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Die Meldungen von Februar 2026 - Die Themen des Monats

14.02.2026
Fasten – Verzicht für die Gesundheit
Der Aschermittwoch leitet die Fastenzeit ein – nicht nur in religiösen Gegenden. Die 40 Tage bis Ostern sind heute für viele Menschen ein willkommener Anlass, die Bremse zu ziehen und bewusst auf Nahrung oder bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten. Immer öfter geht es dabei nicht nur ums Abnehmen - sondern darum, sich von eingeschliffenen Ernährungsgewohnheiten zu lösen und zu einer gesünderen Lebensweise zu finden.

Woher kommt das Fasten?
Die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt, hat ihren Ursprung im Christentum. Seit dem frühen Mittelalter bereiten sich Gläubige damit auf das Osterfest und die Feier der Auferstehung Jesu Christi vor. Auch die meisten anderen Religionen kennen das Fasten, etwa der Islam mit dem Ramadan oder das Judentum und der Hinduismus mit bestimmten Fastentagen. Hinter dem Verzicht auf Nahrung steht beim religiösen Fasten das Streben nach spiritueller Vertiefung und Besinnung. Abschalten, zur Ruhe kommen, das seelische Gleichgewicht wiederfinden – diese Aspekte verbinden meist auch nicht-gläubige Menschen mit dem Fasten. Neben der Gewichtsreduktion und der Gesundheitsvorsorge ist daher auch Stressabbau häufig ein Ziel, wenn man sich zum Fasten entschließt.

Fasten in der Medizin
In der Medizin ist das „Heilfasten“ schon seit tausenden von Jahren bekannt, und bei manchen Erkrankungen ist seine lindernde Wirkung weitgehend anerkannt. Bei Diabetes Typ 2 kann das Fasten den Stoffwechsel positiv beeinflussen. Da der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel die Entzündungsaktivität im Körper einschränkt, kann Fasten bei rheumatischen Erkrankungen zur Schmerzlinderung beitragen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass gerade Menschen mit Vorerkrankungen ihre Fastenpläne unbedingt ärztlich abklären sollten. Hinter dem Begriff „Heilfasten“ stehen in der Regel spezielle Kuren unter ärztlicher Aufsicht.

Weit verbreitet: Wetten-dass-Fasten
Wetten, dass … ich es schaffe, bis Ostern auf meine geliebte Schokolade, das Glas Wein am Abend oder den Schinken auf dem Brot zu verzichten? Wer sich in der Zeit zwischen Fastnacht und Ostern für das Fasten entschließt, stellt sich oft selbst vor eine Herausforderung, die gleichzeitig der Gesundheit dient. Meist verzichtet man auf ein bestimmtes Lebens- oder Genussmittel, zum Beispiel Alkohol. So hat die Leber Gelegenheit zur Erholung. Oft sinkt der Blutdruck. Werden die Kalorien aus dem Alkohol nicht durch andere ersetzt, schwinden auch ein paar Pfunde.

Wer vorübergehend „trocken“ lebt, schläft in der Regel besser, tut seiner Haut Gutes und kann sich meist über mehr Energie freuen. Und im besten Fall ist es der Beginn eines dauerhaften Verzichts.

Andere verbannen während ihrer Fastenzeit den Zucker aus ihrem Leben – wobei viele Lebensmittel auf natürliche Art und Weise Zucker enthalten und man deshalb besser von Süßigkeitenfasten spricht. Die vielen süßen Kleinigkeiten zwischendurch, die vermeintlich die Nerven stärken, die der Körper aber nicht braucht, belasten unter anderem die Bauchspeicheldrüse. Sie steuert den Insulinhaushalt, über den Zucker in Energie verwandelt wird. Ist die Zuckerzufuhr zu groß, werden die überflüssigen Kalorien in Fett umgesetzt. Fett wiederum gilt als entzündungsfördernd, was bei der Entstehung von Krebs, bei Arthritis und anderen entzündlichen Krankheiten eine Rolle spielen kann.

Egal auf welches Lebensmittel man eine Zeitlang verzichtet – das Fasten bringt den Stoffwechsel auf Trab, es unterstützt die Zellreinigungsprozesse und kann auch das Immunsystem stärken. Und hat man es erst geschafft, mehrere Wochen auf Fleisch und Wurst, Milchprodukte, Fast Food oder fettige Chips zu verzichten, kann man sich schon allein deshalb besser fühlen.

Im Trend: Intervallfasten
Das Intervallfasten erfreut sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit, weil es als besonders erfolgreiche Methode gilt, um abzunehmen oder das Gewicht zu halten. Außerdem lässt es sich flexibel in den Alltag integrieren, da es keine strengen Diätvorschriften erfordert. Intervallfasten beruht darauf, dass man phasenweise nichts oder nur wenig isst. Am bekanntesten sind die so genannte 16:8- und die 5:2-Methode. Bei der 16:8-Methode nimmt man 16 Stunden lang nichts zu sich, in den verbleibenden 8 Stunden des Tages können zwei beliebige Mahlzeiten eingenommen werden. Bei der 5:2-Methode isst man an 5 Tagen die Woche normal, an den anderen zwei Tagen nur sehr wenig. Intervallfasten ist sinnvoll, wenn es nicht als kurzfristige Diät gesehen wird, sondern als bewusste Ernährungsform, die regelmäßig in die eigene Lebensweise integriert wird. Dann kann es nachhaltig zur Gewichtsreduzierung führen und sich so auf Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes auswirken. Wichtig ist: Wer dauerhaft Medikamente einnehmen muss, sollte vor dem Intervallfasten ärztlichen Rat einholen, da einige Präparate Nahrung zur besseren Verträglichkeit benötigen.

Im Gespräch: Basenfasten
Beim Basenfasten verzichtet man auf Nahrungsmittel, die beim Verdauen saure chemische Verbindungen bilden. Das sind nicht unbedingt sauer schmeckende Produkte, sondern vor allem tierische Lebensmittel, viele Hülsenfrüchte, Nudeln, Brot, Zucker sowie Kaffee und Alkohol. Während des Basenfastens wird hauptsächlich Gemüse und säurearmes Obst gegessen. Auch Nüsse und Samen, Kartoffeln und sogar Zitronen sind erlaubt. Die Idee dahinter ist, dass der menschliche Körper so vor einer Übersäuerung geschützt werden kann. Allerdings ist es umstritten, ob der Körper überhaupt übersäuern kann. Kritisch gesehen wird auch, dass beim Basenfasten viele gesunde Lebensmittel entfallen und häufig Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz kommen. Als Einstieg in eine stärker vegetarische Ernährung kann das Basenfasten über einen Zeitraum von maximal zwei Wochen gegebenenfalls sinnvoll sein. Auch hier gilt: Lassen Sie sich vor Fastenbeginn von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt beraten.

