Seite 6 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

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April 2020
Neugestaltung des Bereichs um die Caponniere
Streitpunkt bleiben die wegfallenden Parkplätze
(rei) Die Stadt Mainz möchte den Bereich rund um die Caponniere am Ende des Feldbergplatzes neu gestalten und damit aus ihrer Sicht attraktiver machen. Dafür gibt es Gelder aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“. In einer ersten öffentlichen Bürgerbeteiligung wurde die Vorplanung den Bewohnern vorgestellt und stieß überwiegend nicht auf breite Zustimmung.

Zur Bürgerbeteiligung Ende Januar kamen etwa 120 Bürgerinnen und Bürger in die Gymnastikhalle der Feldbergschule. Die Resonanz war offenbar größer als erwartet, denn es mussten zusätzliche Stühle gestellt werden. Die Atmosphäre im Raum war gereizt, denn schon im Vorfeld waren ein paar Eckpunkte der Umgestaltung bekannt geworden. Nun gab es aus erster Hand Fakten und Schaubilder, wenn auch etwas verschwommen mit einem Projektor an eine Leinwand geworfen.

Dritte Stufe
Die Umgestaltung des Bereichs um die Caponniere ist die dritte Stufe der sogenannten „Grünen Achse“, die durch die „Soziale Stadt“ gefördert wird. Zunächst wurde vor fünf Jahren die Feldbergstraße aufgewertet, als zweites sollte die Grüne Brücke behutsam aufgewertet werden. Das scheiterte am Widerstand des Architekten, weil er sein Urheberrecht verletzt sah. Jetzt also steht als letztes Projekt eine Veränderung unten am Rhein an. Der Bau könnte frühestens Ende 2020 beginnen.

Die Pläne der Stadt
Ziel sei es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und einen attraktiven Erholungsort zu schaffen, hieß es. So soll das doch recht buckelige historische Kopfsteinpflaster stellenweise durch glat tere Steine ausgetauscht werden. Die am Rhein verlegten alten Schienen der alten Hafenbahn sollen optisch hervorgehoben, der Prellbock am Ende der Schienen soll herausgestellt und restauriert werden. Die Geschichte des Ortes solle damit wieder erlebbar werden, so die Vertreter der Stadt. Statt der Straße soll zukünftig ein Fahrradweg zwischen der Caponniere und dem Feldbergplatz verlaufen. Die Radstation von meinRad soll erhalten bleiben. Der Eingang zum Spielplatz soll barrierefrei und mit Sitzgelegenheiten gestaltet werden. Ein paar Bäume sollen gefällt, an anderer Stelle neue gepflanzt werden. Die Treppen zum Rhein bleiben wegen des Denkmalschutzes unverändert. Soweit waren die Anwesenden noch einverstanden. Aber woran sich die Gemüter letztlich lautstark erregten: Der Platz soll frei von Autos sein, die Parkplätze rings um die Caponniere sollen wegfallen. Nach Berechnungen der Stadt sind das 20 bis 30, die Anwohner sehen 40 bis 50 Parkplätze, die ersatzlos wegfallen sollen.

Problem Parkplätze
Die Anwohner fragten die Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, wo sie dann künftig ihre Fahrzeuge abstellen sollen. In der Vergangenheit seien immer mehr Parkplätze gestrichen worden, ohne dass es Ersatz gegeben habe. Die neuen Bewohner des Zollhafens würden die Lage weiter verschärfen, weil es in den Neubauten zu wenig Tiefgaragenparkplätze gäbe. Schulterzucken auf Seiten der Stadt. Es sei vor 15 Jahren im Stadtrat ein PKW-freies Rheinufer beschlossen worden. Dafür hatten aber andere Anwesende im Raum kluge Ratschläge, wie etwa das Auto komplett abzuschaffen. Doch das ist sicher nicht für alle Anwohner möglich. Auch müssten zum Beispiel Handwerker und Pflegedienste die Möglichkeit haben, zu parken.

Risiko rasende Radfahrer
Zweiter Kritikpunkt war die Führung eines barrierefreien Wegenetzes und die Gestaltung zwischen der Caponniere und den Treppen zum Rhein. Eine glatte Pflasterung lade geradezu zum schnellen Radfahren ein, das gefährde Fußgänger, spielende Kinder und ältere Menschen, die dort spazieren gingen, so die Befürchtungen. Da die Außengastronomie an der Caponniere erhalten bleibe, seien Konflikte zwischen Gästen und Radfahrern vorprogrammiert.

