890 vom 13.08.2021 - Gaadefelder InfoBrief

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Ausgabe 890 vom 13.08.2021
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Halbzeit: Club-Urlaub mit Lesemonstern
(rap) Der 14. Lesesommer geht in die zweite Hälfte! Der Lesesommer erfreut sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit: Rund 300 Kinder und Jugendliche aus Mainz und Umgebung nehmen bislang an dem diesjährigem Lesesommer 2021 in der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers teil, 215 Teilnehmer:innen sind zum ersten Mal dabei. Zur Halbzeit liegen die Mädchen beim Lesen leicht in Führung, die Jungs mit derzeit 43% dicht dahinter.  



Kulturdezernentin Marianne Grosse ist begeistert: „Die Zwischenbilanz des Lesesommers zeigt, wie viele fleißige ,Lesemonster‘ wir in Mainz und Rheinhessen haben und wie wichtig dieses Angebot ist. Es ist eine Freude zu sehen, dass sich unsere Jüngsten in der Bücherei den Lesestoff für die Ferien gleich stapelweise besorgen.“

Spaß am Lesen schaffen dieses Jahr rund 800 interessante und spannende Lesesommerbücher. Die Auswahl ist vielfältig. Sie beginnt bei witzigen Erstlesegeschichten und geht über interessante Sachbücher bis hin zu spannenden Jugendromanen. Hier ist für jede:n etwas dabei!
Insgesamt wurden bereits rund 740 Bücher gelesen und es werden sicherlich noch viele mehr, denn die jungen Leser:innen sind mit viel Lust am Lesen dabei. Zudem freut sich die Öffentliche Bücherei auf alle Begeisterten, die noch mitmachen wollen!

Auch in diesem Jahr wird der Lesesommer durch eine großzügige Spende der Mainzer Bibliotheksgesellschaft e.V. unterstützt. Für alle, die drei oder mehr Bücher gelesen haben, gibt es eine Urkunde und zudem noch tolle Preise zu gewinnen. Buchgutscheine, Eintrittskarten für Minigolf, Museen, Tiergarten, Alpakahof sowie Fanartikel von Mainz 05 und weitere tolle Preise erwarten die jungen Leser:innen. Dieses Jahr werden darüber hinaus die „monstermäßig“ schönsten Bilder zum gelesenen Lieblingsbuch mit Sonderpreisen belohnt.

Der Lesesommer dauert noch bis zum 4. September 2021. Anmelden können sich alle zwischen 6 und 16 Jahren in der Zentralen Kinderbücherei, Bonifaziustürme:
Dienstag, Mittwoch und Freitag 10.00 - 18.00 Uhr,
Donnerstag 10.00 - 19.00 Uhr und
samstags von 10.00 - 13.00 Uhr.
Dies gilt auch für die Stadtteilbücherei Gonsenheim, Maler-Becker Straße 1 (montags und donnerstags von 15.00 Uhr - 18:30 Uhr sowie samstags von 10:00 bis 12:30 Uhr).

Weitere Informationen zum Lesesommer unter:
www.lesesommer.de und www.bibliothek.mainz.de.  


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BUND Mainz lädt ein: Workshop - Nistkästen für Gartenschläfer
Nach der positiven Resonanz auf den Workshop im vergangenen Herbst und Corona-bedingter Absage im Frühjahr lädt die BUND Kreisgruppe Mainz-Stadt zum Mitmach-Workshop „Nistkasten bauen für Gartenschläfer“ am Samstag, 21. August von 14 bis 16:30 Uhr auf dem Gelände der Alten Ziegelei in Mainz-Bretzenheim ein. Treffpunkt am Kindergarten.

Bild: Gartenschläfer-Nistkasten-Workshop im Herbst 2020 (Foto: Andrea Friedrich)

Während des Workshops erfahren die Teilnehmer*innen viel Wissenswertes und Spannendes rund um die schützenswerten Bilche, die sich ab Ende Oktober für sechs Monate in den Winterschlaf zurückziehen. Mit vielen praktischen Tipps soll der Workshop aufzeigen, wie ein gutes Zusammenleben in Haus und Garten möglich ist und was jeder Einzelne für den Schutz von Bilchen tun kann.

