884 vom 02.07.2021 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 884 vom 02.07.2021
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Hinterlassenschaften“ - die neue Ausstellung in der VITRINE

Am kommenden Sonntag, dem 4. Juli, um 13.00 Uhr wird es in der VITRINE des Allianzhauses erneut viel zum Schauen und Staunen geben. „Hinterlassenschaften“ der unterschiedlichsten Art führen hier vier Künstler:innen vor Augen.

Franziska Reinhardt ist begeisterte Taucherin und leidenschaftliche Unterwasser-Fotografin. In ihren Bildern zeigt sie auf dem Grund des Meeres, dass der Mensch fast keinen  Fleck der Erde unberührt gelassen hat. Und dass die Natur sich ihr Terrain doch immer wieder zurückerobert. Im Zusammenspiel mit Licht und Wasser wird aus Verrottetem Kunst, „designed by nature“.

Michael Dörr findet monumentale Hinterlassenschaften der Zivilisation in Ruinen, die Zeugnis vergangener Kulturen sind. Diese „Spuren“ hat er in seinen Fotografien künstlerisch festgehalten.

Thilo Weckmüller hat sich von den Ideen seines Kollegen Michael Dörr inspirieren lassen: Er schuf Linoldrucke von diesen Ruinen, die sich scheinbar immer mehr in der Auflösung befinden.

Thomas Bauer beleuchtet die Hinterlassenschaft „Plastik“ in vielfältigen Variationen. Er arrangiert und variiert Fundstücke und führt die Thematik in interaktiven Elementen weiter.


Zwei Werke von Michael Dörr (l.) und Franziska Reinhardt

Eröffnet wird die Vernissage durch die Landesarchäologin Marion Witteyer. Ein Video zu „Hinterlassenschaften“ ist abrufbar unter www.die-vitrine-mainz.de

Erneut mit Kunstauktion

Auch diesmal stellt das Künstlerkollektiv vier Kunstwerke zur Versteigerung bereit. Start ist am Eröffnungstag um 14.00 Uhr, Ende am 1. August um 14.00 Uhr. Der Erlös der vier „Hinterlassenschaften“ geht an die „Initiative Römisches Mainz e.V.“

Für Schulklassen und Kunst-Leistungskurse bietet das Künstlerkollektiv gern Führungen an. Kontakt: mainz@thiloweckmueller.de
Die Ausstellung ist bis zum 26.August zu sehen in den Schaufenstern des Allianzhauses (gegenüber der Peterskirche), Große Bleiche 60 - 62.
Weitere Informationen zu den Künstlern, der Künstlerin und zur Auktion finden Sie hier.


Ruderin und Ruderer der MRG bei der Deutschen Meisterschaft erfolgreich

Am vergangenen Wochenende (26./27.06.2021) fanden in Essen die Deutschen Meisterschaften im Rudern der Junioren/innen statt. Die Mainzer Ruder-Gesellschaft war erstmals seit langer Zeit wieder mit zwei jungen Sportlern vertreten, die ihr Potenzial für eine DM im Training gezeigt hatten.

Anna Wolf (Foto links, vorne) ist im Juniorinnen Einer (U17) und Juniorinnen Doppelzweier (U17), in Renngemeinschaft mit einer Sportlerin aus Speyer, am Start gewesen. Für Maxim Gorlier (Foto unten) war es der Leichtgewichts-Einer (U17) und Leichtgewichts-Doppelzweier (U17), ebenfalls mit einem Sportler aus Speyer. Beide Doppelzweier hatten sich über eine Sichtung vor fünf Wochen in Trier ergeben.

Bedingt durch die Pandemie war die Deutsche Meisterschaft der zweite Wettkampf für die Beiden gewesen, die erst vor etwas über einem Jahr mit dem Ruder-Training begonnen haben. Die Nervosität, die eine solche Meisterschaften mit sich bringt, zeigte sich dann bei diversen kleinen Problemen mit dem Steuern im relativ engen Albanosystem. Donnerstags mussten sich beide über Vorläufe qualifizieren, was im Fall von Anna in den Hoffnungslauf führte. Maxim war schneller unterwegs und konnte sich in beiden Bootsklassen direkt für das Halbfinale qualifizieren. Im Hoffnungslauf holte Anna am nächsten Tag im Doppelzweier die Qualifikation für das Halbfinale nach. Dort ging es dann um die Plätze im Finale A oder B, bzw. das Ausscheiden aus dem Wettkampf. Bei Anna hatte es nicht gereicht, so dass am Ende ein Platz 17 von 31 Booten das Ergebnis war. Maxim dagegen konnte sich im Doppelzweier ganz knapp für das A-Finale der letzten 6 Boote qualifizieren. Im Einer reichte es dafür nicht, so dass er in das B-Finale um Platz 7-12 musste.

Dann ging es für Maxim am Sonntag zunächst im Doppelzweier mit den Finals los. Da beide Sportler noch zum jüngeren Jahrgang in dieser Altersklasse gehören und ausschließlich gegen ältere Sportler antreten mussten, riss die Verbindung zum Feld nach 500 Metern der 1500-Meter-Strecke ab und das Boot fuhr dem Feld hinterher. Trotzdem steht für die jungen Sportler ein Platz 6 unter 27 Booten bei der Deutschen Meisterschaft als gutes Ergebnis auf dem Papier. Im folgenden Einer wollte Maxim noch ein weiteres positives Ergebnis aus dem Wettkampf mitnehmen und setzte sich über die Strecke von seinen Gegnern ab. Damit hat er als Sieger des B-Finales im Einer Platz 7 von 19 Booten erreicht.

