Seite 5 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

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Hahnenhof: Während des Shutdowns wurde investiert

(kl) Richtig hart getroffen hat die Corona-Pandemie die Gastronomie in der Mainzer Neustadt. Wochenlang durften nur Lieferservices und To-Go-Angebote offen bleiben. So auch beim Hahnenhof am Frauenlobplatz. Die Inhaber Tibor und Anja Jakus standen im März fassungslos da, als sie erst die Öffnungszeiten einschränken und schon wenige Tage später die Gaststube schließen mussten. Zwar konnten sie den Straßenverkauf und das Lieferangebot über Lieferando weiterführen, aber das Hauptgeschäft Restaurant war eben zu. Als dann Mitte Mai erstmals wieder geöffnet werden durfte, kamen die Neustädter erst noch zögerlich in die Restaurants – trotz strenger Hygiene- und Abstandsmaßnahmen, welche auch Tibor und Anja Jakus bei sich umsetzten. Mit den warmen Temperaturen wurde dann im Hahnenhof sehr schnell die Terrasse gut angenommen. Die Stadt Mainz ermöglichte den Gastronomen auf Initiative des Gewerbevereins Mainz-Neustadt eine Ausdehnung ihrer Außenbereiche. Auf gutes Wetter möchte sich das Gastroehepaar im Hahnenhof aber nicht verlassen und investierte in eine moderne Belüftungsanlage, welche die Luft im Innenraum nicht umwälzt, sondern absaugt und laufend austauscht. Anja Jakus glaubt, dass sich langfristig solche Investition in die Sicherheit der eigenen Gäste auszahlt: „Mit der neuen Belüftungsanlage und unseren Hygienemaßnahmen bieten wir den höchstmöglichen Schutz für unsere Kunden in Innenräumen. Das hat sich bereits herumgesprochen und der Innenraum füllt sich zusehends wieder mit Gästen.“

Hahnenhof Weinhaus & Restaurant
Wallaustraße 18
55118 Mainz
Tel.: 06131 2121150

    

Debeka-Servicebüro: Corona beeinflusste Umsätze kaum

(kl) Die Debeka-Gruppe betreibt nicht nur ihre Geschäftsstelle in der Großen Bleiche, sondern auch ein Servicebüro am Kaiser-Karl-Ring 2 in der Mainzer Neustadt. Organisationsleiter Michail Rjasanow und sein Team aus der Mainzer Neustadt hatten wegen der Verunsicherung der Menschen durch die Corona Pandemie erst einmal große Sorge gehabt, dass es auch die Versicherungsbranche hart treffen könnte. “Überraschend wenig hat Corona letztlich unsere Umsätze in Mainz beeinflusst”, zieht Rjasanow nach rund fünf Monaten ein erstes Fazit. Eine wesentliche Ursache sei seiner Ansicht nach, dass die Debeka einen Schwerpunkt bei den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes habe und diese keine oder kaum Einkommenseinbußen erlitten hätten. So gab es kaum Vertragsstornierungen in Mainz und das bei der Debeka wichtige Krankenversicherungsgeschäft sei unverändert weitergelaufen. Lediglich im Sachversicherungs geschäft, zu dem auch Kfz-Versicherungen gehö ren, habe es „eine Delle“ gegeben. Rjasanow ist sich aber sicher, dass die Kunden wegen den Terminvergabeschwierigkeiten bei der Mainzer Kfz-Zulassungsstelle und aus dem Wunsch heraus, die Zahl persönlicher Kontakte reduzieren zu wollen, ihre Wünsche nach Sachversicherungen nur „aufgeschoben, aber nicht aufgehoben haben“. Im täglichen Umgang mit den Kunden habe durch Corona die Beratung per Telefon und online ganz erheblich an Bedeutung gewonnen. Rjasanow und sein Team blicken zuversichtlich in die Zukunft. Bereits zum 1. September wird daher auch wieder eine Ausbildungsstelle angeboten.
Debeka-Servicebüro Mainz
Kaiser-Karl-Ring 2
55118 Mainz
Tel.: 06131 1441107

H. Jörg Weimer, Inh. Florian Weimer
Malermeister
Frauenlobstraße 41
55118 Mainz
Tel. 06131 674312

    
Corona-Boom bei Malermeister Florian Weimer

(kl) Die Corona-Pandemie hat viele Branchen hart getroffen, es gibt aber auch einige, die mehr Umsatz machen. Malermeister Florian Weimer aus der Frauenlobstraße schildert seine Erfahrungen aus den letzten Monaten: „Der Rückzug in die eigenen vier Wände hat dazu geführt, dass viele Menschen es sich zu Hause schöner machen wollen. Laufend erreichen mich Aufträge von Bewohnern der Mainzer Neustadt, die einen neuen Anstrich für ihre Wohnung wünschen. Viele Firmen lassen während der Kurzarbeit auch ihre Büros neu herrichten. Die Auftragsbücher sind so gut gefüllt wie schon seit Jahren nicht mehr.“ Da jetzt die ersten Neustädter wieder verreisen, nehmen viele auch gerne das Angebot seines Betriebes an, die Wohnungen während ihrer Abwesenheit renovieren zu lassen, um diese dann in frisch erstrahltem Glanz nach ihrem Urlaub wieder betreten zu können. Der 40-jährige Malermeister übernahm zum Jahreswechsel den 1908 gegründeten Familienbetrieb von seinem Vater Hans-Jörg Weimer. Dass er gleich im ersten Jahr als neuer Inhaber solch turbulente Zeiten erleben muss, hätte sich Florian Weimer nicht vorstellen können: „Zum Glück unterstützt mich mein Vater noch immer mit seinem Rat. Und dann ist da noch die große Solidarität innerhalb der Innung der Maler und Lackierer. Bei großen Aufträgen helfen wir uns gegenseitig aus, um alle Arbeiten fristgerecht erledigen zu können. Auch wenn die Auftragsbücher voll sind, haben die Kunden Anspruch auf eine zuverlässige und pünktliche Erledigung der Arbeiten.“

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