Seite 3 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

Direkt zum Seiteninhalt
Kreative Bürogemeinschaft mit Ausblick
Zwei Designer mit Erfahrung und Zeit auch für den kleinsten Kunden

(tl) Viele Male lief ich schon vorbei an dem großen Schaufenster des Eckhauses Gartenfeldstraße 8, dessen Front zur Adam-Karrillon-Straße hinausgeht. Einem Ladengeschäft ohne Werbung, oft relativ dunkel, unauffällig und ein wenig geheimnisvoll, aber dennoch präsent. Wer oder was verbirgt sich dahinter?

Etwas Licht ins Dunkel kam, als ich während der gelungenen Nachbarschaftsstraßenaktion im Sommer 2023 mit den dort wirkenden Menschen Peter Heinz und Patric Mekas in Kontakt kam. Designstudio und HeadQuarter.net, das blieb bei mir hängen. Ich möchte noch mehr wissen. Deshalb treffen wir uns bei ihnen zu einem Gespräch an einem grauen Oktobertag. Vom Inneren des Büros hat man einen wunderbaren Ausblick auf die helle Straße, die von Ginko-Bäumen gesäumt wird.  

„Warum präsentiert ihr euch so unauffällig?“, lautet gleich meine erste Frage.

Das Geheimnis wird gelüftet
„Es gibt wenig Laufkundschaft, doch das ist kein Problem“, erklärt Patric Mekas, „denn viele Kundinnen und Kunden kommen auf Empfehlung anderer zufriedener Auftraggeber und durch Mund-zu-Mund-Propaganda zu uns. Und weil unsere kreative Arbeit oft Ruhe und Konzentration erfordert, ist es deshalb auch Absicht, die Kundenkontakte eher nach Vereinbarung zu planen.“

Ich gewinne neue Einblicke. Ich lerne: Dies ist keine Agentur, sondern eine Bürogemeinschaft von zwei kreativen Köpfen; beide sind studierte Diplom-Designer. Die beiden Freunde lernten sich in den späten 1990er Jahren während ihres Studiums an der damaligen Fachhochschule Mainz kennen.

Ihre Arbeitsfelder sind: Corporate Design/Branding (Entwicklung von Logos, Signets und ganzheitlichen Gestaltungskonzepten/Erscheinungsbildern), Motion Graphics (Erstellen von grafischen Erklärvideos und Imagefilmen), Print Medien (Gestaltung von klassischen Geschäfts ausstattungen wie Visitenkarten, Brief bögen, Anzeigen, Kampagnen, Plakaten, Broschüren u.v.m.) sowie Web-Design (Gestaltung von Homepages).

Alte Hasen“ in ihrem Kiez
Bereits seit fünf Jahren ist Peter Heinz in der Gartenfeldstraße. „HeadQuarter“ hieß schon sein erstes Büro im ehemaligen Panzerwerk in Mainz-Mombach. Als Teil seiner Historie und beruflichen Identität behielt er diesen Namen bei. Vorher arbeitete als freier Mitarbeiter für diverse Agenturen in Frankfurt.

Patric Mekas ist nun schon seit bald 13 Jahren in dieser Bürogemeinschaft. Zunächst selbst als Unter mieter, dann über die Jahre mit verschiedenen „Mitbewohnerinnen“, bis er schließlich vor circa neun Jahren das ehemalige Ladengeschäft über nahm. Zuvor war er unter anderem in Hamburg und Frankfurt für Werbeagenturen und in der Digitalen Bildbearbeitung tätig. Heute teilen sich Peter Heinz und er das Büro und freuen sich über den Standort „in ihrem Kiez“.

Hier wirken also zwei eigenständige Freiberufler. Voneinander unabhängige Gestalter mit sich teilweise überschneidenden, teilweise unterschiedlichen Schwerpunkten. Sie haben jeweils ihren eigenen Kundenstamm und auch eigene Websites, in denen sich die gesamte Bandbreite und Vielfalt ihrer Möglichkeiten und Produkte eindrucksvoll widerspiegeln. Das hindert sie natürlich nicht daran, projektweise auch zusammenzuarbeiten und darüber hinaus mit einem Netzwerk kompetenter Fachkollegen, wenn es ein Auftrag erfordert.

Ebenso vielfältig wie ihre Kompetenzen sind auch ihre Auftraggeberinnen und Auftraggeber. Hier geht es vom „Handwerker von nebenan“ über Architekturbüros, Anwaltskanzleien, kulturelle, soziale und öffentliche Einrichtungen bis hin zu Banken und Versicherungen.