Alle, die die heimischen und heimlichen Gartenmitbewohner näher entdecken und schützen möchten, können mitmachen. Denn praktischer Artenschutz kann ganz einfach im eigenen Garten beginnen. Der Workshop ist auch für Familien mit Schulkindern geeignet. Die Teilnehmer*innen werden unter Anleitung vorgefertigte Bausätze montieren. Diese sogenannten Kobel sind geeignete Quartiere für die Gartenschläfer.

Der Workshop ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten. Mitzubringen sind: Akku-Schrauber oder Schraubenzieher, Hammer, gegebenenfalls Atemschutzmaske. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten sowie der Anzahl der teilnehmenden Personen ist erforderlich. Es gelten die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen der Landesregierung sowie die entsprechenden Hygieneregeln.

Der Gartenschläfer steht unter besonderem Artenschutz. Der kleine sympathische Kerl mit der Zorro-Maske ist in manchen Regionen von Rheinland-Pfalz noch sehr häufig, auch in der Stadt Mainz lebt er meistens versteckt in geeigneten Grünarealen. Doch europaweit gehen seine Bestände dramatisch zurück. Woran das liegen könnte, versucht der BUND zusammen mit der Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft im Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“, das aus Mitteln des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz gefördert wird, heraus zu finden.

Weitere Informationen und Anmeldung: BUND Mainz, gartenschlaefer-mainz@bund-rlp.de

Daniel Plavzyk übernimmt Leitung des Martinsstifts in Mainz
Seit Mitte Juli leitet Daniel Plavzyk das Altenpflegeheim Martinsstift in der Mainzer Neustadt. Der 48-Jährige hat langjährige und breite Erfahrung in der Akut- und Langzeitpflege. Zuletzt leitete er eine Pflegeeinrichtung für Senior*innen des Roten Kreuzes.

Traditionsreiche Einrichtung
Daniel Plavzyk übernimmt ein Haus mit knapp 100 Pflegeplätzen, einer Tagespflegeeinrichtung und einem entsprechend großen Team. „Das Martinsstift gibt es seit fast 60 Jahren in Mainz, es ist traditionsreich und sehr gut verwurzelt, das merkt man hier sofort“, erzählt Daniel Plavzyk. Nach dem der Pandemie geschuldeten Dauerstress für die Einrichtung kehren seit einigen Wochen wieder zimbra13ität und Entspannung ein, Gruppenveranstaltungen finden statt, im Juli sogar die ersten Feste – Coronakonform, versteht sich.

Aufbruchstimmung nutzen
Auch das Team muss jetzt wieder neu zusammenfinden, der erzwungene Abstand und die Kontaktreduzierung haben Spuren hinterlassen. „Glücklicherweise haben wir hier ganz viele unglaublich engagierte Mitarbeitende“, sagt Daniel Plavzyk. „Auch viele junge, neue Kräfte, die sich gerne einbringen. Diesen Schwung und diese Aufbruchstimmung müssen und werden wir nutzen. Dabei ist mir ist eine kooperative Zusammenarbeit im Team sehr wichtig.“


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Kurs AbenteuerKinderWelt
AbenteuerKinderWelt ist ein speziell entwickeltes Konzept zur ganzheitlichen Förderung von Kindern ab einem Alter von 6 Monaten.

In den Kursstunden lernen die Kinder die einzelnen Elemente kennen, die Stunde wird Schritt für Schritt gefüllt, wiederkehrende Elemente können erkundet werden. Eltern und Kinder haben Raum, die Gruppe in Ruhe zu erleben. Spiel und Spaß stehen im Vordergrund, die Begleitung und Förderung erfolgt scheinbar unmerklich im Hintergrund.

In einer stimmigen Einheit erleben die Teilnehmenden Musik, Rhythmus und Verse, sie erforschen und entdecken die Welt, erfahren ihren Körper und körperliche Nähe in der AbenteuerKinderWelt-Zeit.