Aufgaben an die Verwaltung
Die Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung nahmen die Bedenken der Anwesenden auf und werden daraus einen neuen Vorschlag erstellen, der auf einer weiteren öffentlichen Bürgerbeteiligung diskutiert wird. Eins wurde aber auch klar: Eine Umgestaltung gegen den Willen der Anwohner wird es nicht geben. Dann bleibt halt alles, so wie es ist.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“
Das Netzwerk(er)-Frühstück für mehr Erfolg

(sb) Donnerstag, 6.30 Uhr. Der Duft nach frischgebrühtem Kaffee und frischen Brötchen zieht durch den Raum. Trotz der frühen Uhrzeit versammeln sich regelmäßig die aktuell 60 Mitglieder der BNI Unternehmensgruppe Chagall (Mainz) im Hotel Best Western. „Die Uhrzeit wurde extra so gewählt, dass man sich vor dem eigentlichen Tagwerk in geselliger Runde treffen, Neues vorstellen, Erfahrungen untereinander austauschen und Empfehlungen aussprechen kann“, erklärt Sven Weisheit von „Traubenglück“ in der Rheinallee 32. Er ist langjähriges Mitglied im BNI und hat diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Bis vor Kurzem wurden die Treffen noch im Café 7Grad an der Mainzer Kunsthalle veranstaltet. Allerdings wurden die Räumlichkeiten durch eine stetig wachsende Zahl an Mitgliedern zu klein, so dass man auf das Best Western am Rande der Neustadt ausgewichen ist. „Unser Ziel ist es, im nächsten Jahr die Mitgliederzahl in den dreistelligen Bereich anzuheben“ führt Alexander Becker, Geschäftsführer von Büro Bedarf Becker in Mainz-Gonsenheim und verantwortlich für die Mitgliederkoordination, voller Stolz aus. „Unsere Unternehmensgruppe ist die zweitgrößte in Deutschland und wir sind auf dem besten Weg, uns in naher Zukunft an die Spitze zu setzen.“

Eine dynamische Gruppe von Unternehmern
Der BNI, kurz für „Business Network Inter national“, ist ein international agierendes Netzwerk mit insgesamt mehr als 241.000 Mitglieds betrieben und 8.621 lokale Vertretungen, sogenannten Chaptern, in mittlerweile 71 Ländern. Grundgedanke ist es, Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen miteinander zu vernetzen und so den eigenen Bekannt heitsgrad zu erweitern sowie Geschäftsumsätze anzukurbeln. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige pro fitieren von diesem Netzwerk. Aus jeder Branche ist immer nur ein Unternehmen pro Chapter vertreten. Das stellt sicher, dass es weder zu internem Konkurrenzkampf noch zu Interessenskonflikten kommt. Außerdem besteht immer die Möglichkeit, die internen Weiterbildungs- und Marketingmaßnahmen zu nutzen, um die eigenen geschäftlichen Möglichkeiten weiter zu optimieren.

Für wen kann eine Mitgliedschaft hilfreich sein?
Gerade Mundpropaganda und gezielte Geschäftsempfehlungen sind heutzutage das A und O, um sich gegen Mitbewerber durchzusetzen und sein eigenes Geschäft weiter nach vorne zu bringen, so die Aussage vieler Mitglieder. Es sei jedem Kleinunternehmer, Mittelständler oder Selbständigem jederzeit zu empfehlen, sich dem BNI anzuschließen. Aktuell werden zum Beispiel noch Autohäuser, Unternehmen aus der Automobil-Branche, Heilberufe, Juweliere, Speditionen, Logistik-Unternehmen oder auch Innenarchitekten gesucht, um den Mitgliederbereich zu ergänzen. Welche Berufsgruppen sich schon in der BNI Unternehmensgruppe Chagall (Mainz) befinden, kann auf der Homepage der Unternehmensgruppe offen eingesehen werden (siehe Infokasten).

Wer jetzt Interesse daran hat, sich die BNI Unternehmensgruppe Chagall Mainz einmal genauer anzusehen, darf gerne mit einem der BNI-Mitglieder oder Sven Weisheit direkt Kon takt aufnehmen. Man kann sich auch selbstverständlich selbst online anmelden und anschließend donnerstags zum Unternehmerfrühstück kommen. Man sollte sich gemäß den Empfehlungen entsprechend vorbereiten, damit der Besuch auch erfolgreich verläuft und sich das frühe Aufstehen gelohnt hat. Über weitere BNI Unternehmensgruppen im Raum Mainz-Wiesbaden informiert das regionale BNI Büro gerne.

Mehr Infos unter:


Sven Weisheit: 06131 4640255
Regionales BNI-Büro: 0611 58532120
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