05.09.2026
Kürzungen und große Pläne: Wie die Kulturbäckerei startet
Kurz vor der Eröffnung trifft die Kulturbäckerei eine Kürzung von 50.000 Euro. Warum das Team dennoch positiv bleibt – und was in den ersten Monaten im Mainzer Zentrum geplant ist - AZ Mainz (plus)
Kürzungen und große Pläne: Wie die Kulturbäckerei startet
Kurz vor der Eröffnung trifft die Kulturbäckerei eine Kürzung von 50.000 Euro. Warum das Team dennoch positiv bleibt – und was in den ersten Monaten im Mainzer Zentrum geplant ist - AZ Mainz (plus)

(Foto: Lukas Görlach)
05.09.2026
Marina-Affäre: Zeuge übergibt Akten zu Stadtwerke-Stiftungen
Unerwartet haben die Stadtwerke Mainz die Förderung ihrer Stiftungen gestoppt. Die Staatsanwaltschaft bestätigt: Ein Zeuge hat im Zuge der Marina-Ermittlung Akten dazu eingereicht - AZ Mainz (plus)
Marina-Affäre: Zeuge übergibt Akten zu Stadtwerke-Stiftungen
Unerwartet haben die Stadtwerke Mainz die Förderung ihrer Stiftungen gestoppt. Die Staatsanwaltschaft bestätigt: Ein Zeuge hat im Zuge der Marina-Ermittlung Akten dazu eingereicht - AZ Mainz (plus)

(Foto: Sascha Kopp)
04.09.2026
Richtfest für „Rivage“-Wohnprojekt am Mainzer Zollhafen
Am Mainzer Zollhafen entstehen 72 barrierefreie Eigentumswohnungen. Trotz Verzögerungen durch Hitze und verspätete Lieferungen befindet sich das Projekt im Zeitplan - AZ Mainz (plus)
Richtfest für „Rivage“-Wohnprojekt am Mainzer Zollhafen
Am Mainzer Zollhafen entstehen 72 barrierefreie Eigentumswohnungen. Trotz Verzögerungen durch Hitze und verspätete Lieferungen befindet sich das Projekt im Zeitplan - AZ Mainz (plus)

(Foto: Sascha Kopp)
04.09.2026
Aufmerksamer Radfahrer verhindert nächtlichen Einbruch
In den frühen Morgenstunden des Freitags, den 04.09.2026, meldet ein aufmerksamer Radfahrer zwei verdächtige Männer, die sich in der Wallaustraße in Mainz an einer Tür zu schaffen machen würden. Als er die beiden Personen ansprach, bäumten die sich zunächst vor ihm auf und verscheuchten ihn, sodass er daraufhin die Polizei informierte.
Beim Eintreffen der Polizei befanden sich keine Personen mehr an der Tatörtlichkeit oder in der Umgebung. Dennoch konnten Hinweise darauf erlangt werden, dass die beiden Männer in das Objekt eindringen wollten.
Die Ermittlungen werden bereits durch die Polizei Mainz geführt. Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 65-33999 in Verbindung zu setzen.
Aufmerksamer Radfahrer verhindert nächtlichen Einbruch
In den frühen Morgenstunden des Freitags, den 04.09.2026, meldet ein aufmerksamer Radfahrer zwei verdächtige Männer, die sich in der Wallaustraße in Mainz an einer Tür zu schaffen machen würden. Als er die beiden Personen ansprach, bäumten die sich zunächst vor ihm auf und verscheuchten ihn, sodass er daraufhin die Polizei informierte.
Beim Eintreffen der Polizei befanden sich keine Personen mehr an der Tatörtlichkeit oder in der Umgebung. Dennoch konnten Hinweise darauf erlangt werden, dass die beiden Männer in das Objekt eindringen wollten.
Die Ermittlungen werden bereits durch die Polizei Mainz geführt. Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 65-33999 in Verbindung zu setzen.
02.09.2026
Wenn die Sonne zur Gefahr wird: Hautkrebs nimmt zu
Weißer Hautkrebs fünfmal häufiger als schwarzer / Jeder Sonnenbrand kann das Risiko erhöhen
Ein langer Tag im Freibad oder im Garten und abends glüht die Haut rot: Sonnenbrand gilt für viele als lästiges, aber auf den ersten Blick harmloses Sommerübel. Dass er langfristig gefährlich werden kann, gerät dabei oft in Vergessenheit. Eine aktuelle Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt, dass die Zahl der von Hautkrebs Betroffenen deutlich gestiegen ist: 2024 waren deutschlandweit 28 Prozent mehr KKH-Versicherte aufgrund der Diagnose schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) in ärztlicher Behandlung als noch 2014. Diese Krebsart ist bösartig und potenziell lebensgefährlich. Noch stärker fällt der Anstieg beim weißen Hautkrebs (Basalzell- und spinozelluläres Karzinom) aus: Hier wurden 2024 rund 45 Prozent mehr Behandlungen registriert als zehn Jahre zuvor. Weißer Hautkrebs wächst in der Regel langsamer und bildet seltener Metastasen. Er gilt medizinisch als weniger gefährlich, ist gleichzeitig aber deutlich häufiger: Insgesamt behandelten Ärztinnen und Ärzte 2024 fast fünfmal so viele Patientinnen und Patienten mit weißem wie mit schwarzem Hautkrebs.