Fotos: MRG  -  Text: Christoph Hartung
Mainzer Ruder-Gesellschaft 1898, Gaßnerallee 93 (Ingelheimer Aue)


Lesen im Strandkorb
Urlaubs-Lektüre aus der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers

Egal, ob Strand, Hängematte,  Berghütte,  Park  oder heimischer Garten:
Sommerzeit ist  Lesezeit! Und  so  gehört  er für viele  Leserinnen  und  Leser zum  Sommer wie  Sonnenschein und  Urlaub: der Strandkorb  in der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers, prall gefüllt mit  unbeschwerter Urlaubslektüre für die schönste  Zeit des Jahres.

Der Strandkorb enthält  wieder eine Vielzahl  von  Taschenbüchern  mit  romantischen Liebesgeschichten vor malerischer Urlaubskulisse. Außerdem mit Abenteuern aus der  weiten Welt, spannenden Regionalkrimis von der Küste und  allerlei  unterhaltsamen Urlaubserlebnissen.
Auch in diesem Jahr  hat das Team der Bücherei wieder viele  brandneue  Taschenbücher dazu gepackt.
Für die  Reise  nach Sylt muss natürlich  ein Sylt-Roman ins Gepäck: Regionale Romane am Original-Schauplatz zu lesen macht doppelt Spaß. Aber auch, wer zuhause  bleibt,  kann sich mit den schönen Ferien-Taschenbüchern das  Urlaubs-Feeling nach Hause  holen und sich lesend  in die  Ferne träumen.

Alle Bücher, stilgerecht präsentiert  in Strandkorb  und  Eiswagen,  können  Sie  sofort entleihen.

Ein Tipp für alle, die in ihrem Koffer auch für das leichteste Taschenbuch keinen Platz mehr haben: Die Onleihe Rheinland-Pfalz können alle Kundinnen und Kunden der Öffentlichen Bücherei- Anna Seghers kostenlos nutzen.

(Lesen im Strandkorb: 1. Juli bis 31. August 2021.
Öffentliche  Bücherei – Anna - Seghers, Bonifaziustürme, Anna-Seghers-Platz.
Öffnungszeiten Di, Mi, Fr  10-18 Uhr, Do 10-19 Uhr, Sa 10-13 Uhr.
Unter Beachtung der allgemeinen Corona-Schutz-Maßnahmen)


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Wunschbild und erste Veranstaltungen im Mainzer Altenpflegeheim Martinsstift
„Es geht wieder los – wenn auch vorsichtig und wachsam“, freut sich Sozialdienstleiterin Melanie Bornas vom Altenpflegeheim Martinsstift. Gemeinsam mit ihrem Team organisierte sie die ersten Veranstaltungen für die Bewohner*innen „nach Corona“: Das Brillenmobil und die mobile Bücherei waren schon da, außerdem fand ein Grill-und-EM-Mittag statt, den nicht nur Fußballfans genossen. Demnächst steht ein Gartenkonzert mit Swing und 20er-Jahre-Schlagern an und sorgt schon jetzt für Vorfreude. Bei der Planung orientiert sich das Team an den Wünschen der Bewohner*innen, die es dazu in den letzten Wochen befragt hat.  


Tagespflege-Mitarbeiterin Gabriele Sieler und Tagesgast Elisabeth Girmes gestalteten für das Wunschbild den Leinwand-Hintergrund mit Acrylfarbe

Ähnliches hat auch die Tagespflegeeinrichtung des Martinsstifts gemacht. „Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn die Pandemie vorbei ist“ hieß die kreative Aufgabe. Die Tagesgäste gestalteten dazu individuelle Wunsch-Postkarten, die anschließend auf einer Leinwand aufgebracht wurden. Es entstanden Bilder und Collagen von einer Kaffeefahrt, einem Fußballplatzbesuch, gemeinsamem Singen, Besuche, Schwimmengehen, Reisen... „Wir haben das Wunschbild unter großem Applaus aufgehängt“, erzählt Tagespflegeleiterin Maria Hirschmann. „Der Optimismus und die Vorfreude tun bei jedem Vorübergehen gut.“ In der Tagespflegeeinrichtung des Martinsstifts verbringen Senior*innen, die Abwechslung und Anregung suchen, den Tag und werden am späten Nachmittag wieder nach Hause gebracht


Ein Bewohner hat in den letzten Monaten Malen als neue Leidenschaft entdeckt

Übrigens: Durch die individuelle Betreuung in der Corona-Zeit haben manche der Bewohner*innen des Martinsstifts ihre kreativen Neigungen (wieder) entdeckt. So hat sich ein Bewohner beispielsweise ein Malatelier eingerichtet, eine Bewohnerin hat begonnen, Gedichte zu schreiben. Außerdem ist der Sozialdienst begeistert, wie gut die Bewohner*innen die 2020 neu angeschafften Tablets und die Videotelefonie annehmen: „Manchmal wohnen Angehörige weit entfernt und können nicht so oft zu Besuch kommen. Über die Tablets kann man sich nicht nur hören, sondern auch sehen, Enkel winken der Oma zu, singen ein Lied oder zeigen ein gemaltes Bild. Das sind ganz neue Möglichkeiten, das will hier keiner mehr missen“, sagt Sozialdienstleiterin Melanie Bornas.