Fazit: Auf spielerische Weise werden das Sozial- und Emotionalverhalten der Kinder sowie ihre sprachliche, motorische, kreative, bildnerische und musikalische Entwicklung begleitet und gefördert.


AbenteuerKinder Welt H1
freitagvormittags für Kinder von 9 - 11 Monaten
   Datum: freitags, ab 10. September 2021
   Uhrzeit: jeweils 9.00 - 10.30 Uhr
   Kosten: 40 € (5 Termine)

AbenteuerKinder Welt H2
freitagvormittags für Kinder von 24 - 36 Monaten
   Datum: freitags, ab 10. September 2021
   Uhrzeit: jeweils 10.45 - 12.15 Uhr
   Kosten: 40 € (5 Termine)

Ort: Evangelische Kirchengemeinde, Huttenstr. 1, 55126 Mainz-Finthen  
Leitung: Luisa Hinkel, AKW-Kursleiterin

Anmeldung: Evangelische Familienbildung post@efb-mainz.de, Tel.: 06131/9600447.

Bitte geben Sie bei der Anmeldung auch das Geburtsdatum Ihres Kindes an, damit wir Ihr Kind der entsprechenden Gruppe zuordnen können.


Termine der Woche

Webseminar über Abzockmaschen und unseriöse Gewinnversprechen
LKA-RP: Polizei und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz klären auf

(ots) - Seit vielen Jahren werden immer wieder ältere Menschen Opfer von Betrügern am Telefon oder per Post. Die miesen Maschen der Täter ändern sich - das Ziel bleibt immer dasselbe: an Geld, Wertgegenstände oder persönliche Daten der Opfer gelangen. Hierzu lassen sich die Täter immer raffiniertere Lügengeschichten einfallen, etwa vom Enkel in Not oder dem falschen vermeintlich hilfreichen Polizeibeamten. Wer die Maschen jedoch kennt, der ist geschützt. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gibt gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen in einem Webseminar Tipps, wie man sich vor diesen Maschen schützen kann. Dazu sind Michael Krausch vom LKA Rheinland-Pfalz und Rayk Schomburg vom Polizeipräsidium Rheinpfalz als Referenten im Netz.

Max Heitkämper von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geht darüber hinaus auf Betrugsmaschen bei Gewinnspielversprechen ein. Ohne dass Sie an einem Gewinnspiel teilnehmen, landet die Benachrichtigung über einen Gewinn in Ihrem Briefkasten. Leider keine Seltenheit. Auch bei Ihnen bekannten Gewinnspielen kommen versprochene Gewinne aber manchmal nicht an. Viele Firmen nutzen falsche Gewinnbenachrichtigungen, um neue Kunden zu gewinnen. Dazu gibt der Referent Tipps und Hinweise, wie man sich vor den Betrugsmaschen schützen kann.

Das Webseminar findet am 19. Augst 2021 ab 14 Uhr statt und dauert ca. 60 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist möglich unter folgendem Link:
www.edudip.com/de/webiar/gewinnversprechen/1567424
Bitte beachten Sie, dass pro Person und E-Mail-Adresse nur eine Anmeldung möglich ist und der personalisierte Link, den Sie erhalten, nicht mit anderen geteilt werden kann.

Für die Teilnahme am Web-Seminar werden ein Computer/Laptop mit Internetzugang und ein Lautsprecher benötigt. Ideal ist ein Kopfhörer. Als Browser sollte man Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Google Chrome verwenden. Weitere Informationen und der Link zum Web-Seminarraum werden nach der Anmeldung zugeschickt.