Die Zahlen zeigen, dass beide Krebsarten überdurchschnittlich häufig bei Menschen ab 55 Jahren auftreten. Beim weißen Hautkrebs ist unter den KKH-Versicherten zudem ein Geschlechterunterschied erkennbar: Bei Frauen stieg die Zahl der Betroffenen mit plus 53 Prozent deutlich stärker als bei Männern (plus 34 Prozent). Beim schwarzen Hautkrebs liegen Frauen und Männer näher beieinander (plus 30 bzw. plus 25 Prozent). Auch im Bundesländervergleich zeigen sich deutliche Unterschiede: Beim schwarzen Hautkrebs verzeichnete Sachsen von 2014 bis 2024 mit rund 83 Prozent den stärksten Zuwachs, gefolgt von Brandenburg (plus 50 Prozent) sowie Berlin und Bayern (beide plus rund 43 Prozent). Noch deutlicher fällt der Anstieg beim weißen Hautkrebs aus: In Sachsen hat sich die Zahl der Betroffenen in zehn Jahren verdoppelt, in Sachsen-Anhalt liegt das Plus bei 75 Prozent, in Thüringen bei rund 67 Prozent.
Sonnenschutz als Routine
Wenn die Sonne zur Gefahr wird: Hautkrebs nimmt zu
Weißer Hautkrebs fünfmal häufiger als schwarzer / Jeder Sonnenbrand kann das Risiko erhöhen
Ein langer Tag im Freibad oder im Garten und abends glüht die Haut rot: Sonnenbrand gilt für viele als lästiges, aber auf den ersten Blick harmloses Sommerübel. Dass er langfristig gefährlich werden kann, gerät dabei oft in Vergessenheit. Eine aktuelle Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt, dass die Zahl der von Hautkrebs Betroffenen deutlich gestiegen ist: 2024 waren deutschlandweit 28 Prozent mehr KKH-Versicherte aufgrund der Diagnose schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) in ärztlicher Behandlung als noch 2014. Diese Krebsart ist bösartig und potenziell lebensgefährlich. Noch stärker fällt der Anstieg beim weißen Hautkrebs (Basalzell- und spinozelluläres Karzinom) aus: Hier wurden 2024 rund 45 Prozent mehr Behandlungen registriert als zehn Jahre zuvor. Weißer Hautkrebs wächst in der Regel langsamer und bildet seltener Metastasen. Er gilt medizinisch als weniger gefährlich, ist gleichzeitig aber deutlich häufiger: Insgesamt behandelten Ärztinnen und Ärzte 2024 fast fünfmal so viele Patientinnen und Patienten mit weißem wie mit schwarzem Hautkrebs.
Die Zahlen zeigen, dass beide Krebsarten überdurchschnittlich häufig bei Menschen ab 55 Jahren auftreten. Beim weißen Hautkrebs ist unter den KKH-Versicherten zudem ein Geschlechterunterschied erkennbar: Bei Frauen stieg die Zahl der Betroffenen mit plus 53 Prozent deutlich stärker als bei Männern (plus 34 Prozent). Beim schwarzen Hautkrebs liegen Frauen und Männer näher beieinander (plus 30 bzw. plus 25 Prozent). Auch im Bundesländervergleich zeigen sich deutliche Unterschiede: Beim schwarzen Hautkrebs verzeichnete Sachsen von 2014 bis 2024 mit rund 83 Prozent den stärksten Zuwachs, gefolgt von Brandenburg (plus 50 Prozent) sowie Berlin und Bayern (beide plus rund 43 Prozent). Noch deutlicher fällt der Anstieg beim weißen Hautkrebs aus: In Sachsen hat sich die Zahl der Betroffenen in zehn Jahren verdoppelt, in Sachsen-Anhalt liegt das Plus bei 75 Prozent, in Thüringen bei rund 67 Prozent.
Sonnenschutz als Routine
„UV-Strahlung schädigt das Erbgut der Hautzellen. Der Körper kann zwar viele dieser Schäden reparieren, aber vor allem, wenn die Haut jahrelang immer wieder ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist und sich die Schäden summieren, steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken“, erklärt Aurelia Tegtmeyer, Ärztin bei der KKH. Sie rät deshalb zu umfassenden Schutzmaßnahmen: Direkte Sonneneinstrahlung und vor allem die Mittagssonne vermeiden, sich im Schatten aufhalten, lange, luftige Kleidung und Kopfbedeckung tragen sowie unbedeckte Hautstellen großzügig mit Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen. Entscheidend ist dabei die richtige Menge: Eine erwachsene Person benötigt etwa vier gehäufte Esslöffel Sonnencreme für den gesamten Körper. „Oft wird die Schutzwirkung von Sonnencremes aber überschätzt. Deshalb ist die Vermeidung starker UV-Strahlung sowie der Schutz durch Kleidung besonders wichtig“, erklärt die KKH-Ärztin. Hinzu kommt: Vielen ist nicht bewusst, dass UV-Strahlung auch durch Wolken dringt. Bei bewölktem Himmel ist die Haut also nicht automatisch geschützt. „Deshalb sollte Sonnenschutz zur alltäglichen Routine werden – unabhängig davon, ob die Sonne gerade sichtbar scheint oder nicht“, betont Aurelia Tegtmeyer.
