886 vom 16.07.2021 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 886 vom 16.07.2021
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Von Neustädter:innen für Neustädter:innen“
Startschuss für das Jubiläumsjahr 2022
 
Im nächsten Jahr wird die Neustadt 150 Jahre. Die Fest-Vorbereitungen haben bereits begonnen, der offizielle Start aber fand am vergangenen Freitag, 9. Juli, vor Publikum und Presse statt. Ortsvorsteher Christoph Hand und Oberbürgermeister Michael Ebling, der Schirmherr des Jubiläumsjahres, stellten auf dem Goetheplatz Planungen und Ziele für 2022 vor, auch wenn heute noch nicht sicher ist, was im nächsten Jahr möglich sein wird.


Christoph Hand (links) und Michael Ebling präsentieren das Jubiläumslogo auf den ersten Fahnen

Zum 150. Geburtstag sind während des gesamten Jahres Veranstaltungen unterschiedlicher Art und Couleur an verschiedenen Orten des Stadtteils vorgesehen. Alle Events werden unter dem Aspekt „Von Neustädter:innen für Neustädter:innen“ organisiert. Höhepunkt wird das Festival-Wochenende vom 23. - 25. September sein. Markenzeichen aller Darbietungen ist das Jubiläumslogo mit der Neustadt-Eule, den markanten Quartiersplätzen und dem symmetrischen, gitterförmigen Straßensystem aus Längs- und Querachsen.



Michael Ebling hob die Auswirkungen der historischen Stadterweiterung von 1872 mit der Gründung des neuen Viertels hervor, die kluge Quartiersplanung des Mainzer Stadtbaumeisters Eduard Kreyßig und die Veränderungen, die die Neustadt besonders in den letzten zwei Jahrzehnten erfahren hat - viele Gründe, um dieses Jubiläum zu feiern.

„Zeit für Begegnungen, sich untereinander näher kennen zu lernen, das Miteinander zu stärken und Netzwerke zu bilden“, diese Zielrichtung sieht Christoph Hand für das kommende Jahr und setzt auf die Unterstützung der Neustädterinnen und Neustädter: „Ich möchte als Ortsvorsteher meine Mitbürgerinnen und Mitbürger einbinden, denn ein solches Stadtteilfest soll von uns allen getragen werden.“ Deshalb lädt er die vielfältigen Kreise des Viertels zum Mitmachen und Mitgestalten ein: die Neustadt-Gruppen, die Vereine, Schulen, Kitas und Kirchen ebenso wie die Kulturschaffenden und Gewerbetreibenden.  


Mit dabei: drei vom Organisationsteam mit Toyah Hosni (vorne links)

Zusammen mit den beiden Quartiermanagerinnen Johanna Fuchs und Toyah Hosni sowie einem kleinen Organisationsteam aus Ehrenamtlichen geht Christoph Hand nun in die weiteren Planungen. Wer dazu Ideen und Impulse einbringen möchte, möge sich gerne melden unter der Mail-Adresse 150jahreneustadt@stadt.mainz.de

Aktuelle Informationen:  

Text und Fotos: (c) Annette Breuel


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Kanalanschluss in der Rheinallee muss saniert werden
Ein Hausanschluss an das städtische Kanalnetz in der Rheinallee muss saniert werden.
Die Folgen sind eine circa zweiwöchige Baustelle auf Höhe der Hausnummer 1e und damit leider auch eventuelle Verkehrsbehinderungen.

„Wir haben die Arbeiten extra so gelegt, dass sie mit Beginn der Sommerferien starten“, erklärt der zuständige Abteilungsleiter Abwassersammlung, Ralf Weber. „Erfahrungsgemäß ist dann das Verkehrsaufkommen in der Rheinallee etwas geringer als normal.“

Los geht es am Montag, den 19. Juli 2021. Dann wird die Baustelle eingerichtet und eine Fahrspur in Richtung Innenstadt gesperrt. Der Autoverkehr wird einspurig an der Baustelle vorbei geleitet. Fußgänger und Radfahrende können das Baufeld sicher über Fußgängernotbrücken bzw. Stahlplatten passieren.