Peter Heinz schmunzelt: „Wir sind ‚alte Hasen‘ in unserem Gewerbe. Unsere Erfahrung reicht von unseren analogen Anfängen über den Start in die Digitalisierung unserer Branche bis hin zur heutigen Zeit, in der wir täglich dazulernen und die Technik uns neue Perspektiven eröffnet.“

Das Zwischenmenschliche ist uns wichtig“
Patric Mekas ergänzt: „Und uns ist das gute zwischenmenschliche Verhältnis zu unseren Kundinnen und Kunden sehr wichtig. Die besten Arbeiten entstehen, wenn mir der Kunde Vertrauen entgegenbringt, weil er weiß, dass ich weiß, was ich tue. Und weil er merkt, dass ich ihn ernst nehme. Daraus ergeben sich jahrelange, positive Kundenbindungen, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis.“ Beide sagen: „Wir freuen uns über jede Herausforderung und finden professionelle Lösungen zu einem angemessenen Preis.“

Mein persönliches Fazit: Schön, dass es dieses Angebot in der Mainzer Neustadt gibt.

Ab ins Ausland
Die internationalen Projekte der Mainzer Anne-Frank-Realschule plus


(pk) Wien, Barcelona, Nizza, Valencia – das sind nur einige der Ziele, die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften im Rahmen des „Erasmus+ Projektes” besuchen konnten.

Erasmus+: Was ist das denn?
Ziel des Programms der Europäischen Union ist es, junge Menschen für die Vielfalt Europas zu begeistern und den europäischen Bildungsraum gemeinsam zu nutzen und zu gestalten. Finanziert werden diese Auslandsaufenthalte durch Fördergelder der Europäischen Union.

Projektleiterin Bernadett Stumm berichtet: „Die Anne-Frank-Realschule plus ist eine Schwerpunktschule mitten in Mainz. Unsere Schulgemeinschaft ist gekennzeichnet durch eine heterogene Schülerschaft in jeglicher Hinsicht. Kinder und Jugendliche aus über vierzig verschiedenen Nationen, Schülerinnen und Schüler mit oder ohne Beeinträchtigung, neu zugewanderte Jugendliche, Geflüchtete und Jugendliche mit geringen Chancen lernen bei uns mit- und voneinander. Durch das Erasmus+ Projekt wird der europäische demokratische Gemeinschaftsgedanke gestärkt. Zudem haben bedürftige Jugendliche die Möglichkeit durch die EU-Finanzierung an den Projekten teilzunehmen.”

Erasmus+: Wie läuft das konkret?
„Die Projektanträge zu stellen, die Fahrten zu organisieren und die Abschlussberichte zu schreiben machen einen erheblichen Teil der Arbeit aus“, führt Bernadett Stumm an.

Zusammen mit ihrer Kollegin Cigdem Güven hat sie seit 2019 circa 200 Schülerinnen und Schülern und dreißig Lehrkräften einen Aufenthalt im Ausland ermöglicht. Dazu gehören für Lehrkräfte neben Hospitationen und Praktika an Schulen auch Fortbildungen mit anderen ausländischen Kolleginnen und Kollegen in Seminaren zu ausgewählten Themen.

In der Regel läuft eine Erasmusfahrt mit circa 30 Schülerinnen und Schülern wie folgt ab: Es wird Kontakt zu einer interessierten ausländischen Schule aufgenommen und sich auf gemeinsame pädagogische Projekte zu Themen wie Demokratie, Vielfalt oder Berufsorientierung geeinigt. Die Besuchergruppe ist während des einwöchigen Aufenthalts in Jugendherbergen oder Hotels untergebracht. Neben dem Besuch der Gastgeberschule stehen natürlich zahlreiche kulturelle Aktivitäten auf dem Programm.

Esma D., eine Schülerin, die auf den Fahrten nach Wien dabei gewesen ist, erinnert sich: „Ganz toll war das Zusammentreffen mit den Schülern und die Möglichkeit, deren Schule kennenzulernen.“

Erasmus+: Die Basis für ein tolles Erfahrungsspektrum
Cigdem Güven, die bereits an verschiedenen Erasmus+ Projekten teilgenommen hat, freut sich: „Unsere Teilnehmer kommen mit tollen Erlebnissen aus dem Ausland zurück. Die Projekte mit Schulgemeinschaften im Ausland tragen enorm zur ihrer Persönlichkeitsentwicklung bei. Hier konnten wir zum Glück das fortsetzen, was wir Anfang des letzten Jahrzehnts begonnen hatten: Den Jugendlichen wertvolle Erfahrungen auch außerhalb Deutschlands zu ermöglichen. Dazu gehören etwa das dreiwöchige Betriebspraktikum im englischen Worcester und die alljährliche einwöchige London-Fahrt mit circa 100 Teilnehmern.“

Für das Jahr 2024 sind aktuell zwei Gruppenfahrten nach Valencia in Planung.



Zurück zum Seiteninhalt