Veränderungen ernst nehmen
Veränderungen ernst nehmen
Wichtig ist laut der Ärztin außerdem die regelmäßige Selbstbeobachtung: Wer Veränderungen bei Größe, Form oder Farbe eines Pigmentflecks bemerkt, sollte das zeitnah ärztlich abklären lassen. Besonders wachsam sollten Menschen mit heller Haut und vielen Pigmentflecken sein. Auch eine familiäre Vorbelastung oder eine berufsbedingt hohe Sonneneinstrahlung durch Arbeit im Freien erhöhen das Risiko. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben bisher Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebs-Screening alle zwei Jahre.
02.09.2026
Wiedereröffnung Neustadtzentrum: AWO-Ortsverein sorgt für Bepflanzung
Bei der Wiedereröffnung des Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums, dem Neustadtzentrum, sorgte der AWO-Ortsverein Mainz-Innenstadt für mehr Grün in den aufgestellten Hochbeeten rund um das Zentrum.

Wiedereröffnung Neustadtzentrum: AWO-Ortsverein sorgt für Bepflanzung
Bei der Wiedereröffnung des Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums, dem Neustadtzentrum, sorgte der AWO-Ortsverein Mainz-Innenstadt für mehr Grün in den aufgestellten Hochbeeten rund um das Zentrum.

v.l.n.r.: Alexander Klein (Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Mainz-Innenstadt), Julia Wagner (Schriftführerin des AWO-Ortsvereins Mainz-Innenstadt), Lukas Bußmann (stellvertretender Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Mainz-Innenstadt)
„Wir haben die Möglichkeit bekommen, drei Hochbeete im Rahmen der Eröffnungsfeier zu bepflanzen. Besonders hat uns gefreut, dass wir hierbei tatkräftig vor allem von Kindern unterstützt wurden”, so Alexander Klein, Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Mainz-Innenstadt. Zur Bepflanzung wählte der Ortsverein Pflanzen aus, die winterfest sind und auch Früchte tragen werden. „Neben der Verschönerung des Umfelds haben die Pflanzen damit auch einen sehr praktischen, und vor allem leckeren, Nutzen”, ergänzte Lukas Bußmann, stellvertretender Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Mainz-Innenstadt.
Das Neustadtzentrum, das in direkter Nähe der gleichnamigen Kita liegt, beherbergt neben dem Kinder- und Jugendzentrum auch Vereine und Einrichtungen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. „Hier kommen die Menschen zusammen, auch da Privatpersonen die Veranstaltungsräume temporär mieten können. Endlich hat die Neustadt nach fünf Jahren Sanierung ihr Bürgerhaus wieder!”, unterstreicht Julia Wagner, Schriftführerin des AWO-Ortsvereins Mainz-Innenstadt, die Wichtigkeit der Einrichtung.
Das Neustadtzentrum, das in direkter Nähe der gleichnamigen Kita liegt, beherbergt neben dem Kinder- und Jugendzentrum auch Vereine und Einrichtungen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. „Hier kommen die Menschen zusammen, auch da Privatpersonen die Veranstaltungsräume temporär mieten können. Endlich hat die Neustadt nach fünf Jahren Sanierung ihr Bürgerhaus wieder!”, unterstreicht Julia Wagner, Schriftführerin des AWO-Ortsvereins Mainz-Innenstadt, die Wichtigkeit der Einrichtung.
02.09.2026
Kartenretter in Mainz: microSD-Karten ein neues Leben verleihen
Das Mainzer Agenda-Büro lädt alle Mainzer:innen dazu ein, ihre Schubladen und Schränke nach alten, aber noch funktionstüchtigen microSD-Karten zu durchforsten und diese für das Projekt „Kartenretter“ im Mainzer Umweltladen zu sammeln.
„In zahlreichen Ecken Mainzer Haushalte befindet sich nicht mehr gebrauchte, alte Elektronik. Darunter sind häufig auch microSD-Karten, die nicht nur lose herumliegen, sondern sich auch in Geräten wie Kameras oder Handys verstecken“, so Sabine Gresch vom Agenda-Büro. „Wie viele andere ehemals moderne Technologien verstauben microSD-Karten heute, obwohl sie eigentlich noch funktionstüchtig sind.“
Die gesammelten Karten werden an die Audiopedia Foundation weitergereicht. Die Stiftung verleiht den ungenutzten Kleinstteilen ein neues Leben, indem sie die Karten datenschutzkonform aufbereitet, mit Hörbeiträgen bespielt, und anschließend nach Ruanda - seit 44 Jahren Partner des Landes Rheinland-Pfalz - verschickt. Dort werden die microSD-Karten über lokale Partnerorganisationen an Frauengruppen verteilt und eingesetzt, um Frauen Zugang zur Bildung durch Hörwissen zu ermöglichen. Dabei kümmert sich die Audiopedia Foundation auch um die notwendige technische Infrastruktur vor Ort.