Quelle: Wirtschaftsbetrieb Mainz AöR

Bunte Klimabänder wehen auch durch Mainz
Mainzer*innen können ihre Wünsche an die Politik aufschreiben und Zeichen setzen

Die bundesweite ausgerufene „Klimabänder“-Aktion soll ein Zeichen für eine lebenswerte Zukunft setzen und wurde von den Omas for Future ins Leben gerufen. Diese Aktion wird bundesweit von Parents4Future (P4F) und anderen Bewegungen bis zur Bundestagswahl am 26. September unterstützt.  
Ein Klimaband ist ein langes, bunt bemaltes Band, das aus Stoffresten geschnitten und mit einem Wunsch an die Politik beschriftet wird. In ganz Deutschland werden diese bunten Klimabänder zu Sammelstellen gebracht und öffentlich sichtbar aufgehängt. Damit werden diese Klimabänder zu Botschaftern all derer, die sich um unser Klima und unsere Erde sorgen. Sammelstelle in Mainz ist der Cardabela-Buchladen in der Frauenlobstraße 40.

Die Klimabandgruppe der P4F Mainz wird am 15. Juli von 19 bis 21 Uhr bei der Veranstaltung „Es geht auch ohne Plastik“ in der Alten Ziegelei in Bretzenheim mit einem Infostand vertreten sein, an dem alle Bürger*innen Klimawunschbänder gestalten können. „Die Vielfältigkeit der Bewegung für echten und wirksamen Klimaschutz wird durch die bunten Klimabänder hervorragend dargestellt“, so Edith Heller von den Parents4Future Mainz. Veranstalter des Vortrags- und Infoabends mit der Buchautorin Sylvia Schaab ist die Gruppe „Nachhaltiges Bretzenheim“.


Auch Mainzer*innen können ihren Klimawunsch auf ein Band schreiben und damit ein deutliches Signal für die Bundestagswahl setzen.
Foto: Parents4Future Mainz

Ab Mitte August werden die Bänder im Rahmen einer Fahrrad-Sternfahrt zur Bundestagswahl nach Berlin gebracht, wo dann das große Finale stattfindet: Das Festival der Zukunft. Dort werden die Klimabänder zwischen Kunstinstallationen, Ständen und Showacts aufgehängt. Mit guter Laune und Fröhlichkeit bekommt das Klima und unsere Erde so die Aufmerksamkeit, die beide dringend benötigen. Mehr Infos unter www.klimabänder.de


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NeustART - Kunst im Stadtteilbüro
1. Vernissage mit der der Malerin Lena Blaha

Seit das Team des Quartiermanagements in der Neustadt wieder komplett ist, können die beiden, Johanna Fuchs und Toyah Hosni, endlich wieder mehr Präsenz im Viertel zeigen. Und auch neue Ideen und Planungen umsetzen, wie zum Beispiel das lang gehegte Ziel, (noch) unbekannte Künstler:innen in der Neustadt zu fördern. Ausstellungsort ist das Stadtteilbüro in der Sömmerringstraße 35 / Ecke Goethestraße. Dort kann pro Quartal ein:e Künstler:in eigene Werke präsentieren. Der Projekt-Titel NeustART reflektiert das gelungene Zusammenspiel von „Neustadt“ und „Art“ (Kunst).

Den Auftakt macht die Malerin Lena Blaha. Zur Vernissage am Dienstag, 13. Juli, begrüßte Toyah Hosni mit ihr persönlich zahlreiche Gäste, die ihrer Einladung gefolgt waren. Für die quirlige, lebensfrohe Künstlerin ist diese Ausstellung die erste in ihrer Wahlheimat Mainz.


Toyah Hosni (links) begrüßt mit Lena Blaha (Mitte) und Johanna Fuchs die Gäste

Geboren ist Lena Blaha in der Ukraine und aufgewachsen in der Mongolei. Sie studierte im ukrainischen Chernovitz u.a. Aquarellmalerei, Bildhauerei und Architektur. Seit 2004 lebt und arbeitet sie in Mainz. „Im Hauptberuf bin ich Erzieherin in einem städtischen Mainzer Kindergarten“, erklärt sie und fügt lächelnd hinzu: „Malen ist mein Nebenberuf.“

Auch eine weitere Leidenschaft verrät sie: Studienreisen in ferne Länder - nach Indien, Sansibar, Thailand oder in die Ukraine. Regelmäßig ist sie auch in Italien auf Entdeckungsreise. Bei NeustART zeigt sie eine Auswahl ihrer Werke in Öl, Aquarell und Resin (Harz): großformatige farbintensive Porträts oder Orte, die sie in zarte Aquarellfarben taucht.