Text und Fotos: Altenpflegeheim Martinsstift


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Der Newsletter im Newsletter

Christuskirche Aktuell - Juli 2021 - Bitte hier klicken

Ursula Groden-Kranich freut sich über viel Geld aus Berlin
Die Kaiserbrücke ist eine der zentralen und direkten Rad-Verbindungsachsen zwischen den Innenstädten von Mainz und Wiesbaden. Derzeit ist sie für den Fuß- und Radverkehr nur über eine Treppenanlage mit Schieberillen erreichbar. "Diese Situation ist absolut unbefriedigend und wird unseren Ansprüchen einer vernetzten Mobilität nicht mehr gerecht", so Groden-Kranich (CDU MdB).

Der Umbau der Kaiserbrücke ermöglicht die komfortable Nutzung der Brücke für Radfahrende, die bislang unter körperlichem Kraftaufwand die vorhandene Schieberille nutzen müssen. Denn die derzeitige Situation schließt Nutzende von Sonderrädern sowie Personen mit körperlicher Einschränkung aus. "Ich bin meinem Kollegen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer deshalb sehr dankbar, dass er eine so hohe Geldsumme in das Projekt steckt", so Groden-Kranich weiter.

Die gesamte Fördersumme für das Projekt beträgt mehr als 6 Millionen Euro. Davon fließen knappe 3,3 Millionen Euro in die Projektdurchführung auf Seiten der Stadt Mainz, die mit einer Förderquote von 100 Prozent durch den Bund gefördert werden. "Das ist wirklich klasse - und ein großer Schritt in die richtige Richtung!", so Groden-Kranich abschließend.


Vollsperrung in der Lahnstraße/ Ecke Wallaustraße
(rap) Aktuell erfolgt - noch bis voraussichtlich zum 28. August 2021 - eine Vollsperrung in der Lahnstraße/Ecke Wallaustraße. In diesem Zusammenhang wird in der Lahnstraße ein verkehrsberuhigter Bereich eingeführt und die Lahnstraße wird in Richtung Rheinallee zur Sackgasse. Fußgänger:innen und Radfahrende können die Baustelle passieren. Grund der Sperrung ist eine private Baumaßnahme zur Errichtung eines Neubaus mit der notwendigen Baustelleneinrichtungsfläche für die Materiallagerung und das Stellen eines Krans sowie von Containern.


Termine der Woche


In dieser Woche:
Rico503 - Junge Bühne Mainz: DER KLEINE LÖWE KUNIBERT - Acoustic Vibes - BRUNCH mit Chacán Duo - Latin Guitar & Percussion - Do the Daktari - MAYENCE SCHORLE CLUB - Anna-Maria Zivkov
Wolfi Klein and Friends - Lesung mit Musik

Kurzübersicht der Termine in dieser Woche:

FR, 02.07.: Web-Seminar zum sicheren Umgang mit Pedelec und Fahrrad im Straßenverkehr +++ Sommerkino auf dem Lerchenberg

SA, 03.07.: Von der "Erbfeindschaft" zur Aussöhnung - Deutsche und Franzosen im 20. Jahrhundert

SO, 04.07.: Von der Quelle zum Wasserhahn - Trinkwasserversorgung in Mainz +++ Die Mainzer Wallanlagen – Vom Festungsring zum Grüngürtel

MO, 05.07.: „Pflegebedürftig – Was nun?“: Meine Rechte als Pflegeheimbewohner – Wie das Gesetz pflegebedürftige Menschen schützt

DI, 06.07.: mainzer orgel komplet mit Johannes Schröder

Alle Veranstaltungshinweise finden Sie ausführlich auf unserer Veranstaltungsseite und unter Veranstaltungen mit Anmeldung

Beachten Sie bitte auch die Seiten mit den wöchentlichen Terminen und den Ausstellungen.
Theoretisch geht´s mir gut
Benedikte Bjerre, Hannah Black, Samantha Bohatsch, Johannes Büttner, Pilvi Takala
05.07. - 22.08.2021

Eröffnung im Mainzer Taubertsbergbad:
So 04.07.2021
11.00 – 12.00 Uhr
Begrüßung: Michael Ebling (Oberbürgermeister der Stadt Mainz),Daniel Gahr (Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG und der Stiftung Kunsthalle Mainz)

Die Gruppenausstellung Theoretisch geht´s mir gut zeigt fünf internationale Gegenwartskünstler*innen an zwei Orten, dem Mainzer Taubertsbergbad und der Kunsthalle Mainz in einer einzigartigen Kollaboration. Die Befragung des eigenen Wohlbefinden, die in einer auf Leistung ausgelegten Gesellschaft häufig durch äußere Normierungsprozesse bestimmt ist, ist Gegenstand der künstlerischen Befragungen an beiden Orten, die sich durch die sinnliche Erfahrung des Körpers auszeichnen. Der Körper wird so zum Material, zum Ausgangspunkt von Empfindungen, die ebenso von innen wie von außen beeinflusst werden. Die Ausstellung lädt dazu ein, Kunst auch abseits des White Cubes zu erleben, eine Brücke zwischen den beiden sozialen Orten schlagen und die Wahrnehmung auf das eigene Sein zu richten.  

„Wie geht es Dir?“ Mit der Frage nach dem eigenen Wohlbefinden werden wir tagtäglich konfrontiert. Eine Floskel, ein Opener für jede analoge, wie auch digitale Konversation. Und auf der anderen Seite die vielleicht intimste Frage, die man einer Person stellen kann, ohne distanzlos zu erscheinen.