In dieser Woche:
Kazoo +++ Pennello +++ Jürgen Kronenburg +++ Back at Mama´s
Biergartenshow mit Matze Knop - Lachen, Bier & Fußball 2.1


In dieser Woche:
Good Morning Yesterday +++ Hundreds +++ Oehl +++ Sinu


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Kurzübersicht der Termine in dieser Woche:

FR, 13.08.: Zur Situation von LGBTI in Mittel- und Osteuropa1 - Online-Gespräch auf Zoom

SA, 14.08.: Die ganze Arbeit - Workshop mit Mia Smettan & Charlotte Hitzfelder +++ Gaga/people und Kindertanz im Schwimmbad - Tanz und Körperwahrnehmung am Wasser für die ganze Familie +++ Führung: Luther in Mainz - Vom Mittelalter in die Moderne

SO, 15.08.: Kinderkirche um halb zwölf +++ NEUSPEKTIVEN  für die Neustadt - Fest mit Kunstprojekten, Mitmach-Aktionen und Gesprächen (Goetheplatz) +++ Führung: Die Alte Universität in Mainz (1477 - 1798)

MO, 16.08.: Der Impfbus kommt (ALDI-Parkplatz Hattenbergstraße) +++ „Pflegebedürftig – Was nun?“: Testament – Was muss ich beim Erben und Vererben beachten?

MI, 18.08.: „1000 Jahre Erzbischof Erkanbald“ - Vortrag und Gespräch mit Dekan Andreas Klodt und Dr. Guido Faccani +++ Kino am Mittwoch: Wir beide
(Frankreich/Luxemburg/Belgien 2019, 92 Min., deutsche Fassung)

Alle Veranstaltungshinweise finden Sie ausführlich auf unserer Veranstaltungsseite und unter Veranstaltungen mit Anmeldung

Beachten Sie bitte auch die Seiten mit den wöchentlichen Terminen und den Ausstellungen.

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Die Presseumschau - Nachrichten aus der Neustadt
Hinweis: - Dieser Artikel ist nur gegen Zahlung oder als AZ-Abonnent zu lesen.

(Foto: Sascha Kopp)
So könnten zwei Mainzer Stadtteile verschmelzen
Die Kaiserstraße zieht sich bislang wie eine Barriere zwischen der Mainzer Neustadt und der Altstadt hindurch. Das soll sich ändern. Wie genau kann man beide Stadtteile verzahnen? - AZ Mainz

(Foto: Peter Kroh)
Die Waschbärenbande aus dem Mainzer Tierheim
Sieben kleine Waschbären sind gerade die heimlichen Stars des Mainzer Tierheims. Dass sie dort überhaupt gelandet sind, hat aber einen traurigen Hintergrund - Merkurist

(Grafik: VRM)
Podcast #08 – Stadtspaziergang durch Mainz: Rund um den Zollhafen
Zollhafen auf die Ohren: Schiffe, harte Arbeit, Lärm und Luxuswohnen –  darum geht es in der achten Podcast-Folge der VRM-Hörspaziergänge - zu den Stadtspaziergängen


(Foto: Merkurist)
Nach Brand: Mainzer Erotik-Club „Moulin Rouge“ eröffnet wieder
Über eineinhalb Jahre ist der Erotik-Club „Moulin Rouge“ am Mainzer Hauptbahnhof schon geschlossen. Ein Feuer hatte die Location vernichtet. Nun ist alles startklar für einen Neuanfang - Merkurist

Mainzer Mobilitäts-App jetzt auch mit Ticketkauf-Funktion
Mit der App MAINZER MOBILITÄT ist nun auch der Kauf von Handytickets für Mainz möglich. Interessant hier insbesondere die Sammelkarte mit 5 Fahrten. Zunächst können aber nur Tickets in der Preisstufe 13 (Mainz / Wiesbaden) über die App gekauft werden: Kurzstrecke, Einzelfahrt, Tageskarten und die Sammelkarte - sensor


Blaulicht - Pressemeldungen von Polizei und Feuerwehr
Einbruch in Physiotherapiepraxis
Unbekannte Täter sind - vermutlich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag - in eine Physiotherapiepraxis in der Mainzer Neustadt eingebrochen.
Nachdem sich die Täter im rückwärtigen Bereich über ein gekipptes Fenster Zugang zum Gebäude verschafft haben, entwendeten sie aus der Kasse Bargeld im niedrigen dreistelligen Bereich.
Im Anschluss flüchteten die Täter unerkannt auf gleichem Weg.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-4210 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.