Die microSD-Karten stellen ein barrierearmes und auch offline zugängliches Informationsangebot in über 80 Sprachen dar. Das Hörwissen ist essenziell, da Menschen in ländlichen Regionen in Afrika häufig keinen Zugang zu Internet oder anderen Bildungsmöglichkeiten haben, wodurch ihre Möglichkeiten sich über Themen wie Gesundheit, Familienplanung, Frauenrechten, Finanzen oder Landwirtschaft zu informieren begrenzt sind.
Ab sofort ist es auch in Mainz möglich, microSD-Karten für Kartenretter zu sammeln. Ein gemeinsames Projekt des Agenda-Büros, dem Mainzer Umweltladen, dem Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. sowie dem Fair Trade Team Mainz. „Wir unterstützen das Projekt sehr gern, weil es einen einfachen Beitrag zur Abfallvermeidung leistet und gleichzeitig etwas Gutes tut“, so Cordula Zimper vom Mainzer Umweltladen.
Wer nicht mehr benötigte microSD-Karten spenden möchte, findet eine Sammelbox im Umweltladen in der Steingasse 3.
„Durch das Spenden von microSD-Karten und das Verbreiten der Kartenretter-Idee können motivierte Mainzer:innen den Erfolg des Projekts unterstützen, ungenutzter Elektronik einen neuen Zweck verleihen und den Zugang zur Bildung von Frauen in Ruanda fördern“, motivierte Sabine Gresch.
„Die Verteilung der SD-Karten in Ruanda schafft für Frauen einen niedrigschwelligen Zugang zu wichtigen Informationen und Unterstützung – unabhängig davon, einen Arzt zu konsultieren. Gerade in ländlichen Regionen, in denen medizinische und beratende Anlaufstellen oft nur begrenzt oder in einiger Entfernung verfügbar sind, kann dies eine entscheidende Unterstützung darstellen. Ergänzend fördern die Inhalte den Austausch unter den Frauen: Gemeinsam angehörte Inhalte können Türöffner sein, um über Herausforderungen zu sprechen, Erfahrungen zu teilen, gegenseitige Unterstützung zu erfahren und dadurch neue Perspektiven und auch konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln,“ erklärt Layla Engeln vom Partnerschaftsvereine RLP/Ruanda e.V..
Weitere Infos zum Projekt „Kartenretter“ und der Audiopedia Foundation lassen sich auf den folgenden Webseiten nachlesen
Kartenretter in Mainz: microSD-Karten ein neues Leben verleihen
Das Mainzer Agenda-Büro lädt alle Mainzer:innen dazu ein, ihre Schubladen und Schränke nach alten, aber noch funktionstüchtigen microSD-Karten zu durchforsten und diese für das Projekt „Kartenretter“ im Mainzer Umweltladen zu sammeln.
„In zahlreichen Ecken Mainzer Haushalte befindet sich nicht mehr gebrauchte, alte Elektronik. Darunter sind häufig auch microSD-Karten, die nicht nur lose herumliegen, sondern sich auch in Geräten wie Kameras oder Handys verstecken“, so Sabine Gresch vom Agenda-Büro. „Wie viele andere ehemals moderne Technologien verstauben microSD-Karten heute, obwohl sie eigentlich noch funktionstüchtig sind.“
Die gesammelten Karten werden an die Audiopedia Foundation weitergereicht. Die Stiftung verleiht den ungenutzten Kleinstteilen ein neues Leben, indem sie die Karten datenschutzkonform aufbereitet, mit Hörbeiträgen bespielt, und anschließend nach Ruanda - seit 44 Jahren Partner des Landes Rheinland-Pfalz - verschickt. Dort werden die microSD-Karten über lokale Partnerorganisationen an Frauengruppen verteilt und eingesetzt, um Frauen Zugang zur Bildung durch Hörwissen zu ermöglichen. Dabei kümmert sich die Audiopedia Foundation auch um die notwendige technische Infrastruktur vor Ort.
Die microSD-Karten stellen ein barrierearmes und auch offline zugängliches Informationsangebot in über 80 Sprachen dar. Das Hörwissen ist essenziell, da Menschen in ländlichen Regionen in Afrika häufig keinen Zugang zu Internet oder anderen Bildungsmöglichkeiten haben, wodurch ihre Möglichkeiten sich über Themen wie Gesundheit, Familienplanung, Frauenrechten, Finanzen oder Landwirtschaft zu informieren begrenzt sind.
Ab sofort ist es auch in Mainz möglich, microSD-Karten für Kartenretter zu sammeln. Ein gemeinsames Projekt des Agenda-Büros, dem Mainzer Umweltladen, dem Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. sowie dem Fair Trade Team Mainz. „Wir unterstützen das Projekt sehr gern, weil es einen einfachen Beitrag zur Abfallvermeidung leistet und gleichzeitig etwas Gutes tut“, so Cordula Zimper vom Mainzer Umweltladen.
Wer nicht mehr benötigte microSD-Karten spenden möchte, findet eine Sammelbox im Umweltladen in der Steingasse 3.
„Durch das Spenden von microSD-Karten und das Verbreiten der Kartenretter-Idee können motivierte Mainzer:innen den Erfolg des Projekts unterstützen, ungenutzter Elektronik einen neuen Zweck verleihen und den Zugang zur Bildung von Frauen in Ruanda fördern“, motivierte Sabine Gresch.
