Hier gibt es viele kreative und informative Online-Events. Infos zur Teilnahme und zu den Angeboten gibt es bei den jeweiligen Programmpunkten auf der der Website unplugged-mainz.de.

Das Team hofft, dass auch der offene Treff bald wieder möglich sein wird. Aktuelle Infos gibt es auf der Website und auf Instagram unter beratungscafe_unplugged.


Das Beratungscafé unplugged hat sein Angebot ins Internet verlegt – alle hoffen, dass auch der offene
Treff bald wieder stattfinden kann. (Foto: gpe)

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Ausschüsse und Ortsbeiräte können als Videokonferenz tagen
Stadtverwaltung nutzt ab Januar 2021 die Anwendung „Cisco WebEx“ für virtuelle Gremiensitzungen

(gl) Durch die Änderung der rheinland-pfälzischen Gemeindeordnung (§ 35 Abs. 3 GemO) ist es aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausnahmsweise möglich, Beschlüsse auch mittels Telefon- und Videokonferenzen zu fassen. Das bisherige Zustimmungserfordernis der zuständigen Aufsichtsbehörde ist Ende 2020 entfallen, so dass die Kommunen selbst entscheiden können, wie Gremiensitzungen während der Pandemie durchgeführt werden.

Oberbürgermeister Michael Ebling hat im Einvernehmen mit den Mitgliedern des Stadtvorstandes festgelegt, dass städtische Gremiensitzungen, in denen Beratungen und Vorberatungen stattfinden, ab Januar 2021 auch als Videokonferenzen durchgeführt werden können. Hierfür soll die Anwendung „Cisco WebEx“ genutzt werden. Dieses System wurde bereits intern für Besprechungen sowie Sitzungen des Ältestenrates erfolgreich verwendet. Mandatsträger, die nicht über die notwendige technische Ausstattung verfügen, können sich mittels Telefon zuschalten.

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger und Medienvertreter werden die Sitzungen als Livestream auf der Homepage der Landeshauptstadt Mainz übertragen:

Ausschusssitzungen unter www.mainz.de/ausschuesse-live
Ortsbeiratssitzungen unter www.mainz.de/ortsbeiraete-live
(Die nächste Sitzung des Ortsbeirats Mainz-Neustadt findet am 03.02.2021 ab 18:00 Uhr statt.)

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Auch in der Corona-Krise bleiben Verwaltung und Ratsgremien zusammen handlungsfähig. Die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für Videokonferenzen liegen vor und ermöglichen virtuelle Sitzungsformate, so dass Gremienarbeit auch unter Corona Bedingungen stattfinden kann.“

Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher haben ab sofort die Möglichkeit ihre Sitzungen digital abzuhalten und können eigenständig entscheiden, ob Ortsbeiratssitzungen in Präsenz oder digital stattfinden oder abgesagt werden. Der Jugendhilfeausschuss sowie der Bau- und Sanierungsausschuss haben sich bereits für Videokonferenzen im Januar entschieden.

„Sitzungen per Videokonferenz bleiben aber die Ausnahme, sie können und sollen nicht dauerhaft die herkömmliche Arbeit der kommunalen Gremien in Form von Präsenzsitzungen ersetzen“, betont Oberbürgermeister Ebling.

Um die Rechtssicherheit zu gewährleisten und nicht das Risiko einzugehen, dass Beschlüsse aufgrund von technischen Problemen bei einzelnen Ratsmitgliedern anfechtbar werden, finden die Stadtratssitzungen weiterhin als Präsenzsitzung statt.  

„Klimaentscheid Mainz - MainzZero“ geht an den Start
Für Bürgerbegehren werden ab sofort 10.000 Unterschriften gesammelt

Nach allen bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen schreitet der Klimawandel fast ungebremst voran. Die auf den unterschiedlichen politischen Ebenen geplanten Maßnahmen reichen - so eine der wichtigsten Erkenntnisse - bei weitem nicht aus, um das im Pariser Klimaschutzabkommen vom Dezember 2015 als wichtigsten Faktor festgehaltene 1,5 Grad-Ziel zu erreichen und den Klimawandel zu stoppen oder zumindest einzubremsen.
Dies war der entscheidende Grund, der die Parents for Future (P4F) Mainz als Teil der For Future-Bewegung im Sommer 2020 dazu bewogen hat, ein Bürgerbegehren für die Stadt Mainz auf den Weg zu bringen. Unter dem Titel „MainzZero - Klimaentscheid Mainz“ werden ab Januar 2021 Unterschriften bei den Bürger*innen der Landeshauptstadt gesammelt, um diesen Bürgerentscheid gemäß §17a der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz zu beantragen. „Wir stellen uns der Verantwortung, die der Klimawandel uns als Bürger*innen - auch als Chance zu Veränderungen in allen Lebensbereichen - mit auf den Weg gibt und gestalten unser Gemeinwesen aktiv und vor allem nachhaltig“, so die einhellige Meinung der P4F Mainz bei dieser Entscheidung. Handeln statt viele Worte lautet die Maxime der parteiunabhängigen Gruppe von Bürger*innen aus Mainz und dem rheinhessischen Umland. „Uns verbindet die Sorge um die Zukunft unserer Stadt, unserer Kinder, Enkel und unserer Umwelt. Uns eint aber auch der Wille zum Wandel und das Wissen, dass wir jetzt - und nicht erst morgen oder in einem Jahr - noch etwas tun können.“ Und das Heft des Handelns auch in die Hand nehmen müssen, da die Zeit, in der Veränderungen noch möglich sind, unaufhaltsam läuft.

