Ausstellungen - Gaadefelder InfoBrief

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Ausstellungen
17.10. – 02.12.2021 - Ausstellung in den Schaufenstern des Allianzhauses, Große Bleiche 60-62
Die Vitrine -  Kunst im Glas
Texturen
Ausstellende Künstler*innen: Comode.478, Ludger Kleiter, Ellen Löchner, Winfried Mörmann, Carola Schmitt, Richard Seelbach



Die Arbeiten sind jederzeit von außen zu betrachten. Es gelten die aktuellen Hygieneverordnungen.

Die Vernissage findet vor den Fenstern der Vitrine am Sonntag, den 17. Oktober, um 17 Uhr statt.
Eröffnet wird die Ausstellung durch Janboris Rätz, Moderator der SWR-Landesnachrichten.

Künstlergespräch am Sonntag, den 14. November, um 17 Uhr.

Für Schulklassen oder Kunst-Leistungskurse bieten wir gerne Führungen an.
17. Oktober bis 2. Dezember 2021
06.11.2021, 15:00 Uhr - Atelier, Heidelbergerfaßgasse 14
„Kopf auf Kipp“ - Malerei und Lyrik von Astrid Eisinger und Nora Liebmann
Vernissage
18:00 Uhr - Performance

Werke, die in einem wechselseitigen, künstlerischen Prozess entstanden sind. Aus Versen entwickelten sich Ideen für Bilder und aus Bildern neue Gedichte.

Entstanden ist ein Großteil der Arbeiten in der Corona-Zeit. Eine Zeit, geprägt von Rückzug und Beschränkungen. Eine Zeit, in der sich aus fehlenden Möglichkeiten Routinen und Raster entwickelten. In der sich die Kommunikation meist ins Digitale verlagerte, auch hier in vorgegebenen Räumen und Grenzen.

Astrid Eisinger hat Gemälde aus Strukturen erarbeitet und die „Wohnschachteln", in die wir zeitweise eingeschlossen waren, explodieren lassen. Nora Liebmann hat das Kopfgeschnetzelte in eine eigene Form gebracht: Gedichte, im Handsatz gestaltet im Druckladen des Gutenberg-Museums. Analog angerichtet.  

Weitere Öffnungszeiten der Ausstellung: 7.11., 13.11. und 14.11., jeweils 13-18 Uhr.

Literatur aus dem weiten Land im Norden
Gegenwartsliteratur aus Kanada in der Bibliothek

(rap) Kanada ist Ehrengast-Land der in Kürze startenden Frankfurter Buchmesse 2021. Aus diesem Anlass präsentiert die Öffentliche Bücherei – Anna Seghers in Mainz vom 01. bis zum 30. Oktober 2021 einen Büchertisch mit kanadischer Literatur der Gegenwart. Der Buchmesse- Auftritt des Gastlandes steht unter dem Motto „Eine einzigartige Vielfalt“.

Viele Gesichter hat das zweitgrößte Land der Erde tatsächlich: Eine ausgedehnte Wildnis und unzählige Seen auf 90 Prozent unbewohnter Fläche, aber auch weltoffene Millionenstädte machen Kanada zum beliebten Urlaubs- und Einwanderungsland. Vielfältig wie das Land stellt sich auch die Literatur aus Kanada dar: Das zweisprachige Land mit seinen englischen und französischen Traditionen hat auch eine alte indigene Kultur vorzuweisen. Preisgekrönte Literatur aus Kanada: Da sind vor allem Alice Munroe, die den Literaturnobelpreis zum ersten Mal nach Kanada holte, und Margaret Atwood, die neben 2 Booker-Preisen den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt.

Spannende Unterhaltung verspricht die vielteilige Krimi-Reihe von Luise Penny um Inspektor Gamache aus den kanadischen Wäldern, deren Bände regelmäßig die Bestseller-Listen stürmen. Auf dem Büchertisch finden sich aber auch die verfilmten Werke von Yann Martel („Schiffbruch mit Tiger“) und Michael Ondaatje („Der englische Patient“).
In vielen Kurzgeschichten spiegelt sich die Tradition der angloamerikanischen Short Story wider. Zu den frankophonen Schriftsteller:innen zählt beispielsweise Marie-Claire Blais.
Vertreten sind auch die Songbooks von Leonard Cohen, des berühmten kanadischen Songwriters, der ursprünglich als Schriftsteller begann und durch die Vertonung seiner Lyrik weltweit bekannt wurde.

Für alle, die von der Lektüre kanadischer Literatur neugierig auf das Traumziel Kanada werden, steht zusätzlich zur Belletristik-Auswahl ein Display mit Sachbüchern über das Land bereit.
Ein Besuch lohnt sich!

Öffentliche Bücherei – Anna Seghers
Bonifaziustürme
Anna-Seghers-Platz

Gegenwartsliteratur aus Kanada vom 01. - 30. 0ktober 2021

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 10.00 - 18.00 Uhr,
Donnerstag: 10.00 - 19.00 Uhr,
Samstag. 10.00 - 13.00 Uhr.

