Seite 2 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

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Be sexual“ – ein neues Label auf dem Modemarkt

(ab) Sascha Roth ist Student im Fach „Soziale Arbeit“ an der Katholischen Hochschule Mainz und seit vier Jahren ebenso überzeugter wie kreativer Neustädter. Im Sommer hat er aus seiner – wie er sagt – „Schnapsidee“, ein Start-up im Modebereich zu gründen, tatsächlich eine Marke gemacht: „Be sexual“ steht, mit feinstem Stick in Deutschland gefertigt, auf seinen T-Shirts. Sie bestehen aus 100 Prozent Biobaumwolle, tragen das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard), sind Fair Wear geprüft und PETA zertifiziert. Nachhaltigkeit, faire Arbeitsbedingungen und höchste Qualität sind also sein Anspruch.

„Be sexual“ – die Aufforderung will Sascha Roth verstanden wissen als „sei selbstbewusst, vertrau dir und deinem Geschlecht und sei, wer immer du sein willst“. Ein Thema, das ihm seit langem unter den Nägeln brennt. „Ich habe die Erfahrung gemacht“, so erklärt er, „dass in unserer Gesellschaft zu wenig über Sexualität gesprochen wird. Dabei ist sie für Menschen so wichtig wie essen und trinken. Mit dem Schriftzug ‚Be sexual‘ will ich dafür werben, mit mehr Offenheit und Respekt über Sexualität und Vielfalt zu sprechen.“ Ein i-Tüpfelchen setzt er zu seinem Appell noch humorvoll hinzu: Auf der Rückseite der Shirts steht innen jeweils ein gedrucktes Motto, wie z. B. „Ein Orgasmus am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“.

Akzeptanz und Wertschätzung
Sein nächstes Ziel ist, auch für die LGBT-Pride-Szene (Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen- und Transgender-Bewegung) ein Zeichen zu setzen. Neben dem Signet „Be sexual“ wird eine gestickte Regenbogen-Flagge erkennbar sein, Symbol für den selbstachtenden und stolzen Umgang mit der eigenen sexuellen Orientierung. Auch hier wird ergänzend ein Spruch auf der Innenseite zu lesen sein, z. B. „Woke up, gay again, so what.“ (sinngemäß: „Auf gewacht, wieder schwul, na und.“).  

Sein Credo, für das er die Gesellschaft sensibilisieren will, bedeutet letztendlich: „Be sexual and love diversity – Sei selbstbewusst und liebe die Diversität“. Und diese Diversität, diese Vielfalt, fordert er für alle Bereiche unseres (Zusammen-)Lebens ein.

Der Online-Verkauf der T-Shirts ist so gut angelaufen, dass Sascha Roth in sein „Be sexual clothing“-Sortiment für den Winter bereits Pullis und Mützen aufgenommen hat. Und das werden wohl nicht die einzigen Produkte bleiben, die er und sein Team für die Zukunft planen.  




    
Was ist los in der Neustadt?
Vor 20 Jahren ging mainz-neustadt.de an den Start



(ab) Thomas Renth ist Neustädter durch und durch, er kennt und liebt sein Viertel. Wenn es darum geht, auch anderen Menschen den größten und bevölkerungsreichsten Mainzer Stadtteil näher zu bringen, sind dem Einfallsreichtum des IT-Fachmanns keine Grenzen gesetzt. Vor 20 Jahren hatte er die Idee, im Internet eine spezielle Homepage für die Neustadt mit allgemeinen aktuellen Informationen zu schaffen. So entstand die Webseite mainz-neustadt.de.  

Wie viel Zeit und Energie es jedoch kosten würde, ehrenamtlich eine solche Informationsplattform zu schaffen und auf dem neuesten Stand zu halten, hatte Thomas Renth sich zunächst nicht vorgestellt. Alles fing klein an, mit Nachrichten von Schulen, Kirchen, Kindergärten. Die Nachfrage und die Angebote wuchsen, und „irgendwann ist die Arbeit immer mehr geworden“, erinnert sich der Redakteur. „Der größte Aufwand liegt darin, die Termine für all die Aktivitäten zu recherchieren, die in der Neustadt und um sie herum stattfinden: Konzerte, Ausstellungen, Stadtführungen, Gottesdienste, Events im großen und im kleinen Rahmen, die vielen Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Treffen von Vereinen und Initiativen. Immer mit dem Ziel, aktuell und bürgernah zu sein.“

Ein neues Design für die Webseite
Wie groß der Umfang der Seite ist, bekam in diesem Jahr auch die Webdesignerin Daria Veverka zu spüren. Sie hatte sich angeboten, den Internet-Auftritt von mainz-neustadt.de ehrenamtlich als Projektarbeit neu zu gestalten. Gemeinsam einigte sie sich mit Thomas Renth auf eine Plattform, die „responsiv“ ist. Das bedeutet, dass die Texte sich den Geräten anpassen und auf allen elektronischen Medien  



Das Steuer weitergeben
Thomas Renth freut sich über alle Rückmeldungen und Anregungen, die für ihn auch Ansporn und Motivation bedeuten. „Ich kann nicht immer vor Ort sein“, erläutert er, „und ich kann auch nicht alles wissen. Deshalb sind mir Hinweise ebenso wie Korrekturen seitens meiner Leserinnen und Leser sehr wichtig.“ Mit Blick auf seinen weiteren Einsatz für die digitalen Neustadt-Seiten sagt er: „Ich bin gerade 64 geworden. Irgendwann möchte ich das Steuer an eine Neustädterin oder einen Neustädter oder auch an ein ambitioniertes Neustadt-Team weitergeben. mainz-neustadt.de ist - wie die Mainzer Neustadt - offen für Neues: Inhalt und Design können so bleiben, wie sie derzeit gestalten sind, oder sie ändern sich. Alles ist möglich für Kreative!“


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