Am besten unter Aufsicht: Heilfasten
Das moderne Heilfasten wurde von dem Arzt Otto Buchinger Anfang des 20. Jahrhunderts begründet. Während der Fastendauer sind lediglich klare Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäfte, Honig sowie große Mengen an Kräutertee oder Wasser erlaubt. Die gesamte Fastenzeit unterliegt genauen Regeln. Das Heilfasten sollte – zumindest beim ersten Mal – unter ärztlicher oder therapeutischer Anleitung vorgenommen werden. In Kliniken kann das Heilfasten nach Buchinger bis zu vier Wochen dauern, leichter zu realisieren sind sieben bis zehn Tage, da auch die körperliche Aktivität und der Alltagsstress in dieser Zeit heruntergefahren werden sollen. Heilfasten gilt als Mittel zur Krankheitsprävention und als spirituelle Pause. Es kann aber auch im Rahmen einer Therapie eingesetzt werden, beispielsweise bei Diabetes, Gelenk- und Hauterkrankungen, chronischen Darmerkrankungen, Durchblutungsstörungen und Asthma. Zur Gewichtsabnahme ist Heilfasten nur bedingt geeignet, da es leicht zu Jo-Jo-Effekten kommt. Aber es kann ein guter Einstieg in eine dauerhafte Ernährungsumstellung sein.

Vorsicht: Nicht allen tut Fasten gut
Bei all dem Positiven, das Fasten bewirkt – es kann auch unerwünschte Wirkungen haben. Wer für eine Weile komplett oder weitgehend auf Nahrung verzichtet, ist anfällig für Kopfschmerzen und Kreislaufstörungen. Auch Herzbeschwerden, Gichtanfälle, Seh- und Schlafstörungen können auftreten. Auf keinen Fall sollten Menschen mit schweren Herz- und Nierenerkrankungen, Krebs, Gicht oder Gallenproblemen fasten, ebenso Schwangere und Stillende. Auch alten Menschen und Menschen mit Untergewicht wird vom Fasten abgeraten, Kindern sowieso. Grundsätzlich ist die Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin vor Fastenbeginn sinnvoll, unbedingt nötig ist sie für Menschen mit Stoffwechselerkrankungen und jeder Art von chronischer Erkrankung.

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Susanne Schneider, freistil-texte.de;  Redaktion: Andrea Sudiana, Mail: asudiana@lzg-rlp.de

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14.02.2026
Kontrastprogramm: Musikgenuss im Martinsstift Mainz
Renommierte Musiker begeistern Bewohnerinnen und Bewohner mit zwei Konzerten

Im Februar fanden im Martinsstift Mainz zwei Konzerte mit renommierten Musikern statt, die kaum unterschiedlicher hätten sein können. Zuerst gab Michael Form ehrenamtlich ein Flötenkonzert für die Bewohnerinnen und Bewohner. Michael Form ist ein in Mainz geborener, renommierter Blockflötist und Orchester- und Operndirigent mit Weltruf. Der Profimusiker erhielt bereits die goldene Stimmgabel in Frankreich für sein Album „Bach Remixed", lehrt als Professor in Bern (Schweiz) und gilt als einer der facettenreichsten Musiker seiner Generation. Im Martinsstift spielte er Stücke der Renaissance und des Barocks. Bewundernd reagierte das Publikum auf die französischen Bach-Suiten, die Michael Form selbst von Klavier auf Flöte umgeschrieben hat. Die Bewohnerinnen und Bewohner waren so begeistert, dass der Instrumentalvirtuose einige Zugaben spielen musste. Michael Form versprach wiederzukommen.

Auch Mainzer Fastnacht hält Einzug ins Martinsstift

Eine Woche später war die bekannte Fastnachtsmusikgruppe „Die Maledos" in der Einrichtung zu Gast. Das Trio kam allerdings nur als Duo, weil Uwe Ferger erkrankt war. Die Maledos mit Klaus Dieter Becht am Akkordeon und Dieter Scheffler am Kontrabass sind international durch Funk und Fernsehen bekannt, traten im ZDF in der „Schlagerparade" oder auch bei „Mainz bleibt Mainz" auf. Sie gehören dem Mainzer Fastnachtsverein „Die Bohnebeitel" an, der auch im SWR seine Fernsehsitzung hält. Das Duo brachte Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Hits wie „Ohne Worscht, ohne Woi“, „De Meenzer Wutzetango“, „Mir sin stolz druff, dass mer Meenzer sin" oder „Oi, oi, oi, oi" in eine ausgelassene Stimmung und war ein hochkarätiger Einstieg in die Kampagne 2026. Auch sie traten ehrenamtlich auf, wofür sich das Martinsstift herzlich bedankte.

Fotos: Martinsstift Mainz

13.02.2026
Bundespolizei greift bei gefährlicher Situation am Bahnhofsvorplatz in Mainz ein
Am Nachmittag, des 12. Februar 2026 kam es am Mainzer Hauptbahnhof zu einem Einsatz der Bundespolizei. Die eingesetzten Kräfte konnten beobachten, wie ein Mann einer Frau aus geringer Entfernung eine schwarze Pistole an den Kopf hielt.

Die Beamten forderten umgehend weitere Kräfte zur Unterstützung an, um eine Kontrolle durchzuführen.

Bei Annäherung des Mannes, wurde er umgehend angesprochen und aufgefordert seine Hände aus seinen Taschen zu nehmen. Dieser Aufforderung kam der Mann, hier ein 31-jährige Deutscher, zu keinem Zeitpunkt nach, weshalb die Beamten ihm den Einsatz eines Tasers (Distanz-Elektroimpulsgerät, DEIG) androhten.

Er konnte schließlich zu Boden gebracht und gefesselt werden. Dabei leistete dieser erheblichen Widerstand, wobei es zu Tritten gegen die Polizisten kam. Ebenso wurden die Beamte bedroht und bespuckt, weswegen dem Mann eine Spuckhaube angelegt werden musste. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand

Bei der Dursuchung konnte schließlich eine Softair aufgefunden und sichergestellt werden.

Ein auf der Dienstelle durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,11 Promille.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte und Bedrohung eingeleitet.

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13.02.2026
Streit am Hauptbahnhof führt zu Polizeieinsatz
Am 13. Februar 2026, gegen 1 Uhr kam es am Hauptbahnhof Mainz zu einem Polizeieinsatz.

Während eines Streifengangs bemerkten Beamte der Bundespolizei einen Streit zwischen zwei Frauen. Dabei handelte es sich zunächst um eine verbale Auseinandersetzung.

Hier soll eine 20-jährige afghanische Staatsangehörige sich aggressiv gegenüber einer 21-jährigen Frau, ebenfalls mit afghanischer Staatsangehörigkeit, verhalten haben.

Beim Einschreiten der eingesetzten Kräfte, reagierte die 20-jährige Frau aggressiv und unkooperativ. Der darauf erfolgte Platzverweis, der ihr von den Beamten erteilt wurde, kam sie zu keiner Zeit nach. Auch nach erfolgter Androhung, dass man den Platzverweis mit Zwang durchsetzen würde, folgte die Frau der Anweisung nicht.

Bei der Durchsetzung der Maßnahme, ließ sich die in Gewahrsam genommene Frau mehrmals absichtlich fallen und fing an zu schreien. Sie konnte anschließend auf das Bundespolizeirevier Mainz verbracht werden. Dort ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille.

Gegen die 20-jährige Frau wurde eine Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

13.02.2026
Trickdiebstahl und anschließender Missbrauch einer Bankkarte
Ein 78-jähriger Geschädigter erschien am 12.02.2026 gegen 18:00 Uhr auf einer Mainzer Polizeidienststelle und erstattete Anzeige wegen eines Trickdiebstahls.