(Auf die Beachtung der allgemeinen Corona-Schutz-Maßnahmen wird hingewiesen.)

Eins Komma Fünf
Ausstellung vom 10.10.2021 - 09.01.2022

Army of Love
Lucy Beech & Edward Thomasson
Eva Grubinger
Hanne Lippard
Taus Makhacheva
Haroon Mirza
Agnieszka Polska
Anri Sala
Franz Erhard Walther

(Bildnachweis: Ingo Niermann für die Army of Love: Safe Touch, 2020, HD Video, 5 Min., © VG Bildkunst, Bonn)

„Der Zwischenraum ist etwas Erstes und Drittes zugleich. Etwas Erstes, weil er der Anfang einer Begegnung sein kann und etwas Drittes, weil er das Ergebnis einer Begegnung sein kann.“ (Franz Xaver Beier: Raum, 2013, S. 57/58)

Die Ausstellung "Eins Komma Fünf" widmet sich dem Abstand und dessen Janusköpfigkeit. Sie beleuchtet Formen der Verbundenheit über die Distanz hinweg und das, was letztere verändert. Physische Distanz zu anderen Personen zu halten, Menschenansammlungen zu meiden, die Reduktion von Kontakten – Abstand und Isolation (die Trennung von Populationen) versprechen in Zeiten der Pandemie persönliche Gesundheit und die allgemeine Eindämmung der Virusverbreitung. Die Vereinzelung wird zu einem heilsamen wie solidarischen Akt. Einsamkeit stellt die neue Sicherheit dar – zumindest in körperlicher Hinsicht.

Das Verhältnis von Nähe und Abstand, der Umgang mit Distanzen prägt unser gesamtes Dasein. Der Mensch ist ein Wesen, das durch und mit Berührungen lebt. Sie führen uns in die Welt des Körperlichen. Das kindliche Immunsystem baut sich durch selbige überhaupt erst auf. Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir ein Gespür dafür, welche Nähe schädlich, unangenehm, angemessen oder angenehm ist. Wir halten uns von Feuer fern, bewegen uns auf Abstand zur Straße, gehen manchen Menschen aus dem Weg.

All diese Beispiele bilden erlernte Techniken, die uns vor Gefahren schützen. Während einer Pandemie reicht das Abstandgebot jedoch weiter als 1,5 Meter: „Bleiben Sie zu Hause!“ Das bedeutet: Isolieren Sie sich, vermeiden Sie jeglichen physischen Kontakt, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Hören Sie auf, Ihr Leben in sozialer Gemeinschaft zu vollziehen.

Der dauerhafte Verzicht auf Nähe lässt menschliche Bedürfnisse verkümmern; fehlende Stimuli machen das Denken eng. Was bedeutet es für eine Gesellschaft kontaktlos zu funktionieren? Wie entwickeln sich unsere Körper, unsere Gefühle und Ideen, wenn ihnen Bewegung, Begegnung und Austausch genommen werden? Was passiert mit der Kunst, wenn sie sich ausschließlich im Digitalen entfaltet, wenn wir sie nur noch eingeschränkt sinnlich wahrnehmen, nicht mehr erleben dürfen? Eine künstlerische Arbeit, zu der man sich nicht körperlich in Beziehung setzen, in Nähe oder Abstand bringen darf, die man nicht mittels Fühlen, Riechen oder gar Schmecken, in Bewegung und gepaart mit der eigenen Selbstwahrnehmung erschließen kann, ist ein anderes Kunstwerk, berührt (bestenfalls) anders.

"Eins Komma Fünf" beleuchtet unterschiedliche Formen des Abstands und der Verbundenheit über Distanzen hinweg. Internationale Gegenwartskünstler*innen fokussieren Versuchsanordnungen, beobachten und kreieren Ereignisse, in denen sich die Fragilität des Verhältnisses von Abstand und Nähe abzeichnet.

Jeder Mensch bewegt sich in einem dynamischen System, auf einer Achse zwischen zwei Polen. Diese Achse heißt Abstand. Die Pole, zwischen die diese Achse eingespannt ist, nennen sich Berührung und Kontaktlosigkeit – Isolation. Je nach Situation nähert man sich dem einen oder anderen Pol, geht kurzfristig in ihm auf, um dann wieder fort zu streben und um die Achse des Abstands zu rotieren.

Die Ausstellung "Eins Komma Fünf" wird durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz gefördert.