„Die Verteilung der SD-Karten in Ruanda schafft für Frauen einen niedrigschwelligen Zugang zu wichtigen Informationen und Unterstützung – unabhängig davon, einen Arzt zu konsultieren. Gerade in ländlichen Regionen, in denen medizinische und beratende Anlaufstellen oft nur begrenzt oder in einiger Entfernung verfügbar sind, kann dies eine entscheidende Unterstützung darstellen. Ergänzend fördern die Inhalte den Austausch unter den Frauen: Gemeinsam angehörte Inhalte können Türöffner sein, um über Herausforderungen zu sprechen, Erfahrungen zu teilen, gegenseitige Unterstützung zu erfahren und dadurch neue Perspektiven und auch konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln,“ erklärt Layla Engeln vom Partnerschaftsvereine RLP/Ruanda e.V..
Weitere Infos zum Projekt „Kartenretter“ und der Audiopedia Foundation lassen sich auf den folgenden Webseiten nachlesen
02.09.2026
Wie geht es mit maroden Spielplätzen in Mainz weiter?
An den maroden Geräten auf dem Goetheplatz hat sich kaum etwas getan. Der Spielplatz sei nutzbar, sagt die Stadt. Wann ein Abbau geplant ist und was sich auf anderen Plätzen tut - AZ Mainz (plus)
Wie geht es mit maroden Spielplätzen in Mainz weiter?
An den maroden Geräten auf dem Goetheplatz hat sich kaum etwas getan. Der Spielplatz sei nutzbar, sagt die Stadt. Wann ein Abbau geplant ist und was sich auf anderen Plätzen tut - AZ Mainz (plus)

(Foto: Björn Habel)
02.09.2026
Stadt Mainz zieht positives Fazit zum Pooling-Projekt
Das innovative Betreuungsprojekt an der Feldbergschule zeigt Erfolg: Eltern und Lehrer loben das Modell, das flexible Betreuung für Schüler mit besonderen Bedürfnissen ermöglicht - AZ Mainz (plus)
Stadt Mainz zieht positives Fazit zum Pooling-Projekt
Das innovative Betreuungsprojekt an der Feldbergschule zeigt Erfolg: Eltern und Lehrer loben das Modell, das flexible Betreuung für Schüler mit besonderen Bedürfnissen ermöglicht - AZ Mainz (plus)

(Foto: Sascha Kopp)
02.09.2026
Werner & Mertz an Spitze der innovativsten Mittelständler
Das Mainzer Unternehmen Werner & Mertz ist unter den Top 3 Prozent auf der Innovationsliste der „WirtschaftsWoche“ und fördert aktiv Nachhaltigkeit durch seine Recyclat-Initiative - AZ Mainz (plus)
Werner & Mertz an Spitze der innovativsten Mittelständler
Das Mainzer Unternehmen Werner & Mertz ist unter den Top 3 Prozent auf der Innovationsliste der „WirtschaftsWoche“ und fördert aktiv Nachhaltigkeit durch seine Recyclat-Initiative - AZ Mainz (plus)

(Foto: Werner & Mertz GmbH)
02.09.2026
Löst Radnetz neue Debatte um Radweg auf Kaiserstraße aus?
Mitten im Stau-Chaos sorgen rote Linien in der Radnetz-Vision in der Kaiserstraße für Irritation bei Autofahrern. Wie man sie deuten könnte und was die Mainzer Politik dazu sagt - AZ Mainz (plus)
Löst Radnetz neue Debatte um Radweg auf Kaiserstraße aus?
Mitten im Stau-Chaos sorgen rote Linien in der Radnetz-Vision in der Kaiserstraße für Irritation bei Autofahrern. Wie man sie deuten könnte und was die Mainzer Politik dazu sagt - AZ Mainz (plus)

(Foto: Björn Habel)
01.09.2026
Sepsis – unterschätzte Gefahr für Ältere und Kinder
Sepsis, oft auch Blutvergiftung genannt, gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wer eine Sepsis übersteht, kann schwere Folgeschäden davontragen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Kinder. Wird eine Sepsis rechtzeitig behandelt, ist sie meist heilbar. Umso wichtiger ist es, mögliche Anzeichen zu kennen und bei einem Verdacht schnell ärztliche Hilfe zu suchen. Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2026 wird dafür genutzt, das öffentliche Bewusstsein für Sepsis zu stärken.
Was passiert bei einer Sepsis?
Bei Kindern können Veränderungen im Verhalten erste Warnzeichen sein: Sie spielen nicht mehr, verweigern Essen und Trinken und lassen sich dazu auch nicht animieren. Körperliche Symptome sind:
Bei Babys sollte man aufmerksam werden, wenn sie vermehrt schlafen, kaum geweckt werden können und kein Interesse am Füttern haben. Dazu können folgende Symptome auf eine Sepsis hinweisen:
Im Internet findet man unter dem Stichwort Deutschland erkennt Sepsis umfangreiche Informationen zu Sepsis vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. Dazu gehören auch Schulungsvideos zu Sepsis auf YouTube, die sich insbesondere an pflegende Angehörige wenden.