Lena Blaha nimmt sich Zeit für Gespräche mit ihren Gästen

Wer die Bilder näher betrachten möchte, kann einen Besichtigungstermin bei Toyah Hosni vereinbaren.
Für die nächste Ausstellung, im Quartal Oktober bis Dezember 2021, ruft die Quartiermanagerin Künstler:innen aus der Neustadt auf, sich bei ihr zu melden.

Kontakt: toyah.hosni@stadt.mainz.de oder 06131 12-4115


Auch die Quartiermanagerinnen vom Lerchenberg, Saskia Ferretti (2.v.li.), und aus Mombach, Stefanie Lehrmann (2.v.re.), waren zur Vernissage in die Neustadt gekommen

Text und Fotos: Annette Breuel

Ausstellung: „Flüchtling? Mensch!“
Ausstellung vom 18.Juli bis 01.August
in der Vorkirche der Christurkirche, Kaiserstraße 56

Es war wohl jeder Mensch schon einmal in einer Situation, in der er auf ein einziges Merkmal seiner selbst herabgewürdigt wurde, sei es das Geschlecht, die sexuelle Orientierung, die Haarfarbe oder der Beruf. Oder auch: als Flüchtling. Es mag vielleicht die Dinge vereinfachen, wenn man sein Gegenüber schnell in eine Schublade einordnen kann. Doch geht dabei auch immer die Einzigartigkeit verloren, die jeden Menschen ausmacht.

Aus diesem Grund wollen Katharina Veit und der Fotograf Daniel Dornhö- fer einen Bildband namens “Flüchtling? Mensch!” herausgeben, in dem Geflüchteten ein Raum gegeben wird, ihr Gesicht und ihre Lebensgeschichte zu zeigen, ohne dabei allein auf das Merkmal "Flüchtling" reduziert zu werden. Für unser Projekt haben sie Menschen in ihr Studio in Mainz eingeladen, interviewt und fotografiert, damit die Geschichten auch ein Gesicht erhalten.  

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, dem 18 Juli um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in Kooperation mit der Ortsgruppe von "ResQShip", einem Verein, der sich im Mittelmeer an der Seenotrettung von Flüchtlingen beteiligt. Das Ensemble Vocale unter der Leitung von Johannes Herres wird dazu einige Stücke aus dem Requiem-Konzert für ertrunkene Flüchtlinge singen.

Vom 18.07. bis zum 01.08.2021 sollen einer Ausstellung in der Vorkirche der Christuskirche bereits vor der Veröffentlichung des Bildbandes 16 der Portraits und Geschichten gezeigt werden. Die dazu gehörigen Interviews können sowohl über einen QR-Code direkt vor Ort oder in einer Broschüre zum Mitnehmen in Ruhe gelesen werden.  

Kontaktinformationen:  


Termine der Woche


In dieser Woche:
PHOENIX FOUNDATION COMBO +++ TIM3LESS +++ Tinker’s Coin +++ Junge Bühne Mainz: REIGEN +++ Open Stage - hosted by Pennello
Tobias Mann "CHAOS Spezial - Dernière" +++ Matija - byebyeskiesofyesterday

Kurzübersicht der Termine in dieser Woche:

FR, 16.07.: Unter dem Regenbogen - Zur Situation von LGBTIQ* in Russland

SA, 17.07.: Weinkultur in Mainz - Von den Römern zur „Great Wine Capital“

SO, 18.07.: Dom, Kirchen und Klöster in Mainz - Die bedeutendsten Sakralbauten der Stadt +++ Heute FREItag (in der Kunsthalle Mainz) +++ Literarisches Mainz

MO, 19.07.: „Pflegebedürftig – Was nun?“: Umgang mit Pflegemängeln

DO, 22.07.: Fenster zum Hof Open Air: Ansa Sauermann

Alle Veranstaltungshinweise finden Sie ausführlich auf unserer Veranstaltungsseite und unter Veranstaltungen mit Anmeldung

Beachten Sie bitte auch die Seiten mit den wöchentlichen Terminen und den Ausstellungen.