Nach Angaben des Mannes befand er sich am Mittwoch, dem 11.02.2026 gegen 11:30 Uhr zu Fuß auf dem Heimweg. Er lief die Hindenburgstraße in Richtung Goethepark entlang, als ihm auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein unbekannter Mann auffiel, der ihm zuwinkte. Der Unbekannte begab sich schließlich zu ihm und fragte, ob er 50 Cent für einen Parkautomaten habe. Als der Geschädigte in seinem Geldbeutel nach Kleingeld suchte, griff der Mann unvermittelt selbst hinein, entnahm 50 Cent und übergab im Gegenzug 1 Euro. Anschließend entfernte sich der Täter in unbekannte Richtung.

Der Geschädigte setzte seinen Heimweg in Richtung Leibnizstraße fort. Beim Aufschließen seiner Wohnungstür näherte sich ihm plötzlich eine männliche Person von hinten und half ihm ungefragt beim Öffnen der Tür. Ob es sich hierbei um denselben Mann handelte, ist derzeit unklar. Die vom Geschädigten mitgeführte Tasche trug er währenddessen am Körper. Nachdem er seine Wohnung betreten hatte, stellte der Mann fest, dass sich sein Geldbeutel nicht mehr in der Tasche befand. Darin befanden sich Bargeld, Ausweisdokumente und diverse Karten. Unmittelbar danach begab sich der Geschädigte zu seiner Bankfiliale, um die EC-Karte sperren zu lassen. Hierbei wurde festgestellt, dass bereits mehrere unberechtigte Abbuchungen erfolgt waren.

Die Ermittlungen wegen Trickdiebstahl und Computerbetrug wurden aufgenommen.

Zeugen, die im Bereich der Hindenburgstraße, des Goetheparks oder der Leibnizstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 65-33999 in Verbindung zu setzen

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12.02.2026
Falsche Ferienhäuser – echte Schäden
LKA und Verbraucherzentrale RLP geben Tipps für einen sicheren Urlaub

Viele Menschen beginnen zurzeit mit der Planung ihres Oster- oder Sommerurlaubs und suchen online nach einer passenden Ferienunterkunft. Doch Vorsicht: Immer wieder locken Betrüger im Netz mit scheinbar unschlagbar günstigen Angeboten.

Das Problem: Die Unterkunft existiert oft gar nicht. Wer bucht und vorab bezahlt, steht bei der Anreise plötzlich vor verschlossenen Türen – ohne Ferienhaus, ohne Ansprechpartner und erhält meist auch kein Geld zurück.

Woran erkennt man betrügerische Angebote?

Typische Warnsignale sind:
  • Auffällig niedrige Preise, die deutlich unter dem üblichen Niveau der Region liegen.
  • Unvollständige oder gefälschte Impressumsangaben, beispielsweise ohne Steuernummer oder konkreten Firmensitz.
  • Ausschließlich Vorkasse per Überweisung oder Bargeldtransferdienste wie Western Union oder MoneyGram möglich (diese Zahlungen sind im Betrugsfall kaum rückholbar).
  • Kein persönlicher Kontakt möglich: Telefonanfragen bleiben unbeantwortet, Kommunikation läuft nur über E-Mail oder Messenger.

Wie man sich vor Ferienhaus-Betrug schützen kann:
  • Auf vollständige Kontaktdaten, ein seriöses Impressum und eine sichere Verbindung (https), achten.
  • Möglichst per Kreditkarte oder Lastschrift zahlen, da hier bessere Chancen auf Rückbuchung bestehen.
  • Bilder über eine Rückwärtssuche im Internet prüfen – häufig werden Fotos aus fremden Inseraten übernommen.
  • Mit dem Anbieter sprechen: Ist kein persönlicher Kontakt möglich, ist höchste Vorsicht geboten.

Was tun im Verdachtsfall?
  • Sofort den Betreiber des Buchungsportals informieren.
  • Anzeige erstatten bei der örtlichen Polizeidienststelle oder über die Onlinewache.
  • Alle Unterlagen sichern: Chats, E-Mails, Buchungsbestätigungen und Zahlungsnachweise.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
 

12.02.2026
Neue Quartiermanagerin setzt auf Jugendbeteiligung und starke Vernetzung
In der Neustadt läuft vieles über gewachsene Netzwerke und genau dort setzt Christina Breisch an - Journal LOKAL

(Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach)

10.02.2026
Falsches Ticket deckt mehrere Haftbefehle auf
Am 9. Februar 2026 kontrollierten Beamte der Bundespolizei am Mainzer Hauptbahnhof einen Mann, der zuvor bei einer Fahrkartenkontrolle ein falsches Ticket vorzeigte.

Bei der Überprüfung seiner Personalien im polizeilichen Fahndungssystem stellte sich heraus, dass gegen den 63-jährigen georgischen Staatsangehörigen mehrere offene Haftbefehle vorlagen. Es handelte sich um Ausschreibungen der Staatsanwaltschaften Dortmund und Stade wegen Diebstahls sowie einen Untersuchungshaftbefehl der Ausländerbehörde in Harburg. Darüber hinaus bestand gegen den Georgier eine Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Lüneburg, ebenfalls aufgrund eines Diebstahls.

Der Mann wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zur Dienststelle der Bundespolizei Mainz gebracht.

Dem Festgenommen war es nicht möglich die offenen Geldstrafen von 800 Euro und 300 Euro zu zahlen, weshalb er zur Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe von insgesamt 70 Tagen in die JVA Rohrbach gebracht wurde.

Ebenso wurde gegen den Georgier ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts sowie Betrugs eingeleitet.

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AVK-Selbsthilfegruppe sucht neuen Übungsleiter
10.02.2026
Zoff um Baustelle in Mainzer Neustadt: Anwohner erheben Vorwürfe
Anwohner im Mainzer Raupelsweg beklagen sich über Verzögerungen und mangelnde Kommunikation bei Bauarbeiten. Die zuständige Mainzer Fernwärme GmbH weist die Vorwürfe entschieden zurück - Merkurist

(Foto: Mainzer Stadtwerke AG)

10.02.2026
Ketten und der Rapportvorschlag über Helauheim
Die Erstürmung der Ortsverwaltung in der Mainzer Neustadt gehört zur Fastnachtskampagne wie der Tusch zur närrischen Pointe - Journal LOKAL

(Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach)

10.02.2026
Sorge um Zukunft der Mainzer Kunsthalle
Direktorin Stefanie Böttcher verlässt die Kunsthalle Mainz. Dass ihre Stelle noch nicht ausgeschrieben ist, sorgt für Unruhe. Ist die Finanzierung des Hauses in Gefahr? - AZ Mainz (plus)

(Foto: Harald Kaster)

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09.02.2026
Kostenlose Wechselberatung: Jetzt den passenden Strom- und Gasversorger finden und sparen
Untersuchung in mehreren rheinland-pfälzischen Städten zeigt: Ein Wechsel lohnt sich

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet ein Beratungsangebot für alle, die einen verlässlichen Strom- oder Gasversorger mit einem besseren Preisniveau suchen. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei zu helfen, ihre Energiekosten nachhaltig zu senken. Das Angebot ist kostenlos. Komfortabel ist für Ratsuchende, dass die Beratung an rund 70 Beratungsstellen der Energieberatung stattfinden kann. „Angesichts dynamischer Stromtarife und zunehmend steuerbarer Verbrauchseinrichtungen gewinnt die Wahl eines kostengünstigen und zugleich verlässlichen Energieanbieters immer mehr an Bedeutung“, erläutert Heike Troue, Vorständin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Was bietet die kostenlose Wechselberatung?
Im Rahmen der Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz umfasst die Wechselberatung:

  • Bewertung der Verbrauchsdaten – Die letzte Jahresabrechnung für Strom und/oder Gas am besten mit zur Beratung bringen.
  • Individuelle Recherche – Die Verbraucherzentrale prüft die persönlichen Einsparmöglichkeiten durch einen Anbieterwechsel.
  • Dokumentation – Ratsuchende erhalten im Anschluss ein Dokument mit der individuellen Verbrauchsbewertung.

