Seite 6 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

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NeustART ‒ Kunst im Stadtteilbüro mit Lukas Schwank



(th) Im Jubiläumsjahr 2022 geht es weiter mit NeustART im Stadtteilbüro der Sozialen Stadt. Lukas Schwank ‒ Neustädter, Sportsoziologe, Rapper und Künstler ‒ stellt seine Kunstwerke vom 15. Januar bis Ende März 2022 in den Räumlichkeiten in der Sömmerringstr. 35 aus. Der gebürtige Mainzer beschäftigt sich in seiner Freizeit mit verschiedenen Kunstformen. Neben der Malerei von Ölgemälden schreibt er auch Texte und produziert Rapmusik. Eines haben alle seine künstlerischen Ausdrucksformen jedoch gemeinsam, sie sind Ausdruck der Reflexion. „Ich finde meine Inspiration in menschlichem Verhalten, in ihren Gesichtern und scheinbaren Normalitäten, die ich versuche, zu hinterfragen und umzudeuten“, so Lukas Schwank.

Der Künstler und das Quartiermanagement laden Interessierte herzlich dazu ein, seine Gemälde in den Räumlichkeiten der Sozialen Stadt zu begutachten. Wenn es die aktuelle Lage zulässt, können in Absprache mit dem Quartiermanagement Besuchstermine vereinbart werden. Geplant ist zudem eine Finissage im März 2022. Alle aktuellen Informationen zur Ausstellung finden sich auf www.soziale-stadt-mainz.de.

Haben auch Sie Interesse, Ihre Kunst im Rahmen von NeustART auszustellen? Dann bewerben Sie sich gern für die folgenden drei Quartale 2022 beim Quartiermanagement.

Überraschende Entdeckungen im Neustadtzentrum
Ein altes Bauwerk erhält neuen Glanz

(ab) 40 Jahre lang hat das Neustadtzentrum in der Goethestraße 7, das als Offizierskasino für die Alice-Kaserne gebaut wurde, als interkulturelles Stadtteilzentrum gedient. Es war Begegnungsstätte für Jugendliche ebenso wie für zahl reiche Neustadt-Vereine und Institutionen. Als bürgerhausähnliche Einrichtung konnte es auch von Privatpersonen genutzt werden. Dann machten bauliche Mängel, veraltete technische Ausstattungen und zuletzt auch Mauerrisse und Schimmel einen Großteil des Hauses unbenutzbar. Eine Sanierung war unumgänglich. Der Stadt Mainz wurde sie Ende 2017 möglich durch die Aufnahme des Bauvorhabens in das Förderprogramm des Bundesbauministeriums „Soziale Integration im Quartier“.

Es gibt viel zu tun
Die Renovierungsarbeiten starteten Anfang 2021. Gleich zu Beginn kamen dabei einige überraschende Schätze ans Tageslicht. Der wohl erstaunlichste Fund: Beim Abschlagen des Mauerwerks im Haupteingang kam ein Rund bogen mit Säulen aus dem Entstehungsjahr zum Vorschein. Der Eingangsbereich bekommt also ein ganz neues Gesicht. Nach und nach wurde das Gebäude entkernt, neue Grundrisse wurden ausgearbeitet und neue Raumzuweisungen geplant. So zieht das Jugend zentrum vom Keller in das bald lichtdurchflutete 2. Obergeschoss mit fast doppelt so großer Fläche. Hinzu kommen größere Räume als Begegnungs- und Übungsstätten für Vereine und Gruppen. Die Büros und die Catering-Küche werden ebenso modernisiert.

Der Mittelpunkt des Neustadtzentrums war der große Saal in der 1. Etage. Welch imposante Ausmaße dieser ehemalige Ballsaal für Offiziere jedoch hatte, wurde erst bei den Umbauarbeiten erkennbar. Deshalb wird er in seinem vollen Umfang zu einem neuen Festsaal mit großer Bühne gestaltet. Der bislang kaum genutzte Zugang auf die repräsentative Freiterrasse, der durch die Bühne versperrt war, soll nun wiedereröffnet werden. Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes werden auch die Fenster aus den 1950er Jahren ausgetauscht, um den energetischen Anforderungen von heute zu entsprechen. Sie bleiben im Flair jedoch ähnlich. Auch das Jugendstil-Treppengeländer wird herausgeputzt und führt über drei Etagen und ein Zwischengeschoss hinauf zum Dachstuhl. Der Einbau eines Aufzugs garantiert die Barrierefreiheit des Hauses für alle Geschosse.

Nicht nur das Innere des Neustadtzentrums wird in Stand gesetzt. Auch die Fassade aus rotem Natursandstein wird restauriert. Der neu gestaltete Vorplatz um das historische Gebäude rundet die Schönheit dieses Baudenkmals ab. Bis Ende 2022 sollen die groben Maßnahmen abgeschlossen sein. Der Feinschliff beim Umbau kann wohl im Sommer 2023 beendet werden. Marianne Grosse sagte bei der Präsentation des Baufortschritts im November voll Überzeugung: „Dieses Neustadtzentrum wird ein Schmuckstück!“

Hand in Hand für die Jugendarbeit
Das Projekt ist geprägt vom Vertrauen und der gegenseitigen Wertschätzung der am Umbau beteiligten Partner. Darin sind sich alle einig. Ihr reibungsloses und harmonisches Zusammenspiel zieht sich durch die gesamte Bauphase. „Allen ist die Jugendarbeit in der Neustadt wichtig“, betont Ortsvorsteher Christoph Hand. „Es ist überall spürbar, dass die Kolleginnen und Kollegen mit Herzblut bei der Arbeit sind.“ Antonius Böhm, der seit 2008 das Neustadtzentrum leitet, freut sich über die Aufwertung auch für die Kinder- und Jugendstätte: „Aus den beengten Verhältnissen im Keller nach oben ans Licht! Da sind wir für die Zukunft gut aufgestellt.“  

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