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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Foto: sensor-Magazin)
Modernisierung für Radler auf der Kaiserbrücke nach Wiesbaden
3,3 Mio. Euro will der Bund jetzt zahlen, um die Kaiserbrücke gen Wiesbaden zu modernisieren. Diese ist bislang nur über Treppen und eine Schieberille nutzbar - sensor - Merkurist - AZ Mainz

(Foto: Sascha Kopp / VRM Bild)
Mainzer Neustadt feiert ihr 150-jähriges Bestehen  
Im beliebten Stadtteil steht in diesem Jahr ein Jubiläum an. Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten soll ein Festwochenende im September sein. Was geplant ist - AZ Mainz

(Foto: hbz/Kristina Schäfer)
Auf ein Bier mit „Olaf“ im Mainzer Hafen
Sandstrand, Wasser. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz genießt die Stippviste und Gespräche im Mainzer Zollhafen so sehr, dass sein mitreisender Tross nervös wird - AZ Mainz

(Foto: Ralph Keim)
2022 wird groß gefeiert
Der 21. September 1872 war ein wichtiger und bedeutsamer Tag für die Stadt Mainz. Damals wurde ein Vertrag geschlossen, der die zu dieser Zeit dringend notwendige Erweiterung von Mainz möglich machte - LZ Lokale Zeitung

(Foto: Sascha Kopp)
So sieht das „Pandion Doxx“ am Mainzer Zollhafen aus
Bis zum Herbst soll der sechsgeschossige Komplex am Mainzer Zollhafen fertig sein. 168 Eigentumswohnungen sind hier entstanden – doch es geht um weit mehr als nur ums Wohnen - AZ Mainz

(Foto: hbz/Jörg Henkel)
Mainz hat nun eine begrünte Bushaltestelle
Die Bushaltestelle „Straßenbahnamt“ in der Neustadt hat nun ein begrüntes Dach. Was der Umbau gekostet hat und ob in Zukunft mit weiteren Bepflanzungen zu rechnen ist - AZ Mainz

(Foto: Carsten Blaha)
Impuls für mehr belebende Farbe im Mainzer Neustadt-Quartier
Das Projekt „NeustART“ will Kunst im Stadtteilbüro fördern. Den Anfang macht Lena Blaha. Die Künstlerin, die für die Stadt Mainz arbeitet, lebt und malt in der Neustadt - AZ Mainz


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Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Poser-Kontrollen - 25 PKW ohne Betriebserlaubnis
Freitag, 09.07.2021

25 PKW-Fahrer müssen nach Kontrollen am Freitagabend in der Mainzer Rheinallee mit einem Bußgeldverfahren wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis rechnen, durften ihre Fahrt aber fortsetzen. Zwei Fahrzeuge wurden sichergestellt, zwei weitere konnten nach Rückbau von Veränderungen weiterfahren.  



Die Polizei Mainz kontrollierte am Freitagabend mit 16 Einsatzkräften, das Phänomen "Poser". Insbesondere in den Sommermonaten kommt es zu auffälligem Fahrverhalten durch oftmals jüngere Autofahrer mit ungewöhnlich PS-starken Fahrzeugen. Starkes, hörbares Beschleunigen und ständiges Hin- und Herfahren, führen dabei regelmäßig zu Beeinträchtigungen anderer Verkehrsteilnehmer und Anwohner der betroffenen Straßen. Darüber hinaus sind die meist neuwertigen und hochpreisigen Fahrzeuge oftmals technisch verändert.  

Durch Vorkontrollen wurde der Verkehr auf der Mainzer Rheinachse stark selektiert und insgesamt 32 Fahrzeuge kontrolliert. Lediglich bei sieben Fahrzeugen gab es keine Beanstandungen. In 25 Fällen war die Betriebserlaubnis, wegen Veränderungen an den Abgasanlagen, Fahrwerk und insbesondere Manipulationen an der Lichtanlage wegen Abkleben der Leuchten und Verwendung nicht zugelassener Leuchtmittel. In vielen Fällen wird es erlaubt weiterzufahren, jedoch müssen die Verantwortlichen innerhalb einer kurzen Frist, die Umbauten rückgängig machen und nachweisen.  