Bundesweit Klimaentscheid: 20 Städte auf dem Weg
Mit Mainz haben sich 19 weitere Kommunen 2020 auf den Weg gemacht, bis 2030 bzw. 2035 ihre Stadt zur Klimaneutralität zu führen. Darunter die Hauptstadt Berlin sowie weitere Großstädte wie Aachen, Würzburg, Heidelberg, Mannheim oder Bremen. Münster, Marburg und Tübingen haben bereits beschlossen bis 2030 klimaneutral zu werden. Wichtige Schritte, damit Deutschland seiner Verantwortung gerecht werden kann, die im Pariser Klimaabkommen festgehaltenen Klimaziele zu erreichen.
Dieser Klimaentscheid wurde mit Bündnispartnern wie dem BUND, Greenpeace, dem Stadtjugendring sowie der gesamten ForFuture-Bewegung mit Fridays, Scientists, Health, Students, Psychologists und auch Workers for Future erarbeitet.

Der in 2020 begonnene Dialog mit Oberbürgermeister Michael Ebling, Umweltdezernentin Katrin Eder sowie den Stadtratsfraktionen und Ortsbeiräten liegt dem Klimaentscheid-Team dabei sehr am Herzen. Die Stadt Mainz hat mit u.a. dem Ausrufen des Klimanotstands im September 2019 bereits zahlreiche, gute Beschlüsse gefasst. „Was wir jetzt brauchen sind sowohl ein konkreter Aktionsplan, wie Mainz zeitnah klimaneutral wird, als auch erste, mutige Umsetzungen. Mit unserem angestrebten Klimaentscheid wollen wir erste wichtige Schritte aufzeigen und der Stadt den nötigen Rückenwind geben.“ Die Abstimmungsfrage des Bürgerentscheids ist zusammen mit den darin eingebundenen elf Zielen und Unterschriftenfeldern in einem Flyer enthalten, der im gesamten Stadtgebiet über Ausgabestellen zur Verteilung kommt und über die Klimaentscheid-Webseite heruntergeladen werden kann.

Klimaneutralität bis 2030: Ziele und Forderungen für Mainz
Kern des Bürgerbegehrens ist die folgende Abstimmungsfrage:

„Soll die Stadt Mainz bis Ende 2021 einen konkreten Klima-Aktionsplan erstellen und veröffentlichen,  
  • in dem alle von der Stadt beeinflussbaren Faktoren genutzt werden, um Mainz bis 2030 klimaneutral zu machen,
  • der ab spätestens 2022 jährliche CO2-Reduzierungen um mindestens 10 Prozent vorsieht (jeweils bezogen auf 2020),
  • der die im Folgenden dargestellten Ziele berücksichtigt und
  • der die Stadt Mainz zu einem jährlichen öffentlichen Bericht zum Stand der bisherigen Umsetzung entsprechender Maßnahmen und über die bislang erreichte CO2-Reduzierung verpflichtet?“

Darin eingebettet sind elf konkrete Ziele, die nach Einschätzung der Initiatoren, wesentliche Bausteine für ein klimaneutrales Mainz sind:

 1. übergreifendes und damit oberstes Ziel dieses Bürgerbegehrens ist: Alle im Folgenden genannten Ziele sollen sozialverträglich ausgestaltet werden.
 2. Ziel: Grünachsen in jedem Stadtteil  
 3. Ziel: Ausbau der Grünflächen im Siedlungsbereich
 4. Ziel: Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs
 5. Ziel: Attraktiver und sicherer Fuß- und Radverkehr
 6. Ziel: Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung
 7. Ziel: Energetisch-optimierte Sanierung des Gebäudebestandes
 8. Ziel: Ökologische und nachhaltige Stadtplanung  
 9. Ziel: Grüner Strom und grüne Wärme für Mainz  
10. Ziel: Bildungsoffensive zu Klima- und Umweltschutz  
11. Ziel: Mehr vegetarische und vegane Angebote in städtischen Mensen und Kantinen.

