Seite 6 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

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Januar 2020
Sie wird uns unvergessen bleiben
Nachruf auf Barbara Schneider

Barbara Schneider ist nach langer, schwerer Krebskrankheit am 5. Dezember 2019 ruhig für immer eingeschlafen.
Viele kennen Barbara als Mitglied der Gruppe „Frauen aktiv“. Jedes Jahr hat sie das Neujahrsfrühstück für alle aktiven Bürgerinnen und Bürger der Neustadt mit organisiert und die Gäste begrüßt, ja es ist ihr Verdienst, dass es dieses mittlerweile traditionelle Frühstück gibt. Viele wissen um Barbaras Jahrzehnte langes Engagement, insbesondere für ihre Neustadt.

Als Sozialplanerin des „Amtes für soziale Leistungen“ der Stadt Mainz war Barbara immer für diejenigen in unserer Gesellschaft da, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Ihr Anliegen war, praktische Lösungswege zu finden. Ob es Familien, Kinder, Senioren oder Menschen mit Behinderung waren, Barbara half und zeigte Entwicklungsmöglichkeiten auf, damit sie selbstbestimmt und würdig ihr Leben meistern können.

Ihrer Pionierarbeit ist zu verdanken, dass sich die Stadt Mainz seit 2000 am Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ beteiligt. Sie hat das Förderprogramm nach Mainz geholt und war planerisch für dessen Umsetzung verantwortlich.

Die Mainzer Neustadt lag ihr dabei besonders am Herzen. Hier hat sie gelebt und sich auch nach ihrem Renteneintritt ehrenamtlich engagiert. Sie war federführend bei den Stadtteilkonferenzen. Barbara war langjähriges Mitglied im NeustadtRat, dem Gremium der Sozialen Stadt, das über vorgeschlagene Maßnahmen berät und Empfehlungen für Verwaltung und Politik abgibt.

Im Rahmen der Sozialen Stadt gibt es verschiedene Arbeitsgruppen. Einige sind auf Barbaras Initiative hin entstanden, zum Beispiel die „AG Bildung“, das „Elternnetzwerk“ oder die Gruppe „Frauen aktiv“.

Barbara besaß eine starke innere Motivation, Strukturen zu verändern, um Lebensumstände zu verbessern und hat sich dabei auch immer wieder selbst aktiv beteiligt. Damit motivierte sie auch viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Brauchten wir einen Rat, Barbara hatte stets einen guten Lösungsvorschlag. Bis zuletzt hat sich Barbara ganz pragmatisch an verschiedenen Stellen eingebracht, so zum Beispiel auch bei den Quartierräumen.

Wir haben eine wunderbare, hilfsbereite und humorvolle Freundin verloren.

Vielen Dank für dein großes Engagement, Barbara! Wir werden dich nicht vergessen.

Marliese Kaup und Birgit Stein
Frauen aktiv
Sanierung des Neustadtzentrums voraussichtlich ab Juni 2020
Sanierungsplan und zukünftige Nutzung

(mkl) Durch die Zusage des Förderprogramms „Soziale Integration im Quartier“ von Bund und Ländern stehen für die Sanierung des Mainzer Neustadtzentrums in der Goethestraße 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die umfangreichen Baumaßnahmen inklusive energetischer Sanierung, Erneuerung des Brandschutzes und der Elektrotechnik sind nach Auskunft der Stadt Mainz ab März 2020 geplant. „Die Planungen haben sich bisher nicht geändert“, so Andreas Pötter vom Amt für Jugend und Familie „auch die Fastnachtskampagne 2020 wird demnach noch im Neustadtzentrum stattfinden können“.

Sämtliche Stockwerke sollen zukünftig barrierefrei erreichbar sein, daher ist auch ein Aufzug in Planung. Außerdem bleibt die Multifunktionalität des Gebäudes erhalten. Das heißt Veranstaltungsräume sowie Räumlichkeiten für die aktuellen sozialen Institutionen wird es weiterhin geben. Das Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum wird vom Erdgeschoss in das zweite Obergeschoss ziehen und dann über passgenaue Funktionsräume verfügen (zum Beispiel Gruppenangebote, Hausaufgabenhilfe etc.).
Die Ausstattung der beiden Säle im Obergeschoss wird den gängigen Anforderungen angepasst: dies betrifft unter anderem die Veranstaltungs- und Lüftungstechnik, Rettungswege und vieles mehr.

Ein geschichtsträchtiges Haus
1902 als Offizier-Speiseanstalt/Offizierskasino errichtet, war das heutige Neustadtzentrum in der Goethestraße ein Teil der ehemaligen Alice-Kaserne. Entworfen und ausgeführt wurde der Bau unter der Leitung des Militär-Bauinspektors Tischmeyer in der Zeit von Juli 1902 bis September 1904. Als Einzeldenkmal wurde das Gebäude 1981 mit Einfriedung und Flächen unter Denkmalschutz gestellt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es auch als Kirche genutzt: der große Saal des Neustadtzentrums bietet heute Raum für viele Veranstaltungen wie etwa Fastnachtssitzungen. Er diente damals als Notkirche. Seit 1980 ist in dem Bauwerk das Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum untergebracht. Zwei größere Veranstaltungsräume werden unter anderem für Feiern, Seminare und Fortbildungen genutzt. Auch verschiedene soziale Einrichtungen sind hier ansässig.

Übergangslösung für die Nutzer?
Die neuen Räumlichkeiten werden voraussichtlich Anfang 2022 neu bezogen werden können. In der Sanierungsphase ist das Neustadtzentrum für die vielen Vereine, Veranstaltungen und für die soziale Arbeit nicht nutzbar. Das heißt, das Neustadtzentrum wird für den Umbau komplett geschlossen. Es wird derzeit nach Ausweichmöglichkeiten beziehungsweise einer Übergangs lösung für die Vereine, sozialen Einrichtun gen  und  das  Kinder-,  Jugend-  und Kulturzentrum gesucht. Nach Angaben der Stadt Mainz gibt es in der Neustadt wenig (nutzbare) Leerstände, die den Anforderungen eines solchen Zentrums entsprechen. So gestaltet sich die Suche nach einer Übergangslösung zum momentanen Zeitpunkt noch schwierig. Aus diesem Grund werden Hinweise und Tipps für mögliche Räumlichkeiten von der Stadt Mainz bzw. vom Neustadtzentrum gerne entgegengenommen.
Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum
Neustadtzentrum
Goethestraße 7 - 55118 Mainz
Telefon: 06131 / 61 20 38
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