Alle wichtigen Informationen sowie die Möglichkeit zur Terminbuchung sind ab sofort auf unseren neuen Internetseiten zu finden:

www.verbraucherzentrale-rlp.de/stromversorger
www.verbraucherzentrale-rlp.de/gasversorger

„Wir freuen uns, Verbraucherinnen und Verbrauchern mit dieser Beratung eine einfache Möglichkeit zum Sparen zu bieten“, sagt Max Müller, Referent Energierecht der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Im Januar 2026 war in allen untersuchten Städten in Rheinland-Pfalz die Grundversorgung Strom teurer als der jeweils günstigste Sondertarif. Haushalte mit einem Stromverbrauch von 3.600 kWh konnten durch einen Wechsel Preisvorteile von bis zu 505 Euro erzielen. Beim Gas waren es sogar bis zu 1.154 Euro bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh.

„Die Preisspannen zwischen den günstigsten Angeboten und den Grundversorgungstarifen zeigen, dass Verbraucher:innen in Rheinland-Pfalz mit Einsparungen von mehreren hundert bis über tausend Euro rechnen können. Ein Anbieterwechsel lohnt sich in vielen Fällen“, betont Müller.

09.02.2026
Fahrzeugführer mit 1,12 Promille gestoppt
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ( kam es gegen 01:30 Uhr in der Rheinallee in Mainz zu einer Trunkenheitsfahrt.

Polizeikräfte kontrollierten im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle einen 30-jährigen Fahrzeugführer. Während der Kontrolle stellten die Beamten Alkoholgeruch bei dem Mann fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,12 Promille.

In der Folge stellten die Einsatzkräfte den Führerschein sowie den Fahrzeugschlüssel sicher. Zudem wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der Fahrzeugführer entlassen werden.

Gegen den 30-Jährigen wurde nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet.

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09.02.2026
Kein Glücksbringer? Kein Problem am Freitag, dem 13.
Ein Glückspfennig im Portemonnaie, ein vierblättriges Kleeblatt oder zumindest einmal kräftig auf Holz klopfen: Wenn der Freitag auf einen 13. fällt, greifen viele Menschen ganz selbstverständlich zu kleinen Glücksbringern. Manche verlassen sich auf Rituale, andere sind an diesem Tag besonders vorsichtig oder verschieben wichtige Termine lieber gleich.

Doch braucht es all das wirklich? Die Zurich Gruppe Deutschland wertet ihre Schadenstatistik seit 2011 aus und kommt zu einem klaren Ergebnis: Auch ohne Glücksbringer ist Freitag, der 13., statistisch kein besonderer Unglückstag.

Glücksbringer können zuhause bleiben
Ob Schornsteinfeger, Glücksschweinchen oder Hufeisen – Glücksbringer sollen Sicherheit geben, gerade an Tagen mit schlechtem Ruf. In der Schadenstatistik der Zurich Gruppe Deutschland spiegelt sich diese Sorge jedoch nicht wider. An Freitagen, die auf den 13. fallen, ereignen sich keine auffällig vielen Schäden oder Unfälle im Vergleich zu anderen Freitagen des jeweils selben Jahres.

„Besondere Gegenstände oder Rituale können beruhigend wirken – aus statistischer Sicht braucht es sie aber nicht“, sagt Bernd O. Engelien, Sprecher der Zurich Gruppe Deutschland. „Unsere Zahlen zeigen: Freitag, der 13., ist kein Unglückstag. In mehreren Jahren lagen die Schadenmeldungen im Bereich Sachversicherungen inklusive des Kfz-Bereichs an diesen Tagen sogar unter dem Durchschnitt der übrigen Freitage, in anderen Jahren leicht darüber.“ Dies war beispielsweise beim letzten Freitag, dem 13., im Juni 2025 der Fall. Hier gab es rund 16 Prozent mehr Schäden als an anderen Freitagen letztes Jahr. In den Jahren 2021 bis 2024 lag der Wert hingegen leicht darunter. Ein wiederkehrendes Muster oder ein besonderes Risiko lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. „Wer einen Glücksbringer dabeihat, kann das natürlich gern tun. Entscheidend ist nicht das Datum, sondern umsichtiges Verhalten – und das gilt an jedem Tag“, so Engelien.

Paraskavedekatriaphobie: Wenn der Aberglauben Angst macht
Dennoch gibt es immer wieder statistische Ausreißer: 2017 zog das Sturmtief Egon über Europa und verursachte bei der Zurich Versicherung in Deutschland rund 113 Prozent mehr Schadenmeldungen aus dem Bereich Wohngebäude und Hausrat als einem „normalen“ Freitag des Jahres. Solche Ereignisse bestätigen Menschen mit Paraskavedekatriaphobie (abgeleitet aus dem Griechischen: Paraskave = Freitag; Dekatria = 13; Phobie = Angst). Sie beschreibt die Angst vor Freitagen, die auf den 13. eines Monats fallen. Betroffene rechnen an diesem Tag mit einem erhöhten Risiko für Missgeschicke oder Unfälle. Statistisch gesehen ist diese Phobie aber nicht belegbar.

Der Freitag macht den Unterschied
Was das Zahlenwerk hingegen zeigt: Freitage gehören insgesamt zu den schadenträchtigeren Wochentagen. Das liegt unter anderem an höherem Verkehrsaufkommen, Wochenendreisen sowie Freizeit‑ und Heimwerkeraktivitäten. Ob dieser Freitag jedoch auf den 13. eines Monats fällt oder nicht, macht dabei keinen messbaren Unterschied. Sonntage sind dagegen die schadensärmsten Tage der Woche – vor allem, weil an ihnen deutlich weniger Menschen unterwegs sind.

07.02.2026
Neuer Raum für Kreativität: Kavé Studio expandiert in Mainz
Von der Kaffeebar zum Kreativ-Hotspot: das Kavé Studio von Vera Kirschbaum in der Boppstraße. Nun erweitert sie das Angebot mit dem Kavé Atelier im früheren "Sparadies". Ein Ort voller Ideen - AZ Mainz (plus) - Merkurist

(Foto: Mia Kleinböhl)

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06.02.2026
Giftfreie Liebesgrüße statt toxischer Schnittblumen
Zum Valentinstag gehören Blumen einfach dazu. Ob Tulpen, Rosen, Narzissen, Freesien, Anemonen oder Ranunkeln – ein bunter Strauß ist für viele Menschen am 14. Februar die erste Wahl. Doch Achtung: Die Liebesboten enthalten oft einen Pestizid-Cocktail. Corinna Hölzel, Pestizid-Expertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), erklärt, auf welche Siegel Sie beim Blumenkauf achten können und welche Alternativen es zu Schnittblumen gibt.