Was ist zu tun?
Wie geht es weiter?
Sepsis – unterschätzte Gefahr für Ältere und Kinder
Sepsis, oft auch Blutvergiftung genannt, gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wer eine Sepsis übersteht, kann schwere Folgeschäden davontragen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Kinder. Wird eine Sepsis rechtzeitig behandelt, ist sie meist heilbar. Umso wichtiger ist es, mögliche Anzeichen zu kennen und bei einem Verdacht schnell ärztliche Hilfe zu suchen. Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2026 wird dafür genutzt, das öffentliche Bewusstsein für Sepsis zu stärken.
Was passiert bei einer Sepsis?
Eine Sepsis geht immer von einer Infektion im Körper aus. Im
Normalfall wehrt sich das Immunsystem dagegen. Im Fall einer Sepsis
gerät es jedoch außer Kontrolle: Nicht nur die Krankheitserreger,
sondern auch andere, gesunde Zellen im Körper werden bekämpft. Das
führt dazu, dass Zellen absterben und Organe versagen – eine
lebensbedrohliche Situation entsteht.
Wer bekommt eine Sepsis?
Wer bekommt eine Sepsis?
Grundsätzlich kann jede Infektion in jedem Alter zu einer Sepsis
führen. Aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen sind ältere
Menschen, Schwangere, Neugeborene und Kinder aber besonders
gefährdet.
- Ältere Menschen haben häufiger Vorerkrankungen, und ihr Immunsystem ist oft geschwächt.
- Bei Neugeborenen dagegen ist das Immunsystem noch nicht fertig ausgebildet.
- Während der Schwangerschaft werden einige Funktionen des körpereigenen Abwehrsystems unterdrückt, so dass die Frauen anfälliger für bestimmte Infektionen sind.
- Ältere Kinder werden immer mehr Bakterien, Viren und anderen Entzündungsauslösern ausgesetzt, gegen die sie sich wehren müssen.
Der größte Risikofaktor ist in allen Altersgruppen, dass die
Symptome einer Sepsis nicht richtig eingeordnet werden – auch für
medizinisches oder pflegerisches Personal ist das nicht immer
einfach.
Was sind die Anzeichen einer Sepsis?
Was sind die Anzeichen einer Sepsis?
Die Anzeichen einer Sepsis können sehr unterschiedlich sein.
Typisch ist jedoch, dass sich die mit der ursprünglichen Entzündung
verbundenen Beschwerden massiv verändern. Am häufigsten sind
folgende Symptome:
- plötzliche und rasche Verschlechterung des Gesundheitszustands
- extremes Krankheitsgefühl bis hin zur Todesangst
- Übelkeit und Erbrechen ohne erkennbar andere Ursache
- neu auftretende Verwirrung oder andere Wesensveränderungen
- Schmerzen im ganzen Körper
- schnelle, abgehackte Atmung
- sehr hoher oder sehr niedriger Puls
- deutlich erniedrigter Blutdruck
- Anzeichen von Organversagen, zum Beispiel blaue Verfärbungen bei Lungenversagen
Bei Kindern können Veränderungen im Verhalten erste Warnzeichen sein: Sie spielen nicht mehr, verweigern Essen und Trinken und lassen sich dazu auch nicht animieren. Körperliche Symptome sind:
- hohes Fieber über 38 Grad
- fleckige Haut, kalte Gliedmaßen
- sehr schneller Herzschlag
- starkes Unwohlsein oder Schmerzen
- Kurzatmigkeit
Bei Babys sollte man aufmerksam werden, wenn sie vermehrt schlafen, kaum geweckt werden können und kein Interesse am Füttern haben. Dazu können folgende Symptome auf eine Sepsis hinweisen:
- Temperatur über 38 oder unter 36 Grad
- angestrengte Atmung
Im Internet findet man unter dem Stichwort Deutschland erkennt Sepsis umfangreiche Informationen zu Sepsis vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. Dazu gehören auch Schulungsvideos zu Sepsis auf YouTube, die sich insbesondere an pflegende Angehörige wenden.
Was ist zu tun?
Sepsis ist lebensbedrohlich – deshalb muss schnell gehandelt
werden, wenn Sie bei einer Person eins oder mehrere der genannten
Anzeichen feststellen.
- Wählen Sie direkt den Notruf 112.
- Weisen Sie auf die Möglichkeit einer Sepsis hin.
- Beschreiben Sie die ursprüngliche Infektion und weitere Risikofaktoren.
- Schildern Sie die Symptome, die Ihrer Einschätzung nach eine Sepsis begründen. Machen Sie sich evtl. Notizen dazu, um nichts zu vergessen.
- Wenn angebracht: Betonen Sie, dass Sie die gefährdete Person am besten kennen und die Veränderungen gut einschätzen können.
- Bitten sie nachdrücklich um eine Einweisung in die Klinik.
Wie geht es weiter?
Eine Sepsis wird intensivmedizinisch behandelt. Auch nach der
Entlassung müssen drei Viertel der Überlebenden mit
gesundheitlichen Folgen und einem langen Genesungsprozess
rechnen.
Wie kann man einer Sepsis vorbeugen?
Wie kann man einer Sepsis vorbeugen?
