885 vom 09.07.2021 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 885 vom 09.07.2021
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Bike Citizens: Radfahren in Mainz wird belohnt
Die offizielle Fahrrad-App der Landeshauptstadt Mainz, Bike Citizens, ist kostenlos verfügbar. Bis zum 29. August gibt es Belohnungen und Verlosungen fürs Radfahren. Zudem können App-Nutzer:innen freiwillig mit ihren Daten die Radinfrastrukturplanung unterstützen.

Das preisgekrönte Belohnungssystem für das Radfahren, die Bike Benefit Kampagne, kommt nach Mainz. Menschen in Mainz werden mit Hilfe der lokalen Fahrrad-App der Landeshauptstadt Mainz für die Wegstrecken auf dem Rad Bonuspunkte gutgeschrieben. Für das tägliche Radfahren belohnt werden, das ist das Motto der Bike Benefit Kampagne. Nach erfolgreicher Umsetzung in den Städten Hamburg und Hannover haben auch die Menschen in Mainz bis zum 29. August 2021 die Möglichkeit, Bonuspunkte – sogenannte „Finneros“ – durch die Nutzung der Bike Citizens App zu sammeln. Diese „Finneros“ können stadtweit bei Partnerbetrieben gegen kleine Belohnungen eingelöst werden. Die Teilnahme ist kostenlos.  

Gesundheit, Umwelt und lokale Wirtschaft stärken
Ziel von Bike Benefit ist es, die lokale Wirtschaft zu stärken und Anreize zum Radfahren in der Stadt zu schaffen. Die positiven Effekte des Radfahrens für die Gesundheit, die Luftqualität und den geringen Raumbedarf machen das Fahrrad vor allem im urbanen Raum als Verkehrsmittel attraktiv. Auch Sebastian Schulz, Geschäftsführer der Maldaner Coffee Roasters GmbH, sieht das so: „Die Corona-Pandemie hat verstärkt den Fokus auf den lokalen Einzelhandel gelegt. Wir möchten als Partnerbetrieb die Menschen motivieren, die Vorteile des Radfahrens kennen zu lernen und ihren lokalen Einzelhandel zu unterstützen.“

Radfahren und Äpfel ernten
Neben der Maldaner Coffee Roasters GmbH stellen weitere Benefit Provider, wie Unverpackt Mainz oder der Fahrradladen „Die Radgeber“ Belohnungen zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Heiß- oder Kaltgetränke, Rabatte oder auch Fahrradaccessoires. Beim Obsthof APPEL HAPPEL können für die Finneros sogar Äpfel geerntet werden. Ilonka Happel von APPEL HAPPEL erklärt ihre Beweggründe zur Unterstützung der Kampagne: „Wir sind Benefit Provider, weil uns als Mainzer Obsthof der Umweltschutz ein großes Anliegen ist und wir mit Bike Benefit einen kleinen Beitrag leisten können.“


Die Bike Citizens App finden Sie im AppleAppStore und bei GooglePlay.

Scannen Sie mit Ihrem Smartphone den QR-Code und Sie kommen direkt zum Download der App.