In drei Fällen wurde festgestellt, dass Eintragungen in den Fahrzeugpapieren nicht hätten erfolgen dürfen, da die Umbauten nicht den Vorgaben entsprachen. Hier mussten Strafverfahren wegen "Falschbeurkundung im Amt" gegen die verantwortlichen Sachverständigen eingeleitet werden. Gegen einen 21-jährigen Oppenheimer sind bereits mehrfach wegen einer nicht genehmigungsfähigen Abgasanlage Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Am Freitagabend fiel er erneut auf. Diesmal mit einem gefälschten Zulassungssiegel auf dem Kennzeichen und gefälschten Eintragungen mit Siegel in den Fahrzeugpapieren. Sein PKW wurde sichergestellt und abgeschleppt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung wurde eingeleitet. Regelmäßig fällt bei den Kontrollen auf, dass ein Großteil der Fahrzeuge nicht aus Rheinland-Pfalz oder Mainz stammt. Die Autofahrer legen zum Teil große Strecken zurück um durch Mainz zu fahren. Die Polizei setzt die Kontrollen fort.  

Bildergruß aus der Neustadt
Palme in der Adam-Karrillon-Straße
(Foto: Manfred Hahnefeld)

Tipps und Informationen

Ab ins kühle Nass – aber sicher!
Worauf man beim Baden in Flüssen und Seen achten muss

Ein Besuch im Freibad erfreut die ganze Familie und macht die schlimmste Hitze erträglich. Doch der Ausflug ins Schwimmbad ist auch in diesem Sommer nur eingeschränkt möglich – in fast allen Freibädern gelten strenge Sicherheits- und Hygieneauflagen. Deshalb weichen viele Menschen an nahegelegene Seen oder Flüsse aus. Damit der Badespaß in freier Natur nicht böse endet, müssen einige wichtige Regeln beachtet werden.

Baden Sie nur an bewachten Gewässern!
Es gibt viele ausgewiesene Badestellen an Flüssen und Seen, die von Rettungsschwimmern bewacht werden. Dort kann man, wenn die Baderegeln beachtet werden und man – gerade in Flüssen – in Ufernähe bleibt, schwimmen gehen.

Leider treibt es viele Sommerfrischler aber auch an unbewachte Orte – an kleine Strände, an Flüsse oder idyllischen Seen in der nahen Umgebung. Auf den ersten Blick wirken sie ungefährlich.  Doch in jedem Sommer lösen solche Badeausflüge Großeinsätze der Rettungskräfte aus. Die Gefahr, in einem Fluss oder See zu ertrinken, ist hoch. Das gilt keineswegs nur für Menschen, die nicht schwimmen können – auch geübte Schwimmerinnen und Schwimmer müssen immer wieder von Rettungskräften aus Gewässern geborgen werden.

Überschätzen Sie sich nicht!
Ursachen für tödliche Badeunfälle sind Leichtsinn, fehlende Kenntnisse über mögliche Gefahren, aber auch Selbstüberschätzung. Wer nicht trainiert ist, warnt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), schätzt Strecken falsch ein und bemerkt oft nicht einmal, wie die eigenen Kräfte nachlassen. Auch auf die Gefahr von Strömungen und Strudeln kann nicht häufig genug hingewiesen werden – gegen sie können selbst die Geübtesten kaum anschwimmen. Zudem sind Wirbel und Strudel an der Wasseroberfläche nicht immer gleich zu erkennen.

Wenn man in eine Strömung oder in einen Strudel gerät, ist es wichtig, möglichst Ruhe zu bewahren. Der Versuch, gegen eine starke Strömung anzuschwimmen, ist meist aussichtslos. Richtig ist, sich treiben zu lassen und seitlich heraus zu schwimmen. Vor allem im Rhein sei die Strömung gefährlich und könne bis zu 12 Stundenkilometern erreichen, erklärt die DLRG. Wer von der Strömung in die Flussmitte gezogen wird, ist zudem der Gefahr durch vorbeifahrende Schiffe ausgesetzt.

Strudel verlaufen trichterförmig und ziehen Wasser und Objekte nach unten. Auch hier hat man keine Chance, dagegenzuhalten. Am einfachsten kommt man an der dünnsten Stelle heraus, also am Ende des Strudels. Da heißt es Nerven behalten: Man muss sich nach unten ziehen lassen und an der tiefsten Stelle aus dem Strudel herausschwimmen. Diese Gefahren lauern in allen Gewässern. Auch an bewachten und als sicher vermuteten Badeseen gibt es das Risiko unerwarteter Strömungen.