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Tipps und Informationen

Schadstofffrei in die Schule starten
Ökotipp zu Lebensmittelverpackungen

Die Sommerferien sind fast vorbei und Brotdosen, Trinkflaschen und andere Lebensmittelverpackungen werden wieder für den Schul- und Arbeitsalltag befüllt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt, welche Verpackungen Sie bedenkenlos verwenden können. In der Regel können Sie Ihre vorhandenen Dosen weiterverwenden und müssen nichts zukaufen, erklärt Janna Kuhlmann, Verbraucherschutz-Expertin beim BUND: „Der nachhaltigste Behälter ist der, den Sie schon im Schrank haben. Doch manche Behälter geben Schadstoffe an das Essen ab und sollten daher nur für bestimmte Zwecke genutzt werden.“

Besonders problematisch sind aus Sicht des BUND die sogenannten Bambus-Behälter, die in Wirklichkeit nur einen geringen Anteil an Bambus enthalten. Die meisten dieser Behälter bestehen aus einem Melamin-Formaldehyd-Harz, das Blase und Niere schädigen kann und im Verdacht steht, die Fruchtbarkeit zu verschlechtern. Formaldehyd kann zudem Krebs verursachen. Säuren und Temperaturen über 70 Grad Celsius befördern die Freisetzung dieser Substanzen. Sie sollten demnach von heißen Speisen, Getränken oder Mikrowellen unbedingt ferngehalten werden. Die Verbraucherzentrale fordert einen Rückruf von Bambusgeschirr und rät von der Benutzung ab.

Janna Kuhlmann: „Ihre vorhandenen Hartplastikbehälter aus den Kunststoffen Polypropylen und Polyethylen, abgekürzt mit PP oder PE, können Sie dann bedenkenlos weiterverwenden, wenn diese unbeschädigt sind. Aus welchem Material die Dosen sind, können Sie in der Regel am Boden des Behälters feststellen.“ Behälter aus PP oder PE sind meist aus Erdöl hergestellt, beschädigte Behältnisse können Stoffe in den Körper abgeben.

Steht ein Neukauf von Lebensmittelbehältern an, empfiehlt der BUND Behälter aus Edelstahl oder Glas, allerdings sind diese Behälter in der Herstellung ressourcenintensiv, erklärt Janna Kuhlmann: „Edelstahl und Glas sind auch langfristig lebensmittelsicher. In der Anschaffung sind sie zwar etwas teurer, aber dafür sind gerade Edelstahlboxen weitaus haltbarer und langlebiger als Plastikdosen. Damit gleicht sich auch der höhere Ressourcenverbrauch in der Herstellung aus.“

Schauen Sie also auch einmal in Ihren Schrank und prüfen Sie, welche Behältnisse Sie dort finden. Überlegen Sie bei einem Neukauf genau, wie viele Dosen Sie wirklich im Alltag verwenden, denn ungenutzte Dosen verbrauchen nicht nur Platz im Schrank, sondern auch unnötig Ressourcen.

Weitere Informationen:
Verbraucher*innen können ihr gesetzliches Auskunftsrecht nutzen, ob besonders besorgniserregende Substanzen in einem Behälter vorhanden sind. Dazu kann einfach eine Giftfrage an den Hersteller mit der kostenlosen ToxFox-App des BUND gestellt werden. Der Hersteller muss zum Beispiel mitteilen, wenn bestimmte giftige Phthalat-Weichmacher oder Bisphenol A enthalten sind. Mehr dazu unter: www.bund.net/toxfox

Aus Sicht des BUND empfohlene Behälter:
  • Edelstahlboxen
  • Glasdosen
  • Hartplastik aus Polypropylen, Polyethylen und Polymilchsäure (PLA), wenn die Behälter unbeschädigt sind.