Finneros sammeln, an Verlosungen teilnehmen und Radverkehrsplanung unterstützen
Die offizielle Mainzer Fahrrad-App, die Bike Citizens App, bietet eine fahrradfreundliche Multistop-Navigation, eine individuelle Heatmap und persönliche Statistiken. Für die Teilnahme am Benefit-Programm öffnen die Teilnehmer:innen die App und treten im Plaza Bike Benefit Mainz bei. Zeichnen die Teilnehmer:innen ihre Radfahrten nun mit der App auf, werden nebenbei ganz bequem Finneros gesammelt.
Zusätzlich zu den Finneros können Radler:innen Abzeichen erradeln, die sie automatisch zur Teilnahme an der Verlosung von Sachpreisen berechtigen.
Es winkt aber noch ein weiterer - und wichtiger - Pluspunkt: Nach Zustimmung der App-Nutzer:innen werden wertvolle Daten für die Radverkehrsplanung in Mainz generiert. So erhält die Landeshauptstadt Mainz detaillierte Einblicke in das Radverkehrsverhalten und kann darauf aufbauend die Fahrradinfrastruktur für alle Menschen in Mainz weiter verbessern. „Beim genauen Blick auf das Benefit-Programm ergibt sich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die Radler:innen erhalten  weitere Angebote, verstärkt das Fahrrad als Fortbewegungsmittel in der Stadt zu nutzen und unser fahrRad-Büro gewinnt zur Radverkehrsplanung wichtige Einblicke, welche Strecken sehr intensiv genutzt werden - und welche Verbindungen weniger frequentiert sind. Hier kann dann detaillierter nach möglichen Ursachen geschaut werden, um eventuelle planerische Nachjustierungen vorzunehmen“, unterstreicht Oberbürgermeister Michael Ebling den beidseitigen Nutzen der Bike Citizen App.

Hinweis: Das Projekt Bike Citizens App wird aus Mitteln des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020" des Bundes gefördert.
Foto: Landeshauptstadt Mainz


Club-Urlaub mit „Lesemonstern“
Lesesommer Rheinland-Pfalz 2021 in der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers  

(rap) Kinder und Jugendliche in den Ferien besonders zum Lesen zu motivieren, ihre Sprach- und Lesekompetenz zu fördern: Das sind seit 2008 die Ziele des „Lesesommers Rheinland-Pfalz“. Mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche verbrachten seither bis 2020 alljährlich die Sommerferien unter dem Motto „Abenteuer beginnen im Kopf“. Damit ist die Leseförderungskampagne, an der viele rheinland-pfälzische Bibliotheken teilnehmen, eine der erfolgreichsten landesweiten Ferienaktionen und toppt vergleichbare Initiativen in anderen Bundesländern. Die Öffentliche Bücherei –Anna Seghers ist seit den Anfängen 2008 mit dabei und hat an der Erfolgsgeschichte mitgeschrieben.



„Auch im zweiten Corona-Sommer kann die Öffentliche Bücherei –Anna Seghers wieder zum Club-Urlaub der besonderen Art einladen und gibt leseeifrigen Kindern die Möglichkeit, aktuelle, interessante und spannende Bücher zu entdecken - und mit seinem sommerfrischen Outfit sind viele neue Buchungen garantiert“, freut sich Kulturdezernentin Marianne Grosse.
Das sommerliche Lesevergnügen startet am Montag, 5. Juli 2021 mit einem besonderen Lockstoff. Lust auf die Lektüre machen bunte, wuschelige und lustige Gruselfiguren. Ihr Slogan: „Werde auch du zum Lesemonster!“
Im 14. Lesesommer hat das Team der Bibliothek in den Bonifaziustürmen wieder eine ganz spezielle Sommermischung zusammengestellt. Für die Jüngsten steht Vielfältiges aus der Kinderbücherei bereit, für die Teens aus der LesBar Lektüre zu Themen, die sie bewegen. Das Spektrum der Bücher reicht von leichter Unterhaltung - skurril, „tierisch“, lustig - bis zu anspruchsvoller Literatur abseits des Mainstreams.

Hochaktuell sind die Sachbücher, Ratgeber und Erzählungen zu Klimawandel, Sucht und künstlicher Intelligenz. Besonders auf ihre Kosten kommen Freund:innen des Geheimnisvollen und Magischen. Für die großzügige Zahl der rund 400 attraktiven Bücher hat auch in diesem Jahr die Mainzer Bibliotheksgesellschaft, der rührige Förderverein der Bibliotheken der Landeshauptstadt Mainz, gesorgt.