Die wichtigste Vorsorge ist, sich vor Infektionen zu schützen.
Dazu sollten Hygieneregeln beachtet werden: regelmäßiges und
gründliches Händewaschen, gute Toilettenhygiene und ein
sorgfältiger Schutz von Wunden durch Verband, Pflaster oder
Wundspray. Insbesondere, wenn Katheter oder Drainagen benutzt werden,
ist Hygiene wichtig. Auch Impfungen, wie die Pneumokokken-Impfung
oder die Grippe-Impfung, stellen einen Schutz dar.
© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Susanne Schneider, freistil-texte.de
© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Susanne Schneider, freistil-texte.de
01.09.2026
Diebstahl von Stromkabeln am Zollhafen
Im Tatzeitraum von 28.08.2026 ca. 18:00 Uhr bis 31.08.2026 ca. 06:30 Uhr entwenden bislang unbekannte Täter verschiedene Starkstromkabel aus einem Rohbau am Mainzer Zollhafen. Die Schadenshöhe beläuft sich auf ca. 1500 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Diebstahls aufgenommen.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131 65-34250 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.
Diebstahl von Stromkabeln am Zollhafen
Im Tatzeitraum von 28.08.2026 ca. 18:00 Uhr bis 31.08.2026 ca. 06:30 Uhr entwenden bislang unbekannte Täter verschiedene Starkstromkabel aus einem Rohbau am Mainzer Zollhafen. Die Schadenshöhe beläuft sich auf ca. 1500 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Diebstahls aufgenommen.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131 65-34250 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz2@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.
01.09.2026
Krankenhausreform in Deutschland ab 1.1.2027
Krankenhausreform in Deutschland ab 1.1.2027
Informationen
der AG der Patientenorganisationen in Rheinland-Pfalz
Zum 1. Januar 2027 greift die seit vielen Jahren geplante Krankenhausreform in ganz Deutschland und so auch in Rheinland-Pfalz. Durch die frühzeitige Vorbereitung des Ministeriums und des Medizinischen Dienstes wird Rheinland-Pfalz Anfang September eines der ersten, wenn nicht das erste Bundesland sein, das den Kliniken die Leistungsgruppenbescheide zusenden kann.
Als Arbeitsgemeinschaft der Patientenorganisationen in Rheinland-Pfalz waren wir über die Mitgliedschaft im Ausschuss für Landeskrankenhausplanung und der zugehörigen Expertengruppe in den Prozess eingebunden.
Das zentrale Kernelement der Reform ist die Einführung bundeseinheitlich definierter Leistungsgruppen. Danach werden alle Leistungen, die ein Krankenhaus erbringen (und abrechnen) kann, in 61 medizinische Leistungsgruppen eingeteilt. Krankenhäuser konnten diese Leistungsgruppen einzeln beim rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium beantragen. Für jede Leistungsgruppe sind personelle und sachliche Qualitätsanforderungen festgelegt, die von der Klinik erfüllt werden müssen, die Prüfung übernahm der Medizinische Dienst. Die Mitarbeiter:innen des Gesundheitsministeriums haben auf Grundlage der Gutachten sowie anderer Kriterien wie der Erreichbarkeit durch die Bevölkerung und der Bevölkerungsstruktur in einzelnen Regionen entschieden, welche Anträge positiv bzw. negativ beschieden werden. Die sich daraus ergebenden Veränderungen werden sich unter anderem in der Schließung einzelner Abteilungen zum 1.1.2027 und einer Verringerung der Bettenzahl zeigen.
Dennoch wird für Patientinnen und Patienten 2027 nicht plötzlich eine völlig neue Krankenhauslandschaft entstehen. Wahrscheinlicher ist ein mehrjähriger Umbau, bei dem sich zunehmend verändert, welches Krankenhaus welche Behandlung anbietet und wie weit Verbraucher dafür fahren müssen.
Es ist das explizite Ziel der Krankenhausreform, Überkapazitäten abzubauen, um die Qualität der erbrachten Leistungen zu steigern.
Für viele kleinere Häuser, die künftig keine umfassende Notfall- und Spezialversorgung mehr leisten können, sondern vorrangig für Alltagsnotfälle zuständig sein sollen, bietet die Umwandlung in ein sektorenübergreifendes Versorgungskrankenhaus („Regioklinik“) eine zukunftsfähige Perspektive. Diese Regiokliniken sollen eine Brücke zwischen der ambulanten und der stationären Versorgung bilden, indem sie die stationäre Basisversorgung eng mit Facharztpraxen, pflegerischen Angeboten und Reha-Kapazitäten verzahnen. Speziell hier sind aber noch Fragen zur Finanzierung und notwendigen Übergangsphasen offen, die hoffentlich schnell geklärt werden.
Nach dem Bekanntwerden der Bescheide werden die Träger der Krankenhäuser reagieren, sodass in den nächsten Wochen mit Meldungen über Schließungen oder Umwandlungen von Krankenhäusern zu rechnen ist. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Neuordnung wird sich die AG der Patientenorganisationen in Rheinland-Pfalz nicht zu einzelnen Trägerentscheidungen positionieren, unterstützt aber das Reformvorhaben als solches.
