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Höhepunkte der Neustadt
Ein Stadtteil mit
Perspektive
(cc) Ob er wohl schwindelfrei war, der Herr Kreyßig?
Höhenangst hätte er nicht haben dürfen, wenn er uns begleitet hätte, sein
Werk von oben zu betrachten. Denn einen besonders guten Überblick über
sein Schaffen bietet die Aussicht weit über den Häusern der Neustadt, vom
Dach der Bonifaziustürme, dort, wo der Lastenaufzug im 24. Stock endet und
auf den letzten Metern eine Betontreppe ins Freie führt. Vom höchsten
Punkt unseres Stadtteils hat man die beste Perspektive auf das, was der
Mainzer Stadtbaumeister von 1864 bis 1896 als neues Wohn- und
Arbeitsquartier entworfen hat. Unsere Tour hätte Eduard Kreyßig auch zum
Valenciaplatz, nach oben aufs Polizeipräsidium geführt. Vom Dach des mehr
als zwanzig Meter hohen Hauses, von dem sich zu Trainingszwecken auch
schon mal die Elitepolizisten des SEK abseilen, geht der Blick vor allem
über die westliche Neustadt und hinüber zu den Schloten des
Industriegebiets. Im Vergleich dazu fast schon beschaulich präsentiert
sich die kleine gestapelte Welt des Containerhafens, die Besucher vom
schrägen Turm der Kunsthalle Mainz beobachten können. Dort soll bald ein
neues Quartier entstehen - dem Herrn Kreyßig würde das bestimmt gefallen. |
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Fotos:
Eva Willwacher
(Kunsthalle, Bonifatiustürme, Polizeipräsidium)
Thomas Renth
(Christuskirche) |
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