Die Details der Forderungen sind ebenso auf der Webseite www.klimaentscheid-mainz.de zu finden wie die Ausgabe- und Sammelstellen der Unterschriftenlisten (Flyer). Da davon ausgegangen wird, dass in den nächsten vier Monaten überwiegend kontaktlos Unterschriften gesammelt werden müssen, hat das Team im Stadtgebiet verteilte Sammelstellen in u.a. Lebensmittelgeschäften eingerichtet und gekennzeichnete Sammelfahrräder in möglichst allen Stadtteilen aufgestellt. Auch Helfer*innen für das Sammeln der Unterschriften, von denen sich bereits zahlreiche gemeldet haben, können sich über das Kontaktformular auf der Webseite beim Klimaentscheid-Team melden.  

Das gesamte Team engagiert sich seit sechs Monaten rein ehrenamtlich. Daher sind Spenden, die steuerlich absetzbar sind, zur Deckung des rund 12.000 Euro umfassenden Etats sehr willkommen und können direkt über ein Spendentool auf der Webseite eingezahlt werden.

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Termine der Woche

Freitag 22.01.2021
18:00 - 20:00 Uhr | Zoom, meldet euch gerne für den Link unter fz@frauenzentrum-mainz.de an
Info-Workshop für das Netzwerk LesBische Sichtbarkeit: Politische Teilhabe, aber wie?
Das Netzwerk LesBische Sichtbarkeit RLP ist für lesbische, frauenliebende, bisexuelle, pansexuelle Frauen ein Ort, an dem politische Teilhabe und politische Interessensvertretung möglich ist.
Politische Teilhabe und Sichtbarkeit unserer Themen ist wichtig, doch dafür braucht es Wissen und Informationen über die Strukturen, die es gibt.
Doch wie geht das genau? Welche Möglichkeiten gibt es politisch zu werden und wer soll das alles bezahlen? Was ist eigentlich QueerNet RLP, das Netzwerk diskriminierungsfreies RLP, der Landesaktionsplan “ Rheinland-Pfalz unter Regenbogen“ oder der Landesaktionsplan gegen Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?
Diese Fragen werden im Workshop von Sarah Bast vom Frauenzentrum beantwortet und wir können gemeinsam ausloten, wie die zur Verfügung stehenden Strukturen für uns nutzbar ist und wie sie uns dabei helfen können unsere Forderungen und Wünsche umzusetzen.

Sonntag 24.01.2021
         
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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Foto: zollhafen-mainz.de)
Schon 2022 Schluss für Mainzer Biergarten?
Das Baufeld „Marina“ am Zollhafen, auf dem sich der Biergarten „F. Minthe“ befindet, ist verkauft. Wie geht es mit dem Freiluftlokal weiter? -

(Foto: SCHOTT)
Schott investiert in den Standort Mainz und schafft 100 neue Arbeitsplätze
Der internationale Spezialglashersteller SCHOTT errichtet in seinem Hauptwerk in Mainz eine zweite Schmelzwanne für Pharmaglasröhren. Das Investitionsvolumen beträgt 40 Millionen Euro - zum Artikel

(Foto: Sammlung Michael Bermeitinger)
Depot, Viehhof, Bahn – leise war’s nie am Kaiser-Karl-Ring
Der letzte Abschnitt der Ringstraße war keines der besseren Viertel der Neustadt. Noch bis in die 70er gibt es hier Wohnungen mit Kohleofen und ohne WC - zum Artikel

(Foto: Oliver Kohl)
Wenn das Mainzer Brauchtum durchs Netz flirrt
Die Fastnachtsvereine planen mit enormem Aufwand digitale Fastnachtsformate. Das Ordnungsamt stellt die Konzepte derweil erneut auf den Prüfstand - zum Artikel

(Foto: Berufsfeuerwehr Stadt Mainz)
Nach Brand: Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung
Die Feuerwehr rettete am Sonntag 15 Menschen aus einem brennenden Mehrparteienhaus in der Mainzer Neustadt. Die Kriminalpolizei hat nun Ermittlungen eingeleitet - zum Artikel


Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Verbotenes Kraftfahrzeugrennen
Am späten Donnerstagabend (14.01.2021) kam es gegen 22:10 Uhr in der Mombacher Straße zu einem verbotenen Autorennen zwischen zwei Fahrzeugen. Einer Streife der Bundespolizei sind die Autos, ein weißer BMW X5 und ein neuer Mercedes CLA 180, in der Mombacher Straße stadtauswärts mit hoher Geschwindigkeit aufgefallen. Auf der Hochtangente gaben die Fahrzeuge dann Vollgas bis zu einem Tempo von 145km/h. An der rotzeigenden Ampel zur Rheinallee blieb lediglich der Mercedes stehen. Dieser konnte im Anschluss durch die Polizei kontrolliert werden. Der weiße BMW X5 flüchtete über die Auenstraße in unbekannte Richtung.  
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.  