Weniger empfohlen:
  • Aluminiumbehälter, nicht nutzen für saure oder salzige Speisen

Nicht empfohlen:
  • „Bambus“-Becher, häufig größtenteils aus Melamin bestehend
  • Melamin-Behälter   


LKA-RP: Neue Betrugsmasche per SMS
Landeskriminalamt und Verbraucherzentrale warnen vor "Voicemail"-Nachrichten

(ots) - Mit einer knappen Nachricht wollen Kriminelle per SMS Kasse machen oder schädliche Apps verteilen. Wer die SMS "Neue Voicemail" mit einem Link dahinter erhält, sollte vorsichtig sein.
Bei unbekannten Nummern gilt es, sich zunächst zu informieren, ob man der Aufforderung gefahrlos nachkommen kann.
Links in SMS von unbekannten Nummern sollten auf keinen Fall angeklickt und Apps aus unbekannten Quellen nicht installiert werden.

Nach der Betrugsmasche mit Paketdienst-SMS ist eine neue Variante im Umlauf. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten von einer unbekannten Mobilfunknummer eine SMS mit dem Text "Neue Voicemail" und einem Link. Die SMS erweckt den Eindruck, eine Sprachnachricht sei auf der Mailbox. Doch hier ist Vorsicht geboten, warnen Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt.

Durch Anklicken des Links wird man nicht auf die eigene Mailbox weitergeleitet, sondern aufgefordert, eine App zu installieren. Genau wie bei den vermeintlichen Paketdienst-SMS installiert sich auch bei dieser Masche eine Schadsoftware, die eigenständig hunderte SMS verschickt und dadurch hohe Kosten verursacht.

Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geben in ihrer Reihe "Genug Betrug" Tipps, wie man sich vor dieser Masche schützen kann:

  • Bei unbekannten Rufnummern sollte zunächst überprüft werden, ob es sich tatsächlich um die Nummer der Mailbox handelt. Wer seine Mailbox-Nummer nicht kennt, sollte sich beim Mobilfunkanbieter nach dieser erkundigen.
  • Auf Links von unbekannten Quellen sollte niemals geklickt werden. Um die eigene Mailbox abzuhören, muss diese angerufen werden. Bei manchen Smartphone-Modellen kann die Mailbox durch langes Drücken der Taste 1 erreicht werden.
  • Apps von unbekannten Quellen sollten niemals auf dem Smartphone installiert werden.
  • Die Rufnummer des Absenders kann gesperrt werden. Allerdings schützt das nicht vor weiteren ähnlichen Nachrichten, denn die Nummern wechseln ständig.
  • Betriebssysteme, Apps und Virenschutz müssen durch Updates immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
  • Bei Android-Smartphones sollte die Möglichkeit, Apps aus unbekannten Quellen installieren zu können, deaktiviert werden.
  • Für Android User besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Rufnummer als Spam an Google zu melden. Hierdurch können auffällige Telefonnummern zukünftig von Android bei anderen Nutzern direkt als Spam gekennzeichnet werden. Auch dies schützt nicht vor ähnlichen Angriffen, hilft aber das Risiko für andere zu verringern.

Weitere Informationen sind zu finden auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale unter
www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/neue-voicemail-betrugsversuch-per-sms-61763
und der Polizei unter
www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/was-ist-smishing

Individuelle Beratung rund um das Thema bieten die örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung
www.verbraucherzentrale-rlp.de/onlinetermine-rlp.


Mietkauf: Immobilie mieten und kaufen in einem
Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist bei vielen Menschen groß. Doch die besonders in den Ballungsräumen hohen Immobilienpreise machen eine Realisierung dieses Traumes oft schwer. Eine wenig bekannte Möglichkeit, Eigentum zu erwerben, ist der Mietkauf einer Immobilie. Was man darunter versteht, welche Varianten es gibt und was die wichtigsten Vor- und Nachteile sind, weiß Andreas Wagner, Finanzexperte der IDEAL Versicherung.