Gefährlicher Giftcocktail auf importierten Blumen
Im Winter kommen Rosen, Nelken oder Lilien auf dem deutschen Markt fast immer aus dem Ausland. Neben Holland sind ostafrikanische und südamerikanische Länder Herkunftsländer. Insgesamt importiert Deutschland jährlich eine Milliarde Rosen. Rund 250 Millionen davon kommen mit dem Flugzeug aus Kenia, Sambia und Äthiopien nach Deutschland.

Hölzel: „In der Blumenproduktion im globalen Süden werden zahlreiche und zum Teil gefährliche Gifte gespritzt. Darunter sind auch Insektizide und Fungizide, die in der EU aufgrund ihrer Gefährlichkeit verboten sind. Diese Stoffe schaden der Umwelt und der Gesundheit der Arbeiter*innen im Rosenanbau, die zumeist unter schlechten Bedingungen tätig sind. Aber auch hier in Deutschland können sie für Floristinnen und Floristen eine Gefahr darstellen. Wer am Valentinstag Freude ohne giftiges Beiwerk schenken will, sollte auf Siegel achten: die von den Lebensmitteln bekannten Bio-Siegel, das Slowflower- und das Fairtrade-Siegel.“

Auf diese Siegel achten
Wenn das Siegel "Fairtrade" auf dem Blumentopf, der Rose oder dem Blumenstrauß erkennbar ist, werden die Blumen zumindest nach besseren sozialen und ökologischen Standards produziert. Die Beschäftigten werden fair entlohnt. „Slowflower“ setzt konsequent auf Regionalität und Nachhaltigkeit und vermeidet damit lange Transportwege.

Alternativen zu Schnittblumen
Wer auf Blumen am Valentinstag verzichten möchte, muss nicht mit leeren Händen dastehen. „Schenken Sie gemeinsame Zeit und planen Sie einen Ausflug zusammen“, schlägt Hölzel vor. „Oder bekochen Sie ihren geliebten Menschen und schenken Sie etwas aus nachhaltigen Materialien oder aus der Region.“

Eine andere Idee: Wecken Sie Vorfreude, indem Sie zum Beispiel einen Gutschein für einen regionalen Sommerblumenstrauß schenken. Dieser kann dann guten Gewissens für Schnittblumen ab Juni eingelöst werden. Hölzel: „Alternativ zu Schnittblumen und wunderschön sind Trockensträuße oder Zweige von Kirsche oder Forsythien, die in der warmen Wohnung vorzeitig zu blühen beginnen. Die Pflanzen wachsen bei uns, sie sind unbelastet und halten sogar länger als jeder Blumenstrauß.“  

06.02.2026
Wallaustraße 101: Stadt Mainz sieht „keine konkreten Anhaltspunkte“
Die Zustände rund um das Wohnhaus in der Wallaustraße 101 beschäftigen seit Monaten Anwohner, Bewohner und Stadtverwaltung. Während Betroffene von Lärm, Überbelegung und schwierigen Verhältnissen berichten, sieht die Stadt kaum Angriffspunkte - Merkurist

(Foto: David Gutsche)

06.02.2026
Streit um fehlende Mittel für Spielgeräte am Goetheplatz
Der Abbau maroder Spielgeräte in Mainz-Neustadt sorgt für Diskussionen im Ortsbeirat über Ersatz, künftige Schritte und Finanzierung. Das Gremium steht sich dabei selbst im Weg - AZ Mainz (plus)

(Foto: Rebecca Herber)

06.02.2026
Neuer Standort für die BBS II Mainz in Aussicht
Ein städtischer Sparhaushalt und dringend nötige Bauvorhaben an Mainzer Schulen – wie passt das zusammen? Im vierten Teil der AZ-Serie blicken wir auf zwei Mainzer Schulen - AZ Mainz (plus)

(Foto: Sascha Kopp)

05.02.2026
Die Rotzlöffel“ mit musikalischer Liebeserklärung an Mainz
Die Musiker lernten sich im Studium kennen. Der Hipsterball des Neustadt-Carnevalverein führte „Die Rotzlöffel“ als Band zusammen. Nun haben sie ihre erste Single veröffentlicht - AZ Mainz (plus)

(Foto: Anne-Kathrin Brunier)

04.02.2026
Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl am Mainzer Hauptbahnhof
Am Mittwochmorgen (04.02.2026) kontrollierten Beamte der Bundespolizei einen Mann am Hauptbahnhof Mainz.

Bei der Überprüfung seiner Personalien im polizeilichen Fahndungssystems stellte sich heraus, dass gegen den 49-jährigen irakischen Staatsangehörigen ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wegen Diebstahls geringwertiger Sachen vorlag.

Der Iraker wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zur Dienststelle der Bundespolizei Mainz verbracht.

Da der Mann die offene Geldstrafe von 500 Euro nicht zahlen konnte, wurde er zur Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen in die JVA Rohrbach gebracht.

05.02.2026
Stadt Mainz plant Fahrradspur auf der Alicenbrücke
Im Mai soll die Inbetriebnahme der Straßenbahn in der Binger Straße erfolgen. Im Zuge der Arbeiten will die Stadt auch die Situation für den Rad- und Fußverkehr verbessern - AZ Mainz (plus)

(Foto: Sascha Kopp)

05.02.2026
Fahrradvermietsystem „meinRad“ in Mainz im Aufwind
Das Fahrradvermietsystem „meinRad“ in Mainz boomt: Die Anzahl der Fahrten hat sich in den vergangenen Jahren enorm gesteigert. Eine besondere Rolle spielen dabei auch die Pedelecs - AZ Mainz (plus)

(Foto: meinRad)

04.02.2026
Einbruch in Mehrfamilienhaus
Am Dienstag (03.02.2026) gegen 13:20 Uhr kam es zu einem Einbruch in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Taunusstraße. Ein Zeuge konnte im Treppenhaus noch drei Frauen im Alter von geschätzt 25-40 Jahren beobachten. Erst nachdem die mutmaßlichen Täterinnen das Gebäude verlassen hatten fiel auf, dass in eine Wohnung eingebrochen wurde und dort Bargeld und Wertgegenstände entwendet wurden. Laut eines Zeugen stand eine vierte Frau mutmaßlich "Schmiere" unweit des Anwesens.

Die Kriminalpolizei hat vor Ort Spuren gesichert und den Tatort aufgenommen.

Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 65-33999 in Verbindung zu setzen.

04.02.2026
Unterstützung für die Männer*beratung des Frauen*notruf Mainz
Förderverein der Lions Clubs in Mainz spendet für das Weiterbestehen der Männer*beratung

Die Männer*beratung – Anlaufstelle für Männer und TIN* (trans*, inter* und nicht-binäre Personen), die sexualisierte Gewalt erlebt haben – freut sich über eine Spende des Fördervereins der Lions Clubs in Mainz in Höhe von 3.000 Euro. Die Summe stammt aus den Erlösen des Mainzer Adventskalenders 2025 und kommt der Männer*beratung in der aktuell herausfordernden Finanzierungssituation zugute.


v.l.n.r.: Jassin Queiroz de Souza und Leah Krieger von Männer*beratung Mainz, Norbert Wittlich und Dr. Stefanie Wagner von Lions Club Mainz

„Wir sind für die Unterstützung sehr dankbar. Sie hilft uns, die Männer*beratung weiterzuführen“, erklärt Leah Krieger, Mitarbeiterin der Männer*beratung, „Um das greifbar zu machen: mit dieser Spende können wir beispielsweise zwei Monatsmieten abdecken.“

Die Männer*beratung ist ein Projekt des Frauen*notruf Mainz e.V. und konnte durch eine Anschubfinanzierung der Deutschen Fernsehlotterie ins Leben gerufen werden. Das Angebot richtet sich an Betroffene Sexualisierter Gewalt und deren Bezugspersonen ab 12 Jahren sowie an Fachkräfte. Neben der Beratungsarbeit gehören auch Präventionsangebote, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und politische Arbeit zum Aufgabenfeld der Fachstelle.