Eine Frage, die den*die Adressat*in direkt anspricht, die ihn*sie bei sich selbst abholt, die Interesse an der Person bekundet. Wie sieht eigentlich ein Optimalzustand aus? Wann befinden sich Körper und Geist in Einklang? Wer legt fest, wann das „gut” erreicht ist? Bezeugt das im Ausstellungstitel dem „geht’s mir gut“ vorangestellte „theoretisch“ einen Mangel? Geht es um das tatsächliche Wohlbefinden oder gerade um die Infragestellung dessen, was wir als gut erachten? Und wann ist nicht mehr der*die Einzelne gemeint, wann verlagert sich dieses „gut” auf gesellschaftliche oder wirtschaftliche Ebenen?

Die Beschäftigung mit dem eigenen Wohlbefinden legt die fragilen inneren und äußeren Zustände offen. Arbeitsleistung, Performance und Erwartungshaltungen sind dabei Parameter, die als Maßstäbe für das eigene Wohlbefinden und damit verbunden die eigene Rollen innerhalb verschiedener soziale Systeme angelegt werden.

Die fünf künstlerischen Positionen befragen multimedial die sich im Wandel befindenden Arbeitsbedingungen, soziale Konstrukte wie Paarbeziehungen und Familie, die als Norm angesehene werden und die Rolle von Kunst bzw. künstlerischer Arbeit in der Gesellschaft. Teilweise sind für die Ausstellung neue Arbeiten entstanden, die auf die derzeitigen geänderten Arbeitsbedingungen ebenso eingehen, wie auf die fortschreitende Digitalisierung und dabei ein Umbruch in vielen Lebensbereichen.

Die eingeladenen Künstler*innen beziehen dabei den menschlichen Körper in sinnliche Verhandlungen ein. Die Gruppenausstellung Theoretisch geht's mir gut lädt dazu ein, den Körper als Material zu erkunden, durch das die Welt und Grenzen spürbar werden und ihn als Projektionsfläche eigener und fremder Erwartungen zu begreifen

Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm werden gefördert durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz und wird in Kooperation mit dem Mainzer Taubertsbergbad realisiert. Ein besonderer Dank gilt allen Workshopteilnehmer*innen der Kunsthochschule Mainz.

Hinweis für Besucher der Ausstellung in der Kunsthalle Mainz und im Mainzer Taubertsbergbad: Theoretisch geht’s mir gut ist vom 05.07. - 22.08.2021 im Taubertsbergbad und im Turm der Kunsthalle Mainz zu den regulären Besuchszeiten geöffnet. Sie kann nach vorheriger Terminbuchung über die Kunsthalle Mainz mail@kunsthalle-mainz.de oder das Taubertsbergbad www.mainzer-taubertsbergbad.de besucht werden und das Ticket beinhaltet die Nutzung des Schwimmbades.


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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Visualisierung: Planungsteam „Hafenbad Heilige Makrele!“; Kiefer, Malchus)
Kommt das Naturschwimmbad im Mainzer Zollhafen?
Für das Nordbecken des Mainzer Zollhafens plant Wasserbauingenieur Alexander Kiefer ein Naturschwimmbad. Wie es um das Projekt „Heilige Makrele“ derzeit steht - AZ Mainz

(Foto: Sascha Kopp)
Anwohnerparken in Mainzer Neustadt soll ausgeweitet werden
Am Barbarossa- und Kaiser-Karl-Ring sind einige neue Wohnungen hinzugekommen - die Parksituation für die Bewohner ist jedoch angespannt. Das will die Stadt ändern - AZ Mainz

Bequemeres Sitzen am Gartenfeldplatz
Der Ortsbeirat ist sich einig: In der Neustadt sollen auf dem Gartenfeldplatz neue Sitzmöglichkeiten geschaffen werden - AZ Mainz
Einsatz für mehr Schulweg-Sicherheit in Mainzer Neustadt
Es wurde schon ziemlich viel getan. Doch die Mainzer Verkehrsverwaltung, so wurde in der Ortsbeiratssitzung erklärt, arbeitet an weitere Maßnahmen - AZ Mainz

(Bildquelle: LOOC/M Architekten)
Die Neustadt bekommt ein neues Wohn- und Kulturquartier
Dort soll neben 168 Wohnungen ein Kulturzentrum entstehen. Ende 2024 sollen die ersten Mieter einziehen - Merkurist - sensor - AZ Mainz


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Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Beinahe-Unfall zwischen Güterbahn und Bus - Zeugen gesucht
Bereits am Mittwochvormittag (09.06.2021) kam es auf dem Bahnübergang in der Hattenbergstraße zu einem Beinahe-Unfall zwischen einem Güterzug und einem Linienbus bei dem sich eine Person leicht verletzte. Gegen kurz nach 10 Uhr querte die Güterbahn der DB Cargo ordnungsgemäß die Hattenbergstraße auf dem dortigen Bahnübergang. Die Schranken waren geschlossen, die Ampel für den Straßenverkehr zeigte "Rot". Ungeachtet dessen fuhr ein Linienbus der MVG vor dem Zug über den Bahnübergang. Der, sich an der Spitze des Gespanns befindliche, sog. Rangierbegleiter schaffte es noch den Lokführer für eine Notbremsung zu benachrichtigen und sprang schließlich von dem noch fahrenden Zug, um bei einer Kollision nicht schwer verletzt zu werden. Zu dieser kam es zum Glück nicht, der 37-jährige Mann verletzte sich jedoch leicht beim Aufprall auf den Boden. Der Fahrer des Busses setzte seine Fahrt unbeeindruckt des Geschehens fort. Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.  