Zu jedem Buch ist zugleich die Meinung der Leser:innen auf einer Bewertungskarte gefragt. Wer mindestens ein Lesesommer-Buch liest, hat Aussicht auf einen schönen Gewinn; wer drei oder mehr Bücher gelesen hat, erhält zusätzlich ein Zertifikat. Für die Jüngsten gibt es einen Sonderpreis zum „monstermäßig“ schönsten Bild zu ihrem Lieblingsbuch. Die Bewertungskarten zu den Lesesommerbüchern können persönlich, über die Rückgabebox vor der Zentralbibliothek oder in allen Stadtteilbüchereien abgegeben werden, zusätzliche Online-Buchtipps sind unter www.lesesommer.de abrufbar.

Anmelden können sich 6-16jährige persönlich in der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers, Bonifaziustürme
Die Anmeldekarte kann von der Internetseite www.lesesommer.de heruntergeladen werden.

Der Lesesommer endet am 4. September 2021. Am 20. September 2021 werden Kulturdezernentin Marianne Grosse, Dr. Stephan Fliedner (Leiter des Amtes Kultur und Bibliotheken) sowie Thomas Busch, Erster Vorsitzender der Mainzer Bibliotheksgesellschaft, in die Lostrommel greifen. Auf die Glücksfee und ihre Assistenten kommen - so viel sei schon verraten - einiges an Arbeit zu.
Anmeldekarten und detaillierte Informationen zum Lesesommer gibt es in der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers, Bonifaziustürme, auf ihrer Website www.bibliothek.mainz.de oder unter www.lesesommer.de.

Neugierig geworden?
Dann planen Sie einen Bibliotheksbesuch!
Die Zentralbibliothek in den Bonifaziustürmen, Anna Seghers-Platz, ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
Dienstag, Mittwoch und Freitag: 10.00 bis 18.00 Uhr,
Donnerstag: 10.00 bis 19.00 Uhr,
am Samstag von 10.00 bis 13.00 Uhr.


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Termine der Woche


In dieser Woche:
Milena Keimig - Drag Bingo mit Alice Poison - Pub Quiz - Jürgen Kronenburg
Denis Wittberg und seine Schellack Solisten - Please Madame

Kurzübersicht der Termine in dieser Woche:

SA, 10.07.: Die Mainzer Republik - Revolutionsexport und Demokratieversuch

SO, 11.07.: Magenza - das jüdische Mainz +++ Mainz - Stadt der Superlative

MI, 14.07.: Vorsorgevollmacht & Co

Alle Veranstaltungshinweise finden Sie ausführlich auf unserer Veranstaltungsseite und unter Veranstaltungen mit Anmeldung

Beachten Sie bitte auch die Seiten mit den wöchentlichen Terminen und den Ausstellungen.

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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Foto: Sascha Kopp)
Mainz bekommt erste bepflanzte Bushaltestelle
Vor zwei Jahren wurde der erste Beschluss gefasst. Nun soll bald die erste begrünte Haltestelle in der Neustadt entstehen - AZ Mainz

(Foto: hbz/Michael Bahr)
Mit einem Herzenswunsch in den Ruhestand
Worauf Hildegard Küper, die scheidende Leiterin der Sophie-Scholl-Schule noch in diesem Jahrzehnt hofft - AZ Mainz

(Foto: Harald Kaster)
Das sind die Plastikalternativen der Mainzer Gastronomen
Ab 3. Juli gilt das EU-Verbot für viele Einwegplastikprodukte wie Teller, Besteck und Trinkhalme. Auf welche Alternativen Mainzer Gastronome setzen - AZ Mainz


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(Visualisierung: Planungsteam „Hafenbad Heilige Makrele!“; Kiefer, Malchus)
Rheinschwimmbad im Zollhafen: Ingenieur Alexander Kiefer bastelt an einer Vision
Die Idee entstand vor etwa einem Jahr zufällig. Bei einem Spaziergang im Zollhafen fragte Lilo, die neunjährige Tochter des Mainzer Ingenieurs Alexander Kiefer, ihren Vater, ob man dort auch schwimmen könnte - sensor

