Seite 5 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

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Kaffeerösterei Müller als Unverpackt-Laden
Filialeröffnung in der Frauenlobstraße



(jm) Vor über zehn Jahren hat Inhaber Dominic Müller die Rösterei übernommen und das Angebot seitdem stetig erweitert. Besonders in der Altstadt war die Rösterei mit ihrem Kaffeeladen und ihrer Kaffeebar bereits länger vertreten. Viele Mainzer kennen sie außerdem durch ihre mobile Kaffeebar am Wochenmarkt. Hier hilft Dominic Müller auch gerne noch selbst mit. „Das lasse ich mir nicht nehmen“, berichtet er mit einer gehörigen Portion Stolz, als wir an einem Dienstag direkt nach dem Markt unser Interview beginnen. Anlass ist natürlich die Eröffnung der neuen Filiale in der Neustadt. Seit dem 24. September gibt es in der Frauenlobstraße die verschiedensten Sorten gerösteter Kaffees sowie Cappuccino, Latte Macchiato, Chai Latte und viele andere leckere Kaffeevarianten zu kaufen. „Die Neustadt war mir schon sehr lange ein Anliegen“, erzählt der gebürtige Mainzer. Er sieht besonders in der Vielseitigkeit der Neustadt ein großes Potenzial.

Regional und nachhaltig – ein Konzept für die Zukunft
Über den Erfolg des neuen Standorts kann Dominic Müller bereits einiges berichten: „Wir sind absolut zufrieden mit dem Start.“ Bis jetzt sei die Resonanz sehr positiv und die Kunden seien dem nachhaltigen Konzept gegenüber aufgeschlossen. Hier möchte die Filiale in der Neustadt mit ihrem Unverpackt­ und Recup-System anknüpfen und den Menschen die Möglichkeit geben, qualitativ hochwertigen Kaffee zu genießen und gleichzeitig dem Schutz von Umwelt und Ressourcen Rechnung zu tragen. Zwar seien die Kundinnen und Kunden in der Neustadt bereits für diese Themen sensibilisiert, deutschlandweit gäbe es aber noch Aufholbedarf. Dominic Müller hofft auf den bekannten Schmetterlingseffekt bei der schrittweisen wirtschaftlichen Umstellung auf nachhaltige Konzepte und ist stolz auf ein kürzliches Lob des Deutschen Kaffeeverbandes für den Beitrag der Mainzer Kaffeerösterei.

Sorgen über die aktuelle Wirtschaftslage und deren Auswirkungen
Seit Beginn der Pandemie, aber insbesondere seit dem dritten Quartal 2021, kommt es weltweit verstärkt zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Eine steigende Inflationsrate, logistische Probleme durch eine Knappheit an Containern, hohe Rohstoff­ und Energiepreise und klimatische Bedingungen im globalen Süden haben dazu geführt, dass auch auf der Kaffeebörse der Kurs enorm gestiegen ist. Das spüren auch regionale Unternehmen wie die Kaffeerösterei Müller. Seit er sich vor zehn Jahren selbstständig gemacht hat, waren die Herausforderungen noch nie so groß, erzählt der Geschäftsführer. Obwohl die aktuellen Bedingungen eine Preiserhöhung unumgänglich machen, ist der Kaffee hier immer noch günstiger als bei vergleichbaren bekannten Franchise-Ketten. Von Vergleichbarkeit kann aber eigentlich keine Rede sein, denn Dominic Müller legt besonders großen Wert auf den Status als regionale Qualitätsmanufaktur.

Und was kann die Kundschaft sonst noch erwarten?
Ein ganz besonderes Angebot der Kaffeerösterei Müller am Standort in der Neustadt sind die Kaffee- und Baristakurse, in welchen Kaffeeliebhaberinnen und Kaffeeliebhaber von Anbau über Produktion und Lagerung bis zur perfekten Temperatur zum Aufschäumen von Milch alles lernen können, was man über Kaffee wissen sollte. Tickets für die Schulungen können ab dem neuen Jahr auf der Homepage der Rösterei gebucht werden und finden voraussichtlich ein­ bis zweimal die Woche statt. Wer beim Kauf seinen eigenen Becher mitbringt, bekommt außerdem 10 Cent Rabatt auf sein Getränk und wer keine eigene Tasche mitbringt, kann durch den Erwerb einer Verkaufstüte sogar die Mainzer Krebshilfe unterstützen. „Und was ist ihr persönlicher Lieblingskaffee, Herr Müller?“ Der Geschäftsführer lacht und antwortet, dass Kaffee zu vielseitig sei, um das zu beantworten. Jeder Kaffee bleibe für ihn ein ganz individuelles Erlebnis.
Ein Traditionsbetrieb
Küchen-Seydlitz und Partner mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung

(rei) Küchenstudios sind häufig außerhalb der Stadt auf der grünen Wiese angesiedelt und nur mit dem Auto zu erreichen. Ganz anders ist das bei Küchen-Seydlitz und Partner: Hier ist das Geschäft direkt in der Mainzer Neustadt, Ecke Frauenlobstraße und Rheinallee. Die Wege sind kurz - kein Wunder also, dass viele Kundinnen und Kunden aus der Nachbarschaft kommen.

Zwei Familien - eine Leidenschaft
Werner Seydlitz und Klaus Schläfer haben im Jahr 1985 ihren Betrieb am heutigen Ort gegründet. Zuvor waren beide bei einem Küchenstudio in Mombach angestellt. Doch dann ergab sich die Möglichkeit, ein eigenes Geschäft in der Neustadt zu eröffnen, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Der Erfolg gab ihnen recht. Nach und nach konnten sie Räume nebenan dazu mieten und sich erweitern. Das Geschäft floriert bis heute. In dem Familienbetrieb hat ein Generationswechsel bereits stattgefunden: Dirk Schläfer ist als Geschäftsführer in die Fußstapfen seines Vaters getreten und führt jetzt gemeinsam mit Werner Seydlitz das Unternehmen.

Das Geheimnis des Erfolgs
„Wir sind hier alle wie eine große Familie“, sagt Dirk Schläfer. Viele Mitarbeitende sind seit Jahren im Unternehmen. Das sorgt nicht nur für Kontinuität, sondern zeigt auch die Leidenschaft und die Kompetenz, mit der alle an das Thema Kücheneinrichtung heran gehen. 14 Beschäftigte arbeiten derzeit bei ihnen. Er könnte noch weitere Mitarbeitende gebrauchen, sagt Dirk Schläfer, aber Fachkräfte seien auf dem Markt schwer zu bekommen. Mit der aktuellen Größe des Geschäfts ist er zufrieden. Früher habe es mal Überlegungen gegeben, den Standort zu wechseln und zu expandieren. Das sei derzeit aber kein Thema: „Die Neustadt, das passt für uns.“

Alle Hände voll zu tun
In Zeiten von Corona wollen viele Menschen ihr Zuhause aufhübschen und besonders die Küche modernisieren. „Das Telefon steht bei uns nicht still, besonders morgens um kurz nach 10 Uhr, nach Öffnung des Geschäfts“, sagt Dirk Schläfer. Gerade zum Jahresende sei immer eine heiße Phase. Die Kundschaft kommt aus der ganzen Region rings um Mainz, viele aber auch aus dem Neubaugebiet vom Zollhafen. „Wir sind ganz gut durch die Krise gekommen“, berichtet er, „auch weil alle mit anpacken“.

Lieferengpässe auch bei Küchen
Von den ersten Planungen bis zur fertigen Küche vergehen derzeit schonmal drei Monate. Die Lieferzeiten für das Holz, aber auch für die Elektrogeräte oder Spülen seien lang. „Manche Hersteller können gar keinen Liefertermin nennen, das ist mir ein Graus“, sagt Schläfer. Das macht es für die Küchenprofis nicht einfach. Schließlich soll alles individuell entworfen und konzipiert werden, ein ganzes Team von Planern bis hin zu den Monteuren muss aufeinander abgestimmt werden. Am Ende soll ja die Kundschaft zufrieden sein und alles aus einer Hand bekommen. „Das haben wir bislang immer geschafft und werden das auch in Zukunft hinbekommen“, ist sich Dirk Schläfer sicher.



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