Wohnungsbrand in der Frauenlobstraße
Am frühen Sonntagmorgen (17.01.2021) gegen 6:15 Uhr wurde der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Mainz über Notruf 112 ein Wohnungsbrand in der Mainzer Neustadt gemeldet. Bereits auf der Anfahrt meldeten mehrere Bewohner aus dem Gebäude eine starke Rauchentwicklung.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten sich mehrere Personen auf Balkone und auf das Dach gerettet und mussten von dort teilweise über die Drehleitern, teilweise über das Treppenhaus mit Fluchthauben von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Insgesamt wurden durch die Feuerwehr fünfzehn Bewohner gerettet, fünf davon wurden in Mainzer Kliniken transportiert.
Das Feuer war in einer Wohnung im 2. Obergeschoss ausgebrochen und konnte durch die Feuerwehr unter umluftunabhängigem Atemschutz unter Kontrolle gebracht und auch gelöscht werden. Das Feuer hatte sich auch in das Wärmedämmverbundsystem der Fassade ausgebreitet und musste hier zusätzlich von außen abgelöscht werden.  
Ein Hund in der betroffenen Brandwohnung konnte nicht mehr gerettet werden, er verstarb in der Wohnung.

Die Gasversorgung und Teile der Stromversorgung des Gebäudes mussten unterbrochen werden. Die Wohnungen sind vorübergehend nicht bewohnbar. Die Bewohner kamen bei Familienangehörigen und Freunden unter.
Vor Ort tätig waren die Berufsfeuerwehr Mainz, die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Stadt, der Rettungsdienst mit umfangreichen Kräften des Regelrettungsdienstes sowie der Schnelleinsatzgruppe Betreuung und der Abschnittsleitung Gesundheit sowie die Polizei. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch die Mainzer Netze und zwei Busse der Mainzer Mobilität zur vorrübergehenden Unterbringung der Bewohner des Hauses.
Zur Schadensursache und –höhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen dazu aufgenommen.  

 
Fotos: Feuerwehr Mainz

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Tipps und Informationen

Damit die FFP2-Maske wirkt
Tipps für das richtige Tragen und Wiederverwenden

Laut aktuellem Bund-Länder-Beschluss sind Alltagsmasken deutschlandweit im Nahverkehr und beim Einkaufen nicht mehr zugelassen. Hier sind künftig sogenannte OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen der Standards KN95/N95 oder FFP2 Pflicht. Bayern erlaubt bereits seit Montag in den Geschäften und den öffentlichen Verkehrsmitteln ausschließlich FFP2-Masken. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV, erklärt den Unterschied zu Alltagsmasken und worauf Verbraucher beim Tragen von FFP2-Masken besonders achten sollten. Er hat außerdem Tipps für deren Wiederverwendung.

Was ist bei FFP2-Masken anders?
Von den Alltagsmasken unterscheiden sich die FFP2-Modelle durch ihre stärkere Schutzfunktion – nicht nur für andere, sondern vor allem auch für den Träger. Denn sie filtern deutlich mehr kleine Partikel und Aerosole aus der Luft, bei richtiger Anwendung bis zu 94 Prozent. Übrigens: „Damit die Qualität stimmt, beim Kauf auf die Zertifizierung achten“, rät Dr. Wolfgang Reuter. „Verbraucher erkennen zertifizierte Modelle am CE-Zeichen mit einer vierstelligen Zahlenkombination sowie dem Hinweis auf die Norm EN 149:2001+A1:2009.“

Richtig tragen
Damit die FFP2-Maske ihre volle Wirkung erreicht, muss sie richtig getragen werden. Das heißt, vorab die Hände waschen oder desinfizieren und die Maske anschließend über Mund, Nase und Wangen platzieren. „Besonders wichtig ist, darauf zu achten, dass die Ränder und der Nasenbügel dicht am Gesicht aufliegen, damit keine Atemluft entweichen kann“, empfiehlt der DKV Experte. Ein Bart beispielsweise kann die Wirkung schon verringern. Der Gesundheitsexperte rät zudem, immer nur die eigene Maske zu verwenden und sie nicht mit anderen Menschen, beispielsweise Familienmitgliedern, zu teilen oder zu tauschen.