(Foto: Ralf Keinath)
Kaffeerösterei Müller eröffnet nachhaltige Filiale in der Frauenlobstraße
Diesen Wunsch hatte Dominic Müller schon lange: eine Filiale in der Neustadt. Mit seiner Bodenheimer Kaffeerösterei Müller ist er in Mainz bereits zwei Mal in der Altstadt vertreten - Merkurist

(Foto: Mandy Kramer)
Mischung aus Wohnen und Kultur
In der Neustadt entsteht ein neues Wohn- und Kulturquartier auf dem Areal der ehemaligen Kommissbrotbäckerei. Die Baumaßnahmen haben bereits begonnen. Bis zum Sommer 2024 wird hier ein lebendiges Stadtviertel in historischem Ambiente entstehen - LZ Lokale Zeitung


Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Hochwertiger Reifensatz von SUV entwendet
Donnerstag, 01.07.2021- Freitag, 02.07.2021

Vermutlich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag entwenden bislang unbekannte Täter alle vier Reifen eines geparkten BMW X5 in der Mainzer Neustadt.
Das in einer Tiefgarage geparkte Fahrzeug wurde durch seinen Halter ohne Reifen am Freitagmorgen vorgefunden. Der oder die unbekannten Täter bockten vermutlich im Zeitraum zwischen 21:00 Uhr und 07:00 Uhr den BMW mittels Wagenheber auf und demontierten alle vier Reifen samt hochwertiger Felgen. Durch die Mainzer Polizei wurde eine Spurensuche am Tatort durchgeführt.  

Täteridentifizierung durch Zeugenhinweise
Am Montag, den 21.06.2021 veröffentlichte die Polizei Mainz einen Zeugenaufruf nach einer Körperverletzung zum Nachteil eines 75-jährigen Mannes. (siehe GIB 883)
Hierauf haben sich mittlerweile zwei Zeuginnen bei der Mainzer Polizei gemeldet mit deren Hilfe der Täter identifiziert werden konnte. Gegen den 50-jährigen Mann aus der Mainzer Neustadt werden nun zwei Strafanzeigen wegen Beleidigung und Körperverletzung geführt.


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Tipps und Informationen

Was Sie über Kurzzeitpflege wissen sollten
Definition und Gründe für eine Kurzzeitpflege und Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad (Übergangspflege) waren die Themen in der Ausgabe 883. Heute nun der zweite Teil.

Kosten rund um die Kurzzeitpflege

Die Kosten für eine stationäre Kurzzeitpflege setzen sich aus folgenden Posten zusammen: Unterbringung und Verpflegung, Pflege- und Betreuungskosten sowie Investitionskosten, die beispielsweise für den Betrieb des Heims notwendig sind. Pflegebedürftige ab dem Pflegegrad 2 werden von der Pflegekasse für die Kurzzeitpflege mit einem Pauschalbetrag von 1.612 Euro jährlich bezuschusst. „Die Pflegekasse erstattet allerdings nur die Aufwände, die rund um die Pflege anfallen“, weiß Birger Mählmann, Pflegeexperte der IDEAL Versicherung. Diese Aufwände sind dabei vom Pflegegrad abhängig: Für den Pflegegrad 5 fängt der Tagessatz bei etwa 92 Euro an – nach nur 17 Tagen wäre der Zuschuss von 1.612 Euro dann schon fast aufgebraucht. Die Tagessätze unterscheiden sich allerdings regional sehr stark und liegen beispielsweise in Bayern deutlich höher. Für die Pflegekosten, die der Zuschuss nicht abdeckt, sowie für die Kosten für Unterbringung und Verpflegung können Pflegebedürftige den sogenannten Entlastungsbetrag nutzen: Jedem, der einen Pflegegrad hat und von Angehörigen zu Hause gepflegt wird, stehen monatlich 125 Euro zur Verfügung. Pflegebedürftige, die ausschließlich von Angehörigen zu Hause gepflegt werden, haben zudem Anspruch auf Pflegegeld, das während der Kurzzeitpflege zur Hälfte weitergezahlt wird. Die Höhe ist dabei abhängig vom Pflegegrad. Doch auch diese Beiträge sind schnell aufgebraucht. Daher müssen Pflegebedürftige oder deren Angehörige meist einen Teil der Kosten selbst tragen.