In diesem Zusammenhang fordern wir:
Zum 1. Januar 2027 greift die seit vielen Jahren geplante Krankenhausreform in ganz Deutschland und so auch in Rheinland-Pfalz. Durch die frühzeitige Vorbereitung des Ministeriums und des Medizinischen Dienstes wird Rheinland-Pfalz Anfang September eines der ersten, wenn nicht das erste Bundesland sein, das den Kliniken die Leistungsgruppenbescheide zusenden kann.
Als Arbeitsgemeinschaft der Patientenorganisationen in Rheinland-Pfalz waren wir über die Mitgliedschaft im Ausschuss für Landeskrankenhausplanung und der zugehörigen Expertengruppe in den Prozess eingebunden.
Das zentrale Kernelement der Reform ist die Einführung bundeseinheitlich definierter Leistungsgruppen. Danach werden alle Leistungen, die ein Krankenhaus erbringen (und abrechnen) kann, in 61 medizinische Leistungsgruppen eingeteilt. Krankenhäuser konnten diese Leistungsgruppen einzeln beim rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium beantragen. Für jede Leistungsgruppe sind personelle und sachliche Qualitätsanforderungen festgelegt, die von der Klinik erfüllt werden müssen, die Prüfung übernahm der Medizinische Dienst. Die Mitarbeiter:innen des Gesundheitsministeriums haben auf Grundlage der Gutachten sowie anderer Kriterien wie der Erreichbarkeit durch die Bevölkerung und der Bevölkerungsstruktur in einzelnen Regionen entschieden, welche Anträge positiv bzw. negativ beschieden werden. Die sich daraus ergebenden Veränderungen werden sich unter anderem in der Schließung einzelner Abteilungen zum 1.1.2027 und einer Verringerung der Bettenzahl zeigen.
Dennoch wird für Patientinnen und Patienten 2027 nicht plötzlich eine völlig neue Krankenhauslandschaft entstehen. Wahrscheinlicher ist ein mehrjähriger Umbau, bei dem sich zunehmend verändert, welches Krankenhaus welche Behandlung anbietet und wie weit Verbraucher dafür fahren müssen.
Es ist das explizite Ziel der Krankenhausreform, Überkapazitäten abzubauen, um die Qualität der erbrachten Leistungen zu steigern.
Für viele kleinere Häuser, die künftig keine umfassende Notfall- und Spezialversorgung mehr leisten können, sondern vorrangig für Alltagsnotfälle zuständig sein sollen, bietet die Umwandlung in ein sektorenübergreifendes Versorgungskrankenhaus („Regioklinik“) eine zukunftsfähige Perspektive. Diese Regiokliniken sollen eine Brücke zwischen der ambulanten und der stationären Versorgung bilden, indem sie die stationäre Basisversorgung eng mit Facharztpraxen, pflegerischen Angeboten und Reha-Kapazitäten verzahnen. Speziell hier sind aber noch Fragen zur Finanzierung und notwendigen Übergangsphasen offen, die hoffentlich schnell geklärt werden.
Nach dem Bekanntwerden der Bescheide werden die Träger der Krankenhäuser reagieren, sodass in den nächsten Wochen mit Meldungen über Schließungen oder Umwandlungen von Krankenhäusern zu rechnen ist. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Neuordnung wird sich die AG der Patientenorganisationen in Rheinland-Pfalz nicht zu einzelnen Trägerentscheidungen positionieren, unterstützt aber das Reformvorhaben als solches.
In diesem Zusammenhang fordern wir:
- Klare Patientensteuerung und Aufklärungskampagnen, damit Patient:innen auch künftig wissen, in welches Krankenhaus sie fahren können.
- Eine flächendeckende und barrierefreie Erreichbarkeit gerade bei Alltagsnotfällen
- Eine zeitnahe Anpassung des Rettungsdienstes und der Krankentransportdienste an die geänderte Krankenhauslandschaft
- Schnelle und transparente Festlegung der Finanzierung der künftigen Regiokliniken, damit Übergänge gelingen und Versorgung nicht abbricht
- Eine gemeinsame Anstrengung von Land und Krankenhausgesellschaft, um in den Leistungsgruppen, in denen zu wenige Anträge gestellt wurden, trotzdem eine umfassende und flächendeckende Versorgung herzustellen
Die Krankenhausreform ist ein notwendiger Schritt, damit wir auch
in Zukunft eine flächendeckende Versorgung in Rheinland-Pfalz
sicherstellen können.
Die Arbeitsgemeinschaft der Patientenorganisationen vertritt die Interessen von Patientinnen und Patienten in den Gremien im Land Rheinland-Pfalz. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind die maßgeblichen Organisationen auf Landesebene nach §140 f SGB V. Dies sind derzeit:
LAG Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in Rheinland-Pfalz e.V.
Sozialverband Deutschland, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland
Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz e.V.
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.
Die Arbeitsgemeinschaft der Patientenorganisationen vertritt die Interessen von Patientinnen und Patienten in den Gremien im Land Rheinland-Pfalz. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind die maßgeblichen Organisationen auf Landesebene nach §140 f SGB V. Dies sind derzeit:
LAG Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in Rheinland-Pfalz e.V.
Sozialverband Deutschland, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland
Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz e.V.
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.

