Seite 7 - Mainzer Neustadt-Anzeiger

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Der „Schlüssel des Stundenschlägers“
... bald zurück in Mainz

(ab) Als 1974 das Mainzer Rathaus eingeweiht wurde, schenkte die Landesregierung Rhein­land-­Pfalz der Stadt den berühmten „Schlüssel des Stundenschlägers“ von Hans Arp. Die Bron ze plastik, 800 Kilogramm schwer und 4,16 Meter hoch, ist ein achtfach vergrößerter Nachguss der Skulptur, die der Bildhauer 1962 schuf. Weithin sichtbar stand das Meisterwerk auf dem Jockel­Fuchs­Platz vor dem Rathaus. Im Mai 2011 wurde es als Leihgabe der Stadt Mainz für eine internationale Ausstellung im Arp­Museum Bahnhof Rolandseck aufgestellt.

In Kürze soll der „Schlüssel des Stun den­ schlägers“ wieder an seinen Ursprungsort in Mainz zurück kommen. Kulturdezernentin Mari anne Grosse bemerkt dazu: „Es war für uns von Anfang an klar, dass das Kunstwerk nicht länger als zehn Jahre in Remagen bleiben soll. Daher holen wir es in diesem Jahr zurück nach Mainz.“

Was hat die Stadt zur Standortwahl „Zollhafen“ bewogen?
Weil das Rathaus auf dem Jocke-l­Fuchs-­Platz aber saniert wird, kann die Bronzeplastik der­ zeit noch nicht dorthin gestellt werden. Doch ihre Rückkehr ins Umfeld des Rathauses stehe außer Frage, betont Marianne Grosse. „Uns war wichtig, dass der temporäre alternative Standort für den ,Stundenschläger‘ sich nicht komplett von seinem eigentlichen Standort unterschei­den soll. Denn der neue Standort liegt in Luftlinie ungefähr auf Höhe des Rathauses und ebenfalls am Rhein, was wir alle sehr positiv finden.“ Das Meisterwerk wird auch in seiner vorübergehenden Position – auf dem großen freien Platz nahe der Zollhafen-­Klappbrücke – weithin sichtbar bleiben: für Anwohner, Schif­fer und Touristen.

Geplant ist die Aufstellung des „Schlüssel des Stundenschlägers“ für Mitte / Ende April, auch wenn die Anfertigung eines neuen Sockels und der Transport der Skulptur sich recht auf­wändig gestalten. „Bisher sind wir sehr zuver­sichtlich, dass das klappt“, sagt Marianne Grosse.




„Keinen Bock auf Zahnarzt? Das ändern wir!“
Gespräch mit der Managerin der Zahnärztlichen Tagesklinik Judith Seifert



(sl) Immer wenn ich in der Rheinallee an der „Zahnärztlichen Tagesklinik“ („ZTK“) vorbei ging, fragte ich mich, welche Art von Zahn­- oder Kieferschmerzen ich wohl haben müsse, um eine Klinik aufzusuchen. Oder auch: Was können die Leute hier mehr als mein wunder­barer Zahnarzt Dr. Braun in der Neubrunnen­straße? Um das herauszufinden, machte ich einen Termin aus. Im Wartezimmer gab es statt Zeitungen einen großen Bildschirm mit Nach­ richten aus aller Welt und Informationen für Patienten. Da stand doch tatsächlich der magi­sche Satz: „Keinen Bock zum Zahnarzt zu gehen? Das ändern wir!“ – „Ändern ist leicht gesagt, aber wie schafft man das, die Angst vor dem Zahnarzt zu nehmen?“ fragte ich Judith Seifert, die Klinikmanagerin.

Was die Zahnärztliche Tagesklinik anders macht
„Wir betreuen unsere Patienten ganz individu­ell, nehmen uns viel Zeit für sie, klären sie sorgfältig auf und gewinnen so ihr Vertrauen“, erklärt sie mir. „Was unterscheidet denn dann eine zahnärztliche Tagesklinik von einer nor­malen Zahnarztpraxis?“, möchte ich wissen und erfahre, dass ich hier ein Rundum­sorglos­-Paket erhalten kann. Es fängt schon damit an, dass diese Klinik – auch jetzt zu Coronazeiten – täglich außer sonntags schon ab 7.30 Uhr, also knapp neun Stunden lang durchgehend geöffnet ist. Zu coronafreien Zeiten, gibt es sogar zwei Arbeitsschichten, was heißt, dass man schon ab 6.30 Uhr und bis abends 21.00 Uhr zum Zahnarzt gehen könnte.

Ein zweiter großer Vorteil ist mit dem Slo­gan „Alles­-unter-­einem-­Dach“ erklärt. „Jeder Zahnarzt hat seine Fachkompetenzen“, erklärt die Managerin „Der eine ist ein Meister bei den Implantaten, der andere bei Wurzelbehand­lungen, ein Dritter bei Zahnersatz. Ein Patient, der mal das eine, mal das andere braucht, hat hier alle Spezialisten gleich bei der Hand.“ „Auch einen Spezialisten, der mich in Voll­narkose behandelt?“ will ich wissen. „Nein, den haben wir derzeit nicht in Mainz. Aber wir können Sie an unsere internen Kollegen in der Zahnärztlichen Tagesklinik in Mainaschaff überweisen“, sagt Judith Seifert. Bei dem Unter nehmen „Zahnärztliche Tagesklinik“ handele es sich nämlich um eine zahnmedizi­nische Gruppe mit aktuell 14 Standorten in Bayern, Baden­-Württemberg und eben Rhein­land-­Pfalz, erklärt sie. Den Standort in Mainz
gibt es seit 2018.

Zahnarzt-Service in Coronazeiten
„Trotz Corona zum Arzt?“ Das ist eine der vie­len Fragen, die seit etwa einem Jahr auch in der zahnärztlichen Tagesklinik immer wieder gestellt werden. „Vor einer Ansteckung mit Covid­19 muss man hier keine Angst haben, denn hier wird nur unter strengsten Hygiene­vorschriften behandelt“, sagt Judith Seifert und erwähnt sogar eine Studie, in der nachgewiesen wird, dass sich eine unbehandelte Parodontitis, (das ist die Volkskrankheit Zahnfleisch­schwund), negativ auf eine Corona­Infektion und deren Verlauf auswirken würde.

Auch zu Coronazeiten hatten meist mehrere Zahnärzte Dienst, was es erleichtert, hier Hilfe zu suchen. Dennoch: Beim ersten „Lockdown“ im Frühjahr 2020 kamen 50 bis 60 Prozent weniger Patienten. Inzwischen hat sich die Situation erholt und die meisten sind wieder zurückgekommen.

In der Regel arbeiten hier fünf Zahnärzte und Zahnärztinnen – wegen Mutterschutz der­ zeit weniger. Außerdem gibt es cirka 14 zusätz­liche Kräfte (Azubis, Sprechstundenhilfen, Büroangestellte) . Jeder Zahnarzt und jede Zahnärztin hat ein eigenes Behandlungszimmer mit Röntgen anlage. Empfangsräume, Warte­zimmer und OP­Raum werden gemeinsam genutzt. Per sonalbetreuung, Abrechnungs­arbeiten und Verwaltungsaufgaben erledigt das Klinik manage ment. Das hat den Vorteil, dass sich der Arzt voll und ganz um seine Patienten kümmern kann. In der Tagesklinik ist übrigens jeder willkommen, ob Kassen­ oder Privat­patient, ob Routineuntersuchung oder Notfall!
Zahnärztliche Tagesklinik
Rheinallee 53
55118 Mainz
Tel. 06131/ 27 544-0

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