Die derzeitige Projektfinanzierung läuft jedoch Ende Februar aus und stellt das Team vor große Herausforderungen, denn aktuell gibt es noch keine feste Zusage über eine mögliche Anschlussfinanzierung.

Der Förderverein der Lions Clubs in Mainz ist ein Zusammenschluss der vier Mainzer Lions Clubs und des Leo Clubs Mainz und organisiert seit 2004 jährlich den „Mainzer Adventskalender“. Im vergangenen Jahr konnten mithilfe von Geld- und Sachspenden 10.500 Kalender mit insgesamt 502 Gewinnen realisiert werden. Die Erlöse aus dem Verkauf kommen ausgewählten lokalen sozialen Projekten, so auch der Männer*beratung, zugute.

„Es war unsere Zielsetzung und Argument für die Spende, die Männer*beratung zu unterstützen, damit sie als Organisation nicht daran scheitert, Fuß zu fassen, solange die nachhaltige Absicherung der Organisation in der Schwebe ist“, erklärt Heiner Troßbach, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Lions Clubs in Mainz. „Wenn wir mit unserer Spende einen Beitrag zum Fortbestehen des Angebots leisten können, freut uns das sehr“, ergänzt Stefanie Wagner, Vize- und kommende Präsidentin des 1. Mainzer Lions Clubs.

Weitere Informationen auf: www.mainzer-adventskalender.de

Text: Leah Krieger (Männer*beratung Mainz)

03.02.2026
Körperliche Auseinandersetzung in der Mainzer Neustadt
Am Montagnachmittag kam es gegen 16:00 Uhr in der Bonifaziusstraße in der Mainzer Neustadt zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern.

Nach derzeitigen Erkenntnissen gerieten die beiden Beteiligten aus bislang ungeklärter Ursache in einen Streit, der in eine körperliche Auseinandersetzung mündete. Dabei schlugen beide Männer gegenseitig aufeinander ein. Unabhängige Zeugen beobachteten den Vorfall und verständigten umgehend die Polizei.

Die alarmierten Einsatzkräfte trafen kurze Zeit später am Ereignisort ein und konnten beide Beteiligte dort antreffen. Beide Männer erlitten leichte Verletzungen. Eine medizinische Versorgung war nach aktuellem Stand nicht erforderlich.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gegenseitiger Körperverletzung aufgenommen. Der genaue Hintergrund und der Auslöser der Auseinandersetzung sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

03.02.2026
Randalierer leistet Widerstand und greift Polizei am Hauptbahnhof Mainz an
Am 30. Januar 2026 gegen 18:00 Uhr wurde eine Streife der Bundespolizei am Hauptbahnhof Mainz von einem Mann angesprochen, der angab, dass sich auf dem Vorplatz eine männliche Person laut schreiend und mit einer Winterjacke um sich schlagend auffällig verhalte. Die Streife begab sich umgehend zum Einsatzort.

Dort konnte der 37-jährige Deutsche angetroffen werden. Im Rahmen der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um denselben Mann handelte, der bereits einige Stunden zuvor in einer Bäckerei im Hauptbahnhof aufgefallen war und für den bereits ein Platzverweis für den gesamten Bahnhof ausgesprochen worden war. Der 37-Jährige versuchte anschließend, sich durch Weglaufen den polizeilichen Maßnahmen zu entziehen. Er musste daraufhin am Arm festgehalten werden.

In der Folge kam es zu einem Gerangel, bei dem der Mann einen Polizeibeamten gewaltsam wegstieß. Der Einsatz des Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG), umgangssprachlich Taser genannt, musste mehrfach angedroht werden, bevor der Mann den Anweisungen der Polizisten nachkam und gefesselt werden konnte. In der Zwischenzeit traf die hinzugerufene Landespolizei am Einsatzort ein. Als diese beabsichtigten, erneut einen Platzverweis für den gesamten Bahnhofsbereich auszusprechen, spuckte der 37-Jährige plötzlich einem Polizeibeamten gegen das Bein und beleidigte diese.

Daraufhin wurde der Mann in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle verbracht. Der eingesetzte Bundespolizist wurde leicht verletzt, blieb jedoch weiterhin dienstfähig. Gegen den 37-jährigen Deutschen wurden Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung eingeleitet.  

03.02.2026
Neue Sporthalle für das Frauenlob-Gymnasium
Zunächst soll ab Mai 2026 die Turnhalle und ein Gebäude mit Sprachlabor abgerissen werden. Danach wird eine  Zweifeld-Sporthalle errichtet, über der auch Klassen- und Ganztagsräume untergebracht werden. Auf dem Dach entsteht ein weiteres Spielfeld. Für das Projekt sind rund 21,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant.

02.02.2026
Rückbau der Spielgeräte auf dem Goetheplatz: Schnelle Erneuerung unerlässlich
Pressemitteilung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ortsverband Mainz Neustadt

Die Grünen Mainz-Neustadt bedauern den Rückbau der wichtigen Spielgeräte im Goethepark und drängen auf eine schnelle Ersetzung.

Nachdem bereits Ende des letzten Jahres die Rutsche auf dem Spielplatz am Lessingplatz entfernt werden musste, fällt nun ein weiteres wichtiges Spielgerät  auf einem Spielplatz in der Mainzer Neustadt weg. Die Spielgeräte auf dem Goetheplatz sind einer der am intensiv genutzten und beliebtesten Spielplätze in der Neustadt. Dieser wird nun schrittweise, je nach Zustand der einzelnen Geräte bis Frühjahr 2027, aufgrund von Pilzbefall und Abnutzung zurückgebaut. Die zeitnahe Erneuerung ist aktuell jedoch nicht geklärt. „Der Ersatz der Spielgeräte ist zwingend notwendig und muss schnellstmöglich erfolgen. Hierbei ist mir die Bürgerbeteiligung wichtig und ich wünsche mir, dass der Planungsprozess kurzfristig angestoßen wird“, sagt Christoph Hand, Ortsvorsteher der Mainzer Neustadt. „Ich bin bereits mit den zuständigen Dezernentinnen in Kontakt und hoffe, dass hierfür bald Lösungen gefunden werden.“, führte er weiter aus.

„Die Bedeutung des Goetheplatzes für das Zusammenleben in der Neustadt ist enorm“ sagt Ortsbeiratsmitglied Konstantin Fröhlich. „Daher ist es unabdingbar diese zeitnah auszutauschen, damit der Goethepark weiterhin ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generationen darstellt. Gerade der „Wald“ im Goethepark ist ein tolles Spielgerät, welches intensiv von Kindern unterschiedlichen Alters genutzt wird“. Die Neustadt ist der kinderreichste Stadtteil in Mainz. Daher hoffen wir, dass die zuletzt weggefallenen Spielgeräte zeitnah ersetzt werden.