Tipps und Informationen

LKA-RP: Warnung vor dubiosen Streaming-Diensten - Werbung lockt in eine Abo-Falle

  • Verschiedene Streaming-Portale werben mit einem kostenlosen fünftägigen Abo.
  • Die Registrierung ist entweder nicht erfolgreich oder es können trotz Registrierung keine Filme und Serien gestreamt werden. Eine Rechnung landet trotzdem im E-Mail-Postfach.
  • Falschinformationen in selbst erstellten YouTube-Videos und Schreiben falscher Inkassobüros sollen den Druck zum Bezahlen der Rechnung erhöhen.

Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnen davor, sich auf Streaming-Portalen zu registrieren, die mit einem kostenlosen fünftägigen Probe-Abo in die Kostenfalle locken. Auf der Suche nach Filmen landen Verbraucherinnen und Verbraucher immer wieder auf unseriösen Seiten. Mehr als 200 vermeintliche Video-Streaming-Webseiten sind den Verbraucherzentralen bereits gemeldet worden. Die Nutzerinnen und Nutzer, darunter häufig Minderjährige, gelangten über ein Werbe-Pop-up-Fenster auf eine der Webseiten der Betreiber.

Für die Nutzung mussten sie sich registrieren und dabei neben ihren Adressdaten eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer angeben. "Die Registrierung auf den Webseiten war dann entweder nicht erfolgreich oder nach der erfolgten Registrierung konnten keine Filme oder Serien gestreamt werden", so Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Daher gingen die Betroffenen davon aus, dass die Registrierung nicht funktioniert hat." Allerdings sind die Daten dennoch bei den Betreibern der Webseiten gelandet, die dann die Kosten für ein Abo in Rechnung stellten.

Die Domains haben stets ein identisches Design. Nur der Domain-Name ändert sich ständig. Hießen die Domains kürzlich noch regplay.de und yoplay.de, sind diese zwischenzeitlich wieder abgeschaltet. Neue Namen folgen.

Nur im Kleingedruckten findet sich ein Hinweis, dass nach fünf kostenfreien Tagen hohe Gebühren für eine Jahresmitgliedschaft fällig werden. Diese Information wird den Nutzern bei der Registrierung mit Namen, E-Mail-Adresse und Passwort jedoch nicht transparent dargestellt. Seriöse Anbieter geben Kosteninformationen vor Vertragsabschluss und verschicken zudem eine Vertragsbestätigung mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu den geltenden Konditionen. Und die Inhalte des Streaming-Dienstes sind sofort verfügbar. Auf den unseriösen Webseiten sind aber offensichtlich gar keine Filme oder Serien zum Abruf vorhanden.

Vermehrt tappen Minderjährige in die Abofalle: Viele Beschwerden kommen von Eltern minderjähriger Kinder, die sich auf diesen Portalen angemeldet haben. Sie erhielten innerhalb weniger Tage nach Registrierung von einer angeblichen Limited aus Großbritannien per Mail eine Rechnung über knapp 400 Euro, die auf eine ausländische Bankverbindung zu zahlen sind. Zum Schutz vor dubiosen Streaming-Diensten geben Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt folgende Tipps:

  • Rechnungen über ein vermeintliches Jahresabonnement müssen nicht bezahlt werden, wenn keine Leistung erbracht wurde.
  • Betroffene sollten sich auch durch aggressive      Zahlungsaufforderungen nicht einschüchtern lassen.
  • Auch von angeblichen Anwälten, die die vermeintliche      Rechtmäßigkeit der Forderung per YouTube-Video erläutern, sollten sich Betroffene nicht verunsichern lassen.
  • Es ist ratsam, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.
  • Wer unsicher ist, ob Forderungen berechtigt sind, kann sich bei der Verbraucherzentrale individuell beraten lassen:
    www.verbraucherzentrale-rlp.de/beratung-rlp
  • Um gar nicht erst auf Angebote dubioser Streaming-Dienste hereinzufallen, ist es sinnvoll, den Namen der Streaming-Website in eine Suchmaschine einzugeben. Handelt es sich um eine unseriöse Webseite, finden sich häufig bereits Hinweise dazu im Internet.

Dubiose Streaming-Angebote können auf der Web-Seite der Verbraucherzentrale gemeldet werden:
www.verbraucherzentrale-rlp.de/kontakt-rlp/nachrichten-an-die-vz

Weitere Informationen zum Thema sind ebenfalls auf der Webseite Dubiose Streaming-Portale locken in Abofalle: Was Sie wissen müssen der Verbraucherzentrale und auf der Seite Misstrauen schützt vor Abofallen der Polizei zu finden. Beratung und Hilfen gibt es bei den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale und in den Polizeipräsidien.


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Sommer, Sonne, Urlaub – Tipps für die schönste Zeit des Jahres
Endlich wieder draußen sein, endlich Sommer! Die meisten Menschen genießen den Aufenthalt im Freien, tanken frische Luft und – vor allem im Urlaub – viel Sonne. Tatsächlich hebt Sonnenschein unsere Stimmung, und die UV-B-Strahlung versorgt den Körper mit dem wichtigen Vitamin D. Zu viel Sonne jedoch schadet. Deutlich sichtbar ist dies an den roten Rändern, die am Abend unser T-Shirt auf der Haut nachzeichnen. Andere Schäden zeigen sich erst im Laufe der Zeit. Zum Beispiel an den Augen.