Temperaturunterschiede einkalkulieren
Eine weitere Gefahr sind die unterschiedlichen Temperaturen in Fluss und See: Oben ist es meist warm, weiter unten wird es viel kälter. Ein Sprung ins vermeintlich angenehm temperierte Wasser kann daher fatale Folgen haben. Durch die plötzliche Abkühlung in den unteren Wasserschichten können Krämpfe bis hin zum Herz-Kreislauf-Kollaps entstehen.

Auch bei längerem Aufenthalt im Wasser können durch Unterkühlung und Überanstrengung Krämpfe auftreten. Die Muskeln ziehen sich dann zusammen, werden unbeweglich und schmerzen. In diesem Fall sollte man versuchen, direkt zum Ufer zurückzukehren. Zur Vorsorge sollte man nie allzu weit hinausschwimmen.

Flüsse und Seen sind kein Schwimmbad
Generell gilt: Nur wer sich wohl fühlt, sollte schwimmen gehen, und wer friert, sollte das Wasser verlassen. Nichtschwimmer sollten nur bis zum Bauch ins Wasser gehen. Doch auch dann ist Vorsicht geboten: Denn Gewässer sind kein Schwimmbad mit ebenem Boden, man muss jederzeit mit Untiefen rechnen. Gerade Baggerseen können erst sehr flach verlaufen und dann abrupt sehr tief werden. Gefährlich sind auch bewachsene und sumpfige Gewässer. An Stellen, wo Schiffe, Boote und Surfer unterwegs sind, sollte man niemals baden. Und auch in der Nähe von Brücken ist das Baden gefährlich.

Eine weitere unterschätzte Gefahr sind Unwetter: Fast jeder weiß zwar, dass man bei einem aufziehenden Gewitter das Wasser sofort verlassen muss. Wer dann allerdings mitten auf dem See ist, hat schlechte Karten. Auch deshalb sollte man niemals zu weit hinausschwimmen.

Finger weg vom Alkohol
Alkoholkonsum ist eine häufige Ursache für Badeunfälle. Wer betrunken schwimmen geht, riskiert einen Kälteschock. Weil Alkohol die Gefäße weitet, können für Betrunkene schon Wassertemperaturen von 20 bis 22 Grad fatal werden. Auch Badegäste, die sich noch nüchtern fühlen, können kaum einschätzen, welche Folgen das kalte Wasser für den Kreislauf hat. Und wer richtig betrunken ist, neigt vielleicht sogar zum Übermut und gerät dadurch in lebensgefährliche Situationen. Wer also schwimmen will, sollte besser Wasser trinken.

Kinder nicht unbeaufsichtigt ins Wasser lassen
Kleine Kinder verunglücken meistens dann, wenn die Eltern nicht hinschauen oder zu weit weg sind, um noch reagieren zu können. Riskant ist es vor allem dort, wo Kinder in Strömungen geraten können – das ist auch an seichten Stellen eines Flusses möglich. Vorbeifahrende Schiffe können einen starken Sog verursachen, der das Wasser zur Mitte des Flusses zieht. Gerade kleine Kinder laufen dem Wasser dann gerne hinterher und bringen sich in Gefahr. Wenn das Schiff vorbeigefahren ist, kommt das Wasser mit großer Kraft zurück und kann Badende in die Hauptströmung reißen.

Kinder, die nicht schwimmen können, müssen im Wasser, selbst wenn sie nur am Wasserrand spielen, grundsätzlich Schwimmflügel tragen. Auch dann gilt aber: Sie dürfen nicht aus den Augen gelassen werden. Kleinkinder im Wasser müssen immer in Griffnähe ihrer Eltern sein.