FFP2-Maske wiederverwenden?
Die Masken sind ein Einmalprodukt und sollten eigentlich nicht länger als acht Stunden getragen werden. Allerdings kam eine Studie der Fachhochschule Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zu dem Ergebnis, dass die stark filternden Masken im Privatgebrauch, also wenn es beispielsweise um den Einkauf oder die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln geht, desinfiziert und wiederverwendet werden können. Das Forscherteam hat dafür zwei Methoden identifiziert.

An der Luft trocknen lassen
Bei der ersten Methode trocknet die FFP2-Maske sieben Tage bei Raumluft. Nach dieser Zeitspanne sollten sich die Coronaviren auf der Maske um 95 Prozent reduziert haben. Die Maske zum Trocknen am besten an eine Wäscheleine oder an einen Haken an der Wand hängen. „Badezimmer und Küche sind als Standort eher ungeeignet, da diese Räume in der Regel zu feucht sind“, so Dr. Reuter. FFP2-Masken sollten insgesamt nur fünfmal getrocknet und anschließend durch neue ersetzt werden.

Erhitzen im Backofen
Auch das Trocknen im Backofen inaktiviert Coronaviren – und natürlich auch andere – in der FFP2-Maske. Wichtig dabei: Nach dem Tragen die Maske zunächst für einen Tag an der Luft trocknen. Anschließend auf einen Rost mit Backpapier legen und bei 80 Grad Ober- und Unterhitze für 60 Minuten im Ofen lassen. Danach die Maske auf dem Rost vollständig abkühlen lassen. Dr. Reuter rät, die Temperatur genau zu beachten. Denn wenn der Backofen zu heiß wird, kann sich die Maske leicht verformen oder ihre Filterfunktion verlieren. „Zu niedrige Temperaturen hingegen reichen nicht aus, um die Viren unschädlich zu machen. Ein Backofenthermometer kann helfen, die Temperatur zu prüfen“, so der Gesundheitsexperte der DKV. Auch bei dieser Methode ist es empfehlenswert, die Maske nach fünf Trocknungsvorgängen zu entsorgen. Übrigens: Bei FFP2-Masen mit Atemventil oder der formstabilen Variante funktioniert diese Behandlung nicht.

Besser nicht
Andere Methoden wie das Kochen im Kochtopf oder das Erwärmen in der Mikrowelle sind nicht geeignet, um die FFP2-Masken zu desinfizieren. Im Topf werden die Masken zu stark beschädigt, während die Mikrowelle keine gleichmäßige Trockenheit garantiert. Auch die Waschmaschine scheidet aus, da unter anderem das Waschmittel die Filterleistung mindern kann. Spülmaschinen bringen ebenfalls nicht die erwünschte Wirkung. Außerdem gilt: „Wer den Verdacht hat, mit einer infizierten Person in Kontakt gewesen zu sein, oder eine Beschädigung der Maske feststellt, sollte diese besser sofort entsorgen“, empfiehlt der DKV Experte.


Silberwasser oder Vitamin D gegen das Corona Virus?
Neues Online-Angebot sorgt für Transparenz und klärt Verbraucher auf

- Unterstützung für den Umgang mit unseriösen Gesundheitsinformationen im Internet
- Verbraucherzentralen gehen gegen falsche Gesundheitsinformationen und Heilsversprechen vor

(VZ-RLP) Silberwasser gegen Corona-Infektionen? Gesundheit durch bioenergetische Felder? Ein Stein, der die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und damit den Krebs verschwinden lässt und die Darmtätigkeit verbessert? Solche und ähnliche Gesundheitsversprechen führen Verbraucherinnen und Verbraucher vielfach in die Irre. Und nicht nur das. Die angepriesenen Maßnahmen können teils auch gesundheitliche Schäden verursachen oder halten Menschen unter Umständen davon ab, eine wirksame medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen.
Gerade in der Corona-Pandemie setzen sich viele Menschen mit Fragen zu Krankheiten, deren Prävention und Behandlungsmöglichkeiten auseinander. Sie informieren sich darüber im Internet oder tauschen sich in sozialen Netzwerken aus. Neben zahlreichen guten Informationen kursieren auch jede Menge Falschinformationen und unseriöse Angebote im Internet.  

Die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben daher eine neue Informationsplattform ins Leben gerufen: Auf der Webseite www.faktencheck-gesundheitswerbung.de sollen faktenbasierte Inhalte für mehr Transparenz im Bereich der digitalen Gesundheitsinformationen sorgen und damit die Gesundheitskompetenz der Verbraucher stärken. Sie ist Teil des Projekts „Verbraucherschutz im Markt der digitalen Gesundheitsinformationen und Individuellen Gesundheitsleistungen“, das vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gefördert wird. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten auf der Webseite auch die Möglichkeit, sich bei Fragen zu digitalen Gesundheitsinformationen beraten zu lassen oder falsche bzw. irreführende Gesundheitsinformationen über ein Kontaktformular zu melden. Neben der Verbraucheraufklärung ist es auch ein Ziel der Verbraucherzentralen, gegen falsche oder irreführende Gesundheitsinformationen vorzugehen.  