Was ist ein Mietkauf?
Bei einem sogenannten Mietkauf vereinbaren Mieter und Vermieter, dass der Mieter die Wohnung oder das Haus später erwerben wird. Daher wird zusätzlich zum Mietvertrag noch ein Kaufvertrag abgeschlossen. „Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Kaufpreis festgelegt“, ergänzt Andreas Wagner. Mit einem Teil der monatlichen Miete trägt der Mieter dann den Kaufpreis ab – dies ist der sogenannte Ansparbetrag. Den Rest behält der Vermieter als Mietzins. Dadurch ist die Miete bei einem Mietkauf in der Regel höher als bei einem normalen Mietverhältnis. Zudem wird bei der Vereinbarung des Mietkaufs meist eine Anzahlung von 20 Prozent des Kaufpreises fällig. Fehlt dem zukünftigen Käufer das Eigenkapital, kann er es über einen erhöhten Ansparbetrag in der monatlichen Miete abzahlen. Bis aus dem Mieter ein Immobilienbesitzer wird, vergehen für gewöhnlich zehn bis 25 Jahre. „Ist nach Abschluss der vereinbarten Mietzeit noch eine Restschuld vorhanden, die der Mietkäufer nicht sofort aufbringen kann, kann er sie beispielsweise über ein Darlehen abzahlen“, so der Finanzexperte der IDEAL Versicherung.

Unterschied Mietkauf und Optionskauf
Bei einem klassischen Mietkauf muss sich der Mieter bereits bei Unterzeichnung des Mietvertrages festlegen, dass er die Immobile zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem festgelegten Kaufpreis erwerben möchte. Wer sich den Kauf offenhalten möchte, findet meist bei Immobilien von Wohngenossenschaften den sogenannten Optionskauf, eine besondere Form des Mietkaufs: „Hier hat der Mieter die Option, die Wohnung später zu kaufen“, informiert der IDEAL-Experte. Der Mieter muss sich also nicht bereits bei Unterzeichnung des Mietvertrages festlegen und kann auch darauf verzichten, diese Option später wahrzunehmen. Allerdings ist es unter Umständen auch bei einem klassischen Mietkauf möglich, notariell eine Rücktrittsoption festzulegen und dann die geleisteten Anzahlungen wieder zurückzubekommen.

Vor- und Nachteile des Mietkaufs
  Zunächst scheint ein Mietkauf eine gute Möglichkeit zu sein, mit der Mietzahlung eine eigene Immobilie zu erwerben. Dennoch sollten Interessierte einen genauen Blick auf die Vor- und Nachteile werfen: „Wer nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt und so mangels Eigenkapital Schwierigkeiten bei einem Immobilienerwerb hätte, dem bietet der Mietkauf eine gute Möglichkeit, langfristig an ein Eigenheim zu kommen“, so der Finanzexperte. Und da die monatlichen Raten über die gesamte Laufzeit des Mietkaufvertrages unverändert bleiben, sind die Belastungen für den Käufer frei von Zins- und Mietpreisentwicklungen. Diesen Vorteilen steht eine oft sehr langfristige finanzielle Verpflichtung gegenüber, die ein sicheres Einkommen des Mieters voraussetzt. Zudem können beim Mietkauf keine staatlichen Fördermittel eingesetzt werden, die beispielsweise jungen Familien sonst für eine Immobilienfinanzierung zur Verfügung stehen. Der IDEAL-Experte rät Mietkaufinteressenten daher, vorab zu prüfen, ob nicht doch eine klassische Immobilienfinanzierung möglich ist und staatliche Zuschüsse genutzt werden können: „Denn unterm Strich ist ein Mietkauf teurer als ein Immobilienkauf.“ Ebenso wichtig ist eine frühzeitige Beratung beispielsweise durch eine Verbraucherzentrale oder einen Finanzexperten, der den Mietkauf begleitet. Denn damit ein Mietkauf sich für die künftigen Immobilienbesitzer wirklich lohnt, sind aus rechtlicher, finanzieller und steuerrechtlicher Sicht viele Punkte zu berücksichtigen.


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