Seite 1 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

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Toyah Hosni ‒ die neue Quartiermanagerin
... im Team mit Johanna Fuchs

(ab) „Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, ist die nach der Herkunft meines Namens“, erzählt die neue Quartiermanagerin schmunzelnd. „Den Vornamen Toyah, der meines Wissens nach aus dem südamerikanischen Sprachraum stammt, gaben mir meine kosmopolitischen Eltern, und Hosni ist mein Ehename.“ Ihr gefällt, wenn etwas außergewöhnlich ist. So bleibe es leichter in Erinnerung, äußert sie freimütig.

Seit dem 15. Februar ‒ „Rosenmontag 2021“, ergänzt Toyah Hosni ‒ steht sie ihrer Kollegin Johanna Fuchs im bevölkerungsreichsten Stadtteil von Mainz zur Seite. Gelockt hat sie an der Arbeit im Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“, dass sie hier all ihre bisherigen beruflichen Tätigkeiten mit einbringen kann. Sie hat in Mainz ihren Master in Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt „Lebenslanges Lernen und Medienbildung“ gemacht und sich das Geld dafür als Flugbegleiterin verdient.

Ihre erste Stelle hat sie in Teilzeit in einem Jugendzentrum in Mombach angetreten. Danach leitete sie im Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft drei Jahre lang ein Schulprojekt für zugewanderte und geflüchtete Jugendliche. „Jede dieser Tätigkeiten war ein Schritt in meinem Leben, der für den nächsten Abschnitt wichtig war“, konstatiert die 28-Jährige. „Auch meine Erfahrungen als Helferin bei den jährlichen Mainzer Open-Ohr-Festivals kann ich in meine neue Stelle einbringen.“
Mit Elan gemeinsam in die Zukunft
Toyah Hosni arbeitet am liebsten im Team. Da ist sie am produktivsten und am kreativsten, erklärt sie. Sie freut sich, wie gut Johanna Fuchs und sie sich ergänzen, auch wenn sie ganz unterschiedliche Charaktere sind. „Durch die Arbeitsteilung mit meiner neuen Kollegin kann nun mehr Präsenz in unserem Stadtteil gezeigt werden. Auch Ideen und Aktionen der Sozialen Stadt, die auf Grund der Arbeitsüberlastung in letzter Zeit zurückgestellt werden mussten, können wir jetzt angehen und umsetzen“, freut sich Johanna Fuchs. Sie ist primär für Bauprojekte und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Toyah Hosni sieht als Medienpädagogin ihren Schwerpunkt im Bereich Soziales, Digitalisierung und Netzwerk-Arbeit. Sie schätzt die Gestaltungsmöglichkeiten, die ihr die neue Stelle verspricht. „Lokale Akteurinnen und Akteure zu fördern, visionäre Pläne zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln, das begeistert mich.“ Wichtig ist ihr jedoch nicht allein das Miteinander der Menschen im Quartier, sondern ebenfalls der Teamgedanke der vier Mainzer Quartiermanagerinnen. „Ich lasse mich einfach mal überraschen, was möglich ist. Das ist das Beste“, sagt sie mit einem strahlenden Lächeln.


NEUSPEKTIVEN für die Neustadt
Am 15. August 2021 plant der Verein „KULTURBÄCKEREI ‒ Initiative für ein Soziokulturelles Zentrum in der Mainzer Neustadt“ von 15 bis 21 Uhr auf dem Goetheplatz die Veranstaltung NEUSPEKTIVEN durchzuführen. Ein Installationsprojekt mit Festcharakter: Interkulturell, performativ und partizipativ wird es zugehen! Rund um eine lange Tafel, die alte und junge Besucher:innen zum Verweilen einlädt, werden diese mit Künstler:innen und Vertreter:innen von Einrichtungen aus dem Stadtteil in Austausch und zum gemeinsamen Tun kommen. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein!
Weitere Informationen unter www.kulturbaeckerei-mainz.de.

NeustART mit Kunst im Stadtteilbüro
(rs) Im Stadtteilbüro wird’s bunt: Unter dem Motto „NeustART“ werden dort zukünftig Kunstausstellungen stattfinden. „Wir wollen den Austausch untereinander sowie die Kreativität in der Neustadt fördern“, beschreibt Quartiermanagerin Toyah Hosni das Projekt. Die Idee kam im Februar auf, als das Team mit Toyah Hosni endlich wieder komplett war und trotz der Pandemie wieder mehr Präsenz im Stadtteil zeigen wollte. Natürlich soll das Projekt auch auf Kunst aus der und über die Neustadt aufmerksam machen. Die neuen Räume in der Sömmerringstraße sollen als „bunter Fleck im Revier“ zum Ort der Begegnung werden. Ein „Neustart“ also sowohl für das Quartiermanagement wie auch die Kreativen und die Neustadt allgemein.

Den Anfang macht ab Juli Lena Blaha. Die ursprünglich aus der Ukraine stammende Künstlerin lebt in der Neustadt. Ihre Werke in Acryl, Resin und Aquarell porträtieren Menschen und Tiere oder zeigen Stadtansichten. „Meine Bilder entstehen aus Leidenschaft, Begeisterung, Momentaufnahmen und Begegnungen, die wir alle täglich erleben: die interessanten Gesichter, Beobachtungen und Perspektivwechsel durch meine Reisen!“ sagt Lena Blaha über ihre Werke. Ihre Studienreisen haben sie bisher unter anderem nach Italien, Indien und Sansibar geführt. „Meine Bilder spiegeln Orte wider, an denen ich mich aufgehalten habe oder immer wieder aufhalte. Italien, Afrika oder irgendwo dazwischen.“

Alle drei Monate sollen neue Künstlerinnen oder Künstler ihre Werke präsentieren. Wer sich für diese Gelegenheit interessiert, kann sich beim Quartiermanagement melden und etwas über sich und seine Kunst erzählen. Wenn es die aktuelle Lage zulässt, wird es Besuchstermine für Interessierte geben sowie eine kleine Ausstellungseröffnung; aktuelle Informationen dazu finden sich auf www.soziale-stadt-mainz.de.




2022 ‒ die Neustadt wird 150 Jahre alt
Die Planungen haben begonnen

(ab) 150 Jahre Mainz-Neustadt ‒ das ist ein Grund zum Feiern, auch wenn wir heute noch nicht wissen, was morgen sein wird. Zehn Kreative haben sich bisher zusammengefunden und entwickeln nun gemeinsam mit dem Ortsvorsteher Christoph Hand und den Quartiermanagerinnen Johanna Fuchs und Toyah Hosni ein Veranstaltungskonzept für das nächste Jahr. Neue Teammitglieder sind weiterhin herzlich willkommen.

„Von Neustädter:innen für Neustädter:innen“ ‒ unter diesem Motto stehen die Feiern im nächsten Jahr. Und wo immer Sie das Jubiläums-Logo, die Neustadt-Eule, entdecken, erfahren Sie, was aktuell an Events in unserem Viertel laufen wird. Höhepunkt soll ein Nachbarschaftsfest vom 23. bis 25. September sein. Schirmherr des 150. Neustadt-Geburtsjahres ist der Oberbürgermeister von Mainz, Michael Ebling.




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