Sonnenbrille – mehr als ein Mode-Artikel
Wussten Sie, dass man auch in den Augen einen Sonnenbrand bekommen kann? Er entsteht, wenn zu starke UV-Strahlung auf Bindehaut und Hornhaut gelangt. Rötungen, Juckreiz und starker Tränenfluss sind typische Symptome, auch unscharfes Sehen, ein Fremdkörpergefühl und starke Lichtempfindlichkeit treten auf. Diese Symptome klingen nach einigen Tagen ab. Hornhauttrübungen und Schäden an der Netzhaut machen sich erst später bemerkbar. Sogar der Graue Star, die Trübung der Augenlinse, die meist im Alter auftritt, wird mit starker UV-Strahlung in Zusammenhang gebracht.

Deshalb ist es so wichtig, die Augen mit einer Sonnenbrille mit gutem UV-Filter zu schützen. Am besten kaufen Sie Ihr neues Modell im Fachgeschäft – Optikerinnen und Optiker wissen am besten, welche Kriterien für wirksamen Schutz erfüllt sein müssen. Sie können die Qualität des UV-Filters der Brillengläser sogar messen. Achten Sie beim Kauf außerdem auf die folgenden Kennzeichnungen:

  • Das CE-Zeichen auf der Bügelinnenseite bestätigt, dass die Brille die in Europa geforderte UV-Schutz-Norm erfüllt und Wellenlängen bis zu 380 Nanometer herausfiltert.
  • Die Angabe „UV 400“ oder „100 Prozent UV-Schutz“ besagt, dass zusätzlich Wellenlängen bis 400 Nanometer blockiert werden.

Wählen Sie ein eher großes Modell, das nah an den Augen sitzt. Breite Bügel schützen zusätzlich vor dem Einfall des Sonnenlichts. Die Tönung der Gläser hat dagegen keinen direkten Einfluss auf die Schutzfunktion – diese liegt im Glas selbst. Hier sollten Sie die Farbe aussuchen, mit der Sie am komfortabelsten sehen. Graue, grüne und braune Gläser verändern die natürlichen Farben nur wenig. Gelb oder Orangetönungen verstärken die Kontraste. Im Optikergeschäft erfahren Sie übrigens auch, welche Art von Sonnenbrille für Ihren Lieblingssport geeignet ist. Das ist besonders wichtig, wenn Sie auf dem Wasser oder in den Bergen unterwegs sind.

Braune Haut – oft teuer erkauft
Nach wie vor gilt gebräunte Haut als attraktiv. Jedoch sollten Sie keinen zu hohen Preis dafür bezahlen: UV-Strahlung greift die Zellen an, was auf Dauer zu Krebs führen kann. Nahezu jeder Sonnenbrand hinterlässt irreparable Schäden, auch in tieferen Hautschichten. Schützen Sie Ihre Haut also durch ein gutes Sonnenschutzmittel mit angemessen hohem Lichtschutzfaktor – auch wenn der Himmel trüb ist. Gerade im Sommer dringen die Strahlen leicht durch eine Wolkendecke. Tragen Sie die Creme großzügig auf, denken Sie auch an Ohren, Lippen und lichte Stellen auf dem Kopf. Vergessen Sie nicht, den Sonnenschutz zu erneuern, vor allem, wenn Sie stark schwitzen oder im Wasser waren. Noch besser schützt Kleidung vor schädlicher Sonnenstrahlung: langärmelige Hemden, lange Hosen und luftdurchlässige Sonnenhüte sind in sonnenreichen Weltgegenden schon immer verbreitet. Mittlerweile gibt es auch Bade- und Outdoorkleidung mit „eingebautem“ Sonnenschutz.

Nicht zu unterschätzen: der Hitzefaktor
Eine indirekte Auswirkung der Sonnenstrahlung ist die Hitze. Ist unser Kopf zu lange ohne Schutz der Sonne ausgesetzt, reizt die Hitze die Hirnhäute – ein Sonnenstich droht. Erste und ernstzunehmende Anzeichen sind Kopf- und Nackenschmerzen, häufig kommen Ohrgeräusche dazu. Dann sollten Sie sofort aus der Sonne gehen, den Kopf kühlen und etwas trinken. Sorgen Sie dafür, dass jemand bei Ihnen bleibt, denn wenn Sie nicht mehr ansprechbar sind, muss ein ärztlicher Notdienst gerufen werden. Das sollte bei Verdacht auf einen Hitzschlag sofort geschehen, denn dieser kann lebensbedrohlich sein. Er entsteht durch Überanstrengung in großer Hitze. Die Körpertemperatur steigt stark an, die Schweißproduktion funktioniert nicht mehr, es droht ein Wärmestau. Anzeichen sind Krämpfe und eine große Mattigkeit bis hin zur Bewusstseinstrübung.

Die 3+1-Regel für den gesunden Umgang mit der Sonne
Wenn Sie den Sommer im Freien genießen wollen, schützen Sie sich wie oben beschrieben und denken Sie an die folgenden Regeln:

1. Je näher am Äquator, je höher in den Bergen und je dichter am Wasser wir uns aufhalten, desto größer muss die Vorsicht sein.
2. Je länger wir in der Sonne sind, desto häufiger müssen wir den Sonnenschutz erneuern.
3. Je stärker wir uns an den Gewohnheiten der Einheimischen in heißen Ländern orientieren, desto klüger verhalten wir uns. Bestes Beispiel: die Siesta im Schatten.
Und: Bei Kindern gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen – nur um ein Vielfaches verstärkt!