Was tun im Notfall?
Viele meinen, dass Ertrinkende laut um Hilfe rufen und wild mit den Armen um sich schlagen. Das stimmt nicht. Ertrinken ist ein leiser und schneller Tod. Meistens sind die Betroffenen so kraftlos, dass sie nur noch mühsam versuchen können, sich über Wasser zu halten. Sie können gar nicht mehr um Hilfe rufen. Manchmal verlieren sie auch das Bewusstsein. Dass jemand Hilfe braucht, erkennen Sie daran, dass der Kopf des Schwimmenden immer wieder kurz unter der Wasseroberfläche verschwindet. In diesem Fall wählen Sie bitte sofort den Notruf! Die europaweite Notrufnummer, auch bei Badeunfällen, ist die 112. Erst dann können Sie versuchen, selbst zu helfen. Bringen Sie sich dabei nicht in Gefahr, die eigene Sicherheit geht immer vor. Sprechen Sie andere an, holen Sie sich Unterstützung. Springen Sie nicht bekleidet ins Wasser, ziehen Sie alles aus, was sich mit Wasser vollsaugen könnte. Nehmen Sie, wenn das möglich ist, einen Gegenstand mit, der auf dem Wasser schwimmt, am besten einen Rettungsring, aber auch ein Surfbrett oder eine Luftmatratze können helfen.

Was sonst noch zu beachten ist: Die DLRG empfiehlt, weder mit vollem noch mit leerem Magen schwimmen zu gehen. Auch ein überhitzter Sprung ins kalte Wasser kann gefährlich werden: Hat der Körper keine Anpassungszeit, verengen sich die Adern schlagartig, der Blutdruck steigt stark an. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Und: In jedem Badegewässer lauern Keime. Wer Blasenentzündungen vermeiden will, sollte die nassen Badesachen ausziehen. Wenn man all diese Regeln beachtet, steht einem Ausflug an eine – natürlich bewachte – Badestelle nichts im Weg.

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Marion Mück-Raab
Redaktion: Birgit Kahl-Rüther, Mail: bkahl@lzg-rlp.de


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Wenn plötzlich nichts mehr ist wie zuvor
Invalidität, Unfälle und schwere Erkrankungen absichern

Selbst kleinere Verletzungen an den Händen erinnern einen schmerzhaft daran, wie oft und wie selbstverständlich wir sie benutzen. Was, wenn durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung plötzlich die Hände nichts mehr greifen können oder andere Grundfähigkeiten wie das Gehen, Sehen, Hören oder Sprechen nicht mehr funktionieren? Arbeitnehmer, die solche Risiken zum Beispiel aufgrund von Vorerkrankungen oder zu hohen Beiträgen nicht durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung absichern können, finden in einer Invaliditätsversicherung eine gute Alternative und Ergänzung. Die zahlt dem Versicherten im Falle einer erweiterten Invalidität eine Rente.

Neben dem Verlust von Grundfähigkeiten sind mit erweiterter Invalidität auch Krebserkrankungen sowie schwere Schädigungen wichtiger Organe wie Gehirn, zentrales Nervensystem, Leber, Lunge oder Nieren gemeint. Auch der Eintritt der Pflegebedürftigkeit lässt sich bei einigen Anbietern versichern. Welcher Versicherungsschutz zu wem passt, ist oft nur durch eine Beratung vom Fachmann zu klären. „Drei Dinge sind in jedem Fall sinnvoll: Die vereinbarte Rente sollte immer in voller Höhe erfolgen, eine Verrechnung mit Versicherungen anderer Leistungsträger wie zum Beispiel der gesetzlichen Unfallversicherung sollte ausgeschlossen und die Dauer der Rentenzahlung sollte flexibel vereinbar sein“, rät Frank Breithaupt, Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Mainz. Manche Versicherer zahlen schon ab einer 50-prozentigen unfallbedingten Invalidität, bieten besonders kundenfreundliche Kündigungsfristen oder eine zeitweise Beitragsbefreiung für den Fall einer zwischenzeitlichen Arbeitslosigkeit.

Auf die Lebenssituation angepasst
Eine Invaliditätsversicherung sollte auf die persönliche Lebenssituation des Versicherten abgestimmt sein. Wer als Alleinverdiener seine Familie versorgt wissen möchte, entscheidet sich eher für eine hohe monatliche Rentenzahlung. Ist Familienzuwachs geplant, sollte sich die Rentenhöhe nachträglich erhöhen lassen. Steht ein größeres Erbe in Aussicht, wird die Versicherung nach dem Erbfall möglicherweise nicht mehr benötigt und sollte kurzfristig kündbar sein. In jedem Fall ist eine Invaliditätsversicherung eine gute Möglichkeit, die eigene Gesundheit gegen Unfallfolgen und schwere Erkrankungen abzusichern. Einen Überblick über gute Invaliditätsversicherungen bieten die Veröffentlichungen von Finanztest. Das unabhängige Verbrauchermagazin testet regelmäßig nicht nur Unfallversicherungen, sondern auch deren Alternativen.  