„Das Internet ist für viele Menschen bei Gesundheitsfragen längst eine der ersten und wichtigen Informationsquellen. Doch gut Geprüftes steht hier schnell neben wirkungslosen oder sogar gesundheitsschädigenden Angeboten. Seriöse Gesundheitsinformationen lassen sich nicht immer auf den ersten Blick von unseriösen unterscheiden. Unser Projekt soll daher dazu beitragen, Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage zu versetzen, windige Gesundheitsinformationen frühzeitig zu erkennen und kritisch mit solchen Angeboten umzugehen“, erklärt Christian Kastrop, Staatssekretär für Verbraucherschutz im BMJV.

Auch bei zusätzlichen, privat von den Patienten zu zahlenden Gesundheitsangeboten beim Arzt oder Zahnarzt – so genannten IGeL-Leistungen – ist nicht immer klar, ob sie nötig sind. Neben dem Nutzen solcher Leistungen, können hier auch manchmal potentielle Schäden auftreten. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb vor Inanspruchnahme einer IGeL anhand von unabhängigen Informationen prüfen, ob die Leistungen, die ihre Ärztin oder ihr Arzt vorschlägt, für sie von Nutzen sind“, betont Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Mit dem Informations- und Beratungsangebot auf den Webseiten www.igel-aerger.de und www.kostenfalle-zahn.de stehen wir Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei unterstützend zur Seite.“


Genug Betrug:
Unseriöse Geschäfte mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co.  
Tipps von Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt, um unseriöse Online-Anbieter zu entlarven

Im Internet und in Sozialen Netzwerken kursiert viel fragwürdige Werbung für Geldanlagen rund um Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum & Co.
Oft wird eine sehr hohe Rendite versprochen. Meist bleibt das Geschäftsmodell aber völlig unklar.
In vielen Fällen handelt es sich vermutlich um verbotene Schneeballsysteme, bei denen man weitere zahlende Teilnehmer werben soll. Auch Betrug ist nicht auszuschließen.

Vor einem angeblich lukrativen Geschäftsmodell für investierfreudige Menschen warnen die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz. In gefälschten Online-Artikeln gaukeln Kriminelle vor, selbst Prominente hätten auf diversen Online-Trading Plattformen Geld investiert und seien innerhalb kürzester Zeit noch reicher geworden. Herhalten muss beispielsweise der Name einer Fernseh-Show, in der mit Geschäftsideen Investoren für Produkte gesucht werden. Geworben wird auch über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste.

"Wer sich auf die Handelsplattform locken lässt, muss zunächst ein Online-Konto anlegen und dem Anbieter zur Freischaltung des Accounts eine Telefonnummer, eine Kopie des Personalausweises und eine beliebige Rechnung in Kopie per E-Mail schicken", informiert Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Im Anschluss darf die erste Investition von 250 Euro überwiesen und ein entsprechender Beleg über die getätigte Zahlung übermittelt werden. Kurze Zeit später meldet sich ein angeblich hoch professioneller Berater telefonisch und drängt zu weiteren Geldeinzahlungen. "In einem besonders krassen Fall hat sich ein Verbraucher dazu hinreißen lassen, innerhalb von vier Monaten einen Gesamtbetrag von 13.250 Euro zu investieren", so Kaiser. Als er eine Auszahlung beantragte, wurde ihm mitgeteilt, er müsse zunächst weitere 13.000 Euro an Steuern überweisen. Der Betroffene wurde erst nach dieser Aufforderung misstrauisch und begann sich über den Anbieter zu informieren. Schnell war klar, dass er auf eine dubiose Plattform hereingefallen war.

Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geben Tipps, woran seriöse Kryptowährungs-Anbieter zu erkennen sind.

Impressum prüfen:
Der erste Schritt sollte immer die Prüfung des Impressums sein. Fehlt ein Impressum, gilt es auf jeden Fall Abstand zu nehmen. Hat der Anbieter laut Impressum seinen Sitz im Ausland, kann es schwierig werden, die eigenen Rechte durchzusetzen.

Geschäftsmodell auf Transparenz prüfen:
Erhält man erst nach Kontaktaufnahme oder nach einer Registrierung genauere Informationen über das Geschäftsmodell, ist Misstrauen angesagt. Vor der Einzahlung eines Betrages sollte man sich immer unabhängig beraten lassen.