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Susanne Schneider, www.freistil-texte.de
Redaktion: Birgit Kahl-Rüther, Mail: bkahl@lzg-rlp.de

Ab in den Urlaub – und das Fahrrad soll mit
Welche Möglichkeiten gibt es, Fahrräder sicher mit dem Auto zu transportieren?
Ob zur Erkundung der Umgebung oder für Downhill-Trails in den Bergen: Auch im Urlaub wollen viele Deutsche nicht auf ihr Fahrrad verzichten. So bietet es auch eine umweltfreundliche Möglichkeit, um am Urlaubsort beispielsweise zum Strand oder zum nächsten Supermarkt zu kommen. Wie Urlauber ihr Fahrrad sicher mit dem Auto ans Reiseziel transportieren können, weiß Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO.

Transport im Innenraum: Für das Rad das beste
Die schonendste Variante für Räder ist der Transport im Innenraum des Autos. Für viele Fahrzeugmodelle gibt es dafür ein passendes Befestigungssystem. Häufig handelt es sich dabei um Schienensysteme, die beispielsweise an den umgeklappten Sitzen montiert werden, um die Räder – ohne Vorderräder – daran zu befestigen. Eine Alternative sind spezielle Transportkoffer für Räder. Der große Nachteil beider Systeme: „Urlauber haben weniger Stauraum für Gepäck und eine reduzierte Anzahl an Sitzplätzen“, so Frank Mauelshagen.

Dachträger: Fahrt mit freier Sicht nach hinten
Wer die Fahrräder auf dem Dach seines Pkws transportieren möchte, kann dies auch ohne Dachreling: Dazu wird ein spezieller Grundträger am Auto eingehakt. Manche Modelle sind zudem noch mit einer Dachbox ausgestattet, in der sich zusätzliches Gepäck verstauen lässt. Dachträger haben den Vorteil, dass Rückbank, Kofferraum und die Sicht nach hinten frei bleiben. Allerdings sorgen die Räder auf dem Dach für einen erhöhten Luftwiderstand. Dadurch steigt der Spritverbrauch im Durchschnitt um zwei Liter pro 100 Kilometer. Und auch das Fahrverhalten verändert sich. „Wichtig dabei: Träger plus Räder dürfen die zulässige Dachlast nicht überschreiten“, erläutert der Kfz-Experte von ERGO. Urlauber müssen bei der Routenplanung außerdem die neue Höhe berücksichtigen – Brücken, Tiefgaragen und Co. können sonst zum Problem werden.

Heckklappenträger: Nicht für jedes Auto geeignet
Eine weitere Transportmöglichkeit: ein Fahrradträger, der an der Heckklappe befestigt wird. Die Modelle sind häufig autospezifisch und das Fahrzeug muss dafür zugelassen sein. „Im Gegensatz zu Dachträgern sind die Auswirkungen auf Luftwiderstand und Fahrverhalten geringer“, so Mauelshagen. „Auch das Beladen fällt durch die geringe Höhe leichter.“ Nachteile sind die schwierige Montage sowie die Einschränkungen bei der Sicht nach hinten und der Funktion der Heckscheibenwischer.

Anhängerkupplung: Traglast beachten
Ebenfalls für das Autoheck, aber deutlich leichter zu montieren, sind Träger für die Anhängerkupplung. Sie haben die gleichen Vorteile wie Heckklappenträger, sind darüber hinaus aber für alle Autos mit Anhängerkupplung geeignet. „Wer ein Modell mit Abklappvorrichtung wählt, kann mit montiertem Träger sogar den Kofferraum nutzen“, so der ERGO Experte. Allerdings sollten Urlauber auch hier die maximale Stützlast der Anhängerkupplung sowie die Traglast des Trägers beachten. Diese finden Autofahrer im Fahrzeugschein oder dem Handbuch beziehungsweise der Gebrauchsanleitung des Fahrradträgers. „Verdecken Träger und Räder das Kennzeichen oder die Rückleuchten, ist eine Beleuchtungsanlage und ein Zusatzkennzeichen Pflicht“, ergänzt Mauelshagen. Außerdem gilt auch hier: Die Sicht nach hinten oder auch Einparkhilfen können beeinträchtigt sein.

Besonderheiten bei E-Bikes
Wer sein E-Bike mit dem Auto mitnehmen möchte, kann das mit fast allen Radträgersystemen. Da die Elektroräder deutlich schwerer sind, sollten Urlauber besonders darauf achten, die zulässigen Stütz- und Traglasten nicht zu überschreiten. Ein Transport auf dem Dach ist nicht empfehlenswert, denn das höhere Gewicht macht Be- und Abladen sehr beschwerlich. Der Kfz-Experte von ERGO empfiehlt zudem, den Akku vorab auszubauen und ihn geschützt im Innenraum zu transportieren. Um die offenen Kontakte abzudecken, gibt es spezielle Neoprenhüllen. Ein weiterer Tipp: Manche Modelle für die Anhängerkupplung verfügen über eine Auffahrschiene, mit der sich E-Bikes besonders komfortabel aufladen lassen.