LKA-RP: Schutz vor Einbrechern im Urlaub
Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und Verbraucherzentrale geben Tipps

(ots) - Die Schulferien in Rheinland-Pfalz stehen vor der Tür. Damit nach dem Urlaub keine böse Überraschung droht, sollten angehende Urlauber Einbrechern keine Hinweise auf ihre Abwesenheit hinterlassen. Denn ein offensichtlich leerstehendes Haus oder ein öffentlicher Urlaubgruß in den sozialen Medien können eine Einladung für "ungebetene Gäste" sein.

Damit die geplante Reise die gewünschte Erholung bietet, sollten sich Reisende vor Betrügern und Dieben am Urlaubsort in Acht nehmen. Auch zu Hause sind vor der Abreise einige Vorsichtsmaßnahmen angezeigt. Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben in ihrer Reihe "Genug Betrug" die wichtigsten Tipps zur Urlaubsvorbereitung zusammengefasst, damit Einbrecher erst gar keine Chance haben:

  • Alle Fenster und Türen schließen, bevor die Wohnung beziehungsweise das Haus verlassen wird.
  • Gegebenenfalls lohnt es sich auch, über einbruchsichere Beschläge und Schlösser nachzudenken. Oftmals bleibt es nur beim Einbruchsversuch, weil die Täter an technischen Sicherungen von Türen und Fenstern scheitern.
  • Das Zuhause sollte auch während einer Abwesenheit bewohnt wirken. Zeitschaltuhren steuern die Beleuchtung, Nachbarn können die Briefkästen regelmäßig leeren und Rollläden öffnen und schließen.
  • Auch wenn es lockt, über die sozialen Medien die Urlaubsgeschichten zu teilen: Urlauber sollten von öffentlich zugänglichen Posts absehen. Denn diese sehen nicht nur Familie und Freunde, sondern vielleicht auch die potenziellen Einbrecher.
  • Seien Sie beim Buchen einer Unterkunft vorsichtig. Vielfach und spontan wird das Internet genutzt, um schnell eine Ferienwohnung zu reservieren. Bei den Online-Portalen ist Aufmerksamkeit gefragt, denn neben seriösen Angeboten gibt es auch gefälschte Inserate, sogenannte "Fake-Angebote". Diese vermitteln günstige     Angebote gegen Vorkasse, die oftmals gar nicht existieren.
  • Unterwegs sein, bedeutet wachsam sein: Diebe schlagen auch bei einer nur kurzen Abwesenheit gerne zu und stehlen Wertsachen aus dem Auto oder Wohnmobil. Schließen Sie Auto, Wohnwagen, Hotelzimmer oder Ferienwohnung immer ab, auch wenn Sie nur kurz weg sind. Lassen Sie Geld und andere Wertsachen nie offen herumliegen.
  • Kopieren Sie wichtige Unterlagen (Pass, Kreditkarte, Impfausweis) vor Reiseantritt und bewahren Sie diese an separater Stelle in Ihrem Gepäck auf.
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld, Zahlungskarten oder Ausweise mit wie nötig und tragen Sie diese immer am Körper, z. B. in einer verschließbaren Innentasche der Kleidung, im Brustbeutel oder in einer Gürteltasche. Behalten Sie auch beim Bezahlen Ihre Kreditkarte immer im Auge. Bewahren Sie Ihre persönliche   Identifikationsnummer (PIN) nicht in Ihrer Geldbörse auf.
  • Wurde Ihre Zahlungskarte gestohlen, lassen Sie diese sofort unter der Sperrnotruf-Nummer 116 116 sperren. Die Nummer ist auch aus dem Ausland mit der entsprechenden Landesvorwahl +49 für Deutschland erreichbar. Zur zusätzlichen Sicherheit, insbesondere für die Erreichbarkeit aus dem Ausland, ist der Sperr-Notruf auch unter der Rufnummer +49 (0)30 40 50 40 50 zu erreichen. Notieren Sie sich die entsprechenden Nummern beziehungsweise speichern Sie diese in Ihrem Mobiltelefon ab.

Mehr über Betrügereien im Urlaub finden Sie unter: https://s.rlp.de/6RHrj sowie auf dieser Seite der Verbraucherzentrale.  

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