Die Zahl der Kinder, die in der Neustadt leben, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Es ist wichtig, dass die Neustadt als attraktiver Stadtteil für Familien erhalten bleibt und weiterentwickelt wird, sodass dass Eltern sich zunehmend bewusst dafür entscheiden, mit ihren Kindern in urbanen Räumen zu leben.

02.02.2026
Streusalz wird zum Baumkiller Nummer Eins
BUND fordert Intensivkur für Bäume im Frühjahr aus Wasser und Dünger

In vielen Städten und Gemeinden wird angesichts des anhaltenden Frosts wieder großzügig Streusalz eingesetzt – mit fatalen Folgen für Bäume, Böden und Gewässer. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt: Vor allem in Kombination mit Trockenheit wird Streusalz zum Baumkiller Nummer Eins und fordert deshalb von den Gemeinde- und Grünverwaltungen eine Intensivkur für die Stadtbäume im Frühjahr.

Christian Hönig, BUND-Abteilungsleiter Biodiversität:
„Streusalz ist ein schleichender Tod für Bäume. In Verbindung mit der wiederkehrenden Trockenheit wird es zum Baum-Killer Nummer eins. Wenn die Bäume im Frühjahr besonders viel Wasser für den Blattaustrieb brauchen, ziehen sie statt der benötigten Nährstoffe schädliches Chlorid aus dem Boden. Langfristig beeinträchtigt es das Wachstum und ganze Kronenteile können absterben.“

Was Streusalz mit Boden und Bäumen macht
Streusalz (Natriumchlorid) senkt den Gefrierpunkt von Wasser und verhindert so bis etwa minus zehn Grad Celsius die Eisbildung. Es löst sich im Schmelzwasser, versickert im Boden und reichert sich dort über Jahre an. Die Folge: Der Nährstoffgehalt und die Bodenstruktur verändern sich und die Bäume nehmen im Frühjahr über die Wurzeln zu viel Chlorid auf. Das führt zu langfristigen Laubschäden. Die Bäume bilden Blattrandnekrosen aus – vom Streusalz geschädigte Bäume erkennt man an rostroten Rändern an den Blättern.

Eine hohe Salzkonzentration im Boden erschwert den Pflanzen auch die Wasseraufnahme. Mit Trockenstress durch ausbleibende Niederschläge entsteht eine fatale Wechselwirkung. Das Wasser, das die Bäume nach dem Frost wieder aufnehmen, enthält in hohem Maße Chlorid und schädigt die Blätter, die ohnehin schon durch die Trockenheit unterversorgt sind. Das Absterben einzelner Kronenpartien oder ganzer Bäume ist dann kaum noch aufzuhalten. Salzlauge verätzt zudem Wurzeln und Rinde – und auch Tierpfoten, die über gestreute Wege laufen müssen.

Was Kommunen jetzt tun müssen
Aus Sicht des BUND müssen Gemeinde- und Grünverwaltungen den massiven Streusalzeinsatz in diesem Winter im Frühjahr aktiv ausgleichen. Konkret fordert der BUND:
  • Eine regelmäßige Intensivkur für Straßen- und Stadtbäume, bei dem vor dem Laubaustrieb im Frühjahr gewässert und bedarfsgerecht gedüngt wird. Das Wasser verringert die Streusalzkonzentration bei der Wasseraufnahme, die Extra-Nährstoffe durch den Dünger sorgen dafür, dass die Bäume weniger von dem schädlichen Chlorid aufnehmen. Da sich das Streusalz über die Jahre im Boden anreichert, ist es sinnvoll, diesen Frühjahrsdienst jedes Jahr durchzuführen.
  • Zusätzlich bodenverbessernde Maßnahmen an stark belasteten Standorten, insbesondere gegen Bodenverdichtung.

„Die Kommunen sollten sich jetzt darauf vorbereiten, ihren Bäumen im Frühjahr etwas Gutes zu tun“, so Hönig. „Wässern und Düngen vor dem Laubaustrieb kann Salzschäden abmildern. Langfristig brauchen wir einen Winterdienst, der Verkehrssicherheit gewährleistet, ohne die Stadtbäume zu ruinieren. Spätestens im Sommer, wenn die Hitze uns wieder zu schaffen macht, freuen wir uns über dichte Laubkronen, die Schatten spenden.“

Was Bürgerinnen und Bürger tun können
Besonders problematisch ist der Einsatz von Streusalz auf Gehwegen, weil die Salzlauge direkt in den Wurzelbereich der Bäume abfließt. Dort richtet sie dramatische Schäden an. Der BUND ruft deshalb alle Anwohnerinnen und Anwohner dazu auf, auf Salz zu verzichten.

Hönig: „Auch wenn es aufwändiger ist: Die klassische Schnee- und Eisbeseitigung mit Schaufel, Besen und Eiskratzer beugt Glätte effektiv vor und ist auch besser für Bäume, Böden und Tierpfoten.“ Vermeintliche Alternativen zu Tausalzen wie Ameisensäure oder Gurkenwasser sind leider auch nur bedingt umweltfreundlich. Ameisensäure ist zwar biologisch abbaubar, verbraucht beim Abbau aber sehr viel Sauerstoff in den Gewässern. Die Folge: ein starker Sauerstoffmangel im Boden. Gurkenwasser wirkt nur über das darin gelöste Kochsalz. Und auch geringere Mengen Salz sammeln sich über Jahre im Boden an.

01.02.2026
Nach Explosion im November: Gasleitungen waren nicht die Ursache
Nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Mainzer Kreyßigstraße im November gibt die Stadt weitere Details bekannt. Die Gasleitungen waren demnach nicht die Ursache für den Vorfall - Merkurist

(Foto: Deniz Gündogan)

01.02.2026
Kein Stress! Mit mehr Ruhe durch den Alltag
Kein Stress! Diese kleine Formel dient häufig als Antwort auf Entschuldigungen und will sagen: Mach dir keine Gedanken, das ist in Ordnung. „Ich komme etwas später.“ „Kein Stress!“ – „Ich habe vergessen, dich anzurufen.“ „Kein Stress!“ – „Ich schaff das nicht bis morgen.“ „Kein Stress!“ Was sich so leicht sagt, greift ein tiefliegendes Problem des Alltags auf: Immer mehr Menschen fühlen sich unter Zeit- und Leistungsdruck, selbst in der Freizeit, die ja schließlich nicht zu kurz kommen soll. Da ist „Kein Stress“ ein fernes Ziel. Aber mehr Ruhe in den Alltag zu bringen, das ist durchaus möglich.

Stress – erstmal eine gute Sache
Stress gab es schon immer. Denn im Notfall ist er überlebenswichtig. Stress hilft, in Bruchteilen von Sekunden alle Energien zu mobilisieren. Dafür wird der Körper schnell auf seine volle Leistungsfähigkeit gebracht: Atem- und Herzfrequenz werden beschleunigt, so dass mehr Sauerstoff in den Körper gepumpt wird. Aus der Leber wird Zucker freigesetzt und Fettsäuren gelangen ins Blut, sodass mehr Energie zur Verfügung steht. Gleichzeitig werden alle Funktionen gedrosselt, die in der Stresssituation nicht überlebensnotwendig sind, wie beispielsweise die Verdauung. Auch das Gehirn konzentriert sich auf alles, was mit der Gefahr zu tun hat, und lässt andere Wahrnehmungen außer Acht. In einer Gefahrensituation können wir beispielsweise eine Verletzung komplett ignorieren, da wir den Schmerz nicht wahrnehmen.  