Vorsicht bei Aufforderungen zum Freunde werben:
Wird man aufgefordert ,Freunde und Bekannte anzuwerben, sollte man hellhörig werden. Hinter der Aufforderung stecken sogenannte Schneeballsysteme. Sie brauchen eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmern, denn die Auszahlung an die Mitglieder wird durch die Einzahlung der neu geworbenen Teilnehmer finanziert. Solche Systeme brechen zwangsläufig nach einer gewissen Zeit in sich zusammen.

Auf eine Lizenz achten:
Es gilt zu überprüfen, ob es sich um ein von der BaFin oder einem anderen EU-Land lizenziertes Unternehmen handelt.

Dies kann über die Unternehmensdatenbank der BaFin unter
portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/start.do abgefragt werden.

Seien Sie misstrauisch und kontaktieren Sie bei Verdacht die Polizei und die BaFin!

Weitere Informationen bieten Verbraucherzentrale und Polizei auf ihren Internetseiten unter folgenden Links:
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Wichtige Maßnahmen gegen Corona-Virus
Mit der Zulassung des ersten Impfstoffes durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die große Impfaktion der Bundesrepublik Deutschland gegen das Corona-Virus begonnen. Kurz nach Weihnachten wurden zunächst Bewohner in Alten- und Pflegeheimen von mobilen Impfteams geimpft. Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut (STIKO) hat angesichts des begrenzten Impfstoffvorrates festgelegt, welche Personengruppen bei der Impfaktion Vorrang haben. „Die Organisation der Impfungen erfolgt über die Bundesländer. Alle Impfberechtigten werden jetzt nach und nach von ihrem jeweiligen Bundesland informiert. Voraussichtlich bis Mitte des Jahres sollen alle Impfwilligen Angebote für einen Impftermin erhalten, wenn bis dahin ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht“, erklärt Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Wer sich in einem der regionalen Impfzentren impfen lassen möchte, muss sich an die zentrale Terminvergabe wenden. Die Bundesländer haben dafür Hotlines eingerichtet und stellen im Internet Informationen zum Ablauf zur Verfügung.
Der KKH-Apotheker befürwortet, dass jetzt mit dem neuen Impfstoff ein wirksames Mittel gegen Covid-19 gefunden wurde und ruft insbesondere Risikopatienten dazu auf, sich impfen zu lassen. „Jeder, der eine Impfeinladung erhält, sollte nicht zögern, diese wahrzunehmen. Denn wer sich beteiligt, schützt sich und andere.“ Angst vor Nebenwirkungen seien zwar verständlich, so Sven Seißelberg, doch in Deutschland werde ein Impfstoff nur dann zugelassen, wenn er alle Phasen eines umfassenden Studienkatalogs durchlaufen habe, kann er Skeptiker beruhigen. „Wer dennoch Unverträglichkeiten spürt, sollte diese auf gängigen Portalen melden und mit seinem behandelnden Hausarzt Rücksprache halten.“ Die Impfung ist kostenlos und wird vom Bund übernommen. „Wir als gesetzliche Krankenkasse beteiligen uns an den Kosten für den Betrieb der Impfzentren“, erklärt der Apotheker.
Gutscheine für FFP2-Masken werden versandt
Eine weitere Schutzmaßnahme gegen das Corona-Virus ist die Abgabe von sogenannten FFP2-Masken an definierte Risikogruppen und Menschen über 60 Jahre. Die Aktion wurde im Dezember gestartet und wird jetzt im Januar fortgesetzt. „Die Krankenkassen schreiben dafür alle anspruchsberechtigten Versicherten an und verteilen Gutscheine für zwölf solcher Masken“, erklärt Sven Seißelberg. Die Berechtigungsscheine werden von der Bundesdruckerei in mehreren Versandwellen zur Verfügung gestellt. „Sobald die Lieferung bei uns eingetroffen ist, versenden wir die Anschreiben. Anspruchsberechtigte müssen sich also eventuell noch ein wenig gedulden, bis die Gutscheine bei ihnen zu Hause ankommen “, sagt Seißelberg. Aber er rät: „Wer ein Schreiben erhält, sollte die Möglichkeit nutzen, sich mit den Masken gegen eine Corona-Infektion zu schützen. Die FFP2-Masken sind wirksamer als herkömmliche Mund-Nasen-Bedeckungen, weil sie Partikel aus der ein- und ausgeatmeten Atemluft filtern können.“ Die Anspruchsberechtigten können bis Ende Februar zunächst sechs Masken gegen Abgabe der Coupons in Apotheken erhalten. Weitere sechs Masken werden von Mitte Februar bis Mitte April gegen Vorlage der Gutscheine ausgeteilt. Die Versicherten müssen lediglich einen Eigenanteil in Höhe von zwei Euro je Abgabe von sechs Schutzmasken zahlen.