Was ist der Unterschied zur Verhinderungspflege?

Kann ein pflegender Angehöriger die Pflege für eine bestimmte Zeit nicht übernehmen, gibt es neben der Kurzzeitpflege auch die Möglichkeit der Verhinderungspflege. Sie wird wie die Kurzzeitpflege mit einem jährlichen Pauschalbetrag von 1.612 Euro bezuschusst, allerdings für maximal sechs und nicht für acht Wochen pro Jahr. Ein weiterer Unterschied: „Die Verhinderungspflege – auch Ersatzpflege genannt – findet weiterhin in der gewohnten Umgebung des Pflegebedürftigen statt“, sagt Pflegeexperte  Birger Mählmann. Die pflegenden Angehörigen werden dann von Angehörigen, Bekannten oder einer professionellen Pflegekraft vertreten. Zudem kann Verhinderungspflege tage- oder stundenweise angefordert werden. „Findet eine stundenweise Vertretung statt, haben Pflegebedürftige weiterhin Anspruch auf 100 Prozent des Pflegegeldes, ansonsten erhalten sie die Hälfte“, weiß der IDEAL-Experte. Wichtig zu wissen: Kurzzeit- und Verhinderungspflege können kombiniert und verrechnet werden. Wer also die Verhinderungspflege nicht oder nur teilweise nutzt, kann sich den nicht genutzten Anteil auf die Kurzzeitpflege anrechnen lassen. Das heißt, dass sich der Anspruch auf Verhinderungspflege bis zu 100 Prozent auf die Kurzzeitpflege anrechnen lässt. Dem Pflegebedürftigen stehen demnach jährlich 3.224 Euro zur Verfügung. Umgekehrt lässt sich der Anspruch auf Kurzzeitpflege nur mit bis zu 50 Prozent auf die Verhinderungspflege anrechnen. Das bedeutet, für Verhinderungspflege erhalten Pflegebedürftige maximal 2.418 Euro im Jahr.

Wer haftet, wenn bei der Nachbarschaftshilfe etwas zu Bruch geht?
Unter Nachbarn ist es üblich, sich hin und wieder gegenseitig einen Gefallen zu tun. Dazu gehört beispielsweise während des Urlaubs Blumen zu gießen oder die Post zu holen. Manchmal passiert dabei aber auch ein Missgeschick: Durch übermäßiges Gießen kann zum Beispiel der Teppich einen Wasserfleck bekommen oder beim Post ablegen fällt aus Versehen eine kostbare Vase um. Dann stellt sich schnell die Frage, wer für den Schaden aufkommen muss. Bei Hilfe unter Nachbarn, Freunden oder Verwandten handelt es sich um sogenannte Gefälligkeitshandlungen. Schäden entstehen dabei meist aus Versehen. Helfer müssen dafür in der Regel nicht haften, da viele Gerichte von einem sogenannten „stillschweigenden Haftungsausschluss“ ausgehen. Deshalb kommen manche Haftpflichtversicherungen auch nicht für Schäden durch Gefälligkeitshandlungen auf. Das kann schnell die gute Nachbarschaft gefährden. Um das zu vermeiden, sollten Helfer vorab klären, ob in ihrer Privat-Haftpflichtversicherung solche Schäden mitversichert sind.

Text: Peter Schnitzler, Versicherungsexperte von ERGO  
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