Die Dosis macht das Gift
Auch in unserem weniger gefahrvollen Alltag brauchen wir Stress, um schwierige Situationen zu bewältigen. Ein kurzfristiger Arbeitsauftrag, eine Erkrankung in der Familie oder ein unerwarteter Besuch – in solchen Momenten müssen wir schnell viel Energie und Konzentration aufbringen, um Abläufe neu zu organisieren. Wenn es darauf ankommt, können wir sogar über uns hinauswachsen und Dinge leisten, die wir zuvor nicht für möglich gehalten haben. Solche Situationen zu meistern, ist ein wichtiger Teil der Persönlichkeitsentwicklung.  

Tatsächlich ist das Maß an Stress, das uns guttut, stark persönlichkeitsabhängig. Während die einen bei einem vollen Terminkalender erst so richtig aufleben, sind für andere zwei Termine pro Woche schon zu viel. Während sich die einen auf eine schwierige Aufgabe freuen, geraten andere schon beim Gedanken daran ins Schwitzen. Und bei der nächsten Aufgabe kann es genau umgekehrt sein.

Das persönliche Maß finden
Um mit Stress gut umgehen zu können, ist es also wichtig, die Balance zwischen Unter- und Überforderung zu finden. Denn auch ein zu wenig fordernder Alltag kann Stress bedeuten. Das spüren Menschen in der Erwerbslosigkeit oft überdeutlich. Wenn das persönliche Stresslevel zu häufig nicht stimmt, macht dies krank und die Leistungsfähigkeit nimmt ab.  

Wird der Stress zu groß, läuft der Körper ständig auf Hochtouren. Die Dauerbelastung kann das Immunsystem schwächen und uns so anfällig für Krankheiten machen. Dazu kommt, dass wir unter Stress zu gesundheitsschädlichem Verhalten neigen. Viele greifen zu Zigaretten, um sich vermeintlich zu beruhigen. Oder sie trinken Alkohol, um den Stresspegel herunterzufahren. Für gesunde Ernährung bleiben weder Zeit noch Muße, für Bewegung fehlt die Energie.

Wege aus dem Stress
Wer das Gefühl hat, auf Dauer mit einem ungesunden Maß an Stress zu leben, sollte mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber sprechen. Die folgenden kleine Schritte können helfen, mit Stress besser umzugehen.

Schritt 1: Wissen, was uns Stress macht
Vor lauter Stress können wir oft gar nicht sagen, was ihn auslöst. Da ist es gut, die wichtigsten Stressfaktoren zu kennen und sie zu überprüfen:
Physische Auslöser sind beispielweise Lärm und Kälte, Schlafmangel, Hunger, Krankheit und Schmerz.  
Psychische Auslöser sind zum Beispiel Leistungsdruck, Prüfungen, Angst, Streit, Konflikte, Mobbing im Beruf, Isolation sowie kritische Lebensereignisse wie Tod, Scheidung und Geburt.

Schritt 2: Den persönlichen Stress besser kennenlernen
Sind Sie eher unterfordert oder überfordert? Dies sind typische Gedanken
… bei Unterforderung: Ich fühle mich nicht wohl. Ich bin gelangweilt. Ich bin unmotiviert.
… bei Überforderung: Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich mache Fehler und bin ungeduldig.
… wenn das Stresslevel stimmt: Ich fühle mich wohl. Das Leben macht mir Spaß. Ich bin motiviert und gut drauf.

Schritt 3: Den Stress im Alltag entdecken
Um stressige Muster in Ihrem Tagesablauf zu erkennen, können Sie sich auf eine Gedankenreise durch den Tag begeben. Die Audiotour gegen Stress der LZG hilft, typische Situationen zu erkennen. Dazu können Sie sich auch folgende Fragen stellen:  
  • Wie sieht eine typische Stress-Situation für mich aus?
  • Wo passiert das? Sind andere Personen an der Situation beteiligt? Was wird gesagt oder getan?
  • Was spüre ich körperlich? Welche Gedanken und Gefühle habe ich?

Schritt 4: Dem Stress die Stirn bieten
Stress wird oft durch Faktoren ausgelöst, auf die wir wenig bis gar keinen Einfluss haben. Manchmal genügt es aber schon, Kleinigkeiten zu verändern, um den Stress aus einer Situation herauszunehmen.
  • Wenn Sie der morgendliche Berufsverkehr stresst, könnten Sie etwas früher oder etwas später losfahren.
  • Wenn Sie dazu neigen, alles auf den letzten Drücker zu erledigen, könnte Ihnen ein längerfristiger Zeitplan helfen.

Oft hilft es auch, eine Situation neu zu bewerten oder die eigene Einstellung zu ändern, um den Stress zumindest ein bisschen zu verringern. Ihr Projekt läuft nicht so gut, wie Sie es wollten? Wem außer Ihnen ist das überhaupt aufgefallen? Und wenn: Fehler sind menschlich. Vielleicht können Sie beim nächsten Mal die Verantwortung aufteilen. Sie müssen nicht alles selbst machen und Sie müssen schon gar nicht perfekt sein!

Schritt 5: Anti-Stress-Routinen einführen
Es gibt zahllose Methoden und Übungen, um dem Stress kurz- oder langfristig die Schärfe zu nehmen. Viele Krankenkassen, Volkshochschulen und Sportvereine bieten entsprechende Programme an. Aber auch hier gilt: kein Stress! Wenn das wöchentliche Yoga einer anderen Person geholfen hat, muss das noch lange nicht Ihr Mittel der Wahl sein. Die folgenden Methoden gelten als wirksam – suchen Sie sich aus, was zu Ihnen und Ihrem Stress passt.

Übungen in akuten Stress-Situationen
  • Muskeln kurz anspannen und bewusst wieder lösen.
  • Langsam ein- und ausatmen und dabei die Schultern locker und entspannt nach unten fallen lassen.
  • Sich selbst Mut zusprechen: „Ich schaffe das.“ „Ich lasse mir Zeit.“ „Ich mache eins nach dem anderen.“
  • Sich zur Entspannung räkeln und strecken.

Übungen zur langfristigen Entlastung
Diese Methoden sollten regelmäßig geübt und in den Alltag integriert werden.
  • Fantasiereisen, auch in Kombination mit progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen
  • Achtsamkeitstraining, z.B. Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR) nach Jon Kabat-Zinn. MBSR-Kurse werden oft von den Krankenkassen bezuschusst.
  • Achtsamkeit im Alltag, z.B. in Form einer Essmeditation, bewusste Ernährung
  • Einschlafritual entwickeln
  • Grübeln aktiv stoppen
  • Positiv denken
  • Kraftquellen (wieder-)entdecken und pflegen

Sie schaffen es heute nicht mehr, mit den Übungen zu beginnen? Kein Stress! Morgen reicht auch noch…

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
Text: Susanne Schneider, freistil-texte.de;  Redaktion: Birgit Kahl-Rüther, Mail: bkahl@lzg-rlp.de

Neustadt im Netz e.V. - c/o caritas-zentrum Delbrêl, Aspeltstr. 10, 55118 Mainz
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