Umweltschutz im Alltag
Tipps für ein nachhaltigeres Leben
Jeder sechste Deutsche möchte laut einer gemeinsamen Umfrage von YouGov und Statista 2021 umweltbewusster leben. Dass sich dieser Vorsatz im Alltag einfacher umsetzen lässt als gedacht, weiß Jonas Weinknecht, Klima- und Umweltschutzexperte von ERGO. Er gibt Tipps, wie sich Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren lassen.
Zuhause: Einfach Energie sparen
Energiesparen fängt im Kleinen an: Viele Geräte wie beispielsweise Laptops oder der Fernseher laufen dauerhaft im Standby-Modus. „Ein einfacher Tipp zum Energiesparen: Geräte komplett ausschalten“, so Jonas Weinknecht. Um nicht mehrere Geräte einzeln an- und ausschalten zu müssen, empfiehlt der Experte eine abschaltbare Steckdosenleiste – manche Modelle verfügen sogar über eine Zeitschaltuhr. Auch beim Heizen lässt sich Energie sparen. „Wer die Wohnung oder das Haus verlässt, sollte die Heizung wie in der Nacht herunterdrehen, aber nicht ganz ausschalten“, rät der Umwelt- und Klimaschutzexperte. „Sonst kühlen die Räume schnell aus und der Energiebedarf für das Wiederaufheizen fällt dann deutlich höher aus.“ Um effektiv zu heizen, eignen sich programmierbare Thermostate an den Heizkörpern.

Upcycling“: Wieder verwenden statt wegwerfen
Alte oder kaputte Dinge wegwerfen und sich dann etwas Neues kaufen: für viele ganz normal. Dass dies der Umwelt schadet, ist ihnen gar nicht bewusst. Manchmal lohnt es sich aber, beispielsweise Handys oder Staubsauger zu reparieren und so ihre Lebenszeit zu verlängern. „Wer seinen Kleiderschrank ausmistet, kann alte Klamotten nicht nur weiterverkaufen, sondern beispielsweise auch umfunktionieren. Das sogenannte Upcycling wird immer beliebter“, erläutert der Experte von ERGO. Aus der ausgewaschenen Jeans kann zum Beispiel vielleicht noch eine Shorts für den Sommer werden. Oder aus alten Kisten ein Regal. „Online finden Bastler viele kreative Anleitungen und Ideen“, so Weinknecht.

Umweltfreundlich einkaufen
Wer umweltfreundlich einkaufen möchte, sollte auf regionale und saisonale Waren setzen. Denn Produkte, die von weit her kommen, haben einen viel höheren Energieverbrauch als heimische Ware. Und der Anbau von Gemüse und Obst in beheizten Gewächshäusern außerhalb der Saison führt ebenfalls zu einem erhöhten Energieverbrauch. „In vielen Supermärkten sind die regionalen Angebote extra ausgezeichnet. Hilfestellung bieten aber auch Apps, die anzeigen, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat und aus Deutschland kommt“, so Weinknecht. Wochenmärkte sind ebenfalls eine gute Einkaufsmöglichkeit für regionale Produkte. Sogenannte Bio-Boxen und viele Supermärkte bieten zudem Obst und Gemüse mit kleinen Macken an, das es normalerweise nicht in die Regale geschafft hätte. Der ERGO Experte empfiehlt außerdem, den Einkauf gut zu planen. Wer mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt geht, kauft weniger unnötige Ware oder Produkte, die schon zu Hause in der Vorratskammer stehen. Ein weiterer Tipp: Regelmäßig das Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte im eigenen Kühlschrank prüfen und entsprechend verbrauchen. Und: was abgelaufen ist, muss nicht unbedingt sofort in den Müll. Viele Produkte halten sich auch noch länger.

Plastik reduzieren
Plastik ist besonders schädlich für die Umwelt. Weinknecht rät daher, so gut es geht darauf zu verzichten. Lieber einen Stoffbeutel zum Einkaufen mitnehmen und auf Mehrweg statt Einweg setzen: Anstelle von Alufolien beispielsweise Bienenwachstücher verwenden. Für Obst und Gemüse gibt es spezielle Obstnetze, die viele Supermärkte in ihrer Gemüse- und Obstabteilung anbieten. Außerdem: Lieber zur Glas- als zur Plastikflasche greifen. Wem das zu schwer ist: Wassersprudler für zu Hause sind auch eine gute Lösung. Übrigens gibt es in vielen Städten bereits Unverpackt-Läden, die alle Produkte komplett verpackungsfrei verkaufen.

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