Was es sonst noch zu beachten gilt
Eine gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit für die Fahrt mit Fahrradträgern gibt es zwar nicht. Da sich aber mit allen Systemen das Kurven- und Bremsverhalten ändert, ist es empfohlen, nicht schneller als 120 km/h zu fahren. „Wer das Rad auf einem Trägersystem transportiert, sollte vor der Abreise empfindliche Teile oder Zubehör wie Ledersattel oder Taschen entfernen“, rät Mauelshagen. Offene Rahmenrohre dann am besten abdecken, damit kein Wasser hineinlaufen kann. Auch auf Länge und Breite müssen Autofahrer achten: Seitlich dürfen die Räder nur 40 Zentimeter über die Schlussleuchte hinausragen und die Maximalbreite des beladenen Autos darf 2,55 Meter nicht überschreiten. Vor der Abreise empfiehlt der Kfz-Experte, nochmal alle Sicherungen gründlich zu prüfen. Übrigens: Auch beim Fahrradtransport den Diebstahlschutz nicht vergessen.

Wie viel Zeit bleibt, um aus dem Parkhaus zu fahren?
Es gibt keine gesetzliche Regelung, wie viel Zeit einem Autofahrer zur Verfügung steht, um nach dem Bezahlen seines Parkhausticktes die Ausfahrtsschranke zu passieren. Manchmal steht dies in den Geschäftsbedingungen des Parkhausbetreibers. Allerdings fehlt dort oft eine konkrete Zeitangabe. Es ist nur davon die Rede, dass der Autofahrer das Parkhaus nach dem Bezahlen „unverzüglich“ verlassen sollte. Was unverzüglich heißt, hängt von der vertraglichen Vereinbarung (Nutzungsbedingungen des Parkhauses), den örtlichen Gepflogenheiten und der Größe des Parkhauses ab.

Üblicherweise kann man von etwa zehn bis 15 Minuten ausgehen. Ist eine Schlange vor der Schranke der Grund dafür, dass das Ticket nicht mehr gilt, sollte es der Autofahrer aufheben und sich damit an den Parkhausbetreiber wenden. Dessen Kontaktdaten finden sich meist in den Nutzungsbedingungen, die oft in der Nähe des Eingangs hängen. Um ein langes Suchen nach dem Fahrzeug zu vermeiden, kann es helfen, sich beim Parken die Parkplatznummer und, vor allem in großen Parkhäusern, die Zahl oder Farbe der Parkplatzebene zu notieren. Ein Foto mit dem Handy ist hier schnell gemacht.

Text: Wolfgang Müller, Rechtsexperte der IDEAL Versicherung

Training bei sommerlicher Hitze
Körper und Immunsystem fit halten

Während Olympioniken professionell betreut werden, müssen Hobbysporttreibende selbst auf sich achten. Die aktuellen Bedingungen der COVID-19-Pandemie und das hochsommerliche Wetter stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Mit ein paar Tipps, wie sie auch die Olympioniken im Trainingslager befolgen, steht einer gesunden Fitness und einem starken Immunsystem auch bei sommerlicher Hitze nichts im Wege.

Freizeitsporttreibende sollten Höchstleistungen an heißen Tagen vermeiden. „Die eigene Leistungsfähigkeit ist schon deshalb herabgesetzt, weil die Muskeln bei großer Hitze weniger durchblutet und mit Nährstoffen versorgt werden. Herz und Kreislauf sind nämlich zusätzlich damit beschäftigt, eine Überhitzung zu vermeiden“, sagt Frank Breithaupt, Krankenversicherungsexperte und Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Mainz. Temperaturen von über 30 Grad gehen zudem oftmals mit hohen Ozon-Werten einher. Laut dem Umweltbundesamt besteht bei der Überschreitung des Alarmschwellenwertes von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter ein Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung – Bedingungen, unter denen besser auf Sport verzichtet werden sollte.

Regelmäßig trinken und vor Sonne schützen
Generell sollten Sporttreibende darauf achten, ihre Trainingsintensität an heißen Tagen zu senken. Die kühleren Morgenstunden sind weniger belastend als die Mittags- und Nachmittagszeit. Vor dem Training sollte eine wasserfeste Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden. Atmungsaktive Sportkleidung ist ebenfalls ratsam. Und ganz wichtig: regelmäßig trinken, um den hitzebedingt höheren Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Das Immunsystem auf Höchstleistungen trimmen
Eine vitamin- und mineralienreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist bei Hitze noch wichtiger als sonst. So hilft eine gesunde Ernährung, auch das Immunsystem fit zu machen. Der menschliche Darm spielt dabei eine wichtige Rolle. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Joghurt, Käse, Kefir oder Skyr liefern Bakterien, die das Immunsystem unterstützen. Auch Knoblauch hat sich als hilfreich erwiesen. Nahrungsergänzungsmittel und sogenanntes Superfood sind dagegen in der Regel überflüssig. Der Profitipp Nummer Eins für alle Hobbysporttreibenden lautet: Schlaf. Ohne Schlaf keine Fitness. Der Körper repariert dann die Muskeln und Gelenke und bildet Eiweiße, die das Immunsystem stärken. Wer seinen Körper und sein Immunsystem auch im Hochsommer fit halten möchte, sollte deshalb sein Schlafzimmer vollständig verdunkeln und regelmäßig, ausreichend lange und gut schlafen. Mitten in der Nacht die Liveberichte von den Olympischen Spielen zu verfolgen, ist dagegen unter Fitnessgesichtspunkten keine gute Idee.

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