Ausstellungen - Gaadefelder InfoBrief

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Ausstellungen
Ohne Wald - von der Wichtigkeit unserer Wälder
Ausstellung vom 5. Juli bis zum 27. August 2022 in den Räumen der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers

Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 6. Juli 2022 um 17.00 Uhr
Kulturdezernentin Marianne Grosse eröffnet die Ausstellung zusammen mit Förster Stefan Dorschel, und Christoph von Eisenhart Rothe von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Was wäre, wenn wir ohne Wald leben müssten? Die interaktive Ausstellung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Landesverband Hessen, sensibilisiert für Vielfalt, Funktionen, aber auch Gefährdungen unserer Wälder und lädt ein zum Schauen, Erfahren und Ausprobieren.

Ein weiteres Thema ist der Forst vor unserer Haustür, der Lennebergwald. Revierförster Stefan Dorschel informiert über den besonderen Wert dieses Waldes für die Region, aber auch über die Notwendigkeit, ihn klimastabiler zu gestalten.

Eine große Medienausstellung gibt allen Interessierten Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen.
Doch auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen: Die Bücherei hat ein Wissensquiz für Kinder und eines für  Erwachsene erarbeitet, das sich mithilfe der Informationen aus der Ausstellung leicht lösen lässt.

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie in einem Flyer (PDF)


„Ohne Wald“ - das Quiz
Das Wissens-Quiz zur Wald-Ausstellung gibt es in zwei Varianten:
  • für Kinder von 8 bis 11 Jahren
  • für Jugendliche und Erwachsene

Mit den Informationen aus der Ausstellung lassen sich die Fragen leicht beantworten.
Mitmachen lohnt sich:
Auf die Gewinne:rinnen warten wieder attraktive Preise!

Die Quiz-Unterlagen stehen in der Zentralbibliothek, den Stadtteilbüchereien oder hier als PDFs zum Download zur Verfügung:  Für Kinder  -  Für Jugendliche und Erwachsene

Einsendeschluss ist der 27. August 2022.

Homosphäre
10.06. – 25.09.2022

James Bridle
Julian Charrière
Don’t Follow the Wind
Forensic Architecture
Hemauer/Keller
Almut Linde
Cristina Lucas
Rabih Mroué
Carsten Nicolai
Walid Raad
Oliver Ressler
Tomás Saraceno
Susan Schuppli
Tétshim & Frank Mukunday

Der Mensch bewegt sich innerhalb der Homosphäre, dem Luftraum. Hierbei handelt es sich um den bodennahen Bereich der Erdatmosphäre, in dem die Zusammensetzung der Luft nahezu konstant ist. Er umschließt den gesamten Erdball und wird durch das Weltall begrenzt. Der Luftraum ist konturlos. Er bildet eine Zone mit latenten, doch existierenden Grenzen, besteht aus unsichtbaren Gasen, aus mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Elementen. Erst wenn er von Objekten wie Flugzeugen oder Drohnen durchquert, wenn er von riech- oder sichtbaren Stoffen verunreinigt wird, begreifen wir, dass der Luftraum uns ebenso betrifft, wie der Erdboden, auf dem wir wandeln.

Durch ihn werden wir Menschen in direkte Verbindung zueinander versetzt. Das, was sich in unserer direkten Umgebung befindet, atmen wir ein, nehmen wir aktiv in den Körper auf – frische, saubere Luft, aber weitaus häufiger belastete Gasgemische. Alles, was ihn durchquert, kann unseren Körper treffen, verletzen, verwunden. Aber umgekehrt nimmt auch der Mensch direkten Einfluss auf den Luftraum. Denn letzterer bildet die Transitzone für Stoffe, Bewegungen, Subjekte wie Objekte. Was wir an den uns umgebenden Raum abgeben, kann sich schädlich auf selbigen auswirken. Kurz: Der Luftraum und wir befinden uns in einer wechselseitigen Beziehung; wir teilen, was wir ausstoßen, transportieren, verbreiten.

Dennoch läuft die menschliche Auseinandersetzung mit dem Luftraum oft unbewusst oder passiv ab. Seitdem durch die Covid19-Pandemie Aerosole das tägliche Miteinander bestimmen, seit im Ukrainekrieg der Appell laut wurde, den Luftraum zu schließen, seit die Angst vor dem Einsatz von Giftgas oder Atomwaffen erneut um sich greift, ist unsere Wahrnehmung des Luftraumes und seiner Relevanz allerdings extrem geschärft. Tatsächlich transportiert er nicht nur Viren, sondern trägt und verteilt auch Staub, Zigarettenrauch, Qualm, Gase oder Munition.

Alles Genannte macht etwas sehr Spezifisches am Luftraum deutlich: Es handelt sich um einen fluiden Raum, einen in letzter Konsequenz unkontrollierbaren Raum, der sich für das bloße Auge nicht erkennbar ausdehnt, keine klaren Konturen oder Grenzen besitzt, in hoher Geschwindigkeit durchquerbar ist und alle Menschen nahezu vollumfänglich umgibt.

Gerade das macht ihn so verletzlich und gleichzeitig brandgefährlich. Denn Sichtbarkeit ist für das menschliche Wahrnehmungs-, aber auch das Urteilsvermögen grundlegend und mittels Begrenzungen schützen wir uns. Der gesamte menschliche Organismus basiert auf dem sensiblen Gleichgewicht von Durchlässigkeit und Undurchlässigkeiten. Mit anderen Worten: Oft wissen wir erst in dem Moment, in dem unser Körper reagiert, ob sich etwas bzw. in einigen Fällen was sich durch den Luftraum bewegt und schließlich Eintritt verschafft hat. Sei dies Kohlendioxid, das wir einatmen, sei es das von Sicherheitskräften versprühte Tränengas oder ein virengetränktes Aerosol. Im Luftraum spielt sich viel mehr ab, als der Mensch wahrnimmt, denkt oder gar befürchtet.

Homosphäre widmet sich dieser allgegenwärtigen, unsichtbaren Sphäre und liest sie als Bereich des Unbekannten, des Unvorhergesehen, der oftmals klandestinen Angriffe auf den menschlichen Organismus, den Menschen, Gesellschaft und Natur und damit als einen potenziellen Gefahrenraum innerhalb des Systems Erde.

Die Ausstellung wird durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration gefördert

Götz Diergarten: typisch typologisch
Ausstellung vom 13.05. - 02.07.2022
Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Freitag von 11-18 Uhr, Samstag von 11-15 Uhr oder nach Vereinbarung.

Die Emde Gallery freut sich sehr, die Ausstellung „typisch typologisch“ mit Fotografien von Götz Diergarten zu präsentieren.

Götz Diergarten - einer der letzten und jüngsten Absolventen der berühmten Klasse von Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie – zählt zu den wichtigsten deutschen Fotokünstlern. In der Emde Gallery wird er ausgewählte Arbeiten unterschiedlicher Werkgruppen präsentieren, die einen Querschnitt durch seine inzwischen fast drei Jahrzehnte andauernde Auseinandersetzung mit dem fotografischen Bild bieten.

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