Lena Mai Merle „Animal Crossing“
Ausstellung vom 18.09. bis 23.10.2021 in der EMDE Gallery, Richard-Wagner-Straße 13

Die Frage nach dem Ding – von Birte Fritsch (Kuratorin im Museum Zentrum für verfolgte Künste)

Den Eintritt in die Ausstellung markiert ein großformatiges Portalbild:  „Mein Gesicht, ein Pauschalist“. Es referiert auf sogenannte Facefilter in Apps, die hier im Raum schwebend angeordnet sind. Facefilter,  die eigentlich immer dann aufploppen, wenn ein Gesicht vor der Kamera  auszumachen ist, das heißt, wenn ein Algorithmus Merkmale erkennt, die  in Summe ein Gesicht ergeben – nur um ihm anschließend neue Merkmale  überzustülpen, die es maskieren oder zumindest kaschieren, die in Summe  Nullen und Einsen sind.
Sie sind Teil einer Augmented Reality,  die uns alle seit Jahren umschwebt, sind Maske und Maskerade, Teil  einer Jahrtausende alten Tradition und Pixel in der Gegenwart. Hier  begegnen wir ihnen gelöst vom Gesicht, bezeichnenderweise in einem  Format, das den Displays unserer Endgeräte in seinen Verhältnissen  entspricht. Ihrer Verwendung in der digitalen Welt ist hier die  Repräsentationsebene entzogen, wir begegnen ihnen als Entitäten, als  Realität(en) einer neuen Repräsentation, angeordnet um ein  verheißungsvolles Licht, einen Fixpunkt im All, im absoluten Vakuum. Das  also ist die Schwelle ins Werk von Lena Mai Merle.


Eleutheria – Raum für Kunst von Frauen*
Ausstellung vom 22.09.2021 bis 18.02.2022
im Treppenhaus der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz, Rheinallee 3 B

Die Geschichte der Kunst war lange Zeit eine Geschichte der Männer. Tatsächlich wurden Frauen erst 1920 in Deutschland offiziell zum Kunststudium zugelassen. Da verwundert es kaum, dass bis heute nur wenige Frauen als freie Künstlerinnen arbeiten. Auch werden nach wie vor nur wenige künstlerische Arbeiten von Frauen gezeigt und in den Medien besprochen.

Diese Tatsache nimmt die Wissenschaftliche Stadtbibliothek zum Anlass für ihre neue Ausstellung Eleutheria – Raum für Kunst von Frauen*. Kuratiert wurde die Ausstellung erneut von Katharina Pischedda.

Aussteller:
  • Eva Achternkamp  
  • Sahar Baharymoghaddam  
  • Amrei Blomeyer  
  • Laila Böcker  
  • Samira Delzendeh  
  • Lucie Langston  
  • Franziska Nebel  
  • Sanja Prautzsch  
  • Pauline Schmitt  
  • Viktoria Stampfer  
  • Beyza Tolgay  
  • Michaela Winter  
  • Jackie Jakyung Youn  

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag & Mittwoch 10-18 Uhr / Freitag 10-13 Uhr
Eintritt frei

Magenza, Wurzeln in die Zukunft
Ausstellung vom 19. Juli 2021 - 31. Dezember 2022

Die Jüdische Gemeinde Mainz ist "der Schild und Panzer aller Gemeinden, deren Ruf in allen Ländern verbreitet ist … An einem Orte vereinigt: Thora, Größe, Reichtum, Ehre, Weisheit, Demut, Wohltätigkeit …" (Salomo ben Simon, 12. Jh.)

Die jetzige Jüdische Gemeinde Mainz K.d.ö.R. gründete sich im November 1945. Sie blickt mittlerweile auf 1000 Jahre jüdische Geschichte in Mainz zurück.
In der Neuen Synagoge Mainz – seit mehr als zehn Jahren in das Mainzer Stadtbild als architektonisches Juwel eingebettet  – ist von nun an eine dauerhaft installierte Ausstellung zu sehen, die diese Geschichte, aber auch die Gegenwart und Wünsche für die Zukunft vorstellt.


Die Ausstellung "Magenza – Wurzeln in die Zukunft" lässt über Fotos, Dokumente und Objekte ein Panorama entstehen, das Gesichter und Geschichten präsentiert, Einblicke in das rege Gemeindeleben der vergangenen Jahrhunderte bietet und Verortungen jüdischer Vereine, Zeitungen oder Logen ermöglicht. Das pluralistische jüdische Leben in Mainz steht hierbei im Mittelpunkt. Die Shoah wird anhand von sechs Biografien bzw. Familiengeschichten erzählt. Zitate aus verschiedenen Jahrhunderten erzählen von Verwurzelung und Ankunft, von Mainzer Lokalpatriotismus im 19. und 20. Jh. und der Zukunft, auf die die Gemeinde baut. In vier Stationen und der Abteilung zur Shoah wird diese Zeitreise ermöglicht.

Die Ausstellung
Konzept, Recherche, Gestaltung und Umsetzung: Dr. Susanne Urban, Günter Illner (con©eptdesign)
Beratung: Anna Kischner, Joanna Wróblewska-Nell, Dr. Peter Waldmann
Eine Ausstellung der Jüdischen Gemeinde Mainz mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland Pfalz.

Hinweis
Besichtigung der Ausstellung nur nach Voranmeldung: info@jgmainz.de

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